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Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

JoergKS(eh.DWJ_Bund)
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Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Di 30. Sep 2008, 14:15

Hallo liebe Cacher-Gemeinde.

Ab und zu erhalten wir vom Team Geocaching.de und auch vom Team Opencaching.de Anrufe und E-Mails hinsichtlich gefundener Schatzverstecke auf Privatgrundstücken, bei denen der Eigentümer und/oder Besitzer nicht gefragt wurde.

Das betrifft Schatzverstecke sowohl auf Geocaching.com genauso wie auf Opencaching.de oder auch Navicache.com.

Heute möchte ich Euch auf einen Fall aufmerksam machen, der sich gerade aktuell zugetragen hat.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben informiert uns über diverse Cache-Funde in einsturzgefährdeten Gebäuden auf Liegenschaften des Bundes sowie auf einer Liegenschaft, welche ein ehemaliger Schießübungsplatz ist.

Als Besitzer/Eigentümer der Liegenschaft trägt sie die Verantwortung für diese Flächen und hat beim Erlangen von Informationen über unberechtigtes Betreten (allein schon zur Eigenabsicherung der Verwaltung) entsprechend zu handeln.

Manche werden vielleicht sagen, dass sich die "nicht so anstellen sollen" o.ä.
Mag sein.

Aber wenn man dann im freundlichen Telefonat mit der Sachbearbeitung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben - um da mögliche Strafanzeigen gegen Owner schon im Vorfeld zu verhindern (und entsprechende negative Publicity) - erfährt, warum auf dem Schießübungsplatz der Kampfmittelräumdienst zum Einsatz kam, dann kann ich nur sagen: Wie gut, dass da noch nichts passiert ist!

Denn bei dem Schatzversteck auf dem Schießübungsplatz scheinen sich nach deren Angaben noch Behälter mit gefährlichen Kampfstoffen (vermutet werden Giftgasgranaten aus dem II.Weltkrieg) in der Nähe zu befinden, nach denen immer noch gesucht wird.

Das Geocache (eine Metallkiste) wurde entdeckt und zunächst wurde da ein Kampfmittel vermutet, was zum Einsatz des Kampfmittelräumdienstes führte.

Wie das rechtlich mit den Kosten aussieht, da kann ich nichts zu sagen. Trägt wahrscheinlich jeder von uns (Steuerzahler). Könnte aber auch sein, dass man irgendwann mal die Nase voll hat und möglicherweise ein Exempel statuiert (sprich Owner ermitteln, Schuld gerichtlich feststellen, Kosten des Verfahrens aufbürden). Ob das so geht, da mögen sich die Juristen streiten, ich bin keiner (und bitte einen neuen Threat aufmachen! nicht hier diskutieren!).

So spannend Lost Places & Co. ja sein mögen, doch ich möchte dort nicht cachen gehen und kann das auch keinem empfehlen!

Die Verwaltung tut nur ihren Job und die waren ausgesprochen umgänglich.

Einer von unserem Freiwilligenteam hat schnell und umsichtig gehandelt (Cache-Eintrag gesperrt und die Owner auf gc.com informiert). Bitte postet oder verlinkt hier keine Hinweise ("Ach, das war bestimmt dieser oder jener Cache").

Wir (vom Freiwilligenteam und aus der Geschäftsstelle der Deutschen Wanderjugend) werden uns (nach Möglichkeit) auch gern weiterhin zum Wohl der Geocaching-Szene und uns selbst um solche "Pflegefälle" kümmern.

Doch unsere Möglichkeiten sind nur sehr begrenzt und ehrlich gesagt haben wir keine Lust, uns um (teil vorsätzliche) Verfehlungen anderer Geocacher zu kümmern.

Bitte überdenkt Eure Platzierungen von Geocaches auch mal aus dieser geschilderten Sicht.

Das nehmt bitte als Anregung und Sensibilisierung mit, denn es gibt viele Möglichkeiten, schöne Locations für Caches zu finden, ohne mit Recht und Gesetz in Konflikt zu kommen.

Viele Grüße und weiterhin "happy caching"
Jörg (DWJ_Bund)
Team Geocaching.de & Deutsche Wanderjugend
Zuletzt geändert von jmsanta am Di 30. Sep 2008, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: angepinnt
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von spun » Di 30. Sep 2008, 16:21

Ohne die Location zu kennen kann das für mich ein "Lächerlich" bedeuten oder aufgrund der Lage auch nachvollziehbar sein. Dahingehend bringt eine Diskussion über den vorliegenden Fall nichts.

Grundsätzlich aber geht eine Bhörde immer für den für sich am einfachsten gelegenen Weg. D.h. sie steht dem Cache grundsätzlich ablehnend gegenüber. Und das ist dann auch egal wo dieser liegt.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von jmsanta » Di 30. Sep 2008, 16:41

haben den Thread mal nach ganz oben befördert und angepinnt.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von adorfer » Di 30. Sep 2008, 16:59

DWJ_Bund hat geschrieben:Heute möchte ich Euch auf einen Fall aufmerksam machen, der sich gerade aktuell zugetragen hat.
Ohne einen Wegepunktnamen bekommen wir wildesten Forenspekulatius.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von KoenigDickBauch » Di 30. Sep 2008, 17:06

spun hat geschrieben:Grundsätzlich aber geht eine Bhörde immer für den für sich am einfachsten gelegenen Weg. D.h. sie steht dem Cache grundsätzlich ablehnend gegenüber. Und das ist dann auch egal wo dieser liegt.
Ob es der einfachste Weg ist oder der billigst, das ist wohl egal.

In diesem Zusammenhang möge sich aber jeder mal die Thematik Verkehrssicherungspflicht reinziehen.

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von KBreker » Di 30. Sep 2008, 17:09

KoenigDickBauch hat geschrieben:KBreker in seinem Log ;)
Wobei es sich hierbei NICHT um einen LostPlace handelt, sondern um einen "öffentlichen Raum" eines privaten Investors.
Freundliche Grüße,

Kai

Eigentlich kann man ja froh sein, dass Garmin ein amerikanisches Unternehmen ist. Sonst würde man mit einem Bayern 20, Thüringen 300 oder Schleswig-Holstein 550t durch den Wald laufen ... da haben wir doch nochmal Glück gehabt.

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von KoenigDickBauch » Di 30. Sep 2008, 17:17

KBreker hat geschrieben:
KoenigDickBauch hat geschrieben:KBreker in seinem Log ;)
Wobei es sich hierbei NICHT um einen LostPlace handelt, sondern um einen "öffentlichen Raum" eines privaten Investors.
Der Ort und der konkrete Anlass war mir dabei nicht so wichtig, als viel mehr der Zusammenhang mit Geocaching.

Da geht einer irgendwo hin, fällt vielleicht in ein Loch und pocht dann auf die Verkehrssicherheit. Ich denke, genau davor haben die Besitzer angst.

KDB

PS: Gehe nicht davon aus das du das in Anspruch nehmen würdest.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von KBreker » Di 30. Sep 2008, 17:22

KoenigDickBauch hat geschrieben:PS: Gehe nicht davon aus das du das in Anspruch nehmen würdest.
Pauschal kann ich nicht sagen, dass ich es nicht in Anspruch nehmen würde.

Es kommt doch darauf an, welcher Schaden mir erlitten ist und welche Maßnahmen der Pflichtige (meist Eigentümer) unternommen hat, um mich vor einem Schaden zu bewahren.

Hat er das Gelände anständig eingezäunt und mit Schildern auf die Gefahren hingewiesen oder hat er möglicherweise gar keine Maßnahmen zur Sicherung unternommen.

Interessant ist dann auch die Frage: sind ihm die Mängel schon bekannt oder nicht? (wobei das natürlich voraussetzt, dass ich Kenntnis davon haben muss ...)
Freundliche Grüße,

Kai

Eigentlich kann man ja froh sein, dass Garmin ein amerikanisches Unternehmen ist. Sonst würde man mit einem Bayern 20, Thüringen 300 oder Schleswig-Holstein 550t durch den Wald laufen ... da haben wir doch nochmal Glück gehabt.

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von KBreker » Di 30. Sep 2008, 17:26

DWJ_Bund hat geschrieben:Wir (vom Freiwilligenteam und aus der Geschäftsstelle der Deutschen Wanderjugend) werden uns (nach Möglichkeit) auch gern weiterhin zum Wohl der Geocaching-Szene und uns selbst um solche "Pflegefälle" kümmern.

Doch unsere Möglichkeiten sind nur sehr begrenzt und ehrlich gesagt haben wir keine Lust, uns um (teil vorsätzliche) Verfehlungen anderer Geocacher zu kümmern.
Das ist wie mit der Forenhaftung. Ich glaube kaum, dass Ihr Euch da so einfach zurücklehnen könnt und Euch nur auf diesem Aufruf zurückziehen könnt.

Man bedenke, dass selbst bei grober inhaltlicher Überprüfung (gc.com) immer wieder etwas "durchrutscht" wird man Euch sicherlich - wenn es vor Gericht landen würde - darauf hinweisen, dass Ihr gefälligst die Einträge überprüfen müsstet ...

Sicherlich wird man Euch keinen Vorsatz unterstellen können, aber auch der Anbieter haftet (nach meiner eher laienhaften Einschätzung).
Freundliche Grüße,

Kai

Eigentlich kann man ja froh sein, dass Garmin ein amerikanisches Unternehmen ist. Sonst würde man mit einem Bayern 20, Thüringen 300 oder Schleswig-Holstein 550t durch den Wald laufen ... da haben wir doch nochmal Glück gehabt.

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von radioscout » Di 30. Sep 2008, 18:00

Wenn der Cache nicht offensichtlich auf öffentlich zugänglichem Gelände liegt oder aus der Beschreibung (auch nach der Freigabe nochmal lesen) hervorgeht, daß z.B. ein Lost Place bedost wurde wird der Owner gebeten zu belegen, daß das Gelände legal betreten werden darf oder das Betreten auf eigenes Risiko allgemein geduldet wird.
Kann er das nicht: Archiv.
Ändert er nach der Freigabe die Beschreibung von "harmlos" zu "illegal": Archiv.
Sind die Erklärungen nicht ganz schlüssig: Cache wird beobachtet, nochmalige Frage, ggf.Archiv.

Wenn wir nicht selber was tun werden es andere machen. Und das wird sicherlich keinem gefallen.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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