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Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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imprinzip
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Re: Kritik

Beitrag von imprinzip » Mo 31. Okt 2011, 23:42

TantchensOnkelchen hat geschrieben:
SarahBonn hat geschrieben:[..]
Für mich hat das nichts mehr mit Geocaching zutuen?

Warum nicht ?

Viele Grüße
Onkelchen
Vielleicht, weil Geocaching wie jedes andere Hobby Menschen verbinden soll.
Weil man Gemeinsamkeiten hat.
Oder schlichtweg, weil es Spaß machen soll.

Aber warum wundere ich mich eigentlich...
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)

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Levìathan
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Levìathan » So 6. Nov 2011, 22:00

Dazu muss ich mich jetzt einfach einmal äußern...
Eigentlich war ich immer der Ansicht, bzw. wurde mir fleißig vermittelt, das Geocacher ja so ein freundliches Völkchen wären. Liebe und Kuschelmuschel. Tolerant, so hilfsbereit und immer mit guten Ratschlägen zur Stelle.

Nachdem ich jetzt öfters Kritik an verschiedenen Caches von verschieden Ownern geäußert habe - ah sorry - ich habe natürlich gewagt(!!!) etwas negatives über dessen Meisterleistung zu schreiben, wurde mir klar, das dieses nette Völkchen eine Bande von zu später Nacht gefütterten Gremlins ist.

Totschlagargumente wie:
1. Und das sagt jemand mit unter (x-beliebige Zahl) Founds! Du hast keinen Plan!
2. Du hast ja selbst nur (x-beliebe Zahl) versteckte Caches! Du hast keinen Plan!
3. Ich repariere das nicht mehr, weil es eh ständig kaputtgemacht wird
4. ...........
sind nur einige der Sachen die ich mir schon anhören musste (auch persönlich von fremden Cachern ohne jegliche Kritik jemals geäußert zu haben).

Und eine gewisse Vetternwirtschaft ist Gang und Gebe.. da werden Notes ohne Kommentar gelöscht, man wird brutalst öffentlich im Listening von Ownern angepöbelt und das wird toleriert, aber wenn man selbst was dazu schreibt wird wieder gelöscht.

Ach herrlich.. ich hab eine ganze Palette solcher Stories auf Lager. Von öffentlich geführten Diskussionen, bis hin zu Maildialogen die ganze Ozeane vergiften könnten.

Wenn man einen Cache legt, sollte man sich auf Kritik gefasst machen und sich darauf freuen. Denn nur aus Fehlern kann man lernen... Aber wenn man über 1.000 Founds hat, macht man keine Fehler. Wenn man über 50 gelegte Caches hat, muss man keine Wartungen mehr machen. Und wenn man eine einzigartige Location besetzt, muss man erst recht nicht dafür Sorge tragen, das die Caches auch einem gewissen Standard entsprechen. Nein.. ganz im Gegenteil, man darf ungestraft auf Nicht-Statistikern rumhacken und Sie flamen und dabei den Schutz der Gemeinde nutznießen. So ist das.

Gott.. schafft euch n paar Eier an.. herrje..
Cache like a Boss.

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von imprinzip » So 6. Nov 2011, 22:38

Levìathan hat geschrieben: Wenn man einen Cache legt, sollte man sich auf Kritik gefasst machen und sich darauf freuen. Denn nur aus Fehlern kann man lernen...
Wäre schöne, wenn.
Aber nun wird auch Geocaching von Menschen gespielt.
Und warum sollen sich ausgerechnet bei diesem Hobby ausschließlich Leute tummeln, die
a) in der Lage sind, Kritik zu äußern und sich nicht verstecken
b) in der Lage sind, Kritk anzunehmen und dabei Sach- und Beziehungsebene trennen können
c) in der Lage sind, auch mal über den Dingen zu stehen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Geocacher wahnsinnig gern rumjammern, sich anpöpeln, mit Kanonen auf Spatzen schießen und sich teilweise kindischer benehmen, als ein ganzer Grundschul-Hort.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es genug Cacher gibt, die sich erwachsen benehmen und einfach ihren Spaß haben, ohne dafür den Rücken anderer benutzen zu müssen.

Es "menschelt" eben überall.
Levìathan hat geschrieben:Gott.. schafft euch n paar Eier an.. herrje..
:2thumbs:
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Levìathan » So 6. Nov 2011, 22:50

imprinzip hat geschrieben:Es "menschelt" eben überall.
*ausdruck*
*auf GPS kleb*
*auf Monitor kleb*

:^^:
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Zappo » Mo 7. Nov 2011, 10:25

Levìathan hat geschrieben:.....Ach herrlich.. ich hab eine ganze Palette solcher Stories auf Lager. Von öffentlich geführten Diskussionen, bis hin zu Maildialogen die ganze Ozeane vergiften könnten........
Sammelst Du sowas? :D
Die Gemeinsamkeit ist seit den Pionierjahren eben rum. Das ist eine ganz normale Entwicklung - wenn die Gruppe zu groß und zu gemischt ist, werden Unstimmigkeiten eben nicht mehr durch das gemeinsame Hobby zugedeckt, sondern ausgetragen. Daß Geocaching allerdings nur 3-5 Jahre für diesen "Entwicklungsschritt" gebraucht hat, ist allerdings bemerkenswert.

Was bleibt, ist die Möglichkeit des Einzelnen, sich SELBST einigermaßen überm Kindergartenniveau zu halten, zu seiner Meinung zu stehen, seine Kritik sachlich zu äußern - und auch danach zu handeln. Daß das nicht immer klappt, ist aber auch MIR klar - Kopfweh vom zu eng gewordenen Heiligenschein hab ich auch nicht :D .

Und unter der Menge der das Hobby "okkupierenden" Flachcacher befinden sich auch eben eine große Anzahl der "Generation Weinerlichkeit" , die anscheinend die Unterscheidung zwischen Kritik und persönlichem Angriff weder gelernt noch begriffen haben und sich schnell beleidigt, aber noch schneller beleidigend zeigen. So gesehen ist Geocaching inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Zappo
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Pico » Do 10. Nov 2011, 10:51

Ist es denn in Ordnung unter einem Cache eine Note zu posten und zu sagen, dass man grade diesen Cache nicht suchen wird weil schon in den Kommentaren deutlich wird, dass er entweder nicht gepflegt wird (Ohne Deckel laut Kommentar von vor einem Monat) oder er in er Nähe eines Müllablageplatzes und es allem Anschein sonst keinen wirklichen Grund gibt sich dort hinzubegeben außer wegen einem Punkt und einem Smiley auf der Karte?
Gruß
Pico

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Chanur73 » Do 10. Nov 2011, 11:21

Hallo Pico,

ich würde mir den Ort erst ansehen und mich nicht auf irgendeinen Vorlog verlassen, den du nicht überprüft hast. Und wenn dir der Cache wirklich nicht gefällt, kannst du immer noch entscheiden, ob du ihn nun loggen willst oder eine Note schreibst, die dann aber sachlich und freundlich kritisieren sollte und in der nicht einfach nur drauf losgemeckert wird.
Geschriebenes kommt i.d.R. unfreundlicher rüber, als wenn man es dem Gegenüber ins Gesicht sagt - das sollte man im I-Net eigentlich immer bedenken.
Zu Kritik gehört auch immer ein besserer Gegenvorschlag.

Grüße, Birgit
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Zappo » Do 10. Nov 2011, 14:07

Pico hat geschrieben:Ist es denn in Ordnung unter einem Cache eine Note zu posten und zu sagen, dass man grade diesen Cache nicht suchen wird weil schon in den Kommentaren deutlich wird, dass er entweder nicht gepflegt wird (Ohne Deckel laut Kommentar von vor einem Monat) oder er in er Nähe eines Müllablageplatzes und es allem Anschein sonst keinen wirklichen Grund gibt sich dort hinzubegeben außer wegen einem Punkt und einem Smiley auf der Karte?
Ich bin da hin- und hergerissen. Es gibt GEFÜHLT da draußen eine riesengroße Anzahl von Caches, die nicht im geringsten irgendwas mit Cachen zu tun haben, nix zeigen, kein Erlebnis vermitteln - und dies auch schon im Listing oder in den Logs erkennen lassen. Wenn ich da für jeden ein Kritiklog schreibe, habe ich erstens die nächste Zeit sehr viel zu tun, zweitens bin ich als ewiger Miesmacher abgestempelt und meine Notes werden entsprechend wenig ernst genommen, und drittens brauch ich auf keinen Event mehr zu gehen - zumindest ist das dann wenig entspannend :D .

Ich hab für mich entschieden, Kritiknotes bei denen zu schreiben , die sich trotz Auswahl vor Ort als Flop entpuppen. Da log ich keinen Found - DA halt ich meine Statistik sauber.

Ist dann immer lustig, wenn die nächsten Logs mehrheitlich dann doch wieder "danke für den Cache" lauten - auch von Leuten, die schon lange dabei sind und eigentlich dasselbe denken wie ich - aber bei denen ist der Punkt halt stärker.

Zappo
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Pico » Do 10. Nov 2011, 14:14

Schade. Ich denke diese Form von Kritik, sollte sie häufiger kommen, könnte dazu führen, dass sich die Problematik von Mülleimer-Caches reduziert weil sie keiner mehr besucht.

Nichts sagen kann ja nun auch nicht die Lösung sein.
Zuletzt geändert von Pico am Do 10. Nov 2011, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Pico

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Zappo » Do 10. Nov 2011, 14:26

Pico hat geschrieben:Schade. Ich denke diese Form von Kritik, sollte sie häufiger kommen, könnte dazu führen, dass sich die Problematik von Mülleimer-Caches reduziert weil sie keiner mehr besucht.

Nichts sage kann ja nun auch nicht die Lösung sein.
Du unterschätzt, wie tief und weitverbreitet die Ansicht ist: "jeder Cache ist ein guter Cache" - weil er ja irgendjemand gefällt, weil er ja auch viel geloggt wird.
Daß das absoluter Quark ist, werden selbst DIE wissen, die sowas behaupten - dient aber als Deckmäntelchen für die eigene Punktesucht und der Bequemlichkeit, sich keine Gedanken machen zu müssen.

Aber Respekt für Deine Meinung und viel Kraft - ICH ändere die Welt nichtmehr :D

Gruß Zappo
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