Was machen die Töpfe im Wald?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Beitrag von º » Mi 10. Aug 2005, 23:55

Zu den zerstochenen Reifen:

Das ist mein Cache und dementsprechend gut kenne ich den Wald. 3 Jägern bin ich da schon begegnet und die waren ... nun ja ... jeweils kein Vorzeigegeselle der Gilde:

- Der erste wollte mich am hellichten Tag (!) ausm Wald herauskomplimentieren mit dem Hinweis, dass das Wild ja geschont werden muss. Ich hab ihm dann gesagt, dass mir dass scheissegal ist und ich am Tag so viel durch Wald radel wie ich lustig bin - ich fahr ja nicht querfeldein sondern auf den Wegen. Das Gespräch war an der Stelle zu ende weil ich weitergeradelt bin.

- Nr. 2 hab ich mitten in der Nacht getroffen - auf einem Weg. Der war ziemlich aufgebracht, weil ich da so mitten in der Nacht durch den Wald geradelt bin. Hier hab ich mir nur gedacht "So ein Idiot" und bin schweigend einfach weitergeradelt. Seine anfängliche "Freundlichkeit" hat mich nicht dazu veranlasst mit ihm zu reden.

- Und beim dritten war's auch nett: Ich kam nach einer längeren Tour zurück zum Auto und da hatte der nette Kerl sich quer auf den Weg gestellt, so dass ich in seinen Augen unmöglich da raus komme. Ich nehme mal an dass er einen Streit vom Zaun brechen und mich belehren wollte, aber ein 2er Golf kann auch 10m über eine ganz normale Wiese fahren

>> Sorry die Annahme, dass die Reifen ein Jäger gekillt hat ist an der Stelle genauso berechtigt wie irgendwelche Dorfdeppen.
Das soll hier aber keine Pauschalverurteilung von Jägern sein: Ich hab oft genug auch welche getroffen, die das mit dem Geocachen lustig fanden oder einfach ganz freundlich waren. Die drei oben hab ich eben im besagten Derchinger Forst getroffen.


Zu den Abprallern/Querschlägern:
Zumal, auch wenn Du nicht unmittelbar getroffen wirst, so sind Abpraller oder Geschoßreste genauso gefährlich.
Die Kraft eines durchschnittlichen Jagdgeschoßes lässt sich z.B. daran erkennen, dass wenn es im Idealwinkel abgeschossen, erst nach ca. 5.000m wieder auf der Erde ankommt.
Darum sind solche Äußerungen mehr als verantwortungslos.
Die Kaliber die da teilweise bei der Jagd verwendet werden, sind deutlich größer als der Krempel vom Bund. 7.62x51mm ist Kindergeburtstag dagegen (theoretische Schußreichweite 3500m). Da macht das schöne Peng richtig hässliche Löcher evtl. auch durch Sekundärsplitter ...



@Holger:
Danke für die Zeit, die Du Dir hier nimmst :wink:
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Beitrag von HerrK » Do 11. Aug 2005, 00:48

Das ist einfach typisches "Bauernverhalten"...im doppelten Sinne! :lol: :wink:

Ich wohne ja auch etwas ländlich und habe in meinem Leben schon viel Kontakt mit echten Bauern (die meistens auch Jäger sind) gemacht,
die glauben doch wirklich der Wald wäre nur für sie gewachsen
und würden Dir am liebsten ein Loch in die Kniescheibe schießen wenn Du auch nur einen Meter auf ihrem Grund stehst. :x :roll:

Wenn ich da den einen Gestörten im Jagd.de Forum lese...stellt sich an weil ein Hund auf seine 2 Hektar Heuwiese kackt....Leute gibs. *unfassbar*

Leid tun mir nur all die anderen vernünftigen Jäger,
die durch solche dummen Kommentare sehr wahrscheinlich mit in einen Topf geschmissen werden.

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Beitrag von Team-Crossgolf » Do 11. Aug 2005, 00:56

HerrK hat geschrieben:Wenn ich da den einen Gestörten im Jagd.de Forum lese...stellt sich an weil ein Hund auf seine 2 Hektar Heuwiese kackt....Leute gibs. *unfassbar*


Das ist aber ein ernstzunehmendes Problem. Mein Onkel ist auch Landwirt (Bauer klingt so dämlich). Hunde tragen einen Virus in sich, der bei trächtigen Kühen eine Frühgeburt oder auch krankhafte Veränderungen am Kalb hervorrufen kann.

Der Virus wird über das Futter aufgenommen und an das Kalb weiter gegeben. Bricht der Virus beim Kalb nicht aus, trägt das Kalb aber diesen dennoch in sich und kann Ihn wiederum weitergeben.

Dieses Problem ist überhaupt nicht zu verachten. Also nehmt den Hundekot mit, oder bleibt aus den Landwirtschaftlichen Wiesen draussen - weil das muss nicht sein.

Grüße,

Dietmar

PS: Hier der Link
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Beitrag von HerrK » Do 11. Aug 2005, 01:03

Mag sein, nur das er nichts von Viehzeug geschrieben hatte.

Habe schon selbst erlebt als ich von Feier mit dem Rad nach Hause bin
und unterwegs für kleine Königspinguine musste...mitten auf dem Feld (Zuckerrüben, Korn)...das da ein Bauer mit seinem Traktor angefahren kam und mich runtergeputzt hat wieso ich auf seinen Acker pisse...ich natürlich Wiederworte...er würde gleich die Polizei rufen...Hallo!? :roll: *kopfschuss*

PS: Und ich habe nur auf die Erde gepisst...nicht auf die Rüben. :wink:

EDIT: Merke gerade ich komme vom Thema ab...von Jägern war ja die Rede.

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Beitrag von Team-Crossgolf » Do 11. Aug 2005, 01:25

HerrK hat geschrieben:Mag sein, nur das er nichts von Viehzeug geschrieben hatte.

Habe schon selbst erlebt als ich von Feier mit dem Rad nach Hause bin
und unterwegs für kleine Königspinguine musste...mitten auf dem Feld (Zuckerrüben, Korn)...das da ein Bauer mit seinem Traktor angefahren kam und mich runtergeputzt hat wieso ich auf seinen Acker pisse...ich natürlich Wiederworte...er würde gleich die Polizei rufen...Hallo!? :roll: *kopfschuss*

PS: Und ich habe nur auf die Erde gepisst...nicht auf die Rüben. :wink:

EDIT: Merke gerade ich komme vom Thema ab...von Jägern war ja die Rede.


Bevor es zurück zum Thema geht - ich mag's auch nicht, wenn jemand in meinen Garten pinkelt - Du etwa :wink:
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Beitrag von Starglider » Do 11. Aug 2005, 01:29

Der Infektionsweg über Hundekot bei Neosporose ist bisher nicht wissenschaftlich bewiesen. Auch hierzu gerne ein Link.

Wenn Neosporose über Kot verbreitet wird, dann frage ich mich allerdings warum gewisse Leute trotzdem noch die Scheisse von möglicherweise infizierten Rindern in die Landschaft spülen (dürfen).
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Beitrag von HerrK » Do 11. Aug 2005, 03:47

TEAM-CROSSGOLF hat geschrieben:Bevor es zurück zum Thema geht - ich mag's auch nicht, wenn jemand in meinen Garten pinkelt - Du etwa :wink:


Wenn Du Dich zum Bierchen trinken & grillen auf ein Rübenfeld setzt - Nein, dann hätte ich auch nicht gerne wenn dort jemand hinschiffen würde! :mrgreen: :wink:

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Beitrag von wutzebear » Do 11. Aug 2005, 06:47

TEAM-CROSSGOLF hat geschrieben:Das ist aber ein ernstzunehmendes Problem. Mein Onkel ist auch Landwirt (Bauer klingt so dämlich). Hunde tragen einen Virus in sich, der bei trächtigen Kühen eine Frühgeburt oder auch krankhafte Veränderungen am Kalb hervorrufen kann.

Eigentlich OT, aber das kann man nicht ganz unkommentiert stehenlassen.

Die gleiche Diskussion ging vor kurzem hier durch die lokalen Medien, und in deren Verlauf kam dann aber auch raus, dass nur ganz wenige Hunde überhaupt Ausscheider dieser Viren sind, und zwar die, die kurz vorher infiziertes Fleisch roh gefressen haben. Und seither ist zumindest von Bauernseite nichts mehr zu dem Thema zu hören, vorher sollten schon sämtliche Wiesen für Hunde gesperrt werden. Stellungnahme zu der Virenproblematik

Oops, Starglider war schneller mit dem Link.
"In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
Kurt Tucholsky

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die Jägers

Beitrag von Holger » Do 11. Aug 2005, 16:09

Hallo,

das ist wohl unverschämt Dich am helllichten Tag aus dem Wald jagen zu wollen, und dann auch noch mit so einer bekloppten Begründung.
Zumal Du ja nicht querfeldein geradelt bist.

Nr. 2 (Nacht)könnte man noch verstehen, aber es ist die Art, wie er es rüberbringt.

Beim dritten verstehe ich nicht, wer oder was sich quer gestellt hat.
Blockierte er den Waldweg mit seinem KFZ?
Dann ist es Nötigung.
Das muß man solchen Typen auch mal sagen.

Unter diesen Aspekten wäre es natürlich schon möglich, dass irgendeiner von den
dreien die Reifen abgestochen hat.
Zumal somit Dein Fahrzeug bekannt war.
Allerdings ist so was unter aller S… und kann von der Jägerschaft nicht gutgeheißen werden.

Zitat:
Die Kaliber die da teilweise bei der Jagd verwendet werden, sind deutlich größer als der Krempel vom Bund. 7.62x51mm ist Kindergeburtstag dagegen (theoretische Schussreichweite 3500m).
Da macht das schöne Peng richtig hässliche Löcher evtl.auch durch Sekundärsplitter

Die .308 oder metrisch 7.62x51mm ist eine Mittelpatrone, also sehr gebräuchlich auf der Jagd, also nix Kindergeburtstag.
Sicher eine .700 Nitro Express ist schon ne halbe Flak, aber in deutschen Gefilden nicht sinnvoll einsetzbar.
(Unterschied Trabbi zu Mondrakete)

Nicht nur die Größe einer Patrone ist über ihre Leistung entscheidend, sondern es gibt noch andere Faktoren, wie Pulversorte, Zündhütchen etc.
Aber auch eine .308 erreicht die 5.000,- Meter.
Voraussetzung ist eben der ideale Abschusswinkel, wobei es natürlich verboten ist in´s hohe Licht zu schießen.
Sind ja nicht bei der Artillerie. :D


Die richtig hässlichen Löcher kommen nicht von Sekundärsplittern, sondern bei Jagdgeschoßen handelt es sich um Teilmantelgeschosse, d.h. die Spitze ist vorne offen.
Der Effekt ist der, eines Dumdum – Geschoßes.
Das hat nichts mit der Perversion der Jäger zu tun, sondern es ist gesetzlich so geregelt.

Der Grund dafür liegt darin begründet, dass sollte ein Treffer nicht gut sitzen und somit nicht zum unmittelbaren Tod führt, MUß gewährleistet sein, dass das Wild auffindbar ist.
Und das ist am einfachsten mit einem Hund und einer entsprechenden Blutspur zu bewerkstelligen.
Damit soll in erster Linie die Möglichkeit gegeben sein, leidendes Wild so schnell als möglich zu erlösen.
Und als Nebeneffekt kann man das Wildfleisch dann evtl. immer noch verwerten.
Wobei der erste Grund absolut vorrangig ist.
Dazu kommt, daß Vollmantelgeschoße stärker abprallen und zum Quer-
schläger werden.
Und das in der freien Landschaft.
Uiuiui

Aber genau aus dieser Zerlegungsbereitschaft eines Jagdgeschosses heraus, ist ein Spruch, wie „Schuß vor den Bug“ einfach unverantwortlich.
Zumal es Fälle gab, wo ein weibliches Reh erlegt wurde, und ein 8m entfernter, seitlich versetzt stehender Bock, erwischte es gleich mit, weil ihm Geschoßreste in den Kopf eindrangen.
Vielleicht zeigt dies die Brisanz einer solchen Äußerung.

@HerrK

Zitat:
Wenn ich da den einen Gestörten im Jagd.de Forum lese...stellt sich an weil ein Hund auf seine 2 Hektar Heuwiese kackt....Leute gibs. *unfassbar*

Nun, wie immer ist es die Art, wie man etwas rüberbringt.

Allerdings fehlt in Bezug auf Deine Äußerung wohl das nötige Hintergrundwissen.

Jeglicher Kot von Fleischfressern ist prinzipiell gefährlich, ob mit Neosporose oder nicht.
Dazu kommt, dass viele Naturnutzer nicht wissen, dass es in unsere Kulturlandschaft tatsächlich nur noch wenige Möglichkeiten gibt, sich wirklich frei zu bewegen.
Zudem viele nicht unterscheiden können, zwischen einer landwirtschaftlich genutzten Fläche oder z.B. einer Brache.
Daher kommen auch die ganzen Interessenskonflikte.
Jeder will nutzen, aber respektiert nicht die Rechte der anderen.
Von den Pflichten braucht man meist schon gar nicht sprechen.

Was auch nie bedacht wird, daß diese Wiese dem Landwirt gehört und
er dadurch einen Anspruch auf Unterlassung hat.
Man muß doch nur daran denken, wenn es unser eigenes Grundstück
wäre, wie wir uns dann verhielten.
Oder was würdest Du sagen, wenn der Landwirt in Deinen Garten
sche......
Da wäre meist ruckzuck die Polizei da.

Zitat:
Wenn über Kot verbreitet wird, dann frage ich mich allerdings warum gewisse Leute trotzdem noch die Scheiße von möglicherweise infizierten Rindern in die Landschaft spülen (dürfen).
Grundsätzlich ist der Kot von Fleischfressern gefährlich, da z.B. der Hund auch als Endwirt bei der Neosporose dient.
Der Infektionsherd Kothaufen ist einfach viel konzentrierter, als wenn Du unter mehreren 1000 Litern Rinder – Pipi :lol: einige Erreger suchen müsstest.

Hier ein Link:
http://www.bfav.de/organisation/ifed/kr ... pora1.html

Ein anderes Problem von Kot ist, dass wenn sich dieser später z.B. im Heu oder im Grünschnitt befindet, man oft das ganze Geraffel „entsorgen“ kann, da die Rinder dieses Zeug nie aufnehmen würden.
Ist aber auch empfindlich das Vieh. :D

Naja, also das ist wirklich behämmert, wenn man nicht mal mehr in die Landschaft pinkeln darf.
Da hört´s echt auf.
Hauptsache gemotzt, einen anderen Hintergrund kann man in diesem Fall nicht erkennen.

Gruß

Holger

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Re: die Jägers

Beitrag von Starglider » Do 11. Aug 2005, 16:20

Holger hat geschrieben:Voraussetzung ist eben der ideale Abschusswinkel, wobei es natürlich verboten ist in´s hohe Licht zu schießen.

Das ist beruhigend. Allerdings fanden wir beim Nachtcachen vor kurzem so eine Art privaten Freiluft-Schießstand:

Eine kleine Lichtung auf einem Bergrücken auf 300 m Höhe.
An einer Stirnseite ist ein Hochsitz und genau gegenüber am Waldrand ein Baumstumpf mit diversen Einschußlöchern, umgeben von einigen perforierten Bierdosen.
Direkt dahinter fällt der Hang zwar stark nach unten ab und da ist auch kein Forstweg, aber nach ca. 360 Metern kommt genau in Schußrichtung der nächste Bergrücken. Der ist dummerweise ca. 30 Meter höher und da sind einige Forstwege genau im Schußfeld...
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