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Geht es abwärts?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

emzett
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von emzett » So 24. Aug 2008, 16:40

eigengott hat geschrieben: Ach ja, die "gefühlte Loglänge" mal wieder. Ohne daß mal jemand anhand einer halbwegs repräsentativen Stichprobe nachzählt, ob früher wirklich länger geloggt wurde, bleibt das eine reine Behauptung.
Zufälligerweise hatte ich es im Laufe der letzten Woche mal für drei meiner 'alten' und noch aktiven Caches ausgewertet. Das Ergebnis steht unten im meinem GC-Profil. Ist vielleicht nicht repräsentativ, zeigt IMHO aber doch, dass es weniger wird...

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radioscout
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von radioscout » So 24. Aug 2008, 17:52

Wenn ich Deine Grafik richtig deute, ist die durchschnittliche Loglänge in den letzten vier Jahren von 45 auf etwas mehr als 25 Wörter zurückgegangen, währen an den Caches nichts (wesentliches) verändert wurde?

Demnach hat entweder die Qualität der Caches von selber abgenommen oder es besteht tatsächlich kein Zusammenhang zwischen Qualität und Loglänge.

Evtl. werden die Cacher einfach nur jünger und bringen ihren durch SMS und Chat entwickelten Schreibstil mit.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

KaPsTeam
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von KaPsTeam » So 24. Aug 2008, 18:01

eigengott hat geschrieben:Ach ja, die "gefühlte Loglänge" mal wieder. Ohne daß mal jemand anhand einer halbwegs repräsentativen Stichprobe nachzählt, ob früher wirklich länger geloggt wurde, bleibt das eine reine Behauptung.
Dafür brauche ich keine Statistik bemühen, das sehe ich auf einem Blick bei fast jedem Tradi und Multi. Und die Grafik des Eintrages weiter oben zeigts ja auch.

Neuester Log von heute bei einem unserer Caches(GCRJVM(den direkten Link verkneife ich mir)): Der Log bestand nur aus:tyftc Sollte wohl tftc lauten...
Aber dafür haben wir ja Verständnis, weil ein Rechtschreibprogramm das natürlich nicht anzeigt... :ironie:
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ekorren
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von ekorren » So 24. Aug 2008, 18:30

radioscout hat geschrieben:Evtl. werden die Cacher einfach nur jünger und bringen ihren durch SMS und Chat entwickelten Schreibstil mit.
Vielleicht werden die Cacher aber auch nur älter und hören irgendwann auf, sich mit den Logs Mühe zu geben?

Genauso wie viele Cacher irgendwann mit Tauschen aufhören und sich nur noch für das Logbuch interessieren, stumpft man sicher auch ein Stück weit gegenüber den Locations, den Verstecken und dem Hobby überhaupt ab. Man fährt nicht mehr los zu einem Cache und beschreibt dann sein Erlebnis, sondern hat irgendwann auch das Gefühl, alles schon mal gesagt und gelesen zu haben.

Es sind doch gerade die Neulinge, die ein ausführliches Log schreiben, und gerade die erfahrenen (Statistik-) Cacher, die nach 30 Caches an einem Tag bestenfalls noch wissen, welche sie gefunden haben, aber dann auch nicht mehr als TFTC dazu zu sagen haben.

Ich bin noch weit von einem starken Gewöhnungseffekt entfernt, aber stelle so etwas selbst bei den Beschreibungen fest. Beispiel: Bei einem Cache der letzten Zeit fand ich im hint die Aussage: "Am Zaun. Das übliche Versteck".
Ihr könnt ja mal raten, was das dann war. Der Owner ging offensichtlich fest davon aus, dass man seine anderen Caches auch alle schon kennt. Ich kannte zum Glück wenigstens einen seiner ähnlichen, ob ich sonst die entscheidende Idee gehabt hätte, wer weiss.
Aber: Was soll ich dann im Log noch dazu erzählen, wenn mir schon der Owner sagt, dass es nichts mehr dazu zu sagen gibt?

Abgesehen davon: Was bitte sagt die Länge eines Logs aus? Die längsten sind doch meistens diese sinnlosen Aufzählungen, wo jemand die komplette Tour per cut&paste in jedes Log kopiert und sonst auch nichts sagt...
Allergikerhinweis: Kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

emzett
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von emzett » So 24. Aug 2008, 19:14

radioscout hat geschrieben:Wenn ich Deine Grafik richtig deute, ist die durchschnittliche Loglänge in den letzten vier Jahren von 45 auf etwas mehr als 25 Wörter zurückgegangen, während an den Caches nichts (wesentliches) verändert wurde?
Richtig gedeutet. Ich habe somit lediglich festgestellt, dass die durchschnittliche Länge der Logs bei diesen Caches gesunken ist. Über die Ursachen hierfür kann man nur spekulieren.

wyvern&xeno
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von wyvern&xeno » So 24. Aug 2008, 19:44

KaPsTeam hat geschrieben:...
Neuester Log von heute bei einem unserer Caches(GCRJVM(den direkten Link verkneife ich mir)): Der Log bestand nur aus:tyftc Sollte wohl tftc lauten...
vielleicht wurde da auch nur "thank you for the cache" abgekürzt.

Unser aller erstes CacheLog besteht nur aus vier Wörtern, weil wir damals so froh und aufgeregt waren mehr zu loggen, als "Juhuuu. Unser erster Cache!"

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huepfehase
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von huepfehase » So 24. Aug 2008, 20:09

Faszinieren, wo sich die Diskussion so hin entwickelt hat. ;)

Gerade gestern traf ich mit einigen Cachern auf einem kleinen Event zusammen, auf dem auch das eine oder andere hier bereits Erwähnte thematisiert wurde.
Beispielsweise war schon festzustellen, dass eine Qualitätsminderung tendenziell neueren Cachern angelastet wird. In unserer Diskussion sind wir irgendwann aber zu der Auffassung gelangt, dass wohl eher nur Einzelnen eine "Schuld" zugewiesen werden kann. Und diese Einzelnen sind eigentlich in jeder Stufe zu finden. Vom Anfänger bis hin zum Profi. Gründe sind ja hier auch schon reichlich genannt worden. Ich denke nur, dass gerade die Fortgeschritteneren eine gewisse "Verpflichtung" haben. Die Newbies lernen das Cachen eben genau so, wie es ihnen vorgemacht wird. Und genau so werden sie auch irgendwann ihre Dosen verstecken.
Ich selbst cache sehr gern im Team. Wobei uns das Traddi-Jagen genau so Spaß macht, wie ein richtig gut angelegter Multi, den wir mitten in der Nacht und bei Dauerregen bewältigen. Da hat sicher jeder seine Vorlieben. Wichtig für uns ist nur, die Beschreibung dabei zu haben. Denn es hat sich gezeigt, dass die Masse durchaus durchdachte Texte sind. Ich habe auch nichts gegen einen kopierten Text aus Wikipedia. Letztendlich zeigt das doch nur, dass der Owner sich mit der Location beschäftigt hat und das inhaltlich dem Cacher mitteilen möchte.
Und wen es nicht interessiert, der kann ja wohlwollend drüber hinweglesen.
Nervig dahingegen sind wirklich die Beschreibungen mit massiven Fehlern. Da muss ich zustimmen. Und finde auch, dass der entsprechende Reviewer mehr Augenmerk darauf lenken sollte.
Zu guter Letzt ist es doch so, dass das Cachen auch eine Art Idealismus darstellt, der für jeden individuell verschieden ist. Denken wir nur mal an den Schrott, der sich teilweise in den Dosen angesammelt hat.
Ein FTF ist nicht wichtig! Der Weg zur Dose, das Finden und der Spaß an der Sache ist es doch, was einen antreibt.
Von daher freue ich mich auf jeden weiteren Cache!


Bis denne

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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von KaPsTeam » So 24. Aug 2008, 20:18

wyvern&xeno hat geschrieben: vielleicht wurde da auch nur "thank you for the cache" abgekürzt.
Wäre eine Möglichkeit. Ist aber unwahrscheinlich, da die vorherigen Caches alle mit TFTC geloggt wurden. Warum dann nun auf einmal so ausschweifend loggen. :D
wyvern&xeno hat geschrieben: Unser aller erstes CacheLog besteht nur aus vier Wörtern, weil wir damals so froh und aufgeregt waren mehr zu loggen, als "Juhuuu. Unser erster Cache!"
Das ist ja auch ok. Ist ein anderes Nivau als T(Y)FTC. Mir geht aus nicht darum, ob dies Anfänger oder Profis sind die einzeilig loggen. Die möglichen Folgen die daraus entstehen könnten, finde ich eher interessant.
Werden hierdurch in nächster Zeit die aufwendigen Multis und landschaftlich schönen Tradis weniger, weil sich die Owner sagen, für so kümmerliche Logs, kann ich auch nen Mikro am Straßenrand platzieren?
Abwarten und Tee trinken... :/
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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von friederix » So 24. Aug 2008, 20:54

emzett hat geschrieben: Richtig gedeutet. Ich habe somit lediglich festgestellt, dass die durchschnittliche Länge der Logs bei diesen Caches gesunken ist. Über die Ursachen hierfür kann man nur spekulieren.
Ist es nicht generell so, dass die Logs, je älter ein Cache wird, immer kürzer werden?
Das meiste zum Cache ist ja bereits gesagt, und den Spätloggern kann nicht mehr viel Neues einfallen.

Also ich schreibe bei einem Cache, den ich als zehnter logge auch mehr, als bei einem Cache, den schon 73 vor mir gefunden haben.
Allein schon deswegen, weil die Logs bei neuen Caches intensiver gelesen werden, als Logs von Caches, die schon 2 Jahre alt sind.

Wer liest die denn noch, außer den fünf nachfolgenden Cachern?

Ist jedenfalls meine Deutung dieser Statistik ....

Gruß,
friederix
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!

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Re: Geht es abwärts?

Beitrag von ElliPirelli » So 24. Aug 2008, 21:05

friederix hat geschrieben:
emzett hat geschrieben: Richtig gedeutet. Ich habe somit lediglich festgestellt, dass die durchschnittliche Länge der Logs bei diesen Caches gesunken ist. Über die Ursachen hierfür kann man nur spekulieren.
Ist es nicht generell so, dass die Logs, je älter ein Cache wird, immer kürzer werden?
Das meiste zum Cache ist ja bereits gesagt, und den Spätloggern kann nicht mehr viel Neues einfallen.
Das kann ich von mir nun nicht sagen.
Egal wie alt der Cache ist, wenn ich was nettes auf dem Weg erlebt habe, etwas ungewöhnliches gesehen habe, womöglich mit Foto, dann kommt das ins Log, egal wieviele den nun vor mir gefunden haben.

Schwierig wird es, wenn man nicht spoilern möchte, aber bisher hab ich nur bei grottenschlechten Caches kurze Logs geschrieben. (Oder gerade da längere um meinen Unmut kund zu tun....)

Da ich keine Statistiken generiere, weiß ich nicht, wie lang mein durchschnittliches Log ist, aber ich denke, daß ich nur wenig zweiZeiler dabei habe.... ;)

Gerade die, die sich über kurze Logs bei tollen Multis aufregen, loggen selber oft genug mit kurzen Floskeln. So jedenfalls meine Beobachtung.


Gruß, ElliPirelli
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