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Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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adorfer
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von adorfer » Mi 1. Okt 2008, 21:26

Carsten hat geschrieben:
-jha- hat geschrieben:Ich schon. Siehe Eingangsposting. Unbeschriftete MUNBOX. Komplett ungeeignetes Behältniss auf einer ehemaligen Muna.
Auch wenn ich weiß, dass du es nicht einsehen willst: Jedes Behältnis auf Privatgelände ist ungeeignet. Wir hatten die Diskussion ja gerade vorgestern.
Nach Deiner Definition müssen auch die Hälfte der Caches im Wald weg, weil es sich um Privatwald handelt.

Bitte unterscheide doch:
1) Wird das Eigentum der Cachelokation beeinträchtigt
2) Gibt es Gefahren für Cacher
3) Muss der Eigentümer sich fürchten, weil er den Cache als mögliche Bombe identifiziert.

1) Ist ein absolutes "Nein". Unser Hobby soll keine Dritten spürbar schädigen. (Stichwort: "Becachte Natursteinmauern", "Schrauben im Nutzholz", "Angst vor Metalldieben")
2) Der Cacher soll wissen, welche Gefahren auf ihn lauern. Und keinesfalls soll es der Schaden einer Gemeinde oder einer Liegenschaftsverwaltung sein, weil sie sich mit Ersatzansprüchen eines verunglückten Cachers auseinderzusetzen haben, weil sie vorher eine Örtlichkeit nicht mit 2m hohen Bauzäunen und Stacheldraht gesichert haben, sonder darauf vertraut haben, dass Verbotsschilder an allen normalen Zuwegen ausreichen. Und wer trotzdem hineingeht, der tut es auf eigenes Risiko.
3) Wenn Caches auf nicht genutzten Privatgeländen ("kein Konflikt mit Punkt 1") liegen, dann kann bei Entdeckung Folgendes passieren (die Varianten, die mir an konkreten Fällen bekannt sind)
- Entfernung des Caches, Owner bekommt z.B. von der Bahn eine Rechnung über 50-100 Euro
- Polizei schreibt Hinweis ins Log mit Aufforderung, die Installation zu entfernen oder Eigentümer meldet sich bei geocaching.de/.com/opencaching.
- Cache wird einfach so entsorgt (Schade um die Trackables.)
- Der Eigentümer arrangiert sich mit den Cachern
- Der Kampfmittelräumdienst rückt an und der Owner zahlt >1000 Euro.
- Eventuell werden auf dem Gelände Cacher angetroffen und erhalten eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Verfahren wird eingestellt.

Gar nicht auf Privatgrund zu gehen schützt leider nicht vor den Kosten des Kampfmittelräumdienstes. Privatgelände mit Caches zu bestücken setzt Cacher der Gefahr aus, sich einen Verweis oder eine Anzeige einzufangen.
Von daher ist die Wahl "Staatsforst, gut gekennzeichnet" sicher immer die beste Wahl. Als Owner hat man Möglichkeiten, den Ablauf aber auch in den anderen Fällen zu beeinflussen.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von radioscout » Fr 3. Okt 2008, 20:22

-jha- hat geschrieben: - Eventuell werden auf dem Gelände Cacher angetroffen und erhalten eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Verfahren wird eingestellt.
Kannst Du dafür garantieren? Kann sich jeder darauf berufen?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

Die Baumanns
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von Die Baumanns » Fr 3. Okt 2008, 22:09

-jha- hat geschrieben:2) Der Cacher soll wissen, welche Gefahren auf ihn lauern. Und keinesfalls soll es der Schaden einer Gemeinde oder einer Liegenschaftsverwaltung sein, weil sie sich mit Ersatzansprüchen eines verunglückten Cachers auseinderzusetzen haben, weil sie vorher eine Örtlichkeit nicht mit 2m hohen Bauzäunen und Stacheldraht gesichert haben, sonder darauf vertraut haben, dass Verbotsschilder an allen normalen Zuwegen ausreichen. Und wer trotzdem hineingeht, der tut es auf eigenes Risiko.
Dem würde ich ja gerne so zustimmen.
Aber leider hast Du als Eigentümer eine Verkehrssicherungspflicht. Schilder auf Baustellen, Betreten verboten, sind nett, wenn ich aber vom Gerüst stürze, obwohl ich dort nichts zu Suchen habe, dann ist die Baufirma/Eigentümer drann, denn sie haben die Baustelle nicht richtig gesichert. Daher findest Du heute bei den meisten Bauvorhaben einen kompletten Bauzaun. Wenn ich dort dann einbreche bin ich selber Schuld.
Damit die Firma einen auf den Sack kriegt brauchst Du noch nicht einmal Anzeige erstatten, das ganze läuft automatisch. Spätestens wenn herauskommt wo das ganze passiert ist.
Weiteres Beispiel ist der Gartenteich, wenn darin das Nachbarkleinkind ertrinkt, weil es durch die Hecke oder Zaun geklettert ist, ist der Eignetümer drann.
Hört sich zwar bekloppt an, ist aber so.
Daher findest Du auch keine Wasserbecken mehr vor nem Baumarkt oder nem Möbelhaus.
(Verstehe ich bis heute nicht, denn die Eltern haben dann ja eigentlich ihre Aufsichtspflicht verletzt,
bin ja nur Ing und kein Jurist)
Du bist als Eigentümer dazu verpflichtet, dein Eigentum so zu schützen,
das andere nicht geschädigt werden können.
Entsprechend müsste ein Eigentümer seinen LostPlace komplett sichern.
Dann ist er aus dem Schneider, wenn Du dann über den Zaun kletterst und damit aktiven Hausfriedensbruch begehst, kommt er aus der Nummer raus.
Das ist das ganze aus der Sicht als Eigentümer.
Ich liebe selber solche Lostplaces, hoffe aber die dortigen Baufälligkeiten entsprechend einschätzen zu können. Daher sollte man sich gut überlegen wie man einen LostPlace bedost.
Lieber zum Lostplace hinführen und dort die Dose verstecken, als andere in Gefahr bringen.
Wenn die dann selbstständig den Lostplace erkunden ist das deren Sache.

Gruß Guido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von moenk » Sa 4. Okt 2008, 00:05

Die Baumanns hat geschrieben: (Verstehe ich bis heute nicht, denn die Eltern haben dann ja eigentlich ihre Aufsichtspflicht verletzt,
bin ja nur Ing und kein Jurist)
Meiner Kenntnis nach gehen Juristen davon aus, dass man auf die kleinen Kröten gar nicht immer aufpassen kann.
Was mich vor allem ärgert ist das es Geocacher gibts, die sich gar nichts dabei denken, wenn sie auf solche Gebiete ihrem Cache legen. Und denn ist man auch noch der Spielverderber wenn man so einen Krempel aus dem Verkehr zieht.
Suchst Du noch oder loggst Du schon?

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von kirby27b » Sa 4. Okt 2008, 17:49

Hi,

eben solche Gedanken haben mich davon abgehalten meinen Lostplace im Gebäude zu deponieren. Ich kenne das Gelände schon länger, macht auch alles einen stabilen Eindruck, aber mal ganz ab vom Rechtlichen habe ich keine Lust irgendwelchen Hinterbliebenen zu erklären wieso gerade dort die Dose zu liegen kam. So habe ich die Dose an einer Mauer abgelegt und wenn dann doch jemand das Gebäude erkundet, auch gut. das Problem der Stollenbetretung meines letzten Caches hatte ich auch überlegt, doch weil ich weiß das dort Fledermäuse leben und auch nach langen Regen stellen weise die Decke bröckelt hab ich nur den Eingang des alten Bergwerkes gezeigt und die Dose in Ausreichendem Abstand gelegt. Gut das Betreten hat sich nun durch ca.30cm Stahlbeton sowieso erledigt ( Eingang bis auf Flugloch vermauert) aber ich finde schon das Owner manchmal eben zugunsten der Vorsicht auch noch so tolle Locationen einfach nur zeigen aber nicht bedosen sollte.

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Geschichte ist nicht das was wirklich geschehen ist, sondern das was jemand darüber niedergeschrieben hat.

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von GeoFaex » Mo 6. Okt 2008, 17:06

KoenigDickBauch hat geschrieben:Da geht einer irgendwo hin, fällt vielleicht in ein Loch und pocht dann auf die Verkehrssicherheit. Ich denke, genau davor haben die Besitzer angst.
Es geht den öffentlichen Stellen oder Forstverwaltungen oft gar nicht um den Geocacher, Wanderer, MTBler, usw an sich, denn die befürchten weniger dass der Geschädigte direkt klagt, als dass deren Versicherungen aktiv werden.

Wenn die Krankenversicherung Zigtausende zahlen muss, oder die Berufsunfähigkeitsversicherung .... oder die Unfallversicherung... oder die Lebensversicherung.... dann werden die mit freuden jeden vor Gericht zerren, der ihren finanziellen Schaden etwas minimieren könnte, und dabei ist denen herzlich egal ob der Cacher selbst eigentlich der Meinung ist das er selbst Schuld sei.

Das ergab sich zumindest aus einem Gespräch mit der örtlichen Forstverwaltung, die im übrigen nix gegen Geocacher hat.

Gruß,
GeoFaex
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von KoenigDickBauch » Mo 6. Okt 2008, 17:43

GeoFaex hat geschrieben:Wenn die Krankenversicherung Zigtausende zahlen muss, oder die Berufsunfähigkeitsversicherung .... oder die Unfallversicherung... oder die Lebensversicherung.... dann werden die mit freuden jeden vor Gericht zerren, der ihren finanziellen Schaden etwas minimieren könnte, und dabei ist denen herzlich egal ob der Cacher selbst eigentlich der Meinung ist das er selbst Schuld sei.

Das ergab sich zumindest aus einem Gespräch mit der örtlichen Forstverwaltung, die im übrigen nix gegen Geocacher hat.
Ja so wurde es mir auch berichtet. Die Versicherungen werden schon einen Schuldigen finden. Ich denk, dies ist ein großer Druck, den deren Rechtsanwälte machen nix anderes als das.

KDB
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Murat

Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von Murat » Fr 24. Okt 2008, 07:12

also Plätze auf Grundstücken des Bundes sind keine öffentlichen Plätze, ich denke hier speziell an Übungplätze! Diese sind ausgeschildert, wenn auch nicht eingezäunt. Das heißt das Militär (Nutzer) darf und wird hier die Schusswaffe gebrauchen. Gebrauchen heißt nicht, dass es vorne rausknallen muss und punktuell weh tut am Körper.
Und aus eigener Erfahrung (Soldat) weiß ich, dass dort im Verborgenen Kampfmittel aus ALLEN Weltkriegen lauern (nicht lauern können - sondern LAUERN!)
Nehmt das nicth auf die leichte Schulter, denn passiert was, bleibt ihr auf ALLEN entstehenden Kosten sitzen, sei es Verstümmelung (Tod), Bergung, Verstümmelung anderer (eurer Helfer),San, Feuerwehr, Kampfmittelräumdienst, Bundeswehr, usw.

Gerade in Bezug auf Übungsplätze MUNSTER und BERGEN in NIEDERSACHSEN ist hier zu sagen, dass diese Bereiche bereits vor dem WK1 Testgelände für Senfgas waren. Hier liegen immer noch Altlasten rum.
Macht euch mal schlau wie sich Senfgas verhält und wie lange es Nachwirkungen hat. Damit ist nicht zu spaßen.

Es ist nicht umsonst ein KAMPFMITTELRÄUMDIENST vor Ort stationiert.
Und so ne kleine Granate kickt man leicht unbeachtet weg oder denk es wäre die gesuchte Döse und potzblitz manchmal rauchen die auch noch so schön!

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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von adorfer » Fr 24. Okt 2008, 10:07

Tiefflieger hat geschrieben:also Plätze auf Grundstücken des Bundes sind keine öffentlichen Plätze
Der Rastplatz hier hier an der A5, "Taunusblick" gehört zwar zur Gemarkung der Ortschaft, ist jedoch -da es sich vormals um eine Tankstelle der US-Streitkräfte handelt- nach dem Truppenabzug in Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
Ich glaube aber nicht, dass es mit dem Leitplankenmicro dort Probleme mit Kampfmitteln geben könnte, da der (fast) unter einer Picknick-Bank klebt.
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Re: Cache-Funde auf Privatgrundstücken / Sensibilisierung

Beitrag von Don Cerebro » Di 3. Feb 2009, 15:47

Im Prinzip liegt das Problem doch darin, daß viele Cacher beim Cache-Legen das Hirn ausschalten. Es wird immer mehr "Thrill" gefordert und nicht bedacht, daß unser Hobby auf außenstehende befremdlich wirken könnte.

Allerdings habe ich es als Reviewer aufgegeben, Tipps bei potentiell gefährlichen Verstecken zu geben. Entweder will es der Owner nicht hören oder man wird als AvD bezeichnet. Auch gerne hier im Forum. :(

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