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Nds: Geocaching und Naturschutz

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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fabibr
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Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von fabibr » So 9. Mai 2010, 10:19

Das Land Niedersachsen fängt an sich für unser Hobby zu interessieren.
So wollen sie es wohl genauer unter die Lupe nehmen, grade zum Thema Naturschutz und auch ein Seminar/Workshop drüber veranstalten.
Veranstaltungs-Nr. 51/2010

http://www.nna.niedersachsen.de/live/li ... _psmand=27
http://www.uhlencacher.de
Nur wer seine ehrliche Meinung im Log schreibt, kann dafür sorgen, dass die Dosenqualität besser wird.

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diltigug
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von diltigug » So 9. Mai 2010, 11:35

Die weltweite Verbreitung des Spiels funktioniert bisher ohne formelle Organisation
(Hervorhebung von mir)

Oh, oh, da bahnt sich was an. Der gute deutsche Naturschutzbeamte fängt an zu überlegen, ob man da nicht etwas offiziell reglementieren sollte. Gar nicht gut.

Ich weiß zwar nicht, an wenn sich diese Tagung richtet, aber es wäre wirklich mal interessant, was da so abgeht. Wäre sicher sinnvoll, wenn der ein oder andere Aktive daran teilnehmen und dann hier berichten könnte.
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Christian und die Wutze
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von Christian und die Wutze » So 9. Mai 2010, 12:55

diltigug hat geschrieben:
Die weltweite Verbreitung des Spiels funktioniert bisher ohne formelle Organisation
(Hervorhebung von mir)

Oh, oh, da bahnt sich was an. Der gute deutsche Naturschutzbeamte fängt an zu überlegen, ob man da nicht etwas offiziell reglementieren sollte. Gar nicht gut.
"Formale Organisation" ist etwas anderes als "offizielle Reglementierung"!
Ein "Dosensucher e.V." mit Clubheim, regelmäßigen Treffen, einem Vorsitzenden, einem Kassenwart, einer Satzung (ganz wichtig)... ist ein Beispiel für eine formale Organisation. Denkt da an Angelvereine, Fußballclubs, Kegelvereine...
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bene66
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von bene66 » So 9. Mai 2010, 13:02

diltigug hat geschrieben:
Die weltweite Verbreitung des Spiels funktioniert bisher ohne formelle Organisation
(Hervorhebung von mir)

Oh, oh, da bahnt sich was an. Der gute deutsche Naturschutzbeamte fängt an zu überlegen, ob man da nicht etwas offiziell reglementieren sollte. Gar nicht gut.
Es gibt leider einen geringen Prozentsatz schwarzer Schafe unter den geocachern, die sich bezügl. Natutschutz falsch verhält, ob aus Unwissenheit, Unüberlegtheit oder Ignoranz. Aufgrund des Erfolges von Geocaching wird diese Anzahl auch immer größer.

Da finde ich es sehr gut, das bei diesem Seminar erst mal ein neutraler Ansatz gewählt wird und nicht sofort alles verteufelt wird - haben wir ja auch schon oft gesehen.

bene66
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Ich führe Statistiken um schöne Cache-Erlebnisse zu haben, aber ich cache nicht um eine schöne Statistik zu haben

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blackbeard69
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von blackbeard69 » So 9. Mai 2010, 20:26

Dann zitiere ich jetzt auch mal:
"Macht es Sinn, durch attraktive Angebote in Schutzgebieten steuernd zu wirken?"
Das interpretiere ich als "Der Förster oder die Naturparkverwaltung legt eigene Geocaches oder sucht den Kontakt zu Geocachern, die das in Absprache tun."

Das ist an sich nichts anderes als Wandervereine tun. Die markieren ihre Wanderwege auch nicht einfach quer durch die Natur, sondern in Absprache mit den Ämtern. Bloß haben dort die Ämter halt den Verein als konkreten Ansprechpartner, das ist der Unterschied zum Geocachen. Bei letzteren muss der Owner bei einem Problem einzeln kontaktiert werden und wenn ein regelwidriger Cache (zum Beispiel mitten im NSG, 100m vom nächsten Weg entfernt) verschwindet, gibt es keine Garantie, dass am nächsten Tag ein Anfänger seine neue Dose an genau die Stelle legt. Ein Verein würde letzteres intern verhindern, einfach dadurch, dass nicht jedes Mitglied eigenverantwortlich Vereins-Wanderwege markieren darf. Das ist die Position, die ein Amt aus langjähriger Erfahrung kennt, und die man sich vermutlich auch bei "den Geocachern" wünscht. Nicht, um Geocaching zu verbieten, sondern weil ein Forstamt für seinen Forst verantwortlich ist und in dieser Eigenschaft Bescheid wissen will, was da abgeht.

Beruflich kenne ich übrigens einen Förster. Er ist Geocaching gegenüber aufgeschlossen, setzt aber auch klare Grenzen (Wegegebot in NSGen, Nachtcaches). Für ihn sind wir eine Interessengruppe von vielen, neben Jägern, Waldeigentümern, Wanderern, Joggern, Nordic Walkern, Mountainbikern, aber auch wildlebenden Tieren. Und deren Interessen muss er alle unter einen Hut bekommen, so dass jeder seinen Spaß haben kann, aber keiner unter den anderen zu leiden hat.

Ich glaube, um so etwas geht es in dem Seminar, und nicht um "etwas zu verbieten" oder neue Gebühren zu erfinden.

Thomas
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von Christian und die Wutze » So 9. Mai 2010, 21:27

blackbeard69 hat geschrieben:...
Exakt genauso habe ich das auch gelesen.
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von SandTor » So 9. Mai 2010, 21:35

Wenn es einer weiß, wie läuft es denn in anderen Ländern? Ist dort geocaching unreglementiert oder auch schon, von welcher Seite auch immer, "überwacht"?

Christian und die Wutze
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von Christian und die Wutze » So 9. Mai 2010, 21:37

In London gab es wohl mal die Aufforderung, Caches einer Behörde (wohl der Polizei) anzugeben, oder zumindest mit denen abzusprechen. (IIRC)
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Schrottie

Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von Schrottie » So 9. Mai 2010, 21:44

diltigug hat geschrieben:
Die weltweite Verbreitung des Spiels funktioniert bisher ohne formelle Organisation
(Hervorhebung von mir)

Oh, oh, da bahnt sich was an. Der gute deutsche Naturschutzbeamte fängt an zu überlegen, ob man da nicht etwas offiziell reglementieren sollte. Gar nicht gut.
Bloße Unterstellung! Hast Du mal darüber nachgedacht, das die Formulierung "bisher" einfach nur genau das wiedergibt, was Fakt ist, nämlich das Geocaching "bisher" ohne formelle Organisation auskommt? Stehtda irgendwo etwas von Plänen oder allein Überlegungen dazu, diesen Zustand zu ändern? Nein, also bitte bei Fakten bleiben!

eigengott
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Re: Nds: Geocaching und Naturschutz

Beitrag von eigengott » So 9. Mai 2010, 22:07

SandTor hat geschrieben:wie läuft es denn in anderen Ländern?
Niederlande: Du brauchst die explizite Genehmigung seitens des Grundbesitzers bzw. der verwaltenden Behörde. Im Wald also meistens der (das? die?) Staatsbosbeheer.

USA: In Nationalparks ist Geocachen flächendeckend untersagt. In vielen State Parks nur mit Genehmigung der jeweiligen Verwaltung, in manchen auch gar nicht. Änliches für Wilderness Areas, Indianerreservate, ... Insgesamt höchst kompliziert und das wird dort auch absolut nicht locker gesehen. Einen guten Einblick wie das in der Praxis aussieht, kannst Du im Profil von Moun10Bike unter dem Tab "Tips on Hiding" sehen.

Kanada: Ähnlich USA, nicht ganz so restriktiv aber auch dort ist Geocachen in etlichen State Parks völlig verboten oder nur mit extra Genehmigung per Cache möglich.

Kurz: Wir können froh sein über die (bislang?) doch sehr einfachen Verhältnisse hier in Deutschland, wo Geocachen fast überall zumindest geduldet wird. Das geht natürlich nur solange gut, wie wir uns an geltendes Recht halten, also z.B. Wegegebot in Naturschutzgebieten/Nationalparks, fernbleiben von Privatgrund usw.

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