Was machen die Töpfe im Wald?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Holger
Geonewbie
Beiträge: 7
Registriert: Di 9. Aug 2005, 17:54

Freiluft Schießstand

Beitrag von Holger » Do 11. Aug 2005, 17:23

Hallo,

also das ist nicht nur auch eine schlechte Werbung für die Jäger, wenn man die beschossenen Bierdosen stehen läßt.

Sondern es ist v.a. gefährlich, denn Voraussetzung für einen sicheren Schuß ist, daß ein Kugelfang vorhanden sein muß.

Der Jäger hat die Möglichkeit einige wenige Schüße auf z.B. eine Zielscheibe oder wie in diesem Fall Bierdosen abzugeben.
Wobei ich eine Zielscheibe bevorzugen würde.

Diese Schußabgabe darf aber nur im Rahmen dessen erfolgen, daß
die Waffe bezüglich ihrer Treffpunktlage überprüft werden soll.

Das kann der Fall sein, wenn z.B. die Waffe umgefallen ist und damit
gerechnet wird, daß sich das Zielfernrohr verstellte.
Oder eine Waffe wurde seit längerem nicht genutzt und man ist sich nicht sicher, mit wieviel Hochschuß oder überhaupt, die Waffe eingeschossen wurde.
Für solche Fälle sind solche Freiluft - Schießstände gedacht.

Es sollte selbstverständlich sein, daß der Jäger diese Dosen danach aber wieder mitnimmt.
Was sicher nicht zuviel verlangt ist.

Gruß

Holger

Werbung:
Benutzeravatar
radioscout
Geoking
Beiträge: 22748
Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Wohnort: Aachen

Beitrag von radioscout » Do 11. Aug 2005, 18:00

Vermutlich waren es irgendwelches "Kids", die mit Vaters Flinte etwas "Spaß" haben wollten.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

RSG
Geowizard
Beiträge: 1306
Registriert: So 17. Jul 2005, 17:07
Wohnort: daheim

Beitrag von RSG » Do 11. Aug 2005, 18:05

WAs ich ja nun gar nicht glauben mag ... :?

radioscout hat geschrieben:Vermutlich waren es irgendwelches "Kids", die mit Vaters Flinte etwas "Spaß" haben wollten.
Gruß R S G

Holger
Geonewbie
Beiträge: 7
Registriert: Di 9. Aug 2005, 17:54

Flintenkids

Beitrag von Holger » Do 11. Aug 2005, 19:18

Hallo,

also wer seine Kids mit der Flinte im Wald rumballern läßt,
muß gewaltig einen an der Klatsche haben.

Wenn da was passiert, wirst Du Deines Lebens nicht mehr
froh.

Verletzungen auf Nahdistanz mit einer Flinte sind verheerend.
Bei einem Büchsengeschoss kannst Du Glück haben, und
es geht aufgrund der hohen Anfangsgeschwindigkeit glatt
durch.
Trotz Teilmantel.

Aber eine Flinte reißt besonders auf die Nähe irrsinnige Löcher.

Ich habe da schon Bilder gesehen, da bin ich brechen gegangen.

In diesem Zusammenhang wäre interessant zu wissen, wie weit
Hochsitz und Blechdosen auseinander waren.

Gruß

Holger

Benutzeravatar
mattes + paulharris
Geomaster
Beiträge: 773
Registriert: Di 31. Aug 2004, 19:21
Wohnort: Dortmund

Beitrag von mattes + paulharris » Do 11. Aug 2005, 19:36

Also um auch mal was zur Ehrenrettung der Jagdausübungsberechtigten und der aufsichtsführenden Behörden loszulassen:
Mir (PaulHarris) sind kraft meines Jobs nur wenige bis keine Strafverfahren gegen Jäger bekannt z.B. wegen Nötigung, Bedrohung etc.
Ich unterstelle dabei allerdings, daß bei massiver Belästigung durch Jäger Anzeige erstattet werden würde. Wer mit einer Schußwaffe oder auch nur markigen Sprüchen eingeschüchtert wird oder wem sonst Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Jagdausübung auffallen, sollte sich nicht scheuen, das bei der Polizei anzuzeigen. Zu ermitteln, wer für ein bestimmtes Revier jagdausübungsberechtigt ist, gehört zu den leichtesten aller Übungen.

Wie Holger schon schrieb, sind der teuer und nach einer relativ schwierigen Prüfung erworbene Jagdschein UND die teueren Waffen ratz fatz weg. Die Mitarbeiter der Behörden sind da nicht so schlafmützig, wie es Beamten allgemein nachgesagt wird! Ich habe mich z.B. mal über einen Jäger beschwert und der Sachbearbeiter der Aufsichtsbehörde hat mich abends sogar zu Hause angerufen, um den Sachverhalt nochmal genau abzuklären. Und Staatsanwälte lieben nichts mehr als anderen Leuten scharfe Waffen wegzunehmen, der "Stubendurchgang" ist bei der auch nur andeutungsweisen Erwähnung, jemand könne mit scharfen Waffen unberechtigt oder unsachgemäß umgehen, obligatorisch.
Bild

arbalo
Geomaster
Beiträge: 859
Registriert: Fr 28. Jan 2005, 13:53
Wohnort: euskirchen + owl

Beitrag von arbalo » Do 11. Aug 2005, 21:19

hier mal meine 2 cent.

hundekacke auf weide:

ich bin jahrelang im tierheim köln-dellbrück als hundepate unterwegs gewesen. das tierheim liegt in einem wald mit 2 angrenzenden wiesen / weiden. die weide ( wie der name sagt ) war eingezäunt und es befanden sich butterhirsche drauf.

die wiese durfte per pachtvertrag von uns gassigängern benutzt werden, trotzdem wurde einmal im jahr heu gemacht, für die butterhirsche wenn sie im winter in stall sind. ich denke der landwirt hätte dies dem tierheim nicht gestattet die hunde dort auszuführen, wenn gefahr für leib und leben seiner kühe bestanden hätte :?: :!:


begegnungen mit jägern:

ist zwar schon ein paar jahre, da bin ich eine hochsitz hochgeklettert, der mit ( wohn )kanzel bestückt war. als ich fast oben war, öffnete sich die einstiegsluke und der jägersmann hilet mir seine schusswaffe unter die nase. er wollte dann meinen perso sehen und erzählte, was von leuten die die die ansitze regelmässig beschädigen würden. da ich ihm aber versichern konnte, aus reiner neugierde doch hoch geklettert zu sein und es niewieder zutun :arrow: war alles gut.

war übrigens ganz schön doof von mir, der jeep mit dem "fremden" kennzeichen war zuvor noch aufgefallen :roll:

alex
smilodon überlebender.

Benutzeravatar
Kugelberg
Geocacher
Beiträge: 21
Registriert: So 17. Jul 2005, 19:02

Beitrag von Kugelberg » Do 11. Aug 2005, 23:45

Nun auch mal mein Senf:
Ich finde es klasse, Holger, wie ausführlich Du hier Auskunft gibst. Du trägst glaube ich sehr dazu bei, daß das Bild, was letztjährig auf jagd.de abgeben wurde ein wenig verschoben wird.
Ich habe mir mal die Zeit genommen und auf wild-web.org sämtliche von Gaby initiierten Threads durchgelesen und habe gestaunt, wie freundlich und sachlich sie fast durchweg behandelt wurde. Die Idioten scheinen unter den Jägern - Gott sei Dank - doch eher in der Minderzahl zu sein.

Den privaten Schießstand, den Starglider beschrieben hat, habe ich auch schon unter den Füßen gehabt. Zumindest einen, auf den seine Beschreibung paßte, weshalb ich glaube, wir meinen den selben. Da war die Distanz zwischen Hochsitz und 'Bierdosenbaumstumpf' vielleicht 50m auf abfallendem Gelände, wobei es dann vielleicht 20m hinter dem Baumstumpf steiler abfiel. Dort sah es eher nach wildem Geballer denn nach Treffpunktlagenüberprüfung aus. Aber was will man in einem solchen Fall machen? Merkt der Betroffene das Menschen in der Nähe sind, wird er wahrscheinlich keine Sciheßübungen veranstalten, und ist keiner da, kann ihm auch keiner nachweisen, das er nicht doch evtl. auf Wild geschossen hat.

Grüße,
Olli

Holger
Geonewbie
Beiträge: 7
Registriert: Di 9. Aug 2005, 17:54

von Hunden und Jägern

Beitrag von Holger » Fr 12. Aug 2005, 16:54

Hallo,

also als Futter wird er das „Heu“ kaum verwendet haben.
Vielleicht als Streu, wobei ich das, aus besagten Gründen für ziemlich übel halte.
Aber diesen Landwirt als allgemeines Beispiel darzustellen ist sicher falsch.
Denn auch hier gibt es schwarze Schafe, die für ein paar Euro ihre Großmutter
verkaufen würden.
Möchte nicht wissen was Veterinäre dazu sagen würden.

Zitat:
öffnete sich die einstiegsluke und der jägersmann hielt mir seine schusswaffe unter die nase. er wollte dann meinen perso sehen und erzählte,

Die Personalien darf er nicht verlangen, es lag keine Straftat vor.
Und das mit der vorgehaltenen Waffe ist einfach grob fahrlässig. :x

Wollen wir mal hoffen, dass die Schusswaffe nicht geladen war.
Obwohl es auch im ungeladenen Zustand ein Hammer ist.
Ich würde niemals wissentlich eine Waffe auf einen Menschen richten,
nicht einmal im „Spaß“.
Zu oft wurde vergessen, dass noch eine Murmel im Lauf ist.
Selbst erlebt auf der Wache beim Bund.
Der „Spaß“ war dann tödlich. :cry:

Selbst wenn seine Kanzeln regelmäßig beschädigt werden, rechtfertigt das
niemals den Gebrauch einer Waffe.
Was ist so einen Sch…kanzel wert im Gegensatz zu einem Menschenleben.
Da verstehe ich einige meiner „Clubkameraden“ nicht.
Es ist wirklich ein Problem, dass mancher Jäger sein Jägerdasein, wirklich zu ernst nimmt.

Wenn ich bedenke, wie mancher Jäger drauf war, bevor er den Jagdschein
hatte.
Kein Vergleich.
Vor dem Jagdschein: kaum aufgefallen in der Gesellschaft
Nach dem Jagdschein: arrogant und großkotzig.

Aber das ist halt so: „ich bin nichts, ich kann nichts, gib mir ´ne Uniform.
Auch wenn es keine konkrete Vorschrift für Jagdbekleidung, wird man
in seinem Jagdoutfit doch rasch als Jäger erkannt.
Und somit kann man von Uniform sprechen.

@Olli

Vielen Dank für die Blumen.
Mir ist es einfach wichtig zu zeigen, dass nicht alle Jäger gleich sind.
Darum halte ich auch mit unangenehmen Wahrheiten hinterm Berg.
Denn mit so was können z.B. Jagdgegner gut Halbwahrheiten verbreiten
und Stimmung machen.

Bei dem Freiluft Schießstand könnte es sich wirklich um einen Flintenschießstand handeln, wobei die Distanz von 50m gerade die maximale Weite für Schrot darstellt.

Vielleicht ist es auch Kleinkaliber.
Einfach mal im Baumstumpf popeln, da würden sich dann Projektile finden lassen.

Aber wer weiß, was dort getrieben wird.

Zitat:
Merkt der Betroffene das Menschen in der Nähe sind, wird er wahrscheinlich keine Sciheßübungen veranstalten, und ist keiner da, kann ihm auch keiner nachweisen, das er nicht doch evtl. auf Wild geschossen hat.

Nun im Wald ist es recht schwierig immer rechtzeitig zu merken, ob jemand in der Nähe ist.
Und wenn er auf Wild schießt trifft er auch mal, d.h. dies wäre mit einem guten Jagdhund nachweisbar.

Was aber viele nicht glauben wollen, JEDER Schuß im Wald wird gehört und registriert.
Das muß noch nicht mal ein Jäger sein, da bekommt man Nachricht von Jagdinteressierten, Waldarbeitern, Landwirten, Spaziergängern etc, die anrufen und fragen: „hast Du geschossen.“

Selbst fremde Fahrzeuge im Wald werden gemeldet.
Also so einfach ist es nicht im Wald etwas unberechtigtes zu treiben.
Da gibt es viel mehr Augen und Ohren als man sich vorstellen kann.

Gruß

Holger

Benutzeravatar
pen²
Geocacher
Beiträge: 66
Registriert: Sa 9. Apr 2005, 20:31
Wohnort: Bayreuth

Beitrag von pen² » Mo 15. Aug 2005, 14:49

auch wenns jetzt etwas zusammenhanglos ist, es fiel mir nur bei den div. Schuss-Stories auf... Bin ich der einizige, der beim Nachtcachen so eine rote Warnweste trägt (die, die es für 1-2 EUR an den Tankstellen gibt, weil in Italien u.a.Ländern vorgeschrieben)?
BildBild

Benutzeravatar
HerrK
Geomaster
Beiträge: 781
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 07:28
Wohnort: Cologne
Kontaktdaten:

Beitrag von HerrK » Mo 15. Aug 2005, 16:07

@ pen²:
Da machst Du wohl das einzig richtige...zumindest was Nachtcaches angeht.
Das blöde an uns Cachern...wir wollen ja unbemerkt bleiben...Teufelskreis! :?

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder