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Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

SabrinaM
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von SabrinaM » Di 16. Jun 2009, 11:50

Geocachen verbindet alles, was mich früher schon angesprochen hat. Ich war bei den Pfadfindern, habe viel Zeit in der Natur verbracht, "Abenteuer" faszinieren mich. Ich habe alles mögliche gesammelt, was ich irgendwie gebrauchen konnte. Ohne Taschenlampe und Taschenmesser bin ich quasi nie aus dem Haus gegangen, und meist war es noch mehr, was ich mit mir rumgeschleppt hab (und was mir oft gute Dienste geleistet hat). Ein GPSr wollte ich immer schon haben, seit die Dinger erschwinglich wurden. Stirnlampe und Leatherman brauchte ich mir nicht fürs Cachen zu kaufen, hatte ich längst (wurde aber eher selten gebraucht). Bonbons in eckigen Metalldosen mussten gekauft werden, nur wegen der Dose. Aber auch mit Rätseln konnte ich mich beschäftigen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich beim Geocachen landen würde. :???:

Und vielleicht genau deshalb habe ich keine besonderen Vorlieben. Ob Tradi, Multi oder Mystery, ich mach eigentlich alles. Nicht jeder Cache gefällt mir, aber ich logge fast alles. Im Zweifelsfall einfach nur, weil er da war. Nur Caches, die gar nicht gehen, weil sie mitten auf Privatgrund oder im Naturschutzgebiet liegen oder sonstwie bedenklich sind lass ich liegen. Natürlich hab ich nicht jeden Tag Lust auf ein dickes Rätsel oder auf einen langen Multi oder auf Powercachen. Heute dies, morgen das, da wirds nicht langweilig. Und auch für manchen Tradi muss man ganz schön weit laufen...

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dev-atrox
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von dev-atrox » Di 16. Jun 2009, 11:51

Grundsätzlich geht es mir darum, Gründe zu finden, nicht ständig vor dem Computer zu hocken. Ich liebe zwar die Natur und fahre gerne Fahrrad, aber so ganz ohne Ziel sinkt die Motivation doch fast auf den Nullpunkt. Bin eben viele Jahre ein waschechter Nerd gewesen, das schüttelt man nicht einfach mal so ab.

Nach einiger Zeit habe ich aber so Gefallen am Rausgehen (in die Natur) gefunden, dass ich mich schon gar nicht mehr ärgere, wenn ich einen Cache mal nicht finde, weil ich eben trotzdem einen schönen Tag hatte. Ja, ich fahre sogar mittlerweile manchmal EINFACH SO mit dem Fahrrad los, ohne auch nur einen Blick auf GC.com zu werfen! Unglaublich. Mein GPSr nehm ich trotzdem immer mit, um zu sehen wo ich bin und wo ich vielleicht noch langfahren könnte. Karten sind schon was schickes.
Bei Stadtcaches ist das was anderes. Eigentlich hasse ich die und überlege, allesamt einfach auf Ignore zu setzen. Und langsam ärgert es mich auch, dass ich so tief in der Großstadt lebe. Da habe ich deutlich längere Wege vor mir, wenn ich mal wirklich raus will (isch 'abe gar keine Auto). Das erfordert viel Planung und Vertrauen in den Wetterbericht.

Mysteries habe ich bisher noch keine in der Statistik. Nur einen einfachen Bonuscache, den man sich vor Ort ausrechnen konnte. Aber das zähle ich mal nicht als typischen Mystery. Gelöst habe ich jedoch schon ein paar und bin gerade an Enigma #1 dran. Finde diese Art Caches eigentlich ganz interessant, weil ich mich eben auch im Internet noch pudelwohl fühle und auch so schon mal gerne stundenlang ein paar Dinge über mehrere Ecken recherchiere, sobald ich von einem Thema angefixt bin.
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stoerti
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von stoerti » Di 16. Jun 2009, 13:50

Sogar Taucher und Anti-Läufer.
Durch cachen wurde ich vom Anti-Läufer zum Anti Anti-Läufer :D
Manchmal findet man auf der Suche nach einem lost place sein Traumhaus.
Schloss in Brandenburg, 400 Jahre alt, 1.000qm Wohnfläche, verlassen seit 1991, gekauft 2/2012, Restaurierung andauernd.

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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von Rhianna » Di 16. Jun 2009, 14:07

stoerti hat geschrieben:
Sogar Taucher und Anti-Läufer.
Durch cachen wurde ich vom Anti-Läufer zum Anti Anti-Läufer :D
Wie geht das denn???

Also, wir sind durch einen FÖRSTER zum Cachen gekommen - sowas gibt es auch!
Ich bevorzuge Caches, die mir die Schönheiten und die kleinen Besonderheiten zeigen. Ecken, die eben nur Einheimische kennen. So leg ich auch aus.

Aber bissi laufen, wandern, bissi T5 und Nachtcaching ist auch klasse - eben von allem etwas!
Viel wandern macht bewandert.
Peter Sirius
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von stoerti » Di 16. Jun 2009, 16:00

Wie geht das denn???
Na vor meiner Cacherzeit lag die maximale Entfernung, die ich zu Fuss hinter mich gebracht habe, im Schnitt vom Wohnzimmersessel zum Parkplatz oder den T5 Weg (weil sehr lang) vom Büro zum Parkplatz.

Und jetzt laufe ich sogar schonmal 160km am Stück, nur ... ähm .... oh ... ich weiss gar nicht wieso...wegen der Dosen am Wegesrand? Vielleicht auch nur um des Laufens Willen
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von Sofawolf » Di 16. Jun 2009, 18:08

vom cachen habe ich schon vor einiger zeit im hundeforum gelesen. eine userin aus der schweiz erzählte davon und ich fand es ganz interessant. seinerzeit warf mir aber der geiz den knübel zwischen die beine - soviel kohle ausgeben um die weg geworfenen brotdosen anderer leute zu finden ... :irre: im letzten herbst brachte mich dann just mein anderes hobby wieder auf das thema. ein bekannter erzählte mir von einem GPS-gerät mit der er die leistungen seiner schlittenhunde aufzeichnete (garmin edge) und das fand ich furchtbar spannend. als ich dann noch heraus fand, dass man so ein gerät gleich für zwei tolle hobbys verwenden konnte, wars vorbei mit dem geiz ;)

wie der nick schon sagt, gehöre ich leider auch zur gattung couchpotato und mein freund ist da keinen deut besser. ihn mal vom computer oder der arbeit weg zu bekommen ist ein echtes kunststück und für mich ist "einfach so" auch kein grund länger als nötig nach draußen zu gehen. das cachen hat es tatsächlich geschafft, dass wir uns beide mehr und vorallem freudig an der frischen luft bewegen.

meine vorrangige motivation ist es schöne, neue orte kennen zu lernen. nicht zuletzt, weil ich erst vor 6 jahren hierher gezogen bin und vieles einfach nicht kenne. als kind erkundet man seine umgebung ganz selbstverständlich bis in die hinterste ecke - als erwachsener fährt man von zuhause, auf die arbeit zum einkaufen und wieder nach hause. ob sich in der unscheinbaren seitengasse etwas schönes verbirgt merkt man dabei nicht.

wir haben noch nicht soviele unterschiedliche dosen gefunden, aber der multi (mit ablesen + rechnen) hat mir sehr gut gefallen, tradis haben ebenfalls ihren reiz - rätselcaches hebe ich mir für ganz ruhige stunden auf, denn meistens will ich nach der arbeit einfach nur den kopf frei kriegen und mir selbigen nicht noch über kniffelige mysteris zerbrechen. T5er werden wir mangels erfahrung und ausrüstung ebenfalls auslassen müssen, obwohl ich den tauchcache hier in der nähe schon witzig finde ...

naja, ich bin mal gespannt ob ich dieses posting in ein paar jahren noch mal lese und wie sich das ganze entwickelt hat :^^:
grüßle
Susanne

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stoerti
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von stoerti » Di 16. Jun 2009, 20:08

meine vorrangige motivation ist es schöne, neue orte kennen zu lernen
Das war es bei mir anfangs nicht, hat sich mittlerweile aber dazu entwickelt.
Wenn ich nicht einen Cache gesucht hätte, wäre ich bestimmt bis heute nicht mit der New Yorker U-Bahn gefahren. Oder auf den Bahamas gewesen. Oder hätte am nördlichsten Bergwanderlauf der Welt teilgenommen.
Ohne Geocaching wüsste ich allerdings auch nicht, wo in Berlin ich meine Gartenabfälle kompostieren, meinen Sperrmüll im Wald entsorgen und ich mitten in der Innenstadt pinkeln gehen könnte.
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ElliPirelli
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von ElliPirelli » Di 16. Jun 2009, 20:48

stoerti hat geschrieben:Ohne Geocaching wüsste ich allerdings auch nicht, wo in Berlin ich meine Gartenabfälle kompostieren, meinen Sperrmüll im Wald entsorgen und ich mitten in der Innenstadt pinkeln gehen könnte.
Alles auch sehr notwendig! :lachtot:
Tröste Dich, ich hab in Schweden auch die örtliche Müllkippe kennen gelernt.
Die haben ganz schön blöd geguckt, daß da ein deutsches Auto die Zufahrt lang kam, aber dann doch nicht auf die Halde abbog... :D

Draußen bin ich immer, egal wie das Wetter ist, schon beruflich.
Wandern nur auf Kurzstrecke, mehr als 10, 15km sind nicht so mein Ding, dazu hab ich einen körperlich zu anstrengenden Beruf.
Ausrüstungsfetischist im Bereich minimal Größe war ich schon lange vor meiner Cacherzeit. Camping Ausrüstung, Microfaser Handtücher, Regenponchos, Gamaschen, Taschenlampe, alles muß klein und leicht und minimalistisch und vor allem praktisch sein. Schließlich nutz ich mein Auto auch noch für den Alltag und nicht nur zum drin wohnen und das Geraffel spazieren fahren.
Mein vollstes Unverständniss gilt den Wohnmobilisten mit Satellitenschüssel. Fernsehen kann man doch auch zu Hause... :roll:

Nachdem wir mit dem Cachen anfingen, stellte ich fest, daß ich zwar mein halbes Leben in meiner Geburtsstadt verbracht habe, aber eigentlich nicht viel davon kannte. Was ich alles für Ecken dort kennen gelernt habe! Wahnsinn.

Im Urlaub verlass ich mich voll auf die örtlichen Cacher, die kennen ihre Gegend ja schließlich am Besten und können mir so alles Sehenswerte zeigen.
Klar, da sind auch mal weniger interessante Ecken bei, aber sei's drum.

Die wenigsten Sachen mußte ich speziell zum Cachen angeschaffen, von daher bin ich nach wie vor der Meinung, daß Cachen ein günstiges Hobby ist.
Be yourself, so that others may recognize you.
Geocaching augments reality in a different way. It adds a layer of the magical to the mundane. Ethan Zuckerman
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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von radioscout » Di 16. Jun 2009, 21:52

argus1972 hat geschrieben: Daher meide ich drive-ins, denn ich will laufen und nicht fahren.
Zwingt Dich jemand oder irgendwas, so nah wie möglich an die Dose heranzufahren?
Zu nahezu jedem Cache kann man auch eine nahezu beliebig lange Wanderung machen.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Der Hintergrund des Geocachers? (lang)

Beitrag von radioscout » Di 16. Jun 2009, 21:59

wutzebear hat geschrieben: Aber zum Glück ist nicht Jeder Cacher gleich so dreist, die von ihm abgelehnten Caches als "asozial" zu bezeichnen.
IIRC bestand der Grund für diese sehr direkt ausgedrückte Ablehnung damit, daß ein Multi ein recht großes Gebiet für sich alleine in Anspruch nimmt und insbesondere bei "?"-Multis mit kaum lösbaren Rätseln nicht mit vertretbarem Aufwand ersichtlich ist, wo man selber noch eine Dose verstecken kann.

Eine mit Multis bedoste Fläche steht also weniger Ownern für ihre Caches zur Verfügung.
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