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Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Rupa
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von Rupa » Mi 14. Sep 2011, 13:16

argus1972 hat geschrieben:Ich befürchte, hier und auch in diesem ominösen Blog haben nur die wenigsten Cacher verstanden, worum es eigentlich geht! Der betreffende Owner verstand es entweder überhaupt nicht, bzw. vielleicht vielleicht sogar viel zu gut, denn die Reaktion bestätigt in schonungsloser Deutlichkeit, wie nah die Kritiker in den Blogkommentaren der Wahrheit auf die Pelle gerückt sind.

Als Rädelsführer der Kritiker, der sich auch noch erlaubt hat, nach seinem Kommentar die Kunde der Beschreibung dieses Machwerks über Twitter zu verbreiten, woraufhin die Kommentarzahl binnen kurzer Zeit schlagartig explodierte, möchte ich klarstellen, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass die Schräubchen dem Baum nicht nennenswert schaden werden, wohl aber dem RUF UNSERES HOBBIES, wenn sie entdeckt werden.
Aus diesem Grund halte ich den Ehrenkodex, als Geocacher für die Dose keinerlei Beschädigungen in der Umgebung zu verursachen, für sehr wichtig!
[...]
Was ist daran eigentlich so schwer verständlich? :kopfwand:
Was daran schwer verständlich ist? Zwei Schräubchen in der Borke verursachen soviel Schaden, wie zwei Reflektoren beim Nachtcache, das Photo vom entlaufenen Hund, Wanderwegsmarkierungen, Naturdenkmalschilder oder die Telephonnummer desjenigen, der seinen Schlüssel verloren hat. Wenn der Cache irgendwann wieder abgebaut wird, hinterläßt er keinen bleibenden Schaden. Anwohner in ländlichen Bereichen stellen i.d.R. alles mögliche mit den Bäumen am Wegrand an, Bauern wickeln ihre Stacheldrahtzäune darum, etc. pp.. Es gibt nicht den geringsten Grund, sich deswegen so zu echauffieren. Daß man sich das dreimal überlegen sollte und es trotzdem bestimmt nicht die beste Lösung ist, steht außer Frage, aber so ein Bohei zu machen... :irre:
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argus1972
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von argus1972 » Mi 14. Sep 2011, 13:47

Und wieder einer, der es nicht kapiert hat. :cry:

Noch mal zur Verdeutlichung meine Aussage, damit man es besser lesen kann, obwohl Du es zitiert hast:

..."dass die Schräubchen dem Baum nicht nennenswert schaden werden, wohl aber dem RUF UNSERES HOBBIES, wenn sie entdeckt werden.
Aus diesem Grund halte ich den Ehrenkodex, als Geocacher für die Dose keinerlei Beschädigungen in der Umgebung zu verursachen, für sehr wichtig!
"


Das ist der Kernsatz meine Aussage, das war der Grund für meine Kritik an dem Dosenmachwerk. Ich bin kein Ökologist, der kein Gräschen krümmen will, aber ich halte es für destruktiv für das Hobby Geocaching, wenn Cacher für die Verstecke etwas beschädigen.
Ich echauffiere mich übrigens in keinster Weise, ich mag aber einfach Begriffstutzigkeit für offensichtliche und eigentlich glasklar auf der Hand liegende Zusammenhänge nicht, die strapaziert meine Geduld.

Jetzt verstanden?

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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von Rupa » Mi 14. Sep 2011, 14:04

argus1972 hat geschrieben:Und wieder einer, der es nicht kapiert hat. :cry:
Fragt sich noch, wer was nicht kapiert hat. Schadet es dem Ruf des Naturschutzes, wenn das Schild mit der Aufschrift "Naturdenkmal" mit vier dicken Schrauben an der Eiche hält? Der Vergleich mag überzogen sein und der ein oder andere könnte so ein Versteck tatsächlich zum Anlaß nehmen, Geocaching als störend zu empfinden, daher läßt man das besser bleiben. Aber darauf kann man den "Täter" freundlich hinweisen; ihn deshalb gleich von vornherein zum Idioten zu stempeln ist absolut unangemessen.
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von binomsc » Mi 14. Sep 2011, 14:12

Sorry, ich bin wohl auch einer, der es nicht ganz kapiert....
argus1972 hat geschrieben:dass die Schräubchen dem Baum nicht nennenswert schaden werden, wohl aber dem RUF UNSERES HOBBIES, wenn sie entdeckt werden.
Aus diesem Grund halte ich den Ehrenkodex, als Geocacher für die Dose keinerlei Beschädigungen in der Umgebung zu verursachen, für sehr wichtig!
Ich stimme Dir zu, dass es keine Beschädigungen an der Umwelt geben sollte wegen Geocaching.

Aber wenn ich das richtig lese, stimmst auch Du inzwischen zu, dass diese drei Mini-Schräubchen gar keinen Schaden am Baum anrichten? Warum sollte sich dann jemand (Baumeigentümer, Strassenmeisterei o.ä.) dann darüber aufregen? Und ggf Geocaching negativ erscheinen lassen? Meinst Du, dass sich die Strassenmeisterei über drei Schräubchen aufregt? Ernsthaft?

Ich denke, wenn, dann regt die eher auf, dass da ÜBERHAUPT bzw. grundsätzlich ein Cache ist - egal, ob mit Kabelbinder oder per Magnet am Strassenschild oder an der Leitplanke...

Und um die andere Frage zu beantworten: Ja, das Versteck wertet IMHO den Micro deutlich auf im Vergleich zu 'magnetisch hinter Schild'.

Generell ist für mich nach Lesen der Blogeinträge, Kommentare und Foreneinträge hier nicht klar, WER sich hier zum Hans, äh, Horst macht... ;)

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Die Welt gehört dem, der sie geniesst. (Giacomo Graf Leopardi)
In diesem Sinne: geniesst doch einfach das Geocaching und ärgert Euch nicht über jede Kleinigkeit. ;-)

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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von Zappo » Mi 14. Sep 2011, 14:32

Rupa hat geschrieben:....... Aber darauf kann man den "Täter" freundlich hinweisen; ihn deshalb gleich von vornherein zum Idioten zu stempeln ist absolut unangemessen.
Ein gut Teil der Aufregung kommt ja wohl durch die gewollte/ungewollte bzw. begriffene oder nichtbegriffene Ironie im Blogbeitrag. Da kann man sich aufregen, man kann sich darüber aufregen, daß sich einer Aufregt usw. DA ist die Wahrheit, wenn es denn eine gibt, schon lange durch.
Zum Thema kann ich aber gerne sagen, daß Nägel in Bäume was sind, was VÖLLIG außerhalb meiner Vorstellungskraft ist. Das gehört zu "MACHT MAN NICHT" , neudeutsch NoGo. Nicht wenig, nicht klein, nicht nur als Ausnahme - sondern garnicht. Das ist eigentlich auch nicht zu diskutieren. So wie man nicht im Wald rumschreit, nicht Nachbars Katze tritt, nicht an der Supermarktkasse telefoniert und keine Frauen schlägt. Die Aufzählung mag sich etwas sprunghaft präsentieren, aber so ist der Mensch - Go oder NoGo. Nicht ein bisschen NoGo,

Die Fassunglosigkeit über allein die Möglichkeit stellt sich bei mir auch ein - da bin ich u.a. ganz bei Argus. Wenn mich das zum "Gutmenschen" stempelt, wie im Blog ironisch(?) angedeutet, kann ich auch nix tun. Mein Anwalt würde sich aber ob der Einschätzung totlachen :D :)

Gruß zappo
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von Zappo » Mi 14. Sep 2011, 14:42

binomsc hat geschrieben:Aber wenn ich das richtig lese, stimmst auch Du inzwischen zu, dass diese drei Mini-Schräubchen gar keinen Schaden am Baum anrichten? Warum sollte sich dann jemand (Baumeigentümer, Strassenmeisterei o.ä.) dann darüber aufregen? Und ggf Geocaching negativ erscheinen lassen? Meinst Du, dass sich die Strassenmeisterei über drei Schräubchen aufregt? Ernsthaft?...
Wenn Geocacher bekannt sind als "die, die Schrauben in Bäume drehen", wird wohl nicht diskutiert werden, wie dick und lang die Schrauben sind und ob sie genau an DIESER Stelle ausnahmsweise den Baum nicht schädigen. Es ist ja nicht so, daß man nicht schon größere und schädigendere Installationen gesehen hätte.

Im Übrigen regen sich hier sogar Geocacher über die Schräubchen auf - warum nicht auch die Straßenmeisterei? so ganz am Rande würde ich den Anteil der Erwachsenen über 50 , die Schrauben im Baum als völliges NoGo ansehen, auf 80 Prozent schätzen. Das haben die nämlich in der Schule noch gelernt.

Ich auch. Ernsthaft. Und nicht nur da.

Gruß zappo
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von argus1972 » Mi 14. Sep 2011, 14:55

binomsc hat geschrieben: Aber wenn ich das richtig lese, stimmst auch Du inzwischen zu, dass diese drei Mini-Schräubchen gar keinen Schaden am Baum anrichten? Warum sollte sich dann jemand (Baumeigentümer, Strassenmeisterei o.ä.) dann darüber aufregen? Und ggf Geocaching negativ erscheinen lassen? Meinst Du, dass sich die Strassenmeisterei über drei Schräubchen aufregt? Ernsthaft?

Ich denke, wenn, dann regt die eher auf, dass da ÜBERHAUPT bzw. grundsätzlich ein Cache ist - egal, ob mit Kabelbinder oder per Magnet am Strassenschild oder an der Leitplanke...
Würdest Du es darauf ankommen lassen?
Gegen eine Dose an sich ist nicht viel zu sagen, die wird einfach entsorgt, gegen eine angeschraubte Dose aber sehr wohl. Die erste Reaktion wird "welcher Vollidiot hat denn hier ..." sein. Ich möchte als Cacher nicht zu einer Gruppe Vollidioten gezählt werden. Du etwa?
Genau das ist aber die Folge!
Und nochmal: Würdest Du es darauf ankommen lassen?

Welche hypothetische Dose an Deinem Apfelbaum im Garten würdest Du eher tolerieren, bzw. wohlwollender betrachten und ohne weiter darüber nachzudenken entsorgen: Die, die man angeschraubt hat, oder die, die vielleicht mit etwas Tarnung an der Wurzel liegt?

Denk die Thematik doch einfach mal zu einem logischen Finale zu Ende, es ist nicht schwer :p

Überhaupt sollten Owner sich meiner Meinung nach immer, immer und immer fragen, wie sie selbst als Besitzer oder sonstwie Bevollmächtigter der jeweiligen Liegenschaft auf die Dose und ihre Tarnung reagieren würden, wenn sie diese zufällig finden.
Wenn das jeder Cacheleger machte (die allermeisten Owner machen es), käme es überhaupt nicht zu ungünstigen Verstecken an ungünstigen Stellen und mit Bauarbeiten und Beschädigungen und den Geocachern bliebe mancher Ärger erspart. Es könnte alles so einfach sein ...

Um mich zu wiederholen: Aber das versteht wohl nur, wer es verstehen will. :roll:
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von Ionspy » Mi 14. Sep 2011, 14:56

Mein kuerzlich veroeffentlichter erster Cache ist in einen Baum geschraubt.
Bisher hatte ich da kein schlechtes Gewissen, kannte auch noch keinen Geocacher Codex, der das verbietet.
Jetzt hat sich ein Trampelpfad vom Weg zum Baum gebildet und kleiner Aeste auf dem Kletterweg sind abgebrochen.
Ich werde den Cache abbauen.

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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von adorfer » Mi 14. Sep 2011, 15:12

argus1972 hat geschrieben:Und wieder einer, der es nicht kapiert hat. :cry:
Noch schlimmer fand ich, dass der Angesprochene es nicht verstehen wollte und dann diesen unsäglichen Blogpost nachgeschoben hat mit dem Tenor:
'Mich darf nur kritisieren wer noch nie einen Fehler gemacht hat. Schliesslich fahren doch alle Cacher zu schnell auf der FTF-Jagd und mißachten "Anlieger-frei"-Schilder'
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Re: Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Beitrag von radioscout » Mi 14. Sep 2011, 18:00

Rupa hat geschrieben: Schadet es dem Ruf des Naturschutzes, wenn das Schild mit der Aufschrift "Naturdenkmal" mit vier dicken Schrauben an der Eiche hält?
Nein, denn die Anbringung des Schildes erfolgt mit Genehmigung. Und garantiert auch, nachdem geprüft wurde, ob es dem Naturdenkmal nicht schadet.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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