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Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Hedgeway
Geocacher
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Re: Jetzt...

Beitrag von Hedgeway » Mo 7. Jun 2010, 09:43

Hallo Thomas,

auch wenn's gerade fürchterlich OT wird und nicht wirklich ausgearbeitet ist:
blackbeard69 hat geschrieben:Das Problem ist, dass es NSGs gibt, deren Schutzzweck nicht direkt offensichtlich ist. Im Königsdorfer Forst westlich von Köln habe ich früher einen Cache gehabt und archiviert, nachdem dort Ende 2007
Ich habe jetzt nicht großartig recherchiert, aber der Schutzzweck lässt sich zumindest grob bei den zuständigen Behörden herausfinden lanuv gis
blackbeard69 hat geschrieben:Es sind Leute wie die, die in dem Artikel erwähnt werden. Und bei solchen Beispielen wundert es mich nicht, dass in der Vergangenheit NSGs einfach ignoriert wurden. Weil nämlich niemand vesteht, wie unter solchen Umständen in einem solchen NSG die Natur geschützt wird.
Ich will in Wirklichkeit gar nicht soooo genau wissen, was Steuerzahler Schmitz sagt, wenn unter jedem NSG-Schild eine Begründung für dieses Schild hängen würde, die sowieso keiner liest. Ich bin mir verhältnismäßig sicher, dass sich mit den oben verlinkten Daten oder wahlweise einem Anruf beim zuständigen Forstamt/Umweltamt auch der Rest (Regeln für das spezielle NSG) rel. schnell finden lässt.

Dem zitierten Artikel entnehme ich, dass auf der Versammlung eine eher aufgeheizte Stimmung herrschte. Wurde dem Oberförster dort die Möglichkeit gegeben, tiefgreifende Erläuterungen vorzubringen?

Abgesehen davon: Man kann den hiesigen Förstern (sind in BN und K dieselben) einiges vorwerfen, aber zumindest auf mich als rel. Außenstehenden macht ihre im Artikel erwähnte Fünfteltaktik, die sie auch im Kottenforst anwenden, durchaus Sinn. PR-mäßig führt sie natürlich exakt dann zu Schwierigkeiten, wenn's mal eine größere Fläche massiver "trifft". Im Kottenforst fällt mir spontan genau eine neue (wiederaufgeforstete) Kahlschlagfläche ein. Ob Du's glaubst oder nicht: an der hängt sogar ein Schild, das erläutert, warum der Bereich abgeholzt wurde (und ich bin sicher, dass ich zu einem sehr exklusiven Kreis zähle, seit ich dieses Schild gelesen habe, habe den Inhalt aber auch schon wieder vergessen :-) ).

Und zum Schluß: Was passiert, wenn die geneigten Bürger mitkriegen, dass das was sie vermtl. auf den ersten Blick wollen, auch Konsequenzen hat, konnte man wunderbar an der Diskussion um den Nationalpark Siebengebirge sehen. "Harvester raus!" funktioniert hierzugegend bspw. in der kleinen Version unter dem Begriff "Naturwaldzelle". Und da sind die Schutzbestimmungen ganz andere. Würde sowas in größerem Maße umgesetzt, müsste nicht nur der arme, kleine Junge, der seinen Kinderfuß nicht auf den Waldbodensetzen darf, weinen (Wieso habe ich das Gefühl, dass der Redakteur ein bißchen zu oft wag the dog gesehen hat? :-) ), sondern auch der ein oder andere Dann-Ex-Waldweg-Benutzer.

Langer Rede kurzer Sinn:
- komplexes Thema
- ich möchte nicht jährlich die Bestimmungen aller NSGs im Telefonbuchformat zugestellt bekommen
- ich kann auch mal einen Harvester im Wald akzeptieren (das ist nämlich deren natürlicher Lebensraum), ohne das NSG drumherum gleich komplett zu ignorieren.

bye

hedgeway

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blackbeard69
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Re: Jetzt...

Beitrag von blackbeard69 » Mo 7. Jun 2010, 17:39

Hedgeway hat geschrieben:auch wenn's gerade fürchterlich OT wird
Wir sind hier nicht im NSG :D (sorry, der Kalauer musste jetzt sein ;) )

Bezüglich der räumlichen Nähe hast Du Recht, aber ich denke, dass bei Caches im NSG / Naturpark (Ursprungsbeitrag) entweder Gedankenlosigkeit oder ein Akzeptanzproblem dahintersteckt. Und beim Stichwort Akzeptanzproblem lief mir passenderweise genau dieser Artikel über den Weg und ich beschloss, in dieser Richtung etwas beizutragen.

Danke für den Link :)
Hedgeway hat geschrieben:Ich will in Wirklichkeit gar nicht soooo genau wissen, was Steuerzahler Schmitz sagt, wenn unter jedem NSG-Schild eine Begründung für dieses Schild hängen würde, die sowieso keiner liest.
Es muss ja nicht unter jedem Schild hängen, aber eine Infotafel am Parkplatz, die über eine Karte hinausgeht und in allgemeinverständlichen Sätzen den Grund für das NSG erklärt, reicht ja. Ich lese sowas. Und wenn da was von einer natürlichen, artenreichen, aber auch trittempfindlichen (!) Krautschicht steht, dann ist das ein Argument und nicht einfach nur eine vom Himmel gefallene Vorschrift.
Hedgeway hat geschrieben:Dem zitierten Artikel entnehme ich, dass auf der Versammlung eine eher aufgeheizte Stimmung herrschte. Wurde dem Oberförster dort die Möglichkeit gegeben, tiefgreifende Erläuterungen vorzubringen?
Anwesend war ich auch nicht. Aber immerhin liest man am Schluss, dass die Kommunikation angefangen hat und vor Ort im Forst weitergeführt werden kann. Auch das ist doch schon mal was.
Hedgeway hat geschrieben:PR-mäßig führt sie natürlich exakt dann zu Schwierigkeiten, wenn's mal eine größere Fläche massiver "trifft". Im Kottenforst fällt mir spontan genau eine neue (wiederaufgeforstete) Kahlschlagfläche ein. Ob Du's glaubst oder nicht: an der hängt sogar ein Schild, das erläutert, warum der Bereich abgeholzt wurde
Wunderbar! :up:
Hedgeway hat geschrieben:Und zum Schluß: Was passiert, wenn die geneigten Bürger mitkriegen, dass das was sie vermtl. auf den ersten Blick wollen, auch Konsequenzen hat, konnte man wunderbar an der Diskussion um den Nationalpark Siebengebirge sehen. "Harvester raus!" funktioniert hierzugegend bspw. in der kleinen Version unter dem Begriff "Naturwaldzelle". Und da sind die Schutzbestimmungen ganz andere. Würde sowas in größerem Maße umgesetzt, müsste nicht nur der arme, kleine Junge, der seinen Kinderfuß nicht auf den Waldbodensetzen darf, weinen (Wieso habe ich das Gefühl, dass der Redakteur ein bißchen zu oft wag the dog gesehen hat? :-) ), sondern auch der ein oder andere Dann-Ex-Waldweg-Benutzer.
Forumulieren wir's mal so: Wenn ich die Auswahl habe zwischen "ich darf den Weg wegen der Naturwaldzelle nicht verlassen" oder "ich darf den Weg wegen des NSGs nicht verlassen", dann ist da ein Weg und ich darf ihn nicht verlassen. Aber unter einer Naturwaldzelle stelle ich mir ein Areal vor, in dem auch die Forstwirtschaft draußen bleibt und das deshalb (vom Weg aus, natürlich) viel interessanter und spannender aussieht als ein NSG, in dem kommerzielle Waldwirtschaft erlaubt ist, aktiv betrieben wird und man sich ernsthaft fragt, was man denn da mit den eigenen Füßen überhaupt noch kaputt machen kann.

Und, ganz subjektiv, bei der Naturwaldzelle bin ich nicht der gefühlte "Doof", der ausgeschlossen wird, während die anderen gut und noch lange sichtbar rein dürfen. Womit wir wieder beim Harvester, dem Jäger, und dem Akzeptanzproblem wären.

Thomas
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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