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Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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MadCatERZ
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von MadCatERZ » Mi 17. Aug 2011, 23:01

Finde ich jetzt nicht so dramatisch, wenn ich eh in der Gegend bin - warum nicht? Ich habe auch schon Touren > 100 km gemacht, zum Beispiel in meiner Heimatstadt, wenn ich mal meine Eltern besuche. Ich kenne auch Cacher, die für einen LPC mal eben quer durch Deutschland gurken.
Und ich glaube auch nicht, dass alle Teilnehmer von Lost in MV mit der Bahn oder dem Rad angereist sind.

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farino
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von farino » Do 18. Aug 2011, 00:38

Na ja, heute auf der Rücktour von OL habe ich dann auch ein paar Rastplatzteile gemacht. Gefahren wäre ich die Strecke so oder so, aber ich würde halt nie freiwillig auf die Idee kommen, so weit wegen eines Multis um des Multis wegen zu fahren. Das zum Einen.

@Argus, du wirst sicherlich schon gemerkt haben, das UMWELTBILANZEN hier die wenigsten so wirklich interessieren. Das ist denen genau so scheißegal, wie die Fäkalien, an denen sie auf den Wegen zu den Rastplatzcaches vorbeibalancieren müssen und wo TROTZDEM immer wieder Jubeläusserungen über den ach so tollen Cache zu lesen sind und immer wieder Geheule über geplünderte TB-Hotels eben an solchen Plätzen. Die beiden schönsten Caches heute waren definitiv nicht auf Rastplätzen bei Freiluft-Toiletten.

Genau so wenig wirst du bei Teilnehmern der FRC einvernehmlich die "Naturverbundenheit" hören. Denn wie sehr ist es naturverbunden, nach Kiruna zu fliegen, dort in drei Tagen durch die Pampa zu rennen - und von der Gegend so gut wie nichts mitzubekommen - um sich dann am Ziel zu feiern und mit einem Stück Blech wieder nach Hause zu fahren? Das man daran teilgenommen hat und dafür in Lappland war, sagt nicht darüber aus, wie naturverbunden man eigentlich ist. Dennoch wirst du von den Teilnehmern Jubelrufe hören, wie super dort alles ist. Ob sie wirklich verstanden haben, wie es ist, wenn man dort länger lebt???

Du wirst immer punktegeile Leute haben, denen die Umwelt letztlich scheißegal ist. Nach ihnen die Sintflut und weil es sich so schick auf der Statistik macht, wird einfach jede Drecksdose mitgenommen und ebensolche in die Gegend geworfen - und sich dann auch nicht mehr großartig drum gekümmert. Warum auch?

Während viele Andere aus Gründen wie Eitelkeit, Gruppendruck, Statistikzwang oder so alles mitnehmen, was sie an Dosen bekommen können und mit einer PM die Möglichkeit, sich Listings aufs GPS zu ziehen, enorm erweitern (und damit den Druck zum Teil sicherlich auch, denn man hat die Caches ja schließlich auf dem GPS...) und einen enormen Bohei machen... ich ziehe mir fast nur noch Caches drauf, die ich auch wirklich angehen will - und muss das einzeln machen. Finde ich ziemlich gut.

Vielleicht lebt sich die "Malboro-Mentalität der Naturverbundenheit" in einem so riesigen Land wie den USA auch anders als Cacher wie in Deutschland. Und in Zeiten von "urban outdoor"-Klamotten glaube ich auch nicht, das letztlich wirklich so unheimlich viele von den Cachern wirklich sonderlich naturverbunden sind.
Farino & Stoerti haben ein Baby! 400 Jahre alt, 1000 qm umbauter Raum, 20 Jahre unbewohnt... die Leute nennen es Schloss. Wir nennen es "viel Arbeit!"
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susi und strolchi
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von susi und strolchi » Do 18. Aug 2011, 07:39

Um das nochmal klarzustellen:

Es geht ja nicht darum, solch einen Cache zu loggen, wenn man sowieso auf dem Weg entlang der Stationen ist. Vielmehr ist es das fehlende Bewusstsein, in Form von Aussagen wie: "Ich hatte sowieso nichts anderes vor"...Naja egal, jeder wie er mag.

Allerdings muss ich sagen, wenn ich soetwas sehe, dann ist der Treibstoff scheinbar noch nicht teuer genug.

Geht jetzt auf die Ignore-List! Gute Nacht GC30P5J!

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Happy caching!

Mark
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Re: Das gibt es ja gar nicht! Wir fahrn, fahrn, fahrn auf de

Beitrag von Mark » Do 18. Aug 2011, 09:12

radioscout hat geschrieben:Solche "Caches" sollen abgewiesen werden.
Ja, genau. Alles verbieten, abweisen und löschen :kopfwand:

Wir fahren am Wochenende gerne mal zu Lost Places (jaja, ich weiß), die halt dann mal 50, 100 oder 200 Km weg liegen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Cache, der 100 Km (einfache) Wegstrecke hat und einem, der 100 Km von meinen Homekoordinaten weg liegt? Zuerst einmal absolut gar keiner.

Vielleicht sollten mir einfach alle Caches mit Entfernung > X Km vorenthalten werden. Dann würde ich nicht auf dumme Ideen kommen.

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Aranita
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von Aranita » Do 18. Aug 2011, 09:58

Ich fahre gerne weite Strecken, weil ich gerne andere Gegenden/Menschen sehen will. Das habe ich auch schon gemacht, bevor ich Geocaching kannte. Jetzt verbinde ich das Ganze mit dem Cachen. Und ich werde mir dies auch nicht durch irgendwelche selbsternannten Gutmenschen madig machen lassen, die ihre aus Spanien mittels LKW herbeigekarrten Biogurken für überteuertes Geld kaufen und sich wunder wie umweltbewusst vorkommen, anstatt ihr Gemüse beim lokalen Bauern zu kaufen (Damit will ich selbstverständlich nicht dem Threadersteller unterstellen, dass er derartiges macht).

Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass ein durchaus wichtiges Denken, nämlich der Umweltschutz, dafür missbraucht wird, um Gleichmacherei, Spießertum und Lustfreudigkeit moralisch zu rechtfertigen. Und es kann durchaus sein, dass ich heute in die Tschechei fahre (etwas über 200 km einfach), weil es mir dort gefällt, weil dort nette Menschen sind, weil kurz davor in Cham der Drachenstich ist oder weil ich einfach Caches suchen möchte. Und es ist mir dabei völlig egal, ob ich zu den Tonnen an CO2-Ausstoß, der durch die Industrie ständig passiert, von mir ein paar Gramm dazu kommen oder nicht.
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
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TantchensOnkelchen
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von TantchensOnkelchen » Do 18. Aug 2011, 10:41

susi und strolchi hat geschrieben:Am Wochenende ist mit dieser Cache hier aufgefallen:

http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... wp=GC30P5J

Das Thema des Caches ist es, 160 km über die Autobahn zu brettern, um einen Multi zu loggen. Das perverse an der Sache ist, das nach 24 Funden (Stand 16.08.) schon 8 Favoritenpunkte verteilt wurden.

Ich mache dazu mal die folgende Rechnung auf:

160 km Fahrstrecke mit einem durchschnittlichen PKW stoßen ca. 160 gr. CO² pro km aus.

Das macht bei dieser Fahrt insg. 25,6 kg CO² Ausstoß.

Angenommen jeder der Logger ist selbst gefahren, dann macht das schon jetzt über eine halbe Tonne unnützen CO² Ausstoß aus.

Seid Ihr noch zu retten??? :irre: Was hat das mit Geocaching zutun?

Meinungen?

PS: Watchlist aktuell: 15 user watching...

Susi u. Strolch, die sich lieber mit richtigem Geocaching beschäftigen :D


Hast Du schon mal ausgerechnet, wieviele Server Dein Posting beschäftigt und wieviel CO2 dadurch ausgestoßen wird ?



Nebenbei würde mich mal Deine Definition von "richtigem" Geocaching interessieren.

Viele Grüße
Onkelchen
Zwei Starrachsen, vier Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS ...

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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von TantchensOnkelchen » Do 18. Aug 2011, 10:49

susi und strolchi hat geschrieben:Um das nochmal klarzustellen:

Es geht ja nicht darum, solch einen Cache zu loggen, wenn man sowieso auf dem Weg entlang der Stationen ist. Vielmehr ist es das fehlende Bewusstsein, in Form von Aussagen wie: "Ich hatte sowieso nichts anderes vor"...Naja egal, jeder wie er mag.

Allerdings muss ich sagen, wenn ich soetwas sehe, dann ist der Treibstoff scheinbar noch nicht teuer genug.

Geht jetzt auf die Ignore-List! Gute Nacht GC30P5J!

Susi u. Strolch

Happy caching!


Hi,

ich habe mir die Beschreibung des Caches gerade mal angesehen.

Cool, danke für den Tipp, ohne Dich hätte ich ihn nicht entdeckt.

Ich habe zwar knapp 700 km Anreise bis da hin, aber am Wochenende habe ich eh nichts zu tun und solch einen Autobahncache wollte ich eh schon immer mal machen.

[/Ironie]

Viele Grüße
Onkelchen
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Re: Das gibt es ja gar nicht! Wir fahrn, fahrn, fahrn auf de

Beitrag von treemaster » Do 18. Aug 2011, 11:37

Mark hat geschrieben:
radioscout hat geschrieben:Solche "Caches" sollen abgewiesen werden.
Ja, genau. Alles verbieten, abweisen und löschen :kopfwand:

Wir fahren am Wochenende gerne mal zu Lost Places (jaja, ich weiß), die halt dann mal 50, 100 oder 200 Km weg liegen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Cache, der 100 Km (einfache) Wegstrecke hat und einem, der 100 Km von meinen Homekoordinaten weg liegt? Zuerst einmal absolut gar keiner.

Vielleicht sollten mir einfach alle Caches mit Entfernung > X Km vorenthalten werden. Dann würde ich nicht auf dumme Ideen kommen.
Ich sehe die Geschichte (fast) ebenso, jedoch haben sich bei uns die Prioritäten mittlerweile etwas verschoben...
Kaum ist für das Wochenende gutes Wetter vorhergesagt (was in diesem "Sommer" ja fast schon eine Seltenheit ist) steht nur noch die Frage im Raum: "Pfalz oder Frankenjura?"

Nach Westen haben wir 100km, nach Osten mind. 217km. Da wird auch nicht gefragt, wieviel CO2 ausgestoßen wird, allenfalls ob wir unser Auto vollbekommen oder schon den 7-Sitzer Caddy nehmen müssen. Rein um die Spritkosten zu teilen.
Also was soll das ganze Gejammere? Wenn ich im FraJu sehe, was da an Tschechen etc. auflaufen, man schon 14 Tage im Vorfeld kein Matrazenlager mehr bekommt, die Zeltplätze auch voll sind und an den Waldparkplätzen sich die Idioten, die bei höchster Waldbrandgefahr nachts um 0300 meinen, ein Feuer mitten im Wald ohne gesicherte Feuerstelle anmachen zu müssen, die Autotüre in die Hand geben, denke ich nichtmehr über EINEN Cache nach, den wahrscheinlich weniger machen werden als von der Straßenverwaltung eigentlich geplant war..... zusätzlich zu den PKW´s und Trucks, die die Strecke eh jeden Tag befahren.

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farino
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von farino » Do 18. Aug 2011, 12:12

TantchensOnkelchen hat geschrieben: Hast Du schon mal ausgerechnet, wieviele Server Dein Posting beschäftigt und wieviel CO2 dadurch ausgestoßen wird ? Nebenbei würde mich mal Deine Definition von "richtigem" Geocaching interessieren.

Viele Grüße
Onkelchen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 96697.html

Bitte, einfach mal so zur Info... :D
Farino & Stoerti haben ein Baby! 400 Jahre alt, 1000 qm umbauter Raum, 20 Jahre unbewohnt... die Leute nennen es Schloss. Wir nennen es "viel Arbeit!"
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Re: Sinn und Unsinn eines 160km Autobahn-Caches

Beitrag von Team Free Bird » Do 18. Aug 2011, 12:24

Mal eine kleine Frage an die "Tötet die PKW-Cacher Ecke":

Seid ihr so konsequent und benutzt wenigstens umweltfreundliche Verkehrsmittel?
Also nicht die Bahn. :D

Ich habe kein schlechtes Gewissen wenn ich mit meinem Ami auch mal 500km fahre, denn trotz riesigem Motor und viel Leistung bläst der viel weniger raus als z.b. ein neuer Golf.
Warum? E85 heisst das Zauberwort. (15% Benzin, 85% Bioethanol, 95Cent pro Liter)
Damit liege ich viel besser als jedes andere Verkehrsmittel, egal ob Bus oder Bahn, lediglich das Fahrrad schlägt meine Bilanz.
Deswegen solltet ihr nicht alle über einen Kamm scheren!
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