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Schrauben in Bäumen.

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Schrauben in Bäumen wen Stört es ?

Schrauben in Bäume geht gar nicht.
55
51%
Mach ich nicht,stört mich aber auch nicht.
29
27%
Na klar schraub ich wenns für den Cache wichtig ist.
24
22%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 108

JoergKS(eh.DWJ_Bund)
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Mo 3. Okt 2011, 19:07

Dunkelziffer hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben: Ich oute mich mal als Mensch, der stolzer Besitzer von maximal 100 Bäumen ist [...]
Das ist in etwa auch die Aussage von drei verschiedenen Waldbesitzern, die ich persönlich kenne und schon zum Thema 'Schrauben in Bäumen' befragt habe. Niemand konnte nachvollziehen, dass vereinzelte Schrauben/Nägel im Baum irgendwie ein Problem darstellen würden. Und selbst wenn mal ein oder zwei Lagen beim bearbeiten Verfärbungen aufzeigen würden - so what? Bei der Produktion wird so viel Ausschuß produziert, dass niemand auf die Idee käme deswegen zu heulen oder die pösen Geocacher zu verfluchen. Im Gegenteil, jeder kannte unser Hobby und hatte überhaupt kein Problem damit, dass es in seinem Wald ausgeübt wird.

Für mich ist die Diskussion mal wieder nichts anderes als der übliche Sturm im Wasserglas der deutschen Cacher-"Community".
(Fettungen von mir)
Ich persönlich glaube ja auch, dass da z.T. ne Sau durchs Dorf getrieben wird. So wie das Verdrängen von Wild auf die Straßen (Unfälle) durch die "Massen" von Nachtcachern.

Einerseits ist es schön, dass die Personen die Du gefragt hast, das ziemlich entspannt sehen. Ob das repräsentativ ist aus dem Bereich Forst, kann ich nicht wirklich beurteilen.

Andererseits ist es - bei zunehmender Anzahl von Geocaches und Geocachern - einfach nur gut, wenn möglicher Wildwuchs beim Schrauben und Nageln im Vorfeld schon ein wenig eingedämmt wird.

Denn sonst kann es passieren, dass (von Neulingen) "hemmungslos" nachgeahmt wird, getreu nach dem Motto, "bei einigen besuchten Caches waren die Dosen auch an den Stamm geschraubt, das ist also völlig in Ordnung, wenn ich das selber auch so mache".

Und vor Ort zu Fragen und vor der Montage den Dialog zu suchen, dürfte dem Hobby die meisten Sympathien bringen.
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

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Taxnix
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von Taxnix » Mo 3. Okt 2011, 19:48

Stellen wir uns doch einfach mal vor, als wären die Schrauben x-beliebige Aufkleber, die irgendjemand zu Werbezwecken auf alle Autos in einer Straße klebt - darunter auch das Cachemobil eines Pro-Schraubendrehers - und nach deren Entfernung nur eine klitzekleine Lackverfärbung verbleibt.
Ich bin ein Cacher - Holt mich hier raus!

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friederix
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von friederix » Mo 3. Okt 2011, 20:09

DWJ_Bund hat geschrieben: Andererseits ist es - bei zunehmender Anzahl von Geocaches und Geocachern - einfach nur gut, wenn möglicher Wildwuchs beim Schrauben und Nageln im Vorfeld schon ein wenig eingedämmt wird.
Genau das ist der springende Punkt.
Es geht doch nicht um einen blöden Nagel, den irgendjemand aus Gedankenlosigkeit in irgendeinden Baum geschlagen hat.
Den Baum interessiert das ebesowenig wie mich die Schnittverletzungen, die ich mir beim arbeiten einmal wöchentlich regelmäßig zuziehe. Die heilen und sind schnell vergessen.

Ich muss da Zappo recht geben: Einigen wir uns auf: "Das macht man einfach nicht."
Dazu braucht es keine näheren Erläuterungen.

Als wenn es nicht genug andere Befestigungsmöglichkeiten gäbe ... (20% eines Autos sind zusammengeklebt - schätze ich :ops: )

Gruß friederix
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!

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radioscout
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von radioscout » Mo 3. Okt 2011, 23:14

Erst ist es nur ein Reflektor, der in der Rinde festgepinnt ist.
Ein Cacher sieht das und denkt sich, daß ein kleiner Nagel kein Problem ist.
Der nächste nimmt das als Rechtfertigung für einen langen Nagel.
Dieser wiederum führt dazu, daß der nächste Cacher mehrere Nägel und lange Schrauben verwendet, was wiederum dazu führt, daß ein anderer Cacher mehrere Löcher > 10 mm durch den gesamten Stamm bohrt und "richtig dicke" Schrauben benutzt (bis hier in alles selber gesehen).
Ein anderer sieht das und schneidet Löcher, in die eine 0,5-Liter-Dose passt (siehe Fred "Cool Cache Containers" im Blauen Forum).
Und am Anfang war es nur ein kleiner Pin in der Rinde.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

Team Hellspawn
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von Team Hellspawn » Di 4. Okt 2011, 01:14

Das Problem ist aber imho nicht der in der Rinde festgepinnte Reflektor sondern die Abwesenheit von GMV...
Jemand der den nicht nutzt dem kannst Du mit dem angepinnten Reflektor kein schlechtes Beispiel geben, der schlägt sowieso zu ...
Das ist mal schön auf den Punkt gebracht :) :
Merkur hat geschrieben:Ich hingegen fahr lieber mit dem Geländewagen zum Cache und werfe dabei mit Altbatterien nach Eulenbabys....nur um die Diskussion am laufen zu halten.

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rs-sepl
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von rs-sepl » Di 4. Okt 2011, 08:45

Zappo hat geschrieben:Bäume gehören jemand anderem. Und spätestens im Sägewerk sind Nägel - im Stamm - definitiv ein Problem.
Korrekt. Dass es Bäume gibt, die in keinem Sägewerk landen und damit aus dieser interessanten Diskussion rausfallen, darauf kommt wohl keiner. Beispiele spar ich mir, darauf sollte jeder selber kommen.
Zappo hat geschrieben:Die Argumentationsebene, daß man ein Mitgeschöpf auf dieser Welt - noch dazu eines, von dem wir leben - nicht belästigt, fang ich erst garnicht an.
Du isst also kein Fleisch und kein Gemüse/ Obst, oder was soll diese dünne Argumentation? :irre:

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HansHafen
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von HansHafen » Di 4. Okt 2011, 11:17

rs-sepl hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben:Bäume gehören jemand anderem. Und spätestens im Sägewerk sind Nägel - im Stamm - definitiv ein Problem.
Korrekt. Dass es Bäume gibt, die in keinem Sägewerk landen und damit aus dieser interessanten Diskussion rausfallen, darauf kommt wohl keiner. Beispiele spar ich mir, darauf sollte jeder selber kommen.
Moin,

und DU WEISST 100% welcher Baum das ist? Respekt!
Und DU WEISST auch bei welchem Baum der BESITZER das toll findet?

Ist das deine Art von "Argumentation"? Für mich ist das Kindergarten. "Der hat aber auch..." und "Da war aber auch schon mal..." - wird von dir gleich als Freifahrtschein generell für alle Bäume und Objekte ausgestellt.

Kannst du, oder willst du die obigen Argumente (!!!) nicht verstehen?
  • fremdes Eigentum
  • mögliche Schäden und Gefährdungen beim Verarbeiten der Bäume
  • mögliche Schädigungen des Baums bis zum Eingehen
  • mögliche Qualitätsminderung des Holzes (siehe fremdes Eigentum)
  • Vorbildfunktion: bei Nachahmern eskaliert die Schwere des Eingriffs evtl. erheblich
  • Beschädigung des Hobbies Geocaching. Behörden und Grundstücksbesitzer bekommen ein negatives Bild - das schädigt wiederum uns in Form von strengeren Regeln und Verboten (es gibt bereits zahllose Beispiele)
Jeder dieser Punkte reicht aus um eben KEINE EINZIGE Schraube in einen Baum zu drehen. Egal ob der Fall nun eintritt, oder nicht. Es reicht die Möglichkeit.
rs-sepl hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben:Die Argumentationsebene, daß man ein Mitgeschöpf auf dieser Welt - noch dazu eines, von dem wir leben - nicht belästigt, fang ich erst garnicht an.
Du isst also kein Fleisch und kein Gemüse/ Obst, oder was soll diese dünne Argumentation? :irre:
Hmm, wo wir gerade bei "Argumenten" sind...
Das Essen von Fleisch und Gemüse auf die gleiche Stufe zu stellen ist schon ganz schön :kopfwand:

Dann sollte man auch unterscheiden zwischen: "Ich töte Tiere weil ich essen muss und mich davon ernähre" und "Ich töte und quäle Tiere einfach so, macht mir Spaß, ist mein Hobby".

Geocachen ist nur ein Hobby und nicht lebensnotwendig.

Zum Thema Gemüse: Früchte usw. wachsen um sich zu reproduzieren. Wir essen also oft nicht die Pflanze selbst sondern eher deren Samen die eh abgestoßen werden um der Vermehrung zu dienen. Ich würde das jetzt also nicht unbedingt mit dem Töten von Tieren vergleichen! Zumal ich eh einer der verrückten Leute bin, die das so oder so nicht gut finden, egal zu welchem Zweck. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Davon, dass du eine Schraube in einen Baum drehst hängt in den meisten Fällen dein Leben nicht ab. Also musst du es nicht tun. Essen sollte man schon hin und wieder, das lässt sich kaum vermeiden. Und das ist eben der Unterschied - vermeidbare Schäden zu unterlassen.

Der ein oder andere mag meinen Diskussionsstil vielleicht auch nervig finden, ich möchte aber dazu anmerken, dass ich niemandem persönlich beleidigen oder angreifen möchte. Wenn ich mich aufrege, dann wegen der Sache und auch deshalb, da hier nicht vernünftig argumentiert wird.

Gute Argumente werden lächerlich gemacht und anschließend mit Kindergarten-Niveau gekontert ("Ich habe aber auch mal ein Schild gesehen das angeschraubt war, also darf ich jetzt überall Schrauben reindrehen..."). Das finde ich etwas anstrengend und wenig zielführend.

Ziel sollte doch sein unser Hobby lange weiter betreiben zu können ohne zu sehr durch äußere Einflüsse eingeengt zu werden. Und da sind wir wirklich unseres eigenen Glückes Schmied.

BG
HansHafen
Ich und die Schwerkraft, was für eine nervenaufreibende Kombination...

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rs-sepl
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von rs-sepl » Di 4. Okt 2011, 11:33

Liebe Hans,
ich lese mit Freude und Interesse Deine Beiträge und sehe auch die Mühe, die Du Dir hier gibst. Aber wir werden auf keinen grünen Zweig kommen. Ich hab schon verstanden was Du meinst, keine Sorge. Andersrum bin ich mir da nicht sicher.
Sicher wird der Besitzer einer verschrumpelten Birke oder Ahorn auf einer Brache (also kein Nutzwald) einen Herzkasper erleiden, wenn er nen Nagel im Baum sieht. Er hatte zwar nie in 100 Jahren vor, das Ding ins Sägewerk zu schicken, aber das macht man nicht. Recht hat er.

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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von Zappo » Di 4. Okt 2011, 12:33

...der Wahrheitsgehalt ist zwar nicht überprüfbar, aber mal ein Ausschnitt aus dem Jagdforum:
Munition und Vorwände sollte man diesen Aktionisten nicht bieten.
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foxxyfoxtrott
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Re: Schrauben in Bäumen.

Beitrag von foxxyfoxtrott » Di 4. Okt 2011, 13:14

rs-sepl hat geschrieben:Er hatte zwar nie in 100 Jahren vor, das Ding ins Sägewerk zu schicken, aber das macht man nicht. Recht hat er.
Aber selbstverständlich hat er Recht! Und wie, es ist nämlich SEIN Eigentum :shocked: ob du das nachvollziehen kannst oder nicht ist doch absolut Hupe.

Vielleicht kann man mal die Diskussion darauf beschränken fremdes Eigentum zu achten. Punkt. Bin mal gespannt wie viele Waldbesitzer auf Anfrage erlauben ihre Bäume mit Schrauben zu verzieren...

Wenn er es erlaubt ist doch alles klar, wenn er es verbietet auch. Ist man sich nicht sicher lässt man´s eben sein. Viel mehr Möglichkeiten gibt es da doch gar nicht...

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