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Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

JoergKS(eh.DWJ_Bund)
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Mi 1. Okt 2008, 09:19

spun hat geschrieben:Ohne die Location zu kennen kann das für mich ein "Lächerlich" bedeuten oder aufgrund der Lage auch nachvollziehbar sein. Dahingehend bringt eine Diskussion über den vorliegenden Fall nichts.

Grundsätzlich aber geht eine Bhörde immer für den für sich am einfachsten gelegenen Weg. D.h. sie steht dem Cache grundsätzlich ablehnend gegenüber. Und das ist dann auch egal wo dieser liegt.
Da hast Du sicherlich zum Teil Recht. Ohne genaue Angabe bringt eine Diskussion um genau diese Sache auch nichts. Das ist aber auch nicht meine Intension. Dieser Fall war ein "gutes" Beispiel.

Es geht um Sensibilisierung, weil ich vermute, dass sich über mögliche Folgen und Konsequenzen so mancher Owner vorher keine "Platte" gemacht hat.
jmsanta hat geschrieben:haben den Thread mal nach ganz oben befördert und angepinnt.
Ich danke Dir dafür, jmsanta.
-jha- hat geschrieben:
DWJ_Bund hat geschrieben:Heute möchte ich Euch auf einen Fall aufmerksam machen, der sich gerade aktuell zugetragen hat.
Ohne einen Wegepunktnamen bekommen wir wildesten Forenspekulatius.
Wie oben geschrieben: Nicht der Einzelfall ist hier Diskussionsthema, es geht darum, Probleme viel größeren Ausmaßes schon im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden zu helfen.

Da kann jeder seinen Teil zu beitragen, denke ich (sprich: andere informieren).

Schließlich möchte ich den Owner nicht ans Messer liefern und das wollte die Bundesanstalt auch nicht. Denn ne Strafanzeige mit dem vollen Programm macht bei denen auch zusätzliche Arbeit. Und wer will schon mehr Arbeit als nötig auf dem Tisch?
KoenigDickBauch hat geschrieben:...

In diesem Zusammenhang möge sich aber jeder mal die Thematik Verkehrssicherungspflicht reinziehen.

Wikipedia Wie bitte?
Juraforum Verständlicher.
Haftung bei Gartenteichunfällen Noch besser
KBreker in seinem Log ;)

KDB
Ja, das Thema Verkehrssicherungspflicht ist schon so eine Sache. Auch im Bereich Wanderwege ist das echt spannend. Wenn auf einem Wanderweg an einer Stelle eine klitzekleine Treppe oder eine Minibrücke (Fußbrett, Handlauf) gebaut wird, ist der Errichtende derjenige, der im Schadensfall (z.B. Person rutscht auf Minibrücke aus, der Handlauf bricht durch das plötzliche Gewicht, Person verletzt sich) verantwortlich ist.

Und leider ist die Rechtswissenschaft nicht exakt und 100% "reproduzierbar".
KBreker hat geschrieben:
DWJ_Bund hat geschrieben:Wir (vom Freiwilligenteam und aus der Geschäftsstelle der Deutschen Wanderjugend) werden uns (nach Möglichkeit) auch gern weiterhin zum Wohl der Geocaching-Szene und uns selbst um solche "Pflegefälle" kümmern.

Doch unsere Möglichkeiten sind nur sehr begrenzt und ehrlich gesagt haben wir keine Lust, uns um (teil vorsätzliche) Verfehlungen anderer Geocacher zu kümmern.
Das ist wie mit der Forenhaftung. Ich glaube kaum, dass Ihr Euch da so einfach zurücklehnen könnt und Euch nur auf diesem Aufruf zurückziehen könnt.

Man bedenke, dass selbst bei grober inhaltlicher Überprüfung (gc.com) immer wieder etwas "durchrutscht" wird man Euch sicherlich - wenn es vor Gericht landen würde - darauf hinweisen, dass Ihr gefälligst die Einträge überprüfen müsstet ...

Sicherlich wird man Euch keinen Vorsatz unterstellen können, aber auch der Anbieter haftet (nach meiner eher laienhaften Einschätzung).
Mir ging es nicht um Freistellung einer Haftung. Das kann ich durch diesen Text hier im Forum nicht erreichen (schön wärs ja :-) ).

Leider ist die Juristerei sich nicht immer einig. Um so mehr ist es wichtig, dass nicht irgendwas "schlimmes" passiert. Denn das kann dem ganzen Hobby nur Schaden zufügen.
radioscout hat geschrieben:...
Wenn wir nicht selber was tun werden es andere machen. Und das wird sicherlich keinem gefallen.
Das kann ich nur unterstreichen. Wenn "die andere Seite" erkennt, dass wir uns nicht selber kümmern, dann "kümmern" die sich eben. Und das will hier doch keiner, oder?

Schönen Dank für die Beteiligung hier an der Diskussion und die Links zur Verkehrssicherungspflicht.

Die Themen Verkehrssicherungspflicht und das Betretungsrecht sind bei einigen Interessengruppen (Waldbesitzer, Jagd, Forst usw.) ein Diskussionsthema. Manche aus diesen Kreisen würden gern das Betretungsrecht eingeschränkt wissen und das hätte für Wanderer, Pilzesucher, Kletterer, Radfahrer usw. und schließlich auch Geocacher unangenehme Auswirkungen, wenn sich diese Meinung durchsetzen würde.

Wir (bzw. einige Experten hier im Wanderverband) arbeiten bereits an Empfehlungen für unsere 58 Wandervereine hinsichtlich Verkehrssicherungspflichten. Das ein oder andere ist für die Geocacherszene bestimmt nützlich.

Sobald das veröffentlichungsreif ist, würde ich auch auf geocaching.de die Infos veröffentlichen. Schließlich muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden...

Jörg
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von adorfer » Mi 1. Okt 2008, 10:29

Wieviele der "Problemcaches" (Polizeieinsatz, Kampfmittelräumdienst) haben an Dosen stattgefunden, die von außen nicht klar als Geocache-Versteck gekennzeichnet waren?

Ich vermute, dass sich damit sehr viel in geordnetere Bahnen ("Abbauen des Caches auf Verlangen") leiten ließe, selbst wenn Liegenschaftsamt (oder wer auch immer) eigentlich auch härte Mittel einlegen könnte.

Wenn sich diese Frage qualifiziert beantworten ließe, dann könnte man evtl. die Mehrzahl der eskalierenden Probleme damit erschlagen:

- Dosen (dauerhaft haltbar) als "Geocache-Versteck" kennzeichnen
- Webadresse angeben

btw: Wie wäre es mit einer Landingsite wie "www.ichhabeeinedosegefunden.de" "www.muggel.info" (jedoch auf sinnvoller, merkbarer und buchstabiersicheren Domain ;-)?
Also eine einfach zu merkende Adresse, die direkt auf eine Unterseite bei z.B. geocaching.de durchreicht.
Dort findet der Zufallsfinder dann eine Auswahl von Szenarien (Wanderer, Gründstückseigentümer, Kampfmittelräumdienst), so dass er dann Zusatzinformationen erhält, wie er sich sich verhalten kann und auch welches ein für ihn effizientes Vorgehen ist, wenn er berechtigte Interessen vertritt.

Mag jetzt aus Cacherperspektive "fies" klingen. Ich gehe jedoch davon aus, dass man durch derart offensives Herangehen nicht nur "Wind aus den Segeln" nimmt, sondern evtl. auch "Bleibe-Regelungen" erreichen kann, wenn die "Gegenseite" sieht, dass ihr Gegenüber verbindlich auftritt und es nicht darum geht, einen "Sack Flöhe" zu bekämpfen.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von DocW » Mi 1. Okt 2008, 11:02

Wie sinnvoll das ist, habe ich am letzten Wochenende gesehen: Da stand auf der Dose "ungefährlicher Inhalt" und das "un" war unter Dreck verborgen.......
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von Christian und die Wutze » Mi 1. Okt 2008, 11:18

DocW hat geschrieben:Wie sinnvoll das ist, habe ich am letzten Wochenende gesehen: Da stand auf der Dose "ungefährlicher Inhalt" und das "un" war unter Dreck verborgen.......
Verneinte Aussagen sind doch oft Quatsch! Sag einem Kind auf dem Baum nie "Fall nicht runter" sondern "Halt dich fest".
Also sollte man statt "ungefährlich" auch besser "harmlos" schreiben.

Besondern dämlich finde ich ja die doppelte Verneinung in vielen Fällen. Warum ist etwas "nicht ungefährlich"?
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von adorfer » Mi 1. Okt 2008, 11:26

DocW hat geschrieben:Wie sinnvoll das ist, habe ich am letzten Wochenende gesehen:
Was meinst Du mit "das"?
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von hcy » Mi 1. Okt 2008, 11:29

Christian und die Wutze hat geschrieben: Verneinte Aussagen sind doch oft Quatsch! Sag einem Kind auf dem Baum nie "Fall nicht runter" sondern "Halt dich fest".
Also sollte man statt "ungefährlich" auch besser "harmlos" schreiben.
Wobei "harm-los" genau genommen auch eine Verneinung ist.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von Christian und die Wutze » Mi 1. Okt 2008, 11:30

hcy hat geschrieben:
Christian und die Wutze hat geschrieben: Verneinte Aussagen sind doch oft Quatsch! Sag einem Kind auf dem Baum nie "Fall nicht runter" sondern "Halt dich fest".
Also sollte man statt "ungefährlich" auch besser "harmlos" schreiben.
Wobei "harm-los" genau genommen auch eine Verneinung ist.
Bin ja schon wieder ruhig. :ops:
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von Christian und die Wutze » Mi 1. Okt 2008, 11:31

-jha- hat geschrieben:
DocW hat geschrieben:Wie sinnvoll das ist, habe ich am letzten Wochenende gesehen:
Was meinst Du mit "das"?
Ich tippe auf "ungeeignete Beschriftung der Dosen". Weitere Hinweise werden gerne entgegen genommen.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von DocW » Mi 1. Okt 2008, 11:42

Christian und die Wutze hat geschrieben:
-jha- hat geschrieben:
DocW hat geschrieben:Wie sinnvoll das ist, habe ich am letzten Wochenende gesehen:
Was meinst Du mit "das"?
Ich tippe auf "ungeeignete Beschriftung der Dosen". Weitere Hinweise werden gerne entgegen genommen.
fast:
Wenn sich diese Frage qualifiziert beantworten ließe, dann könnte man evtl. die Mehrzahl der eskalierenden Probleme damit erschlagen:

- Dosen (dauerhaft haltbar) als "Geocache-Versteck" kennzeichnen
- Webadresse angeben
Die Diskussion dreht sich aber hierbei immer um sich selbst. Gegen Paranoia nunmal kein Kraut gewachsen.
Aber man sollte sich schon beim Verstecken ein paar mehr Gedanken über das Versteck und seine Umgebung machen. Aber mehr wollte der OP auch nicht sagen, denke ich.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von adorfer » Mi 1. Okt 2008, 12:09

hcy hat geschrieben:Wobei "harm-los" genau genommen auch eine Verneinung ist.
Was spricht gegen ein simples "Geocache-Versteck".
Gern auch "Geocache-Schnitzeljagversteck".

Ich habe in meinen "non-Micros" von innen in den Comax-Dosen einen einlaminierten Zettel eingeklebt, der auch von außen lesbar ist.
Bei den Regulars sieht's so aus:
Außen:
Bild
Rückseite:
Bild
(ja, das sind screenshots aus bekannten Applikationen)

Und auch wenn sich das nach "Sissi-Cachern" anhört: Das ist Absicht. Wenn's auf Unbeteiligte wie "echter Kinderkram" wirkt, dann hilft es zwar nicht gegen Jugendliche mit Zerstörungswut. Aber der eine oder andere Ordnunghüter lässt dann vielleicht Gnade vor Recht ergehen wenn er versucht ist, das Bombenräumkommando zu ordern.
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