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Eine Frage der Ehre ?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Zappo » Fr 21. Okt 2011, 13:13

Merkur hat geschrieben:Als "ehrlos" würde ichs bezeichnen, wenn man zueinander in einem Wettkampf steht und hier wissentlich regeln missachtet um einen Vorteil gegenüber dem anderen zu haben. Da man jedoch nur für sich selbst cacht, kann man sich hier eigentlich nicht ehrlos verhalten.

Einen Punkt möchte ich noch zum "sich selbst Betrügen" anbringen. Wenn man weiß, wie man zu einigen Logs gekommen ist, ist das kein Selbstbetrug, sondern einfach eine andere Art zu cachen. Ich betrüge mich ja nicht selbst, wenn ich mit der Seilbahn einen Berg rauffahre anstatt zu laufen. Oder wenn ich mir bei Ebay ein Souvenir aus Moskau bestelle anstatt da hinzureisen.

Als Selbstbetrug kann es eigentlich nur der sehen, der trotzig reagiert weil er sich mit dem "Schummler" vergleicht und merkt, dass er den kürzeren zieht. Ebendieser würde auch mit der Ehrenkeule kommen.

Einfach aufhören zu Vergleichen - und alle freuen sich :-)
Da ist viel dran.
Zum "Selbstbetrügen" mag ich aber noch ergänzen, daß auch meiner Meinung nach der Selbstbetrug nicht darin zu sehen ist , daß ich mich z.B. am Boden in die runtergelassene Dose eintrage (loggen darf ja der, der im Logbuch steht) , sondern der beginnt erst, wenn ich mich eventuell dann als "T5-Hero" sehe.

Und beim Betrachten der unseligen Statistikanzeigen kommt es beim Betrachter -leider- dann auch so an.

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Obi42 » Fr 21. Okt 2011, 21:26

Merkur hat geschrieben:Als "ehrlos" würde ichs bezeichnen, wenn man zueinander in einem Wettkampf steht und hier wissentlich regeln missachtet um einen Vorteil gegenüber dem anderen zu haben. Da man jedoch nur für sich selbst cacht, kann man sich hier eigentlich nicht ehrlos verhalten.
Nun, spätestens mit der einführung des Punktesystems durch Irish ist Geocaching zu einer Art Wettkampf mutiert.
(Ganz unabhängig davon, wie Ernst man es selber nimmt.)
Einen Punkt möchte ich noch zum "sich selbst Betrügen" anbringen. Wenn man weiß, wie man zu einigen Logs gekommen ist, ist das kein Selbstbetrug, sondern einfach eine andere Art zu cachen. Ich betrüge mich ja nicht selbst, wenn ich mit der Seilbahn einen Berg rauffahre anstatt zu laufen. Oder wenn ich mir bei Ebay ein Souvenir aus Moskau bestelle anstatt da hinzureisen.
Wenn ich eine alte Omi vor der Bank überfalle und ihre Rente klaue, ist das dann auch nur eine andere Art von Gehalt ?
(Und wo gebe ich das dann in der Steuererklärung an. Unter "Sonstige Einkünfte" ? :irre: )
Natürlich, kannst Du auch mit der Seilbahn hinauffahren. (Würde ich ja auch machen :D )
Aber wenn Du auch nur einen Funken Anstand in Dir hast, trägst Du Dich NICHT ins Gipfelbuch ein !
Als Selbstbetrug kann es eigentlich nur der sehen, der trotzig reagiert weil er sich mit dem "Schummler" vergleicht und merkt, dass er den kürzeren zieht. Ebendieser würde auch mit der Ehrenkeule kommen.
Jetzt bin ich aber wirklich neugierig, ob Du mit diesem Absatz jemanden bestimmtes meinst ! :roll:
Einfach aufhören zu Vergleichen - und alle freuen sich :-)
Wenn wir aufhören den Beschiss, den Betrug, die Verarscherei und die Lügen auf dieser Welt anzuprangern, sind wir bald alle am Arsch !
Und wer freut sich dann ?
Ärgere nie einen Geocacher !
Er kennt Orte, an denen Dich nie wieder jemand findet !

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Merkur » Fr 21. Okt 2011, 23:44

Obi42 hat geschrieben:Nun, spätestens mit der einführung des Punktesystems durch Irish ist Geocaching zu einer Art Wettkampf mutiert. (Ganz unabhängig davon, wie Ernst man es selber nimmt.)
Sorry, seh ich ganz anders. Bergsteigen ist auch kein Wettkampf obwohl man da Gipfel sammelt. Wird Malerei zum Wettkampf wenn du jedem Künstler für jedes Kunstwerk einen Punkt gibst?
Wenn du es als Wettkampf sehen magst, mach ruhig. Aber wundere dich dann nicht, wenn du dich ärgerst, dass andere anders spielen.
Wenn ich eine alte Omi vor der Bank überfalle und ihre Rente klaue, ist das dann auch nur eine andere Art von Gehalt ?
Ich glaube, dass du den Unterschied selbst erkennen müsstest - falls nicht hier der hint: Klau der Omi die Rente und du schadest wem. Logge alle Caches der Welt und kein Mensch hat auch nur irgendetwas weniger.
Natürlich, kannst Du auch mit der Seilbahn hinauffahren. (Würde ich ja auch machen ) Aber wenn Du auch nur einen Funken Anstand in Dir hast, trägst Du Dich NICHT ins Gipfelbuch ein !
Als Bergbewohner kann ich dir sagen, dass das Gipfelbuch heißt: „Ich war hier.“ und nicht „Ich bin so cool und bin zu Fuß hergegangen“. Aber wenn du die Welt für dich anders definierst dann sollst du diese Freiheit haben und darfst mich künftig als „ohne jeden Anstand“ bezeichnen ;-)
Jetzt bin ich aber wirklich neugierig, ob Du mit diesem Absatz jemanden bestimmtes meinst !
Ursprünglich hatte ich eigentlich niemanden im Sinn. Aber so wie du hier schreibst drängst du dich ja quasi in die Rolle rein. Wenn du möchtest kannst du gerne als offizielles Beispiel dienen, wenn du dich angesprochen fühlst.
Wenn wir aufhören den Beschiss, den Betrug, die Verarscherei und die Lügen auf dieser Welt anzuprangern, sind wir bald alle am Arsch !
Und wer freut sich dann ?
Dann fang mal damit an und lass den Geocachern ihren Frieden. Die sammeln nämlich Tupperdosen (oder auch nicht) und tragen sich in Online-Listen ein. Ich denke, die Welt verkraftet das – egal wie sie das machen ;-D

Unabhängig von der ganzen Konversation hier…Obi42, macht die Geocachen so überhaupt Spaß? Mir würde es keinen Spaß machen, wenn ich so verbissen auf die anderen schauen würde. Ich glaube, dann wäre Leichtathletik eher was für mich.

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Obi42 » Sa 22. Okt 2011, 01:17

Merkur hat geschrieben:
Obi42 hat geschrieben:Nun, spätestens mit der einführung des Punktesystems durch Irish ist Geocaching zu einer Art Wettkampf mutiert. (Ganz unabhängig davon, wie Ernst man es selber nimmt.)
Sorry, seh ich ganz anders. Bergsteigen ist auch kein Wettkampf obwohl man da Gipfel sammelt. Wird Malerei zum Wettkampf wenn du jedem Künstler für jedes Kunstwerk einen Punkt gibst?
Wenn du es als Wettkampf sehen magst, mach ruhig. Aber wundere dich dann nicht, wenn du dich ärgerst, dass andere anders spielen.
Wenn ich eine alte Omi vor der Bank überfalle und ihre Rente klaue, ist das dann auch nur eine andere Art von Gehalt ?
Ich glaube, dass du den Unterschied selbst erkennen müsstest - falls nicht hier der hint: Klau der Omi die Rente und du schadest wem. Logge alle Caches der Welt und kein Mensch hat auch nur irgendetwas weniger.
Natürlich, kannst Du auch mit der Seilbahn hinauffahren. (Würde ich ja auch machen ) Aber wenn Du auch nur einen Funken Anstand in Dir hast, trägst Du Dich NICHT ins Gipfelbuch ein !
Als Bergbewohner kann ich dir sagen, dass das Gipfelbuch heißt: „Ich war hier.“ und nicht „Ich bin so cool und bin zu Fuß hergegangen“. Aber wenn du die Welt für dich anders definierst dann sollst du diese Freiheit haben und darfst mich künftig als „ohne jeden Anstand“ bezeichnen ;-)
Jetzt bin ich aber wirklich neugierig, ob Du mit diesem Absatz jemanden bestimmtes meinst !
Ursprünglich hatte ich eigentlich niemanden im Sinn. Aber so wie du hier schreibst drängst du dich ja quasi in die Rolle rein. Wenn du möchtest kannst du gerne als offizielles Beispiel dienen, wenn du dich angesprochen fühlst.
Wenn wir aufhören den Beschiss, den Betrug, die Verarscherei und die Lügen auf dieser Welt anzuprangern, sind wir bald alle am Arsch !
Und wer freut sich dann ?
Dann fang mal damit an und lass den Geocachern ihren Frieden. Die sammeln nämlich Tupperdosen (oder auch nicht) und tragen sich in Online-Listen ein. Ich denke, die Welt verkraftet das – egal wie sie das machen ;-D

Unabhängig von der ganzen Konversation hier…Obi42, macht die Geocachen so überhaupt Spaß? Mir würde es keinen Spaß machen, wenn ich so verbissen auf die anderen schauen würde.
Ich glaube, dann wäre Leichtathletik eher was für mich.
Na, dann wünsche ich Dir in Zukunft viel Spaß bei Deinem neuen Sport.
Die Frage ist nur, ob sich die Leistungsrichter genau so leicht von Dir bescheißen lassen,
wie Du es ja anscheinend beim cachen praktizierst.

So und um Deinem nächsten Post zuvor zu kommen:

Da ich ja ein dummer Mensch bin und mich einer weiteren Kommunikation mit Dir unterlegen fühle, spiele ich jetzt den Beleidigten und Antworte Dir nicht mehr.
Congratulations ! :D

PS: Aber wenn ich mir Deine anderen Posts in diesem Forum so ansehe, bist Du ja eh überall nur am stänkern. Echt tolle Leistung für jemanden, der noch nicht mal einen Monat hier ist.
(Alternativ: Du wechselst regelmäßig Deinen Account hier.Könnte mir dann auch vorstellen, warum :p )
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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Merkur » Sa 22. Okt 2011, 01:25

Du bist ein komischer Kauz - aber ich mag dein Temprament...

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Zappo » Sa 22. Okt 2011, 10:32

Obi42 hat geschrieben:....Aber wenn Du auch nur einen Funken Anstand in Dir hast, trägst Du Dich NICHT ins Gipfelbuch ein !......
ICH mach sowas eh nicht, ich logge ja nichtmal alle gefundenen Caches. Zumindest keine Flachcaches ohne Erlebnis und/oder Location...........


Gruß Zappo
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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Merkur » Sa 22. Okt 2011, 16:50

@Zappo
Dann muss ich sagen dass du m.E. die schönste Art des Cachens praktizierst - das reine Genusscachen mit dem Outdooraspekt als Fokus.

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Zappo » Sa 22. Okt 2011, 21:24

Merkur hat geschrieben:@Zappo
Dann muss ich sagen dass du m.E. die schönste Art des Cachens praktizierst - das reine Genusscachen mit dem Outdooraspekt als Fokus.
Nöh, ich bin einfach faul - und hab viel anders zu tun. Mehr als 20-30 Mal im Jahr pack ichs normalerweise nicht zu Cachen. Nebenher muß ich auch noch Busschrauben, Motorradfahren, Bogenschießen, Holz machen, Jagdhütte betreuen oder lesen.
Und ich schaufle auch die Caches per Hand aufs Gerät (also entfallen automatisch Powertrails - das ist in der Vorbereitung schon zuviel Arbeit) und drucke Multi-Listings aus - und das mach ich halt nur für Caches, die mich interessieren.

Das kann allerdings auch "nur"ein Steinkreuz im Wald, eine Kapelle oder ein Aussichtspunkt sein - sooo anspruchsvoll bin ich denn doch nicht. Aber so ganz ohne Story, Erfahren, Erleben und nichtmal einem Logbuch zum Schmökern finde ich es dann doch etwas flach. Wenn sich der Owner keine Mühe gibt, einen regelgerechten Cache zu verstecken - warum soll ich mir die Mühe machen, den dann zu suchen?

Und alles, was mich vom "auf-dem-Bett-liegen" abhält, ist Mühe. Die sollte sich lohnen.

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Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von Trracer » So 23. Okt 2011, 10:45

Klasse, zappo aber hast Du diese Selbstbeweihräucherung nötig? Meine Art des Cachens ist dies nicht und die Mehrheit der Cacher cacht auch nicht so. Obwohl man in diesem Forum immer den Eindruck vermittelt bekomt, dies wäre der absolut richtige Weg, glaube ich dem ist nicht so. Die Realität ist nicht so und ob ich einen 10km Powertrail zu Fuß gehe oder einen 10km Multi zu Fuß gehe es gibt keinen Unterschied, bei beiden kann ich ein tolles Naturerlebnis haben und bei beiden kann ich in die Scheiße greifen.

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Re: Eine Frage der Ehre ?

Beitrag von chrysophylax » So 23. Okt 2011, 11:36

Zappo hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:@Zappo
Dann muss ich sagen dass du m.E. die schönste Art des Cachens praktizierst - das reine Genusscachen mit dem Outdooraspekt als Fokus.
Nöh, ich bin einfach faul - und hab viel anders zu tun. Mehr als 20-30 Mal im Jahr pack ichs normalerweise nicht zu Cachen. Nebenher muß ich auch noch Busschrauben, Motorradfahren, Bogenschießen, Holz machen, Jagdhütte betreuen oder lesen.
Und ich schaufle auch die Caches per Hand aufs Gerät (also entfallen automatisch Powertrails - das ist in der Vorbereitung schon zuviel Arbeit) und drucke Multi-Listings aus - und das mach ich halt nur für Caches, die mich interessieren.
+10! Daumen hoch, halte ich sehr ähnlich. Auch wenn ich weder Jagdhütte, noch Bogen, noch Motorrad habe - aber es gibt auch noch ein Leben ausserhalb des Dosensuchens, dass durchaus auch sehr schön sein kann...

chrysophylax.

P.S.: Um ein wenig zum Thema beizutragen: Ich glaube, in dem Moment, in dem ich das erste Mal einen Cache loggen würde, den ich nicht selbst gefunden habe (elektronisch oder auf Papier) würde es *plingkrachschepper* machen und irgendetwas "magisches" kaputtgehen. Selbst wenn das ausser mir niemand mitbekommt. Das möchte ich mir selbst nicht antun. Jeder Andere mag das nach seinen Vorlieben halten wie er selbst das für richtig hält - ist dann sein *plingkrachschepper* und nicht meins und ich hör es eh nicht.

Ich seh das nicht mal irgendwie als "Beschiss", einfach nur als "bis hierhin hab ich den vorgesehenen Weg genommen, ab hier hab ich ihn verlassen, was zwar nicht unbedingt illegal aber zumindest nicht vorgesehen ist."

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