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Sind Geocacher faul?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Schwiiza
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Sind Geocacher faul?

Beitrag von Schwiiza » Mo 12. Jul 2010, 11:20

Mir fällt auf dass Caches mitten im Wald zBsp. nicht häufig gefunden werden, ca 1 mal in 2 Monaten. Die Cacher die den Cache dann finden, lassen aber viel Lob liegen, sowohl in den Logs als auch im Logbuch.
Werden die Caches aber nur so wenig angegangen weil die Cacher zu faul sind, mal 3km durch den Wald zu stapfen, dafür eine riesen Box an einer schönen Location zu finden oder sind 4/5 der Cacher nur Statistiker?!
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Trracer
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von Trracer » Mo 12. Jul 2010, 11:31

Ja, der schnelle Found ist wichtiger, es geht darum eben ganz schnell viele Punkte in der Statistik zu haben, daher wird ein Tradi auch immer einen Multi oder Mysterie in den Foundzahlen schlagen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

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argus1972
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von argus1972 » Mo 12. Jul 2010, 11:33

Mir fällt auf dass Caches mitten im Wald zBsp. nicht häufig gefunden werden, ca 1 mal in 2 Monaten. Die Cacher die den Cache dann finden, lassen aber viel Lob liegen, sowohl in den Logs als auch im Logbuch.
Das kenne ich gut! Vereinzelt liegen echt tolle Dosen, die kaum jemand sucht.
Werden die Caches aber nur so wenig angegangen weil die Cacher zu faul sind, mal 3km durch den Wald zu stapfen, dafür eine riesen Box an einer schönen Location zu finden
Der Gegenwert von Zeitaufwand zu Punkten stimmt offenbar nicht. "Faul" trifft es für meine Begriffe ganz gut!
oder sind 4/5 der Cacher nur Statistiker?!
Davon muss man ausgehen, daher kategorisches "Ja"!

Der Tradi mit langem Anmarsch bietet vielen Cachern zu wenig Attraktion. Nur ein Punkt, keine weiteren Stages, an denen man sich einen Wolf suchen darf, keine TJ nötig und mangelnder Schwierigkeitsgrad - schon sucht man lieber einen Leitplankentradi, da weiß man, was man hat. :kopfwand:
Bei Multis vermute ich, dass ganz klar der Statistikgedanke überwiegt. Die geht man dann nur und ausschließlich mit großem Gefolge an, dann sind sie tolerabel, denn das Rudel schafft Sicherheit, Unterhaltung und Gemeinschaftsgefühl.

Mein Fazit: Caches, die etwas Einsatz erfordern, aber nicht mit reichlich schmückenden D/T-Sternen glänzen, rechtfertigen für viele Cacher den Aufwand nicht. Es lebe der schnelle Punkt!
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von Klausi1961 » Mo 12. Jul 2010, 11:35

Also, ich denke mal, dass das mehrere Gründe haben kann.
Wenn man schon relativ weit mit dem Auto fahren muss, um dann noch einige Kilometer zu Fuß zurückzulegen, macht das wohl einigen keinen Spass.
Auch wenn so sehr heiß ist, mag ich nicht unbedingt losziehen.
Aber der Hauptgrund liegt wahrscheinlich doch daran, dass es immer mehr Statistikcacher gibt, obwohl es keiner zugeben will.
Anfangs habe ich auch versucht, so viele wie möglich an einem Tag zu finden. Jetzt suche ich lieber schöne Caches an einer interessanten Location. Wenn amn älter wird, gibt sich das. ;)

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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von juba » Mo 12. Jul 2010, 11:46

Gibt auch noch andere Gründe...
Ich mache keine Caches im Wald, weil mir die Zeckengefahr zu groß ist. Klar, eine Zecke ist kein Weltuntergang. aber ich keine zwei Leute, die die Borreliose nie mehr losgeworden sind... und auf sowas habe ich absolut keinen Bock.
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MikeSierraTango
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von MikeSierraTango » Mo 12. Jul 2010, 11:58

Schwiiza hat geschrieben:Mir fällt auf dass Caches mitten im Wald zBsp. nicht häufig gefunden werden, ca 1 mal in 2 Monaten. Die Cacher die den Cache dann finden, lassen aber viel Lob liegen, sowohl in den Logs als auch im Logbuch.
Werden die Caches aber nur so wenig angegangen weil die Cacher zu faul sind, mal 3km durch den Wald zu stapfen, dafür eine riesen Box an einer schönen Location zu finden oder sind 4/5 der Cacher nur Statistiker?!
Wenn ich meine Touren plane, sind unterwegs immer mal wieder genau solche "schnellen" Caches dabei, sozusagen als Beifang. Ich persönlich mag jedoch Wald und Natur. Gestern in der Hitze habe ich noch einen 10km-Wandermulti (Septem mille passus) gemacht, der genau nach meinem Geschmack war.

Ich denke, das je nach Tradi recht viel über Beifang läuft, meine beiden ziemlich hochdrehenden Caches an den Siegerland-Raststätten haben häufig als Loginhalt, das sie auf dem Weg zu einer Cachingtour/Event/Megaevent etc. noch aufgesucht und schnell geloggt wurden. Die reinen Statistikcacher mit KFZ gibt's natürlich auch, meiner Ansicht nach immer mehr.

Viele Grüße

Michael

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argus1972
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von argus1972 » Mo 12. Jul 2010, 12:51

Ich mache keine Caches im Wald, weil mir die Zeckengefahr zu groß ist. Klar, eine Zecke ist kein Weltuntergang. aber ich keine zwei Leute, die die Borreliose nie mehr losgeworden sind... und auf sowas habe ich absolut keinen Bock.
Ach so, im Prinzip verständlich. Aber bist Du sicher, dass es keine Zecken im DriveIn-Gebüsch gibt, oder suchst Du nur noch auf Asphalt?
In meinem ländlichen Umfeld käme das der Hobbyaufgabe gleich, soviel steht fest. :???:

Zur Ausgangsfrage: Für meine Begriffe werden aber die angesprochenen Caches dafür von einer Cacherklientel besucht, die einfach andere Anforderungen ans Hobby stellen. Ob besser oder schlechter sei dahingestellt. Jeder so, wie er mag. Die vielen positiven Logs sprechen doch eine deutliche Sprache. Ich sage mir bei solchen Fällen "Pech gehabt, wenn man sich die schöne Dose selber vorenthält."
Mein persönlicher Geschmack geht ohnehin eher in Richtung weiter Wegstrecken und Wandercaches. Da die leider recht dünn gesät sind, muss ich meilenweit reisen, um etwas zu finden, was mir wirklich zusagt. Dabei kann ich auch den Beifang am Weg links liegen lassen. Tradi bedeutet inzwischen leider fast pauschal "DriveIn", wenn auch die Tradirunde wieder deutlich im Kommen ist. Damit werden dann reichlich wichtige Punkte und Bewegung an der Luft elegant verbunden, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wenn es auch nicht ganz so mein Geschmack ist, alle 300m loggen zu "müssen" ;).

So lange aber mein "Alptraum für Punktejäger" immer noch regelmäßig gesucht wird und nette Logs erhält, ist für mich die Cachewelt noch in Ordnung. :^^:

Das ändert aber nichts daran, dass die schnelle Abgreifdose seit gut 2 Jahren auf dem Vormarsch ist.
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von Lakritz » Mo 12. Jul 2010, 12:55

MikeSierraTango hat geschrieben:Die reinen Statistikcacher mit KFZ gibt's natürlich auch, meiner Ansicht nach immer mehr.
Das ist eine Sache, die sich immer mehr verselbständigt. Dem Klischee folgend könnte man behaupten: Es werden zu viele Drive-In- und Stadtcaches gelegt, deshalb sind Neucacher oft gar nichts anderes gewohnt und legen wiederum solche Caches... ein Teufelskreis.
Aber: Woher kommen diese "Asphaltdosen" überhaupt?

Vielleicht liegt es daran, dass Geocaching irgendwann als Lockmittel verwendet wurde, um Sesselfurzer in die Natur zu bringen. Faule Menschen haben aber die Tendenz, sich die Dinge so zurechtzubiegen, wie sie es gerne hätten. D.h. für das eigene Image ist es ganz toll, erzählen zu können, dass man ein Outdoorhobby betreibt. Dass man den größten Teil dieser Hobbyzeit im Auto verbringt, wird nicht nur verschwiegen, sondern auch vor sich selbst erfolgreich geleugnet.
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Guerteltier
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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von Guerteltier » Mo 12. Jul 2010, 12:59

Also für mich kann ich schon sagen, dass ich oft zu "faul" bin, einen Tradi im Wald zu suchen, der sich nicht mit anderen Caches verbinden lässt oder nahe am Parkplatz liegt. Das liegt aber nicht dran, dass ich zu faul zum Laufen bin, sondern dass manche Beschreibungen schon durchblicken lassen, dass es sich um einen langweiligen PETling an ner x-beliebigen Baumwurzel in nem x-beliebigen Wald handelt. Warum soll ich dafür wirklich weit laufen, wenn hinterher die Enttäuschung doch groß ist.
Wird mit dem Tradi eine schöne Stelle präsentiert, gibts ne außergewöhnliche Box oder ein raffiniertes Versteck zu sehen - kann man ja alles den Vorlogs entnehmen - dann sind auch 3km Laufen drin :^^:
Aber es gibt nichts enttäuschenderes, als ewig hinzufahren, zu laufen und dann nen PETling an ner langweiligen Stelle zu finden und sich zu ärgern, warum man nicht lieber zuhaus durch den Wald gelaufen ist.

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Re: Sind Geocacher faul?

Beitrag von steingesicht » Mo 12. Jul 2010, 13:17

Ich suche mir inzwischen sogar gezielt Caches aus, die wenig gefunden werden, bzw. wo der letzte Fund schon länger zurück liegt. Es ist ja nicht so, dass ich keine Dosen am Wegesrand mitnehmen aber es hat schon ein wenig was von Exclusivität, wenn man Dosen gefunden hat, die nicht jeder hat.
Ein paar Meter laufen scheint ausserdem inzwischen auch ein ganz Schutz für empfindliche Verstecke zu sein.
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