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Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Carsten
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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von Carsten » Di 14. Jul 2009, 14:46

whiterabbit hat geschrieben:Dass die Situation vor Ort mit einem schweren Rätsel konfrontiert zu werden eine völlig andere ist, als so etwas bequem im Vorfeld von zuhause aus zu lösen, leuchtet dir ein? Die Difficulty bleibt zwar gleich, aber mit einem Multi hat das nicht mehr viel zu tun.
Und genau das sollte sich auch im Cachetyp wiederspiegeln.
Das es unterschiedliche Situationen sind, steht außer Frage. Das ändert nichts daran, dass bei einem Mystery *vorab* etwas gelöst werden muss, um überhaupt die Startkoordinaten zu erhalten, während man beim Multi auch einfach mal auf gut Glück zu den *bekannten* Startkoordinaten fahren kann, um mit der Suche zu beginnen.

Die Difficulty bleibt im übrigen nicht gleich, das schrieb ich bereits. Hier ist der Owner gefragt, diese richtig zu setzen. Was bei einem Mystery als Vorab-Rätsel mit Internetzugang zuhause D2 ist, muss man dann für unterwegs bei einem Multi eben entsprechend hochstufen. Ich zitiere mal Clayjar:
Clayjar hat geschrieben: D4: Difficult. A real challenge for the experienced cache hunter - may require special skills or knowledge, or in-depth preparation to find. May require multiple days / trips to complete.

D5: Extreme. A serious mental or physical challenge. Requires specialized knowledge, skills, or equipment to find cache.
Es ist also nicht nötig, einen Multi als Mystery zu listen, damit würde er nur zu einem Fall für die falsch gelabelten Caches.

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t31
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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von t31 » Di 14. Jul 2009, 15:11

Carsten, du würdest also einen Cache mit mehreren Stationen auch dann als Multi einstufen wenn man auf einen Shotcode stößt und wärst nicht angesäuert solange er D4..5, du hättest damit gerechnet oder sagst dir: "ist halt ein D4+, ich komme nochmal, wenn ich daheim den Code gelöst habe".

Statt den Shotcode kannst du auch lateinische Namen für Schmetterlingsgewächse nehmen oder ähnliches, eben Sachen die man nicht mal eben so gelöst bekommt.

Also ich weiß nicht, ich mag dich verstehen wollen, kann es aber nicht.
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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von huzzel » Di 14. Jul 2009, 15:25

Ich glaubs kaum, aber in dem Fall stimme ich mit Carsten überein :schockiert: :schockiert: :schockiert: :schockiert: . Ein ? ist nur, wenn es ein Einstiegsrätsel gibt. Alles andere ist ein Multi. Wenn jetzt aber so eine saublöde Aufgabe kommen sollte, die nicht im Listing steht, dann würde halt auch eine entsprechender (böses) Log kommen.

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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von 1887 » Di 14. Jul 2009, 15:28

Moin,

man muss nicht alles verstehen, die Definition ist so. Ich habe am WE einen Multi mit einer 27stelligen Trinären Zahl gemacht, das hat mich bei einer D 4,5 Einstufung nicht gestört, zumal das Listing eine entsprechende Anmerkung enthält. Dass man bei diesem Cache für T 3,5 5 Meter bis zum ersten Ast überbrücken musste hat mich da schon eher gestört...

Das Label Tradi, Multi, Mysterie usw. erklärt, wofür die Koordinaten stehen. Für die Aufgabenstellungen gibt es die Attributierung (die allerdings bei GC Ergänzungsbedarf aufweist, bei OC wird das deutlicher).

Grüße
1887

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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von eigengott » Di 14. Jul 2009, 15:32

t31 hat geschrieben:einen Cache mit mehreren Stationen auch dann als Multi einstufen wenn man auf einen Shotcode stößt
Ich denke mal so ein Cache ist sowieso unerfreulich, egal ob als Multi oder Mystery gelistet. Und genau darum ging es ja wohl dem Thread-Starter.

Ich würde da übrigens nicht bösen Willen unterstellen, sondern die Verwechslung von "Cache ist kompliziert/schwierig" mit "Cache ist interessant".

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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von Carsten » Di 14. Jul 2009, 15:43

t31 hat geschrieben:Carsten, du würdest also einen Cache mit mehreren Stationen auch dann als Multi einstufen wenn man auf einen Shotcode stößt und wärst nicht angesäuert solange er D4..5, du hättest damit gerechnet oder sagst dir: "ist halt ein D4+, ich komme nochmal, wenn ich daheim den Code gelöst habe".
Richtig. Sicherlich würde ich mich ein wenig ärgern (wer würde das nicht?), wenn ich unterwegs abbrechen müsste. Aber wie gesagt, wenn ich mich auf hohe Schwierigkeiten einlasse, muss ich einfach mit sowas rechnen.

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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von argus1972 » Di 14. Jul 2009, 16:40

Bevor ich irgendwie falsch verstanden werde: Es geht mir NICHT um D4+, sondern um ganz normale, vielfach als familienfreundlich klassifizierte Multis.
Da ich in aller Regel wenig Lust habe, bei einer Wanderung im Wald die 97. Primzahl auszurechnen, oder an jeder Station ein Sudoku zu lösen, gehe ich derartige Schwierigkeitsgrade überhaupt nicht erst an und überlasse das den Mathematikern.

Mir geht es um zunehmend fieser werdende Verstecke, bei denen eine Stunde Suchzeit wie im Flug vergeht und Rätsel, die aufgrund ihrer Aufgabenstellung meilenweit über das hinaus gehen, was ich als "mit Allgemeinbildung lösbar" bezeichne. Da sich selbst Rudel daran die Zähne ausbeißen, sollte doch als Normalfall wenigstens die Chance bestehen, mit etwas Interpretation und gezieltem Raten zu einer annähernd brauchbaren Lösung zu kommen, oder denke ich zu simpel und habe zu niedrige Ansprüche an mich selbst?

Da mir der Zusammenhang einer Wanderung mit höherer Mathematik ohnehin noch nie einleuchten wollte und ich auch nicht verstehe, warum als besondere Herausvorderung Verschlüsselungen eingebaut werden, mit mit normaler Ausstattung nicht mehr lösbar sind, komme ich mir nach 550+ Caches manchmal vor, wie ein Anfänger, wenn ich mal wieder wie der Ochse vorm Berg stand.
Mir kommt es bald so vor, als wollten manche Owner, dass jeder mehrmals anreisen muss, was bei dem Benzinpreis zumindest für mich oft recht ärgerlich ist, von der verdödelten Zeit mal abgesehen.

Es mag Cacher geben, die heftige Aufgaben interessant finden, wie auch die oft tollen Bewertungen für D5-Mysteries belegen, obwohl die Dose selbst irgendwo lieblos in die Ecke geballert wurde, aber ich hatte immer geglaubt, es ginge nicht nur um das Suchen und Lösen, sondern auch um das Finden und den Spaß dabei, wenn man Erfolg hat. Von "Verbiegen" ist meines Wissens nirgendwo die Rede, doch es wird für meine Begriffe zunehmend die Regel.

In meinem Dunstkreis gibt es einen Cache, den meines Wissens bisher immer nur Cacher geloggt haben, die Begleitung hatten. Es gibt dort eine Stage, für die man mehr als 2 Hände braucht, wie ich erfuhr. Daher hat man mir abgeraten, den alleine zu machen, schlichtweg weil es nicht geht.
Im Listing steht davon kein Wort. Der ziert jetzt die Ignoreliste. Schade eigentlich, die Gegend ist schön und toll gebaute Stages finde ich eigentlich immer klasse.

Ist es denn nicht mehr möglich, die Anforderungen der Stages so zu gestalten, dass es für jeden lösbar ist? Ich habe nichts gegen etwas Hirnschmalz und toll umgesetzte Aufgaben, aber ich erwarte eigentlich, dass man sie auch alleine bei ernsthaftem Bemühen in einem Anlauf löst und schafft, wenn man sich nicht total auf der Leitung steht.

Daher noch mal meine Frage: Schleppt Ihr PDAs, Laptops, Enigmas, Lexika, das CIA-Codebuch und eine Reihe von Bekannten mit, wenn Ihr cachen geht und glaubt Ihr, das ist heute normal, notwendig und muss so sein?
Wohin geht Eurer Meinung nach der Trend bei Multis?
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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von Bursche » Di 14. Jul 2009, 17:15

argus1972 hat geschrieben:...
Wohin geht Eurer Meinung nach der Trend bei Multis?
Der Trend geht zum Tradi!

Mich nervt es schon, wenn ich (a-f*3) (g+h/7).... berechnen muss. Alles was darüber hinaus geht ist für mein Verständnis ein Mysterie, ob ich mir das Hirn dann zu Hause verbiegen muss oder an Stage12 spielt für die Einstufung keine Rolle! Nachdem das "Powercaching-Problem" wohl nun doch keines mehr ist, kann man schöne Wanderrunden mit ein paar Tradis anlegen. Da muss nix berechnet werden, es geht trotzdem weiter wenn man mal nix findet...

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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von Carsten » Di 14. Jul 2009, 17:30

Bursche hat geschrieben:Der Trend geht zum Tradi!
Schön wärs! Mir würde ja schon reichen, wenn die Tradis nicht mehr vermehrt irgendwo sinnlos in die Bäume gehängt würden.
Bursche hat geschrieben:Mich nervt es schon, wenn ich (a-f*3) (g+h/7).... berechnen muss.
Wenn die Rechnung denn aufgeht, kann ich damit schon leben. Das Problem ist eher, dass viele Owner offenbar nicht mal mehr einen Hauch Ahnung von den Grundrechenarten haben und so teilweise einfachste Rechnungen zum Ratespiel werden.

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Re: Geht Cachen bald nur noch im Rudel und mit EDV?

Beitrag von t31 » Di 14. Jul 2009, 17:39

argus1972 hat geschrieben:Daher noch mal meine Frage: Schleppt Ihr PDAs, Laptops, Enigmas, Lexika, das CIA-Codebuch und eine Reihe von Bekannten mit, wenn Ihr cachen geht und glaubt Ihr, das ist heute normal, notwendig und muss so sein?
Wohin geht Eurer Meinung nach der Trend bei Multis?
Bei uns geht der Trend - aber sehr langsam - hin zum Tradi und anpruchsvollen Multi was Beschreibung und Geschichte anbelangt, Mystery sprießen aber auch noch, besonders Neulinge wählen oft diesen Typ, man darf es ihnen aber nicht übel nehmen, unserer Innenstadt ist praktisch mit ? übersät, sie lernen es also nicht anders kennen, das betrifft dann auch die Micromanie. Es wird dauern und es gab schon oft "back to the roots"-Serien.

Zur Ausrüstung: Ja, leider schleppe man allerhand mit, von wissenschaftlichen Taschenrechner, Barcodeleser (Handy), PDA für Solver vom Cachewolf, Wörterbücher, Latein ist ja die Sprache schlechthin, keine spricht sie aber irgendwie cool ist sie ja auch. wollte schon mal einen Cache mit tschechischen oder russischen Hinweisen legen, damit nicht so eintönig wird.

Bei den Aufgaben für die Koordinatenberechnung kommt dann bei jeden zweiten Cache noch raten hinzu, ob xx.048 oder xx.480.
Cachen mit Handy und PDA - das benutze ich:
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