Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Jetzt...

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

tootuffcajun
Geocacher
Beiträge: 199
Registriert: Mo 14. Sep 2009, 19:57

Re: Jetzt...

Beitrag von tootuffcajun » Do 3. Jun 2010, 17:35

Sir Hugo hat geschrieben:
Woodcrawlers hat geschrieben:...naja, hat er ihn nun gefunden oder nicht ;-)
Hoffentlich hat er seinen Fund auch ins Logbuch eingetragen?! Korrekt wäre gewesen, wenn Herr Dr. Weigelt ein SBA gelogged hätte....

Ansonsten kann ich der Aktion durchaus eine symphatische Note abgewinnen: Da meldet sich der Herr Doktor vom Amt erst ordentlich mit einem Profil bei groundspeak an, besorgt sich (mutmaßlich) ein GPSr und verlässt sein Büro, um vor Ort nach dem Rechten zu sehen. Danach stellt er die Rückgabe der konfiszierten Dose gegen ein behördlich festgesetztes Entgelt in Aussicht.

Vielleicht hat er ja dabei das geocachen als neues Hobby für sich entdeckt?! :D
Das mit dem SBA hat er bestimmt nur nicht gewusst. :D Sollte man ihm vielleicht mal erklären... :D :D
Aber ansonsten hab ich auch den Eindruck, dass er sich schon entwas in die Materie eingearbeitet hat und finde das auch irgendwie sympatisch. Hätte ja auch einfach nur ne Mail schicken können (soweit eine Mailadresse auf der Dose stand).
Bild

Werbung:
JoergKS(eh.DWJ_Bund)
Geomaster
Beiträge: 961
Registriert: Mi 21. Sep 2005, 10:11
Wohnort: Nahe Kassel

Re: Jetzt...

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Do 3. Jun 2010, 18:15

Nach meiner Meinung ist das Vorgehen von der Nationalparkverwaltung durchaus geeignet,
a) kostensparend für den Owner zu sein, der abseits des Weges eine Dose platzierte, obwohl er es nicht durfte
b) den Dialog zwischen Owner und Nationalparkverwaltung zu fördern.
c) weiterhin Geocaching im Nationalpark betreiben zu können (mit Segen von oben).

Denn wie hier http://rehwald.eu/2010/06/03/warum-cach ... lt-werden/ beschrieben (runterscrollen bis zum Ende), hat Herr Dr. Weigelt nichts (mehr) gegen Geocacher, sofern sie sich regelkonform verhalten.

Ich war übrigens im Oktober 2009 vor Ort, als ich dort für den WWF ein Jugendcamp auf Rügen "Naturerleben via GPS" geleitet habe. Dabei habe ich mir einzelne Caches im Nationalpark Jasmund dabei auch mal angesehen. Die meisten waren ok, einige waren grenzwertig, aber es gäbe Lösungen, wenige waren "No go"-Caches!

Ich finde, dass beide Seiten (Nationalpark und Geocacher) beim gewählten Verfahren sehr gut profitieren.

Bevor ich nochmal alles tippe, mach ich mal Copy&Paste von meinem Kommentar bei Rehwald:
Von Jörg (DWJ_Bund) am 3. Juni 2010

Ich freue mich, dass da ein (konsequenter) Weg gefunden wurde, der eben nicht gleich auf die (übliche) Juristerei herausläuft.

Besonders freut mich das unter Kenntnis der Tatsache, dass in der Nationalparkverwaltung vormals die Meinung herrschte “KEIN Cache im Nationalpark”.

Der WWF (Ostseebüro) und die Deutsche Wanderjugend haben Jugendcamps auf Rügen im Rahmen eines Projektes “Naturerleben via GPS” durchgeführt.

Im ersten Pilotcamp im Oktober 2009 war ich als Geocaching-Referent dort im Jasmund und wir (Betreuer/-innen WWF und DWJ) haben die Jugendlichen eigenständig naturverträgliche Regeln für Suche und Platzierung von Caches innerhalb eines Nationalparkes erarbeiten lassen.

Es ist der Wahnsinn, was aktivierte Jugendliche so drauf haben und vorausschauend Dinge entwickeln, wo manch naturaktiver Erwachsener noch was lernen könnte.

Zum Schluß haben die Jugendlichen in einer Präsentation vor der Nationalparkverwaltung ihre Lösungsansätze und Ergebnisse präsentiert.

Bedankt Euch bei den Jugendlichen, dass es ein Umdenken dort in der Nationalparkverwaltung gegeben hat.

Ganz besonders gut finde ich, dass durch die Absicherung durch eine Rücksprache das Geocachen “offiziell” unterstützt wird. Was will man (im Nationalpark) mehr?

Viele Grüße und weiterhin gute Gespräche auf allen Ebenen.
Wie man sieht: Es funktioniert!

Jörg
Deutsche Wanderjugend
Ach ja, von der möglicherweise jetzt kommenden üblichen DWJ-Basherei bitte ich abzusehen, die - aus meiner Sicht - üblichen Akteuere haben bestimmt auch noch andere Hobbies, gell?
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

Benutzeravatar
radioscout
Geoking
Beiträge: 22957
Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Wohnort: Aachen

Re: Jetzt...

Beitrag von radioscout » Do 3. Jun 2010, 18:47

Ich freue mich über die Natur- und Cacherfreundliche Vorgehensweise und bedanke mich bei Herrn Dr. Weigelt dafür.

Hoffentlich hat bald jeder Cacher begriffen, daß es nur miteinander geht und keine Caches an unzulässigen oder problematischen Orten versteckt werden dürfen.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

ryo524
Geocacher
Beiträge: 58
Registriert: Mi 2. Jun 2010, 22:27
Wohnort: Chemnitz

Re: Jetzt...

Beitrag von ryo524 » Do 3. Jun 2010, 22:57

Mittlerweile steht unser Hobby doch immer mehr im Blick der Öffentlichkeit und oft genug kommt es zu Problemen mit Ordnungshütern, Jagdpächtern, Grundstückseigentümern usw. So finde ich die Herangehensweise des Herrn Dr. Weigelt durchaus begrüßenswert. Hier wird eher die Kommunikation mit uns Geocachern gesucht, als die Konfrontation.

Benutzeravatar
KoenigDickBauch
Geoguru
Beiträge: 3166
Registriert: Mo 9. Jan 2006, 17:06
Ingress: Enlightened

Re: Jetzt...

Beitrag von KoenigDickBauch » Fr 4. Jun 2010, 00:02

Werde die NPs langsam im NSG-Atlas mit aufnehmen, da scheinbar die Verordnungen doch sehr weitreichend sind.
.
"Di fernunft siget!" (J.J.Hemmer 1790 Mannheim)
Bild

Benutzeravatar
rs-sepl
Geowizard
Beiträge: 1344
Registriert: Di 10. Feb 2009, 10:02

Re: Jetzt...

Beitrag von rs-sepl » Fr 4. Jun 2010, 07:47

Also ich habe den eingesammelten Cache vor einigen Monaten gesucht und gefunden. Ich habe zwar kein SBA geloggt (Asche auf mein Haupt), aber bin so glaub ich einiger der wenigen Logger, die in den Logs auf den Sachverhalt des Wegegebots hingewiesen haben.
Der Cache wurde zurecht eingesammelt, da man zum Finden den Weg verlassen und per Trampelpfad auf ein historischen Burgwall rauf muss. Ich hatte damals einen längeren (naturschonenden Pfad genommen, aber auf der kürzesten Verbindung zwischen Weg und Cache hatte sich schon eine deutliche (unschöne) Cacherautobahn gebildet.

Das Vorgehen der Parkleitung finde ich gut und angemessen. Wie schon geschieben kommunikativ und ohne großes Bohai. Der Nachbartradi, der direkt (!) am Weg liegt ist weniger schön, aber halt ohne Wegeverlassen zu greifen. Vorbildlich, dass er nach den Bauarbeiten an der Stelle sogar wieder platziert wurde.

rehwald
Geocacher
Beiträge: 80
Registriert: Mo 18. Feb 2008, 13:53
Wohnort: 23996 Gallentin
Kontaktdaten:

Re: Jetzt...

Beitrag von rehwald » Fr 4. Jun 2010, 10:16

Hallihallo,

es ist richtig, Herr Dr. Weigelt hat eigentlich keine Ahnung vom Geocachen und hat sich das derzeitige Wissen selbst an-gelesen. Zumindest so weit es für die Wahrung der Interessen des Nationalparks notwendig ist. Die Möglichkeit des SBA war ihm nicht geläufig. Ich habe ihn bereits freundlich darauf hin gewiesen und auch das anschließende Procedere erklärt.

Es wurden bisher 4 Caches aktiv angegangen, von denen einer ok ist (unter einer demnächst zu erneuernden Treppe). Die anderen 3 mussten eingesammelt werden, da diese doch schon einige Meter neben den offiziellen Wanderwegen waren (wilde Trampelpfade werden nicht akzeptiert!). Alle anderen noch verbliebenen Caches werden ebenfalls noch angegangen und gegebenenfalls eingesammelt.

Ich finde das Verhalten mehr als Fair. Zumal es wirklich nicht ok ist in einem Schutzgebiet dieser Qualität durchs Unterholz zu stapfen. Man sollte mal überlegen wie es aussähe, wenn das alle 1- 1,5 Millionen Besucher jährlich machen würden...

Allein schon, dass sie sich solche Gedanken gemacht haben wie man an die Geocacher herankommen könnte. Immerhin sind wir ja eher ein zusammenhangloser Haufen Eigenbrödler. Und stellt euch mal vor, sie hätten mit einem Foreneintrag hier begonnen!? Diskussionen bis zum geht nicht mehr und die Owner wüssten trotzdem nichts davon....

Gruß
Thomas
Bild Bild
mehr Infos zu unseren Abenteuern gibt es auch auf rehwald.eu

JoergKS(eh.DWJ_Bund)
Geomaster
Beiträge: 961
Registriert: Mi 21. Sep 2005, 10:11
Wohnort: Nahe Kassel

Re: Jetzt...

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Fr 4. Jun 2010, 11:07

rehwald hat geschrieben:...
Die Möglichkeit des SBA war ihm nicht geläufig. Ich habe ihn bereits freundlich darauf hin gewiesen und auch das anschließende Procedere erklärt.

...

Ich finde das Verhalten mehr als Fair. Zumal es wirklich nicht ok ist in einem Schutzgebiet dieser Qualität durchs Unterholz zu stapfen. Man sollte mal überlegen wie es aussähe, wenn das alle 1- 1,5 Millionen Besucher jährlich machen würden...

Allein schon, dass sie sich solche Gedanken gemacht haben wie man an die Geocacher herankommen könnte. Immerhin sind wir ja eher ein zusammenhangloser Haufen Eigenbrödler. Und stellt euch mal vor, sie hätten mit einem Foreneintrag hier begonnen!? Diskussionen bis zum geht nicht mehr und die Owner wüssten trotzdem nichts davon...
Hallo Thomas,

danke, dass Du ihn "ans Händchen" genommen hast. :-)
Personen, wie hier Dr. Weigelt im Jasmund, sind überaus wichtige Multiplikatoren und Entscheider im Bereich der Verbände (Europarc, Nationalparke, usw.).

Wenn diese Personen davon überzeugt sind, dass mit "den Geocachern" (tm) zu reden ist, und das in Ihren Gremien der Parke deutschlandweit entsprechend weiterkommunizieren, dann ist ein großer Schritt vollbracht!

Über Foren mit diesem Personenkreis zu kommunizieren, dürfte - nach meinen Erfahrungen bisher - wenig zielführend sein.

Das persönliche Gespräch bringt einen weiter!

Ich hab Herrn Dr. Weigelt im letzten Jahr persönlich kennengelernt und wir haben im Rahmen des oben beschriebenen Jugendcamp intensiv über Geocaching diskutiert. Er hat eine Menge Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen bezüglich Nationalpark in Einklang zu bringen. Und dann kommt da auch noch so eine Gruppe Freizeitnutzer mit GPS-Geräten. Aber er nimmt sie Ernst und sich die Zeit, das Problem für beide Seiten sinnvoll zu lösen.

Das ist doch was!

Sowas kann man als gutes Beispiel für andere Regionen in weiteren Gesprächen verwenden.

LG
Jörg
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

Benutzeravatar
nicht_du
Geocacher
Beiträge: 281
Registriert: Mo 20. Apr 2009, 13:20

Re: Jetzt...

Beitrag von nicht_du » Fr 4. Jun 2010, 11:10

Man sollte Herrn Weigelt aber auch darauf hinweisen, dass es sinnvoller wäre den Cache vom Owner deaktivieren und wegräumen zu lassen. Was richtet mehr Schaden an, Geocacher die einen Cache gut finden oder Geocacher, die alles nach einer nicht mehr vorhandenen Dose absuchen???

Viele gehen los ohne Logs zu lesen. Viele andere stellen eine Tour Tage oder gar länger im Voraus zusammen. Das Vorgehen ist zwar gerechtfertigt, aber dennoch sollte man das anders tun.

Aber der Mann scheint ja ansonsten keine schlechte Meinung von Cachern zu haben. Das ist schön! So können Caches auch mit ihm abgesprochen werden ... und vielleicht ist ja doch mal etwas drin, dass Cacher mal den Weg ein paar Meter verlassen dürfen... ;)
nicht_du schon wieder...

Schrottie

Re: Jetzt...

Beitrag von Schrottie » Fr 4. Jun 2010, 11:31

nicht_du hat geschrieben:Viele gehen los ohne Logs zu lesen. Viele andere stellen eine Tour Tage oder gar länger im Voraus zusammen. Das Vorgehen ist zwar gerechtfertigt, aber dennoch sollte man das anders tun.
Nun, spielt es denn hier eine Rolle wer genau die Dose entfernt? Wenn der Owner die Dose abräumt, dann kann genau der gleiche Fall eintreten. Und andersrum gedacht, solange die Dose liegen bleibt und weiterhin Fundlogs reinkommen, dann findet sich auch imemr wieder jemand der trotz eindeutiger Hinweise hinrennt.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder