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Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

greiol
Geoguru
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Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von greiol » So 13. Jul 2008, 08:26

ElliPirelli hat geschrieben:Solche Fragen waren in dem Fragebogen aber gar nicht so wirklich drin, oder hab ich was überlesen?
das ist die kunst der statistischen auswertung :D
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
(Christian Morgenstern)

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cpunkt

Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von cpunkt » So 13. Jul 2008, 10:13

Moin,
friederix hat geschrieben:In Wahrheit: Ja, ich befahre wiederholt Anliegerstraßen, obwohl mein einziges Anliegen der Cache ist, der dort liegt.
Und nein, ich habe kein schlechtes Gewissen. ;)
Damit verhältst Du Dich dann ja auch korrekt.
Gruß
Gerd

rübstein
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Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von rübstein » So 13. Jul 2008, 16:29

Ich hab den Fragebogen auch gerade ausgefüllt und kann die heißen Diskussionen um Details ehrlich gesagt nicht verstehen. Jetzt lasst den Jungen doch einfach mal machen, das wird schon alles seinen Sinn ergeben. Und wenn man mal mit klarem Verstand über die einzelnen Fragen nachdenkt, wird man auch merken, auf was er abzielt (ich denke, Parkverstöße sind nicht ganz das, was er unter "Gesetzesverstoß" meint).
Und ich glaube auch nicht, dass der Staat mittlerweile auf diese Weise versucht ein paar "Verbrechen" aufzuklären (Selbstanzeige).
Ich finde es auf jeden Fall sehr gut, dass auch die Ordnungshüter darüber informiert werden, so wird vielleicht nicht gleich das Bombenentschärfungskommando gerufen, wenn mal wieder irgendwo ein komischer Behälter auftaucht.

Viel Spaß beim Auswerten!

Würde mich echt interessieren, was Du da herausgefunden hast!
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.
Seneca

GermanSailor

Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von GermanSailor » So 13. Jul 2008, 17:12

Anliegerstraße heißt doch nur:

Jeder der ein Anliegen hat.

bzw.

Jeder der Einen anliegen hat,

darf diese befahren. Also Gurt anlegen und alles ist legal. ;) ...oder so ähnlich.

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen sie bitte die Rennleitung. Der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

GermanSailor

Thor Heyerdahl
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Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von Thor Heyerdahl » So 13. Jul 2008, 23:19

Vielen Dank für die Anmerkungen. Ich habe dahingehend noch ein paar kleinere Korrekturen vorgenommen ohne die bereits gestartete Umfrage zu verfälschen.

Für GermanSailor und andere Skeptiker gibt es von noch eine kleine Erklärung zum Thema Datenschutz von mir:

Gem.§ 35 Abs. 1 LDSG dürfen öffentliche Stellen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung die zur Durchführung wissenschaftlicher Forschung erforderlichen Daten erheben. Die Anfertigung von Diplomarbeiten an der Hochschule für Polizei erfüllt diese Kriterien.

Personenbezogenen Daten sind in erster Linie beim Betroffenen mit seiner Kenntnis zu erheben.
Kenntnis hat der „Betroffene“ in diesem Falle, da jeder die Angaben an dieser Umfrage freiwillig macht. Das seine Daten im Rahmen einer Diplomarbeit verarbeitet werden, wurde ihm ebenfalls genannt.

Es stellt sich nun die Frage, ob es sich hier überhaupt um personenbezogene Daten im Sinne des Landesdatenschutzgesetzes Baden-Württembergs handelt.
Laut Gesetzestext (§ 3 Absatz 1 des LDSG BaWü) sind Personenbezogene Daten Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener). Bestimmt ist eine Person wenn sie namentlich bekannt ist. Was bei meiner Umfrage nicht der Fall ist, da keine personenbezogenen Daten wie Name, Vorname, Geburtsdatum oder Wohnort erfragt werden. Bestimmbar ist die Person wenn ihre Identität über Zusatzinformationen ohne größeren Aufwand festgestellt werden kann. Auch das ist in meiner Befragung wohl kaum der Fall.
Eine Anonymisierung entsteht ja schon durch die von mir erhobenen Daten.
Gemäß § 3 Absatz 6 des Landesdatenschutzgesetzes BaWü ist Anonymisieren „das Verändern personenbezogener Daten in der Weise, dass Einzelangaben über persönliche und sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren Person zugeordnet werden können.“

Eine Person aus folgenden Daten: Alter 40, männlich, Geocacher seit 2 Jahren, gefundene Caches ca. 120, verheirateter Angestellter aus Hessen mit einen abgeschlossenen Studium, der gerne Wandercaches mag und schon einmal beim Cachen einem Förster begegnet ist, OHNE GRÖßEREN AUFWAND zu ermitteln, weil er vor unbekannter Zeit an einem nicht bekannten Ort ein „Durchfahrt Verboten“ oder „Betreten der Burganlage nicht gestattet“ Schild missachtet hat, liegt wohl kaum im Sinne der Personen, die meine Diplomarbeit betrachten, geschweige denn von mir.
Zumal in der Diplomarbeit die jeweiligen GESAMTERGEBNISSE der einzelnen Fragen dieser wissenschaftlichen Studie dargestellt werden.
Die Daten werden am Ende der Erhebungzeit( voraussichtlich in der ersten Augustwoche) zusammengefügt.
Die oben im Beispiel genannten einzelnen Angaben im Zusammenhang kann bis dahin nur ich, (selbst Geocacher!) einsehen.
Außerdem handelt es sich bei dem Großteil der Verstöße um Ordnungswidrigkeiten, welche im Normalfall eine Verjährungsfrist von 3 Monaten haben. Dabei kommt noch das Opportunitätsprinzip eines Beamten zur Geltung.
Dies besagt, dass die Polizei befugt, im Grundsatz aber nicht gezwungen ist, geringfügige Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen. Das aber nur am Rande.

Ich denke nicht, dass jemand schon für einen Cache getötet hat.

Wenn der Fragebogen ausgefüllt wurde und die Person auf den „Jetzt Abschicken“ Button klickt werden ausschließlich die Daten aus dem Fragebogenformular übertragen und auf dem Server wird der Zeitpunkt des Dateneingangs gespeichert. IP-Adressen oder ähnliche zusätzliche Informationen werden nicht übernommen.(Quelle: Grafstat.de)
Wenn ich die Daten von dem Datensammelpunkt abhole, sehe ich keine IP-Adresse oder sonst was. Einzig und allein nur die Uhrzeit, wann der Dateneingang erfolgte.

Aber falls jemand immer noch Angst davor hat, dass ich Ihn wegen dem Befahren der Anliegerstraße auf Usedom im letzen Jahr bis ans Ende aller Tage verfolgen werde, der braucht den Fragebogen natürlich nicht ausfüllen oder einfach Frage 8 und 9 unbeantwortet lassen.

Ist ja alles freiwillig.

Viele Grüße,

Euer Thor Heyerdahl

:
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Bis zum Ende der Welt...und noch viel weiter!!!

greiol
Geoguru
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Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von greiol » Mo 14. Jul 2008, 00:25

Thor Heyerdahl hat geschrieben:Ich denke nicht, dass jemand schon für einen Cache getötet hat.
also bei einigen ftf jägern wäre ich mir da nicht so sicher ;)
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
(Christian Morgenstern)

GermanSailor

Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von GermanSailor » Mo 14. Jul 2008, 07:45

Thor Heyerdahl hat geschrieben: Für GermanSailor und andere Skeptiker gibt es von noch eine kleine Erklärung zum Thema Datenschutz von mir:
:
Gut!

Das hat übrigens nichts mit "Skepsis" zu tun, sondern in erster Linie mit Seriosität und vernünftigem wissenschaftlichen Arbeiten. Von dir, einem Polizeibeamten mit akademischen Hintergrund hätte ich etwas mehr erwartet, als einen beleidigt, flappsigen Kommentar zu diesem Thema. Datenschutz ist ein Bürgerrecht, das zu schützen ist DEINE Aufgabe!
Bestimmbar ist die Person wenn ihre Identität über Zusatzinformationen ohne größeren Aufwand festgestellt werden kann. Auch das ist in meiner Befragung wohl kaum der Fall.
Wie das Internet so im Groben funktioniert, und so Kram wie IPs, Provider usw. ist dir schon auch bekannt?

GermanSailor

Die Schatzjäger
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Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von Die Schatzjäger » Mo 14. Jul 2008, 08:35

@GermanSailor:

Er hat ja gesagt dass er keinen Zugriff auf die IP's hat.

Letzendlich bringt das aber nichts, da der hostende Provider in den Logs noch lange zeit (2 jahre ? 6 monate ?) die daten zur verfügung hat. Das heißt man könnte jederzeit denjenigen ermitteln der die Umfrage ausgefüllt hat.

Vorteil wären hier öffentliche WAN Access-Points.

Aber mal ganz ehrlich, da schreibt jemand:
"Um einen cache zu heben bin ich in ein Gebäude eingedrungen, und hab dort großräumig Sachbeschädigung angerichtet." ...

NA UND ?
Wie will die Polizei jetzt wissen um welches Gebäude es sich handelt ? Selbst wenn ich weiß dass es Heinz Müller W auf D ist ?
Wenn er nicht ganz bedeppert ist, wird er wohl kaum den Zeitpunkt der Tat nennen - und solange er das nicht tut, wirds schwer ihm was nachzuweißen.

Notfalls hat er halt aus Jux in einer anonymen Umfrage gelogen um herauszufinden ob sie wirklich anonym ist...

Wenn ichs mir recht überlege, wäre es schon reizend auszuprobieren was passiert wenn ich schreibe: "Ich habe einen Wachmann niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt." - ob dann die Staatsanwaltschaft klingelt ? Ob die mir was tun können ?

War ja nur ein - wenn auch mackaberer - Scherz. Interessant wäre es.
Leider würde es aber die Umfrage ziemlich verfälschen.
Genauso wie ich denke dass ein falsches "Ich hab noch nie illegales im Rahmen des Cachens gemacht" die Umfrage verfälschen würde ...

Grüße,
Thomas
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GermanSailor

Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von GermanSailor » Mo 14. Jul 2008, 09:23

Die Schatzjäger hat geschrieben: Wenn ichs mir recht überlege, wäre es schon reizend auszuprobieren was passiert wenn ich schreibe: "Ich habe einen Wachmann niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt." - ob dann die Staatsanwaltschaft klingelt ? Ob die mir was tun können ?
Dann wirst du vermutlich ganz schnell herausfinden:

- was Offizialdelikte sind.
- das Polizeibeamte auch außer Dienst verpflichtet sind, Straftaten nachzugehen, von denen sie Kenntnis erlangt haben.
- ob die Staatsanwalt dir was tun könnte? Na vielleicht, wenn die rein zufällig auch mal was vom §145d StGb gehört haben.

Wird aber langsam sehr OT. Mich nerven nur ganz offensichtlich falsche Behauptungen. Und zu behaupten, man käme nicht an die IPs ran, gehört dazu. Auch wenn man nach Verbotsübertretungen fragt, wäre es zumindest fair, vorher zu erwähnen, das die Arbeit für die Polizei erstellt wird.

GermanSailor

rübstein
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Re: Umfrage für Diplomarbeit "Geocaching"

Beitrag von rübstein » Mo 14. Jul 2008, 14:18

@germansailor

Bei Deinem umfassenden Fachwissen stellt sich für mich fast die Frage ob Du nicht auch ein Polizist oder irgendsowas in die Richtung bist.
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.
Seneca

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