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Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Die Baumanns
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Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von Die Baumanns » Fr 11. Jul 2008, 10:37

In Zeiten von Sirf3 und anderen GPS mit hochempfindlichen Empfängern stelle ich immer wieder fest,
das in den unmöglichsten Umgebungen Stationen mit Koordinaten angegeben werden, die sich dann als unbrauchbar herausstellen.
Diese hochempfindlichen Empfänger sind darauf trainiert um auf biegen und brechen eine Koordinate zu erzeugen. Entsprechend kann es passieren, das im Keller oder in einem Lostplace noch eine Koordinate mit brauchbarer Genauigkeit erzeugt werden. Das ist aber im Regelfall ein Trugschluß.
Eine vernünftige Koordinate wird es nur außerhalb von Gebäuden und auch hinreichend genau im Wald erzeugt. Der Rest ist Augenwischerei, wenn ihr schon Stationen durch Lostplaces oder Gebäude legt, dann bitte auch nen vernünftigen Hint dazu oder beschreibt die Station. Die Koordinaten können dort trotz angezeigter Genauigkeit von 5 m bis zu 30 m danebenliegen.
So klasse wie die Dinger alle sind, aber auch so irreführend können sie sein.

Gruß Guido
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f-zappa
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von f-zappa » Fr 11. Jul 2008, 11:21

Ganz davon abgesehen, dass man unter diesen Bedingungen keine Koordinaten aufnehmen sollte - bei mir würden derart falsche Koordinaten aber spätestens dann auffallen, wenn ich sie zuhause mal testweise in Google Earth (bzw. Google Maps) betrachte.

Klar, das ist nur bei Regionen interessant, für die hinreichend gut aufgelöstes Bildmaterial zur Verfügung steht. Aber wenn diese Voraussetzung gegeben ist, dann macht das doch vermutlich fast jeder. Oder nicht? Würd mich mal interessieren.

ime
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von ime » So 13. Jul 2008, 19:25

f-zappa hat geschrieben:Klar, das ist nur bei Regionen interessant, für die hinreichend gut aufgelöstes Bildmaterial zur Verfügung steht. Aber wenn diese Voraussetzung gegeben ist, dann macht das doch vermutlich fast jeder. Oder nicht? Würd mich mal interessieren.
Nein.

GermanSailor

Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von GermanSailor » So 13. Jul 2008, 20:17

f-zappa hat geschrieben:Aber wenn diese Voraussetzung gegeben ist, dann macht das doch vermutlich fast jeder. Oder nicht? Würd mich mal interessieren.
Ich mach' das schon, allein aus dem Grund um einen Tippfehler oder dergl. auschließen zu können.

GermanSailor

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ElliPirelli
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von ElliPirelli » So 13. Jul 2008, 22:28

f-zappa hat geschrieben:Klar, das ist nur bei Regionen interessant, für die hinreichend gut aufgelöstes Bildmaterial zur Verfügung steht. Aber wenn diese Voraussetzung gegeben ist, dann macht das doch vermutlich fast jeder. Oder nicht? Würd mich mal interessieren.
Ja! Immer!

Und eine in Häuserschluchten genommene Koordinate erwies sich auf Google Maps als hinter den Häusern liegend, wo man gar nicht drankommt, dabei habe ich auf der anderen Straßenseite vor den Häusern gestanden... :irre:


Gruß, ElliPirelli

Zeit für ne neue Umfrage? Hatten ja schon so lange keine mehr.... :D
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von Die Baumanns » Mo 14. Jul 2008, 21:29

Witzig,
anscheinend interessiert das Thema niemanden,
oder es wird allen Koordinaten die das Teil zeigt geglaubt.
Die Kontrolle über maps.google.com in den hochauflösenden Bereichen ist klasse und
sinnvoll als Kontrolle bei Tippfehlern. Wenn das mal mehr Leute machen würden.

Gruß GUido
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von moenk » Mo 14. Jul 2008, 21:35

Du hast ja in der Sache schon recht - meistens kommt doch mit den empfindlichen Chips immerhin etwas brauchbares zusammen. Wer es gut machen will, geht das Ziel noch ein paarmal an und guckt zur Kontrolle noch mal GE. Aber in den meisten Fällen ist der "wilde" Empfang immer noch besser als gar nix mehr.
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von Die Baumanns » Mo 14. Jul 2008, 21:47

moenk hat geschrieben:Du hast ja in der Sache schon recht - meistens kommt doch mit den empfindlichen Chips immerhin etwas brauchbares zusammen. Wer es gut machen will, geht das Ziel noch ein paarmal an und guckt zur Kontrolle noch mal GE. Aber in den meisten Fällen ist der "wilde" Empfang immer noch besser als gar nix mehr.
Dann ist es aber um so wichtiger nen entsprechnden Hint zu geben.
Bei nem recht eindeutigen Hint und ner Koordiante die reichlich abweicht habe ich ja kein Problem.
Aber es gibtr Situationen, da sucht man sich dann nen Wolf.

Gruß Guido
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von moenk » Di 15. Jul 2008, 01:14

Das sind auch die von mir bevorzugten Geocaches - Tradi unter 2/2 mit eindeutigem Hint. Sollte bei unsicherem Empfang selbstverständlich sein.
Und im übrigen bleib ich dabei: Was ich mit meinem 60CSx angebe ist besser als das was ich früher mit dem eTrex ermittelt habe. Das hat aber auch was mit gesammelten Erfahrungen zu tun.
Und das ist ja auch das was Du sicher meinst: Newbies mit moderner Hardware überlegen oft nicht ob das wirklich so korrekt ist.
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Re: Hochempflindliche GPS und der Glaube an die Koordinate

Beitrag von jmsanta » Di 15. Jul 2008, 08:15

Die Baumanns hat geschrieben:Witzig,
anscheinend interessiert das Thema niemanden,
oder es wird allen Koordinaten die das Teil zeigt geglaubt.
[...]
Selbstverständlich interessiert mich das Thema, bisher habe ich einfach nur meine Klappe gehalten. Nur trete ich sicher mit dieser Ansicht einem Großteil auf die Füße...

Letztlich ist es doch das gleiche Problem mit jeder Art von Messtechnik. Der blinde und unkritische Glaube an die Technik. "Wenn das Ding das sagt, dann ist das so." Es fängt doch schon bei der Uhrzeit an. Wenn ich nicht gerade einen pünktlichen Bus erreiche will interessiert mich nicht die Bohne ob es 7:48 oder 7:51 ist - jedes Mal ist es dann für mich auf meiner Analoguhr 10 vor 8. Vor allem wird bei ersteres Aussage wiedermal unkritisch davon ausgegangen: "Wenn das Ding das sagt, dann ist das so." Dabei reicht es schon einfach den nächsten Passsanten zu fragen, der eine um ein, zwei Minuten abweichende Zeit nennt und schon muss der unkritische Otto Normalverbraucher eine Glaubenskrise bekommen.

Nächstes Beispiel sind die tollen digitalen Wetterstationen, die in jedem zweiten Wohnzimmer stehen und die Temperatur auf 1/10 °C genau anzeigen und versteckt in m Kleingedruckten Teil der techn. Daten steht dann was von +-1°C und einem Digit Genauigkeit. Ich farge mich bloß, warum ich beruflich für reine Thermoelemente noch nie weniger als 30 € ausgegeben habe - pro Stück, das Ding vonm 5€-Billigthermomemter müsste es doch genausogut tun.

Lange Rede kurzer Sinn: Solange der Nutzer einer Messtechnologie nicht ein wenig Bereitschaft zeigt sich mit deren Eigenarten und daraus resultierenden Ungenauigkeiten auseinanderzusetzen wird immer Murks herauskommen. Wer weiß denn schon, dass die Ungenauigkeitsanzeige der GPSr letzlich auf einer statistischen Auswertung beruht? Da gibt's dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so 'ne Antwort wie: "In Mathe war ich noch nie gut." Das Ergebnis dieser Ignoranz gegenüber der eigentlichen Technologie schlägt sich aber auch dann in Logs wieder wie "Die Koordinaten waren 10 m off." Bild
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