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Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Paus-online
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Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von Paus-online » Mo 14. Feb 2011, 20:04

Hallo und guten Abend!

Immer wieder begegnen mir Dosen, bei denen andere Cacher vor Ehrfurcht niederbrechen, bei denen ich aber gravierende Probleme sehe. Nur bin ich anscheinend der einzige...

Mal drei Bespiele:
1. Ein Mikro, der in ca. 3 bis 4 Metern Höhe in den Verstrebungen eines Hochspannungsleitungsmastes steckt. Zum Heben muß man also die angebrachten Warnschilder ignorieren und die untersten Sprossen hochklettern. Ich bilde mir zwar ein, das Risiko einschätzen zu können und halte es bei der Höhe für ziemlich gering. Was aber, wenn mich die Dorfjugend dabei beobachtet und meint, wenn der alte Sack da rumklettern kann, dann können wir das auch? Man ist ja schließlich auch irgendwo Vorbild...

2. Eine kleine Dose, die (wie man an den überall rumstehenden Schildern auch mit Krückstock noch feststellen kann) in einem Naturschutzgebiet liegt und zwar ein paar Meter neben dem Weg. Das Gelände ist stark abschüssig, felsig und mit allerlei Buschwerk bewachsen, hinzu kommt, daß gemäß den bisherigen Logs die Koordinaten wohl nicht besonders genau sind. Ergo: Um die Büchse zu finden, müßte man ausgiebig in den Felsen rumklettern und jeden Stein umdrehen. Kein passendes Verhalten für ein Naturschutzgebiet.

3. Ein Mikro, der in der Attrappe einer Starkstrom-Steckdose versteckt ist. Die Idee finde ich eigentlich nicht schlecht und passend, da sich dort noch zwei weitere Steckdosen befinden und diese ohne Saft sind (Ich denke mal, wenn Saft drauf ist, sind sie nicht zugänglich). Auch handwerklich ist das prima gemacht. Meine Bedenken: Was ist, wenn ich zum Beispiel mit meinem fünfjährigen Neffen auf Tour bin? Vermittle ich dann nicht den Eindruck, dass in einer Starkstromsteckdose ein Schatz stecken kann? Im Zweifel ist ihm der "Mach das nicht zu Hause"-Spruch schnurz! Zumindest das gesetzte kid-friendly-Attribut finde ich bedenklich...

Mache ich mir zu einfach zu viele Gedanken? Oder haben sich die Owner zu wenige gemacht? Immerhin hat sich außer mir meist niemand beschwert...

Wäre da mal für ein paar andere Meinungen dankbar.

Viele Grüße,
Markus

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Trracer
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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von Trracer » Mo 14. Feb 2011, 20:11

Du machst Dir ja schon mal Gedanken. Leider überwiegt ja die Meinung: Warum soll ich NA loggen oder das Thema ansprechen kann doch der Nächste machen. Nach deinen Schilderungen ohne die Caches gesehen zu haben wären meine Reaktionen:
1. NA loggen mit Foto und Begründung 2. Genauen Hint einfordern und Owner auf das NG hinweisen 3. Vorschlagen das ein GC-Logo die richtige Steckdose kennzeichnet mit deiner geschriebenen Begründung.

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pl1lkm
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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von pl1lkm » Mo 14. Feb 2011, 20:36

Hallo Markus,

zu viele Gedanken kann man sich eigentlich nicht machen.

Zu 1. Um das Risiko einschätzen zu können musst Du wissen wie hoch die Hochspannung ist. Da meines Wissens nach die nicht angegeben wird kannst man hier keine Einschätzung machen. Über das Verbotsschild brauchen wir nicht reden. Es ist Verboten dort hoch zusteigen also SBA Loggen.

Zu 2. wie schon Trracer schrieb: Spoilerbild anfordern, Hint Lesen oder auch anfordern.

Zu 3. Wo her willst du wissen das auf den beiden anderen Steckdosen keine Spannung ist? Hast du die Spannung gemessen? Auch wenn sie im freien hängen oder öffentlich zugänglich sind dürfen sie unter Spannung stehen solange alle Schutzmaßnahmen gegen das Berühren unter Spannung stehenden Teile ordnungsgemäß vorhanden und gegeben sind. Ja jetzt kommt der Elektriker wieder hoch :D
Zugegeben würde ich jetzt meine Kinder auch nicht mitnehmen um den Cache zu machen. Immerhin bringen wir ihnen bei das Steckdosen gefährlich sind. Ich würde den Owner auffordern das kid-friendly-Attribut gegen das durchgestrichene kid-friendly-Attribut zu ersetzen.

Ansonsten kann man sich nur mehr so mitdenkende Cacher, wie dich, wünschen.

Gruß Robert

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The_Nightcrawler
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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von The_Nightcrawler » Mo 14. Feb 2011, 21:16

pl1lkm hat geschrieben:Um das Risiko einschätzen zu können musst Du wissen wie hoch die Hochspannung ist. Da meines Wissens nach die nicht angegeben wird kannst man hier keine Einschätzung machen. Über das Verbotsschild brauchen wir nicht reden. Es ist Verboten dort hoch zusteigen also SBA Loggen.
Auf jeden Fall SBA das Wort Hochspannung für sich sagt ja schon so einiges aus. Egal ob ich jetzt durch 500 oder 5000 Volt zu Brathähnchen verarbeitet werde.
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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von stevenluet » Mo 14. Feb 2011, 21:22

Könnten auch 380000V sein. Zählt auch als Hochspannung :D


Brathähnchen sind lecker
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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von The_Nightcrawler » Mo 14. Feb 2011, 21:35

Da bekommt die Redewendung: "Da kannst Du suchen bis Du schwarz wirst" ne völlig neue Bedeutung *gg*
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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von MadCatERZ » Mo 14. Feb 2011, 21:38

Paus-online hat geschrieben:Hallo und guten Abend!
Mal drei Bespiele:
1. Ein Mikro, der in ca. 3 bis 4 Metern Höhe in den Verstrebungen eines Hochspannungsleitungsmastes steckt.
Weg damit, ganz klare Verletzung der Guidelines.
Paus-online hat geschrieben: 2. Eine kleine Dose, die (wie man an den überall rumstehenden Schildern auch mit Krückstock noch feststellen kann) in einem Naturschutzgebiet liegt
Kommt drauf an, wenn Schilder da stehen, die darum bitten, auf dem Weg zu bleiben, sollte man das auch tun. Ansonsten sehe ich eher das Problem, dass das Versteck nicht sorgfältig genug ausgewählt ist. Suchen ist schön, aber in einem Geröllfeld ist das nicht wirklich lustig, und es ist auch nicht besonders originell, da was zu verstecken - es sei denn, da ist ein irgendwie besonderer Stein mit bei

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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von radioscout » Mo 14. Feb 2011, 21:58

1. Besteigen verboten? Da gehört kein Cache hin. Evtl. wird ja mal einer erwischt.
Was passiert, wenn die Dorfjugend da hochklettert? Wenn sie dumm genug ist etwa das selbe, was mit den schönen großen Vögeln passiert, wenn sie die Leitung "richtig" berühren.

2. In ein NSG gehört kein Cache, für den man den Weg verlassen muß und bei dem bei der Suche etwas beschädigt werden kann.

3. Keine gute Idee. Wenn man es nicht lassen kann, sollte wenigstens ein Hinweis ins Log: "Eltern, nehmt eure Kids nicht mit, ihr müsst etwas machen, was sie tötet, wenn sie es nachmachen".
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von MadCatERZ » Mo 14. Feb 2011, 22:04

Nachtrag zu eben:Das sind dann genau die Beispiele für die Boulevardpresse, die dann
über
Geokäsching: Tödlicher Leichtsinn,
Idiot verbrennt sich Hintern- er wollte eine Plastikdose haben und
Es wird immer schlimmer: Geocacher traumatisiert Kreuzotter

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Re: Wie viele Gedanken sollte man sich machen?

Beitrag von The_Nightcrawler » Mo 14. Feb 2011, 22:11

MadCatERZ hat geschrieben:Geocacher traumatisiert Kreuzotter[/b]

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Besser als umgekehrt, so was kann die schönste Sonntags-Cache-Atmosphäre vergiften
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