Mili, Zivi oder erfolgreich nix gemacht?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Warst Du beim Bund?

Ich geb's zu - ich war da
94
45%
Mit Waffe? Ich? Ne Zivi war schon besser
46
22%
Bei Feuerwehr/THW/... isses auch ganz nett
20
10%
Ha! Erfolgreich komplett drum gedrückt
34
16%
Als Mädel mach ich so Kindereien nicht mit
8
4%
steht mir noch bevor
5
2%
 
Abstimmungen insgesamt: 207

familysearch
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Beitrag von familysearch » Do 23. Feb 2006, 10:14

Zivi im Krankenhaus, ist aber schon so lange her, dass es eigentlich nicht mehr wahr ist.
Seinerzeit noch mit Gewissensinquisition, bei der ich prompt - da Verweigerung politisch - und nicht religiös - begründet - durchgefallen bin. Glücklicherweise entfiel dann plötzlich die Gewissensprüfung, sonst hätte ich zwischen Bund oder Knast entscheiden müssen/dürfen.
Heute arbeite ich freundlich mit Russen und ehemaligen DDR-Bewohnern zusammen, die ich damals im Konfliktfall hätte erschießen sollen.
Gerade diese Gewissensprüfung ist mir als einschneidendes Erlebnis in bleibender Erinnerung, die vermutlich prägende Auswirkungen auf die Entwicklung eines "kritischen Bewußtseins" hatte.
In Hinsicht auf die Integration kritischer Geister und die Rekrutierung staatstragender Bürger war die Gewissensprüfung auch in der Nachschau hochgradig kontraproduktiv.
Kritische Grüße
familysearch

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such Bär
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Beitrag von such Bär » Do 23. Feb 2006, 10:32

HAHAHA :D T5 ausgemustert

aber ich hätt mich garnet so anstrengen brauchen. Seit meinem eigentlichen Einzugstermin Herbst 2003 werdem eh nur noch T1 und T2 genommen.
Bei uns ham alle T3ler schon en Einzugsbescheid gehabt und nen Monat später en Brief gekriegt, das sie doch net kommen müßen wenn sie net wollen, aber sie dürfen natürlich :)

fetzz
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Beitrag von fetzz » Do 23. Feb 2006, 11:17

º hat geschrieben:Off Topic aber egal:Standortübungsplätze sind generell ein militärischer Sicherheitsbereich - vermutlich schon aus allein rechtlichen Gründen und damit ist das Betreten verboten ... aber wen kümmert's :wink:


Tach....
Dann werde ich mich mal als aktiver Anhänger der Intressensgruppe:Landesverteidigung outen.Ich bin SaZ 12 und bekleide den Dienstgrad eines Oberfeldwebels. Ich bin im niederrheinischen Kalkar eingesetzt.
Nun zu dem Zitat: Ein Truppenübungsplatz ist i.d.R. kein Militärischer Sicherheitsbereich (MSB ). Da es es ich nicht um ein Gelände handelt,welches so gegen Eindringen gesichert ist, so das man zum
Überwinden einen Kraftaufwand oder spezielle Fertigkeiten benötigt(Überklettern,Untergraben oder so) und es nicht aktiv bewacht wird.Somit ist es nur ein Militätischer Bereich(MB). Das Unbefugte Betreten allerdings ist bei beiden Bereichen (MSB und MB) verboten und man muss damit rechnen das man wegen Unbefugten Eindringen in einen MB/MSB mittels §128 StPO "Jedermannsparagraph" vorläufig festgenommen werden kann.

Ich wollte nicht klugscheissen oder so,sondenr nur etwas Licht ins Dunkel bringen.

Achja.und bei der Umfrage steht nur:Ich gebs zu,ich WAR da!
Aber ich bin ja NOCH da,da mein selbständiges Handeln seit dem Bund auf nötigste zurückgefahren worden ist,gehe ich jetzt erst mal meinen Spieß fragen,wass ich nun anklicken soll :wink:

hussi
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Beitrag von hussi » Do 23. Feb 2006, 11:24

fetzz hat geschrieben:*schnipp*
Achja.und bei der Umfrage steht nur:Ich gebs zu,ich WAR da!
Aber ich bin ja NOCH da,da mein selbständiges Handeln seit dem Bund auf nötigste zurückgefahren worden ist,gehe ich jetzt erst mal meinen Spieß fragen,wass ich nun anklicken soll :wink:


Der war gut :!: :!: :!: Bild
VG Hussi

geometer42
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Beitrag von geometer42 » Do 23. Feb 2006, 12:12

Hab mal "komplett erfolgreich gedrückt" angekreuzt, obwohl das so nicht stimmt. Aber die Option "Bürger der einzigen wehrpflichtfreien Zone bis 1990 in De" fehlt leider.

Nachdem ich einen Studienplatz in Westberlin erhalten hatte, habe ich mich ordnungsgemäß beim Kreiswehrersatzamt per Postkarte (Bildmotiv: Kontrollratsgebäude der Alliierten) abgemeldet.

Anscheinend war ich aber dermaßen wichtig für diesen Trachtenverein, dass sie mich nach dem Ende des Studiums verfolgten, ohne Mühe und Kosten zu scheuen. Sie hätten es sogar fast geschafft:

Ich arbeitete für eine Firma mit Sitz in Hannover teilweise im Ausland, teilweise aber auch im "Geltungsbereich der Wehrpflicht". Nach vielen erfolglosen Versuchen gelang es der Behörde, mir einen Enberufungsbescheid mit Hilfe eines hinterhältigen "Kollegen" persönlich zuzustellen. Der hätte zwar vor keinem Gericht standgehalten, aber ein Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Zunächst war ich für einige Monate wieder im Ausland, aber bei der nächsten Einreise hätten mich die Feldjäger wohl schon erwartet.

Dank eines guten Tipps meiner Rechtsanwältin blieb mir das erspart: Schon wenige Tage, nach meinem Schreiben an das Kreiswehrersatzamt, in dem ich mitteilte, im Falle meiner Einberufung den sowietischen Stadtkommandanten über den Bruch des Viermächteabkommens zu infomieren, kam die Antwort von der vorgesetzten Dienststelle mit der Bitte nichts zu unternehmen und dem Hinweis, dass der Einberufungsbescheid unverzüglich zurückgenommen wird. Am Ende gab es ein Urteil des Verwaltungsgerichts (geometer42 gegen die Bundesrepublick Deutschland 8) ), das meine Einberufung explizit untersagte. Die Kosten trug die BRD.

Das ist zwar mit Abstand betrachtet eine lustige Geschichte, aber damals fand ich es gar nicht so lustig, von den Behörden verfolgt zu werden.

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jennergruhle
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Beitrag von jennergruhle » Do 23. Feb 2006, 14:57

freyherr hat geschrieben:W 15er 1983/84 Luftwaffe ASOC
ASOC = AirSupportOperationCenter

Cool! Da erklärt auch mal einer, was gemeint ist.
Als Zivildienst-geleistet-Habender kann man das ja nicht immer entziffern.
Mit den ganzen AbKüRzUnGeN, GrOßKlEiNsChReIbUnGen und sonstigem BunDesWehrJarGon kommt ja sicher nur klar, wer selbst mal da war.
Braucht jetzt aber auch keiner mehr nachträglich zu erklären, sonst nimmt das hier überhand :-)

Ich selbst hab das ganze braun-grüne Zeugs nur als Schüler in der damaligen DDR kennenlernen müssen,
als es noch diese Wehr-Übungen gab (Ossis kennen das - gelegentliches durch-die-Gegend-kriechen und auf-Scheiben-rumballern nach der Schule), und in den zwei Wehrlager-Veranstaltungen in der 9. und 11. Klasse.
In der 9. musste ich bei brütender Hitze und Mücken-Kampfangriffen zwei Wochen in so einem Lager in Markgrafenheide bei Rostock durchhalten, im Gelände herumkrauchen und blöde Propaganda-Unterrichtsstunden über mich ergehen lassen.
Da hab ich mir geschworen, alles zu tun um nicht zur "echten" Armee zu müssen. In der elften Klasse im Wehrlager auf dem Darß hatte ich Schwein - ich war der unsportlichste aus der Klasse und hätte nur den Durchschnitt versaut - und wurde in die Küche abkommandiert.
Da bin ich dann gerne eine halbe Stunde vor den anderen Jungs aufgestanden.

Gemustert wurde ich noch 1989 kurz vor der Wende von der NVA (bzw. dem Wehrkreiskommando), und mit Tauglichkeitsstufe drei (?)
wollten die mich nicht sofort haben und meinten, ich solle erstmal studieren gehen.
Dann kamen die Bundis und meinten, sie müssten mich noch mal mustern (wahrscheinlich konnten sie die Sauklaue des DDR-Militärarztes nicht lesen),
und 1992 wollten sie mich mit Reisebüro Y-Tours in den Harz zur Erholung schicken.

Das fand ich nicht so spannend und wollte erst mein Studium beenden. Also hab ich das denen geschrieben, worauf sie meinten, mich dann eben erst nach dem Studium sehen zu wollen.
Fand ich auch nicht lustig, also habe ich den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Ging problemlos durch, und ich sollte mir dann ne Zivi-Stelle suchen. Das Amt für Zivildienst hat mich erst zum DRK geschickt.
Das war ein ganz unfreundlicher Haufen in der Verwaltung da, und ins Kinderheim von denen wollte ich auch nicht - wär einfach nix für mich gewesen. Dann hab ich beim Uni-Klinikum angefragt, und die hatten ne Stelle in der Chirugie für mich.

Da hab ich dann angefangen, bevor ich meine Diplomarbeit schrieb, also mit dem Studium ausgesetzt, um nach dem Diplom gleich ins Berufsleben starten zu können (hat auch gut funktioniert).
Erst war ich vier Monate auf ner Unfallchirurgiestation als "Mädchen für alles", dann neun Monate im OP-Trakt. Vor allem das Letztere war wirklich interessant; wer von Euch hat schon mal live ein menschliches Herz schlagen sehen?

Ich glaub, so hab ichs am Besten getroffen, der Schichtdienst war zwar ne Belastung aber hat meine gelegentlichen Schlafstörungen kuriert.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger

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wallace&gromit
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Beitrag von wallace&gromit » Do 23. Feb 2006, 16:46

Lamo hat geschrieben:So im Nachhinein betrachtet: Ich habe noch nie ein Jahr meines Lebens derartig sinnlos verschwendet! Wenn ich nochmal wählen könnte würde ich auf jeden Fall Zivildienst machen. Meiner Meinung nach mindestens 1000x sinvoller...



Seh ich auch so!

W12er in Regensburg bei der Funkinstandsetzung!

War übrigens Gebirgsjäger. Leider gibts in der Oberpfalz nicht so viele Gebirge die wir erlegen hätten Können! ;-)
Here we all are, born into a struggle, to come so far but end up returning to dust.

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Los Muertos
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Beitrag von Los Muertos » Do 23. Feb 2006, 17:35

Ich war insgesamt 16 Monate im GebSan Rgt in Kempten als Sanitäter und KrKw Fahrer.
Davon 6 Monate als Ausbilder in der Ausbildungskompanie.

Es war eine echt coole Zeit dort und ich würde es sofort wieder machen.
Leider hatte ich damals nicht den geforderten Schulabschluß um mich zu verpflichten,sonst wäre ich wahrscheinlich heute noch in dem Verein.. :roll: :roll:
Bild Bild Bild

JamesDoe
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Beitrag von JamesDoe » Do 23. Feb 2006, 17:52

Ich war auch beim Bund und wäre da geblieben wenn sie mich etwas heimatnäher eingesetzt hätten. Aber die Strecke Bonn <--> Braunschweig war mir einfach zu weit. So habe ich meinen Grundwehrdienst von 04/89 bis 06/90 im 2. Panzerbataillon 24 abgeleistet. Damals brauchte man so viele Leute das man mich T2 gemustert hat.

Schneckenschubser hat geschrieben:Also ich war auch bei der luftwaffe :lol: :lol: :lol: war aber eigentlich easy-going :roll: habe meinen dienst beim RICHTHOVEN JAGDGESCHWADER 71 in WITTMUND als Rettsysmech F4F (ATN7) auf Wittmund-Hafen verrichtet. (4j)


Auf dem Stützpunkt war ich auch mal - ich bin an eine andere Einheit ausgeliehen worden, musste da zwei Wochen mein Dasein bei einer freilaufenden Übung in einem Leo 1 fristen, obwohl ich eigentlich Richt- und Ladeschütze auf einem Leo 2 war. Die Briten haben uns dann von Braunschweig bis nach Wittmund transportiert, da wir für deren Übung das Kanonenfutter bilden sollten. Waren schon einige lustige Sachen die ich erlebt habe.

Als wir an einer Kreuzung mal etwas zurücksetzen mussten um die Bordsteine nicht zu rasieren, hat die Frau hinter uns den Rückwärtsgang rein geprügelt und hat ihrem Benz die Sporen gegeben :D dabei war genug Platz.

Dann sind wir für abgeschossen erklärt worden und musste eine Stunde Pause machen. Da wir mitten auf der Landstraße standen und da fehl am Platze waren, sind wir 100m weiter gefahren in ein Dorf rein und haben vor dem lokalen Tante-Emma-Laden eingeparkt, ihr kennt die Art, 2 Parkplätze direkt vorm Schaufenster. Und Tante Emma hat große :shock: Augen bekommen als da plötzlich ein Leo1 eingeparkt hat. Aber wir habe da auch eingekauft :D .

Lakritz hat geschrieben:Gedient hab ich natürlich 10 Jahre lang bei der isländischen Kavallerie. Sollte genug sein, um ein paar läppische Caches finden zu können. ;)


Hättest Du dafür nicht bei Landesverteidung von Lappland gedient haben müssen :?: :twisted:

Wenn auch beruflich nichts dabei rum gekommen ist (was soll von einem Einsatz als Ladeschütze auch für einen Groß- & Aussenhandelskfm auch hängne bleiben) möchte ich die Zeit nicht missen.

Ich habe viele wirklich witzige Sachen erlebt. Allerdings habe ich noch einen zum Thema SanBereich, denn die mochten mich nicht. Wegen mir hat die ganze Abteilung dort einen auf den Sack bekommen - habe ich mich doch nach 6 Monaten erdreistet zu Fragen wo denn meine Dienstbrille bliebe - denn die steht mir zu und die Werte waren direkt in der ersten Wochen genommen worden. Dabei kam raus das von denen mit mir eingezogenen noch keiner! seine Brille hatte. Das gab so richtig mecker - ruhige Kugel schieben ist ja ok - aber man darf sich nicht erwischen lassen.

Gruß aus Godesberg
Der Vorteil der Klugheit liegt darin,
dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Kurt Tucholsky (1890-1935)

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Sir Hugo
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Beitrag von Sir Hugo » Do 23. Feb 2006, 17:57

Auch ich hab 15 Monate lang das Edelweiss der GebDiv an der Mütze kleben gehabt... GebInstBtl. 8 in Sonthofen. Ist alles in allem keine schlechte Zeit gewesen; habe dort mir Begrtouren angefangen, was ich noch heute gerne mache -> Besonders wenn man auf dem Weg zum Gipfel noch den ein- oder anderen cache heben kann. :wink:
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
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