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Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Umfrage endete am Di 7. Sep 2010, 15:02

Ja, Geocaching ist elitär und das ist auch gut so!
25
14%
Ja, Geocaching ist elitär, es sollte aber nicht elitär sein!
3
2%
Nein, Geocaching ist nicht elitär und das ist auch gut so!
105
58%
Nein, Geocaching ist nicht elitär, es sollte aber elitär sein!
48
27%
 
Abstimmungen insgesamt: 181

DrNice
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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von DrNice » Mo 9. Aug 2010, 22:44

Elite hat etwas mit Können zu tun und so weit ich weiß muss man sich nicht für Geocaching qualifizieren. Jeder der einen Hunni in der Tasche hat und, gegebenenfalls mittels wilder Gestik, dem Verkäufer mitteilen kann: "Gib Navi!", darf dieses Hobby praktizieren. Viele Handys haben mittlerweile GPS an Bord und die notwendige Software ist entweder kostenlos oder für den Gegenwert einer Schachte Zigaretten erhältlich. Geocaching war nie elitär.

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Marschkompasszahl
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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von Marschkompasszahl » Di 10. Aug 2010, 00:58

Gewisse Caches "Filmdose am Kaugummiautomaten" lassen sich auch ohne GPS und selbst ohne Anmeldung bei GC.com o. ä. angehen.
Und da die Geräte heutzutage erschwinglich sind und man zur Not auch sein Smart Phone einsetzen kann, ist es alles andere als elitär.

Mag sein, dass sich einige dafür halten, weil sie...
...mehrere Hundert Caches entdeckt haben;
...selber schon Dutzende Caches gelegt haben;
...weil sie schon seit zehn Jahren dabei sind und sich als die Gründerväter/ Männer der ersten Stunde sehen;
... weil sie nur noch T4 und aufwärts angehen;
...weil sie das modernste und teuerste GPS-Gerät ihr eigen nennen (oder gar schon den eigenen Satelliten im Weltall haben)
...usw.

Ob das alles berechtigte Gründe sind, sich elitär zu fühlen - weiß ich nicht und will ich auch nicht beurteilen.


Natürlich bringt so eine Massenbewegung auch ein besonders breites Spektrum an Individualisten mit sich. Menschen unterschiedlichster Couleur. Mit verschiednen Herkünften und Hintergründen; aus unterschiedlich sozialen Schichten, usw. Es sind eben nicht mehr nur "Outdoor-Freaks", als eine Mischung aus Reinhold Messner und McGyver; sondern Menschen wie Du und ich.

Elitär ist das nicht (mehr). Und das ist auch gut so!

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BlueGerbil
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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von BlueGerbil » Di 10. Aug 2010, 06:31

Marschkompasszahl hat geschrieben:Es sind eben nicht mehr nur "Outdoor-Freaks", als eine Mischung aus Reinhold Messner und McGyver; sondern Menschen wie Du und ich.
Und damit ist der Anteil der Dummbratzen explosionsartig angestiegen - das ist zumindest meine Beobachtung über die letzten 9 Jahre.

Die Baumanns
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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von Die Baumanns » Di 10. Aug 2010, 09:45

BlueGerbil hat geschrieben: Und damit ist der Anteil der Dummbratzen explosionsartig angestiegen - das ist zumindest meine Beobachtung über die letzten 9 Jahre.
Gefühlt kann ich mich dem anschließen, aber man darf nicht daraus folgen, das alle Neucacher Dummbratzen sind,
aber wenn früher der Prozentsatz in Personen sehr gering war, so ist es heute bei der Menge an Cachern spürbar .

Daher täuscht hier das Gefühl ein wenig.
Filmdosen an Leitplanken gab es auch schon zu Anfangszeiten des Geocachings.

Gruß Guido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
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Zappo
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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von Zappo » Di 10. Aug 2010, 10:04

Geocaching macht eben die ganz normale Wandlung durch.
Zuerst von einer Gruppe weniger, aber hochintessierten Teilnehmer bis mittlerweile zur Massenbewegung mit entsprechned vielen Leuten, die sowas "nur mal so" machen - oder einfach nicht ganz so verrückt sind :D .

Das ist die gleiche Entwicklung wie z.B. beim Motorradfahren: Am Anfang ein paar schief angesehene Verrückte, die selber schrauben und sich gegenseitig halfen - ist das jetzt der Freizeitvergnügen für Leute mit dicker Brieftasche (zumindest was die Motorradpreise angeht - zum Glück hab ich schon eines).

da macht aber jede Freizeitaktivität durch: Frag mal Surfer, Hobbyfunker, Autoschrauber..........

Die Frage verstehe ich trotzdem nicht ganz: Elitär, weils wenige machen? Weils nur einige (Cacher :D ) können?

Z.
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

Schrottie

Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von Schrottie » Di 10. Aug 2010, 10:22

BlueGerbil hat geschrieben:Und damit ist der Anteil der Dummbratzen explosionsartig angestiegen - das ist zumindest meine Beobachtung über die letzten 9 Jahre.
Hmm, ob es nun zwei von zehn sind oder zweihundert von tausend - es bleiben 20%. Nur fallen die zweihundert eben eher auf. Anteilig mehr sind es sicher nicht geworden...

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blackbeard69
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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von blackbeard69 » Di 10. Aug 2010, 11:15

Ich habe bei dieser Umfrage mal nichts angeklickt, weil ich nicht wusste, was.

Elitär...

Mittlerweile gibt es Handys mit GPS, es gibt eine kostenlose Basic-Mitgliedschaft bei GC (hat OC eigentlich jemals Geld verlangt?) und ein Internetzugang gilt als "normal". Bei der heutigen Anzahl an Caches erhöht ein Kraftfahrzeug die Reichweite, mehr aber auch nicht. Die technisch notwendigen Voraussetzungen sind heute wohl kaum elitär.

Die Caches selber gehen von 1/1 Leitplankentraddies über schöne Runden zu Caches, die spezielle Kenntnisse oder Fähigkeiten verlangen. Hier finde ich ein D5-Mathematikrätsel für sich betrachtet ebenso elitär wie einen T5-Klettercache. Die Spannbreite ist im D4+/T4+ - Bereich allerdings so groß, dass wohl für jeden was dabei ist. Außerdem kann man in Kletterhallen Klettern üben ebenso wie man sich ein Mathebuch kaufen und es durchackern kann. Jeder Neuling darf! Elitär?

Ich denke, das Hobby ist insgesamt nicht elitär, bietet aber unterschiedlichste Möglichkeiten der Spezialisierung. Und das finde ich gut so.

Thomas
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von argus1972 » Di 10. Aug 2010, 11:19

Elitär kann es überhaupt nicht mehr sein, wenn jeder Nerd mit dem Telefon problemlos auf die Suche gehen kann.
Ich behaupte mal frech, dass ein Großteil der Cacher zur Zeit überhaupt kein "echtes" GPS-Gerät mehr besitzt.
Es sind eben nicht mehr nur "Outdoor-Freaks", als eine Mischung aus Reinhold Messner und McGyver;
Waren die Cacher das denn jemals? Es mag sein, dass manche Cacher der ersten Stunde zum gesteigerten Dosenreiz zu gelegentlichen T4+ übergesiedelt ist, aber bei den allermeisten Leuten mit langer Hobbyerfahrung und Fundzahlen in der mittleren Kiloklasse überwiegt doch meines Wissens eher der Griff hinter die Leitplanke auf der motorisierten Powertour, wenn man den Statistiken Glauben schenken darf. Das hat ja wohl mit "Outdoor" nichts zu tun, eher mit "Auto".
Mir sind noch nicht allzuviele "echte" Outdoorfreaks unter den Cachern begegnet, sonst würden die Dosen, die wirklich längere und "härtere" Outdoorabenteuer erfordern, öfter und in der gleichen Frequenz von den gleichen Rudeln beackert, die sich mit Nachtcaches und Kletterei beschäftigen.

Ich sehe am Geocaching absolut nichts, was elitär wäre und/oder besondere Kenntnisse, Technik oder körperliche Voraussetzungen erforderte.
Die meisten Dosen sind mit dem Auto abgreifbar oder lassen sich mit einem kurzen Spaziergang verbinden, höhere Geländewertungen erfordern etwas Vorbereitung, sind aber meistens auch für jeden gesunden Menschen machbar und die Kletter-, Boot-, Schwimm- und Flugcaches richten sich eh nur an eine sehr kleine Klientel, die sich teilweise schon von Haus aus eben deshalb als Elite betrachtet, zum Glück aber nicht repräsentativ für "das Geocaching" steht.
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

Bekennender Genusscacher, DNF-, NM- und SBA-Logger
Outdoorspäße

Schrottie

Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von Schrottie » Di 10. Aug 2010, 11:27

blackbeard69 hat geschrieben:(hat OC eigentlich jemals Geld verlangt?)
Nein. Bei nahezu gleichem Funktionsumfang wie eine PM bei GC übrigens... :-)

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Re: Ist Geocaching ein elitäres Hobby?

Beitrag von bene66 » Di 10. Aug 2010, 14:08

X Nein, Geocaching ist nicht elitär und das ist auch gut so!

Geocaching ist ein absolut vielseitiges Hobby wie ich kaum ein anderes kenne.
Eine Elite sind wir nicht, müssen wir auch nicht sein.

Vergleicht es mal mit Radfahren:
Es gibt Radfahrer, die das Rad einfach als Fortbewegungsmittel nehmen, zum Einkaufen, zur Uni, zum Job, ..
Es gibt Radfahrer, die das Rad für den gemütlichen Sonntagsausflug mit der Familie nutzen
Es gibt die Radfahrer, die es als Sport betreiben und möglichst schnell eine bestimmte Strecke abfahren wollen ("Sch... Statistikradler" könnte man sagen). Dabei gibt es noch unterschiedliche Varianten, so daß es z.B. bei der Tour de France gleich mehrere Wertungen gibt: Gesamtsieg, Punkte, Bergwertung oder man versucht einfach ein oder zwei etappen zu Gewinnen.
Dann gibt es noch die Bahnradfahrer, die ihr Hobby gar nicht mehr draußen betreiben.
Komischer Weise höre ich da von keinem "der andere ist gar kein richtiger Radfahrer".

So ist es m.E. auch beim Geocaching.
Es gibt die D5T5-Cacher, die Abseil- und Klettercacher, die Wandercacher, die LosPlace-Cacher, die Statistikcacher, ....
Und natürlich Kombinationen und Grenzfälle von den ganzen Gruppen.
Ich glaube für jeden ist was dabei und wir stehen uns gar nicht im Weg (OK, die Suche nach caches die mir gefallen, ist etwas aufwendiger, wenn die anderen Cachergruppen auch welche legen - ist das wirklich ein Problem?)

Geochaching ist nicht elitär und soll es meiner Ansicht nach auch nicht sein.
Es spricht nichts dagegen, das sich innerhalb des Geocachens Eliten bilden - ich finde z.B. die Cacher fazinierend, die die Abseil-Caches bewältigen - vielleicht ist sowas dann eine Elite innerhalb der Geocacher.
Das liegt aber immer im Auge des Betrachters

bene66
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Ich führe Statistiken um schöne Cache-Erlebnisse zu haben, aber ich cache nicht um eine schöne Statistik zu haben

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