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Landwirte genervt durch Schatzsucher

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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rs-sepl
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von rs-sepl » Mi 25. Nov 2009, 09:21

Ich weiß gar nicht was ihr euch alle aufregt. Es geht um Caches, die auf Inseln im Feld liegen bzw. um Caches in Wäldern (soll ja vorkommen).
Klar, latscht man nicht übern Acker, wenn ein Feldweg zum Ziel führt. Klar, latscht man nicht über Jungpflanzen und Kartoffelfelder, zumal solche Felder eh engbestellt sind und die Erde höllisch an den Schuhen klebt. Und sicher werd ich nicht genau vorm Bauern langlaufen. Mit Mais- und Kornfeldern hätte ich aber keine Probleme. Ich sehe nur immer, was sonst auf dem Feld so die Pflanzen kaputt macht und wie minimal dagegen ein Mensch einwirkt.
Gegen Cachesuche im Wald hat hier wohl keiner was. Schade für die Waldbauern.

SBA loggen? Na dann geht aber richtig los.

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bene66
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von bene66 » Mi 25. Nov 2009, 09:25

rs-sepl hat geschrieben: Ein Bauer wird es wohl kaum von seinem Traktor aus sehen, wenn im Schlamm unten ein paar Fussspuren sind.
Ich gehe meistens aber nicht immer auf Wegen. Bei Äckern gehe ich meistens am Rand lang, Ausnahmen gibt es, sind aber sehr selten. Ich glaube das kann ich vertreten.

Was anderes ist es, wenn ich eine ganze Cachegemeinde auffordere zu einer ganz bestimmten Stelle auf einem Feld (oder auch im Wald) zu gehen. Dann entstehen ganz schnell Trampelpfade. Oft habe ich schon solche "Cacherautobahnen" gesehen, die zu nichts anderem führen als dem Cache. Von "den paar Fussspuren" kann man dann oft nicht mehr reden.

Bauern, die sukzessive Wege kleiner machen (wie oben erwähnt), finde ich doof - nicht alle Bauern.
Jäger, die sich aufführen, als gehöre der Wald ihnen, finde ich doof - nicht alle Jäger.
Geocacher, die beim Cachelegen nicht nachdenken, finde ich aber auch doof - nicht alle Geocacher.

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Ich führe Statistiken um schöne Cache-Erlebnisse zu haben, aber ich cache nicht um eine schöne Statistik zu haben

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argus1972
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von argus1972 » Mi 25. Nov 2009, 09:33

rs-sepl hat geschrieben: Gegen Cachesuche im Wald hat hier wohl keiner was. Schade für die Waldbauern.
Wenn man für den Cache querfeldein durch eine Schonung muss, halte ich das sehr wohl für problematisch. Zum Glück haben die meisten Owner ihre Caches so angelegt, dass man Wege benutzen kann.
Andererseits hatte ich bislang immer echte Probleme, die fiesen, störenden Stämme alter Fichtenbestände aus dem Weg zu rammen, wenn ich mal durch die heimische Monokultur geschlichen bin. So sehr ich mich auch anstregte, die Stämme wollten nicht weichen und ich musste tatsächlich mit schmerzender Schulter drumherum gehen. :D

Es geht darum, wenn irgend möglich, Wege und Pfade zu nutzen, um nichts zu zertrampeln, wie Du ja auch inzwischen einräumst. ;)
Jäger, die sich aufführen, als gehöre der Wald ihnen,
Manchmal gehört er ihnen.
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

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huzzel
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von huzzel » Mi 25. Nov 2009, 10:29

Ich schreib jetzt mal als ehemaliger Landwirt (Getreidebau) und noch aktiver Waldbesitzer:
Trennen wir mal Wald und Feld.
Wald:
Solange nicht durch eingezäunte Schonungen gestiefelt wird und auch sonst keine Nutzbäume beschädigt werden und keine großflächigen Umgrabungen stattfinden -> alles OK.
Feld:
Puhh, teils, teils.
Wenn gerade abgeerntet und noch die Stoppel stehen -> egal, da kann auch mal der Hund drauf kacken (wenns kein Wasserschutzgebiet ist, kein Witz!)
Wenn abgeerntet und schon umgegrubbert/gepflügt ist -> gibt schlimmeres
Wenn frisch eingesät -> nogo!
Frisch gekeimt -> nogo!
Jungpflanzen -> in den Fahrgassen kann man theoretisch laufen, aber eigentlich hat da nur der Landwirt was auf der Fläche verloren
Ausgewachsene Pflanzen -> nogo!
Also insgesamt, wenn man die Zeiten zusammenrechnet, wo der Geocacher eigentlich nix auf dem Feld zu suchen hat, sind Caches auf Feldern aus meiner Sicht sehr problematisch, da die meiste Zeit im Jahr nunmal was auf den Feldern steht. Wenn der Untergrund dann auch noch feucht ist, dann verschlimmert sich die Sache natürlich um ein vielfaches.
Und das gerne aufgeführte Argument, dass Landwirte doch auch im Bestand mit den großen Maschinen fahren, die fahren in den Fahrgassen und nicht quer drüber.

Und insgesamt: Warum muss ein Cache mitten ins Feld? Wie oft sind das wirklich interessante Ecken?
An den Feldrändern juckt es keinen.
Bis jetzt kenne ich aber auch nur einen Fall, wo man quer über einen Acker stiefeln muss. es sind also insgesamt doch Ausnahmen (die nicht unbedingt sein müssen).

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Starglider
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von Starglider » Mi 25. Nov 2009, 11:00

ElliPirelli hat geschrieben:
hustelinchen hat geschrieben:
radioscout hat geschrieben:Warum gibt es Caches, die man nur finden kann, wenn man über den Akker läuft?
Hier gibt es ebenfalls solche Caches. Finde ich persönlich auch ungeschickt die Leute über den Privatgrund der Bauern zum Laufen zu animieren.
Solche Caches hab ich noch nie gefunden.

Und wenn, man kann immer am Ackerrand entlanglaufen. Ein Cache wird wohl kaum mitten auf dem Feld liegen, da gibts ja keine Versteckmöglichkeiten....
Auf manchen Feldern gibt es "Bauminseln".

Ich kenne auch nur einen Cache der auf einer solchen "Insel" mitten in einem Getreidefeld liegt. Da befindet sich ausserdem noch ein Hochsitz und wenn dort das Getreide steht führt eine Traktorspur vom nächstgelegenen Feldrand direkt zur Insel.

Man kann also in der Spur auf dem eh schon plattgewalzten Getreide zum Versteck gehen. Natürlich ist die in keiner Karte eingezeichnet und wer von der falschen Seite kommt kann sie nicht sehen und muss auf Verdacht über einen Kilometer um das Feld herum laufen.

Natürlich steht darüber kein Wort in der Cachebeschreibung. Die enthält so wichtige Informationen wie den Erstinhalt der Box, zu welchem Geburtstag welches Familienmitglieds sie gelegt wurde und eine Parkplatzempfehlung die dafür sorgt das man genau aus der falschen Richtung zum Cache läuft

Da gibt es garantiert Leute die der Versuchung nicht widerstehen können...
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Zappo
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von Zappo » Mi 25. Nov 2009, 11:02

huzzel hat geschrieben:.........IUnd insgesamt: Warum muss ein Cache mitten ins Feld? Wie oft sind das wirklich interessante Ecken? ..........
manchmal frag ich mich wirklich :irre:

Feder sind absolutes NoGo. So hab ich es als Kind beigebracht bekommen und das gibt auch Sinn. Das hat weniger mit dem zu tun, was man rechtlich darf oder nicht, sondern eher mit dem Respekt gegenüber der Arbeit eines anderen, die man nicht ohne Not beeinträchtigt.
Stoppelfelder sind sicher kein Problem, aber das ist ja wohl zeitlich sehr begrenzt - eignet sich sicherlich nicht für einen Cache, welcher ja die meiste Zeit erreichbar sein sollte.
Baum/Strauchinseln mitten im Feld sind sowieso Rückzugsgebiet für Wild - praktisch Fußgängerinseln in der weiten Flur - deshalb werden sie ja extra stehen gelassen. da hat Mensch eh nix zu suchen.
Leute, so langsam zweifle ich, ob nicht doch viele in der Community keine Ahnung haben, wie man sich hier auf der Welt verantwortungsvoll bewegt.

Der Satz von Huzzel ist aber auch genau richtig - legt Cches an Stellen, wo es was zu sehen gibt, was tolles - das ist ja wohl auch der Sinn und Reiz der ganzen Übung. Dann haben wir vielleicht nur noch 20 % der Caches, die aber vielleicht besser. Und es stellt sich o.a. Frage nach der Betretbarket der letzten Bauminsel nicht.

Zappo
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rs-sepl
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von rs-sepl » Mi 25. Nov 2009, 11:14

Die caches, die ich bisher in besagten bauminseln gefunden habe, waren immer Final von Mysteries. Zu sehen gab es da in der tat nix.

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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von iceman_gk » Mi 25. Nov 2009, 12:44

hm, also ich muss schon sagen, dass ich in dem Artikel keine Verbindung zu Feldern oder Wiesen finden kann. Ok das ist zwar die Rede von einem Feld, aber das ist zum Anklicken.

Ich weis jetze nicht was für einen vergleich ich besser finden soll, den mit Pfadfindern oder mit Holzdieben.......

Heißt das jetzt, das wenn man als Pfadfinder nen Orientierungslauf oder ähnliches im Wald macht ist das ok aber geocachen nicht !?

Oder heißt das Geocacher kommen immer mit riesen Rucksächen an um haufenweise Holz aus dem Wald zu schleppen.

Also warum Geocacher und Jäger aneinander geraten kann ich mir schon vorstellen. Wenn ich ewig auf dem Hochsitz bin und dann kommt da ne laute Meute lang wäre ich bestimmt auch nicht begeistert.

Also für den Holzlandwirt, oder wie das genau heißt, kann ich es nur nicht vorstellen, was die Geocacher für ein Problem sein können. Ich muss sagen, ich habe noch nie einen Cache gesehen, für den Neubepflanzungen oder ähnliches durchquert werden mussten.

Und mal ganz ehrlich die graßen Bäume können es schon ab wenn mal jemand über ihre Wurzel stolpert.

Zu den Caches im Feld kann ich nur sagen. Ja es gibt sie. Ich habe zwar noch keinen gemacht aber ich denke ich werde mal einen machen. Nur was ich immer sage es gelten 2 wichtige Grundsätze:

1. Soziale Kompetez
2. Erst denken dann handeln

(Diese beiden Punkte sollten auch für sogenannte Ratschläge gelten die in irgendwelchen Agarmagazinen abgedruckt werden. Denn um den Schatz zu suchen muss man sich eh anmelden und dann könnte man ja auch Kontakt aufnehmen anstatt die Ars****nummer abzuziehen. Wenn das nicht bringt, dann halt auf die harte Tour aber erst mal Reden -> SOZIALE KOMPETENZ!)

Denn nach der Ernte wird es warscheinlich egal sein, am Besten im Winter bei gefrorenem Boden. Dann sollte es keine Probleme geben. Dann warte man halt was auf den Cache!

Aber jeder der dem Bauern die Saat niedertrampelt sollte ne saftige Anzeige kriegen.

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Teddy-Teufel
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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von Teddy-Teufel » Mi 25. Nov 2009, 13:57

iceman_gk hat geschrieben:Wenn ich ewig auf dem Hochsitz bin und dann kommt da ne laute Meute lang wäre ich bestimmt auch nicht begeistert.
Es ist schon so wie Huzzel geschrieben hat, den Kindern wird nicht mehr so wie früher, der Respekt vor dem Acker beigebracht. Früher hieß es: Trampelst Du eine Ähre nieder, bekommst Du ein Brot weniger. Das ist zwar übertrieben sollte aber den nötigen Respekt vermitteln.
Und auch noch aus unserer Kinderzeit: Im Wald hat man sich ruhig zu verhalten, kein Schreien oder sonstigen unnötigen Lärm machen, weil hier die Tiere wohnen. Das bringen aber heute die Eltern ihren Kinder nicht mehr bei.
So, jetzt könnt ihr sagen, das ist ja alles alt. Stimmen tuts trotzdem aber keiner hält sich mehr dran. Für lautstarke Nachtcacherhorden gibts ja nun wirklich kein Verständnis oder sind sie so laut weil sie im Dunkeln Angst haben :???: .
Und noch was zu den Inseln, kommen wir in eine solche Situation, dann gehts zurück und im Herbst erfolgt der zweite Anlauf. :p
Es gibt Cacher, bei denen gingen dem lieben Gott wohl die Zutaten aus! :lachtot:
Moin, moin! Achim

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Re: Landwirte genervt durch Schatzsucher

Beitrag von argus1972 » Mi 25. Nov 2009, 14:16

Heißt das jetzt, das wenn man als Pfadfinder nen Orientierungslauf oder ähnliches im Wald macht ist das ok aber geocachen nicht !?
Die machen den aber nicht jeden Tag, trampeln nicht um suboptimale Verstecke herum alles platt und haben einfach ein gutes Image als Naturfreunde.

Wir sind nur Bekloppte, die mit teuren Geräten blöde Plastikdosen suchen, alles zerstören, Fledermäuse fressen, mit Seilen und Karabinern die Bäume schädigen, Schrauben und Nägel in die Stämme hauen, Bänke im Wald mit Farbe beschmieren, das Wild aufscheuchen, blödsinnig parken, oder gleich mit dem Stadtpanzer auf den Wanderweg fahren ... - offen gesagt, das Image ist nicht ganz abwegig und aus der Luft gegriffen!
Es sind zwar nur Einzelfälle, die solche Sch..... bauen, aber die fallen darum um so mehr auf. Dann den Bogen zu schlagen von "Ich habe da einen gesehen..." zu "die sind alle so", ist nur ein kleiner Schritt.
Jeder lässt schließlich nur das gelten, was er kennt und was seinen eigenen Interessen dient.
1. Soziale Kompetez
2. Erst denken dann handeln
Meine Rede! :2thumbs:
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