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Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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radioscout
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von radioscout » Mi 14. Okt 2009, 20:08

friederix hat geschrieben:
radioscout hat geschrieben:Da er noch lebt, wird er evtl. zu denen gehören, die erstmal alles mitnehmen (rausreißen?) und hinterher die ungenießbaren Pilze wegwerfen.
Na gut, dass es so auch geht, daran habe ich nicht mal gedacht.. Bin ja kein Pilz-Sammler.
Diese Methode wird leider zu oft praktiziert und schadet der Natur.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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dottigross
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von dottigross » Mi 14. Okt 2009, 20:16

Nur gut, dass die Vogelscheuchen auf den Kartoffelfeldern abgeschafft wurden. Wie viele Anrufe würden sonst bei der Polizei eintrudeln: "Hilfe, da wurde ein verwahrloster, alter Mann ans Kreuz genagelt." :lachtot:

Ich bin sowieso dafür, dass man spezielle Schilder drucken lässt, die man vor den Wäldern positioniert: "Achtung, Geocache-Zone! Mit undefinierbaren, seltsamen Objekten ist zu rechnen." :D

lg D.

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Carsten
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von Carsten » Mi 14. Okt 2009, 20:56

sax76 hat geschrieben:Was ist denn meine Sorte?
Leute, denen egal ist, was andere von ihnen denken. Habe ich doch extra von dir zitiert.
Ich kann es auch gerne weiter ausführen: Wem es egal ist, was andere von ihm denken, der ist weniger aufmerksam beim Cachen, weil ihm ja egal ist, was andere von seinem komischen Treiben halten. Er verhält sich nicht so unauffällig, wie es vielleicht nötig und möglich wäre, weil es ihm egal ist, das er beobachtet wird. Sollen die doch denken, was sie wollen, interessiert ihn ja nicht. Er findet im Wald versteckte Kinderpuppen witzig oder versteckt gar selber welche, weil ihm ja egal ist, was andere dann über ihn denken. Ist ja egal, dass sie das dann nicht nur über ihn persönlich denken, sondern auch über alle, die nach ihm kommen bzw. dasselbe Hobby ausüben. Was über andere Leute gedacht wird kümmert ihn ja vermutlich noch viel weniger.

Spießer? Wenn du meinst, das ist mir wiederum egal. Bausparvertrag habe ich, du musst also recht haben.

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pretium
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von pretium » Mi 14. Okt 2009, 23:37

Vielleicht könnte man das gesamte Thema wieder von der persönlichen auf die sachliche Ebene bringen?
radioscout hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben: Es geht ja auch nicht um die Verwechslungsgefahr, sondern darum, dass es schlicht und einfach makaber ist. Und die Außenwirkung von Geocaching wird dadurch natürlich auch negativ beeinflusst. Jetzt sind wir die, die Kinderpuppen im Wald verstecken, Pilzsucher erschrecken und Polizeieinsätze verursachen. Danke!
Wie recht Du hast. Aber um das zu erkennen, braucht man schon ein paar Jahre Lebenserfahrung. Und die fehlt der jungen Spaßgeneration (noch).
"Mit dem Alter werden die meisten Menschen nicht nur alt, sondern auch närrisch" hat schon Benvenuto Cellini gesagt- und das vor immerhin fast 500 Jahren...

Auf das Argument "Ich bin alt und weiß dadurch mehr als ihr" lässt sich nun wirklich keine Diskussion aufbauen. Auch der Verweis auf die "Spaßgeneration" hilft doch keinem Menschen weiter.

Meine persönliche Einschätzung?
Ich finde die Idee von http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... e975bff138 sehr kreativ und liebevoll ausgestaltet.
Den NM-Logg kann ich nicht nachvollziehen.
Ich kann nicht von mir behaupten, schon sonderlich viele Leichen in meinem Leben gesehen zu haben.
Dass eine Leiche jedoch so
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oder so
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aussieht wage ich ernstahft zu bezweifeln.
Wäre ich ein Zufallsfinder, würde ich näher ran gehen und die Puppe als eben das erkennen - nur eine Puppe.
Desweiteren frage ich mich, ob überhaupt einmal ein Gedanke daran verschwendet wurde, dass der Cache bei der örtlichen Polizei - im Falle eines Zufallsfundes- gemeldet ist? Ich weiß nicht, ob dem so ist. der NM-Logger aber auch nicht.

Als scheinbar ambitionierter Pilzsammler hätte der Muggel sicherlich auch eine Dose gefunden, bei solch einer Paranoia wäre dann eben das Bombenräumkommando angerückt, nicht nur die Polizei.. Deswegen gleich eine Hexenjagd gegen diese Art von Cache zu starten, halte ich für falsch.


Ich will jedoch meine Meinung nicht zu hoch hängen,
ich verweise viel lieber nochmal auf den Zeitungsartikel
www.neue-oz.de hat geschrieben:Nach Angaben von Polizeisprecher Jens Jantos sitzt die Puppe übrigens immer noch da. Denn so ganz wussten die Beamten nicht, was sie mit diesem Teil des Spiels machen sollten: Müll sei es ja nicht, insofern „fehle der Entsorgungsgedanke“. Gefährlich sei es im Grunde auch nicht. Nur einen ordentlichen Schrecken – den kann die Puppe einem schon einjagen.
Wenn die Idee des Caches einigen Menschen missfällt, schön und gut, so sollen diese doch bitte von diesem Waldstück fernbleiben.Das funktioniert bei jeder anderen Cacheart doch auch ganz gut. Die Puppe wurde in ihrer Position belassen und die Polizei hat entschieden, dass von ihr keine Gefährdung ausgeht. Es gibt also keine weiteren Probleme mit diesem Cache.
Also sollen doch die besagten Cacher, die Anstoß finden und gesetzliche Konsequenzen fürchten, bitte nicht päpstlicher sein als der Papst - oder in diesem Fall oberigkeitstreuer als die Oberigkeit.


Und jetzt freue ich mich wieder auf eine sachlich geführte Diskussion zu dem Thema!

(edit: dottigross' Eintrag möchte ich an dieser Stelle unterstreichen :-) )
Don't mess with geocachers - we know the places to hide a body

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DunkleAura
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von DunkleAura » Do 15. Okt 2009, 03:11

huzzel hat geschrieben:
DunkleAura hat geschrieben:nicht mein problem und auch nicht das des owners.
Auch ne Einstellung :/ .
die einzig richtige. stell dir vor ich müsste mir wegen jeder kleinen panik attake eines verstörten weicheis den kopf zerbrechen? (lies weiter, ist eine anspielung auf den dort)
huzzel hat geschrieben:Wie soll man denn aus Deiner Sicht da reagieren? Bedenke, es gibt auf ängstlichere Menschen, die gehen garantiert nicht hin und untersuchen die vermeintliche Leiche,
das ist deren problem. die sollten besser eine desensibilierungs therapie in erwägung ziehen.

hier gibt es so ein typ, der rennt immer von geschäft zu geschäft weil er angst hat, dass ihn eine 12 jährige verfolge und verprügeln wolle… :irre:
oder eine andere die geht jeden morgen joggen mit dem pfefferspray in der hand weil sie vor irgendetwas angst hat…

die geister die wir riefen…? :???:
sax76 hat geschrieben:Ich denke man kann schon erwarten, dass jemand, bevor er die Polizei ruft zumindest oberflächlich prüft ob das gerechtfertigt ist.
japps denke ich auch
CH StGB $128 hat geschrieben:Art. 128 Unterlassung der Nothilfe

Wer einem Menschen, den er verletzt hat, oder einem Menschen, der in unmittelbarer Lebensgefahr schwebt, nicht hilft, obwohl es ihm den Umständen nach zugemutet werden könnte,

wer andere davon abhält, Nothilfe zu leisten, oder sie dabei behindert,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
mehr muss man nicht sagen.
ausser das ich aus mehreren gründen hin ginge wenn ich nicht wüsste das es zu einem spiel gehört: 1) nothilfe leisten 2) neugierde 3) anstand, denn ich erwarte von den anderen ja auch dass sie mir in einer notlage helfen würden.
huzzel hat geschrieben:Es gab schon viele "Scherze" die dann zu "Vortäuschung einer Straftat" wurden.
das "Vortäuschens einer Straftat" ist wohl so eine deutsche sache…
denn hier (StGB) fand ich nix dazu… in deutschland ist es anscheinend Art. 145d StGB
dottigross hat geschrieben:Nur gut, dass die Vogelscheuchen auf den Kartoffelfeldern abgeschafft wurden. Wie viele Anrufe würden sonst bei der Polizei eintrudeln: "Hilfe, da wurde ein verwahrloster, alter Mann ans Kreuz genagelt." :lachtot:
:lachtot: :lachtot: :lachtot: ich fand die cool, aber viele haben leider angst davor… :kopfwand:
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von huzzel » Do 15. Okt 2009, 08:24

Caches an sensiblen Orten, auch nicht Dein Problem?
DunkleAura hat geschrieben:das ist deren problem. die sollten besser eine desensibilierungs therapie in erwägung ziehen.
Nein, es kann Dein Problem werden, da solche Menschen schnell die Polizei rufen. Und räts Du jedem, der mal die Polizei zu früh gerufen hat, eine Therapie zu machen?
Und zu Deiner Info, unterlassene Hilfeleistung ist, wenn man nichts tut.
Man muss nur soviel an Hilfe leisten, wie man sich zutraut!
Und wenn es nur das Handy zücken ist und die Polizei zu rufen.
Und das hat nichts mit Sissi zu tun!

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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von kastenfrosch » Do 15. Okt 2009, 08:25

Irgendwie musste ich ja grinsen als ich den Artikel gelesen habe. Er sagt er konnte ohne Brille nicht erkennen ob es eine Puppe oder eine Leiche war. Wie konnte er dann überhaupt im Wald Pilze sammeln (ohne Brille)? Seine Pilze möchte ich nicht essen!!. Ich habe so das Gefühl, da haben unsere Medien mal wieder ein bischen was dazugedichtet um den Artikel reisserischer zu machen.

Gruss
Kastenfrosch

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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von Wichteline » Do 15. Okt 2009, 08:55

@Pretium: Danke :-)

*vollzustimm*
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von DunkleAura » Do 15. Okt 2009, 09:20

huzzel hat geschrieben:Caches an sensiblen Orten, auch nicht Dein Problem?
nein. sind nicht meine caches, also nicht mein problem.
ich würde ja auch kein cache am checkpoint eines aktiven bunkers oder so legen um unnötigem ärger aus dem weg zu gehen. => «gesunder menschenverstand» ;-)
huzzel hat geschrieben:
DunkleAura hat geschrieben:das ist deren problem. die sollten besser eine desensibilierungs therapie in erwägung ziehen.
Nein, es kann Dein Problem werden, da solche Menschen schnell die Polizei rufen. Und räts Du jedem, der mal die Polizei zu früh gerufen hat, eine Therapie zu machen?
wenn sie überdurchschnittliche panik haben ja, sonst nein.
falls es meine puppe wäre, auch dann könnte es nicht mein problem werden, da z.B. eine puppe klar ungefährlich und als solche erkennbar ist. siehe bilder von pretium.
huzzel hat geschrieben:Und zu Deiner Info, unterlassene Hilfeleistung ist, wenn man nichts tut.
Man muss nur soviel an Hilfe leisten, wie man sich zutraut!
Und wenn es nur das Handy zücken ist und die Polizei zu rufen.
Und das hat nichts mit Sissi zu tun!
das wurde mir damals in der schule und auch später beim nothelfer kurs für den führerschein anders beigebracht. das handy zücken und die polizei zu rufen ist wohl das absolute minimum das man erwarten kann!!! mir wurde damals beigebracht das man muss so gut helfen muss wie man kann, jedoch sein leben nicht in gefahr bringen muss.

jemand der angekettet ist (in dem fall eine puppe) kann wohl nicht als gefahr für das eigene leben angesehen werden meiner bescheidenen meinung nach. im gegensatz wenn jemand mit einem messer oder pistole bedroht oder amok läuft.

das richtige verhalten (so wurde es mir damals beigebracht):
1) übersicht verschaffen
2) falls es im verkehr ist: unfallstelle sichern.
3) erste hilfe leisten (nothilfe)
4) den entsprechenden rettungsdienst alamieren, im zweifelsfall die polizei
5) verletzte betreuen

die rettungsdienste der schweiz: polizei: 117 (112 funktioniert auch), feuerwehr: 118, sanität: 144, rega: 1414 (alpine rettung)
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huzzel
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Re: Bitte keine "Leichen" in den Wäldern...

Beitrag von huzzel » Do 15. Okt 2009, 09:29

DunkleAura hat geschrieben:das wurde mir damals in der schule und auch später beim nothelfer kurs für den führerschein anders beigebracht. das handy zücken und die polizei zu rufen ist wohl das absolute minimum das man erwarten kann!!! mir wurde damals beigebracht das man muss so gut helfen muss wie man kann, jedoch sein leben nicht in gefahr bringen muss.
Eben!
Wir reden vom Gleichen. Nur ist das eine Ende der Skala Supermann, das andere ein Angsthase. Beiden kann man keinen Vorwurf machen. Solche Situationen sind immer subjektiv, was für den einen nicht ist für den anderen ein absolutes nogo. Und wenn einer nur das Handy zückt, weil er sich in der Situation nicht mehr traut, dann ist das so. Ich will nicht die verteidigen, die mehr machen könnten, sonder die, die wirklich nicht können.
Zum konkreten Fall: Der Mann hätte unmittelbar die Polizei informieren müssen, ansonsten kann ich dem Mann keinen Vorwurf machen.

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