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Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Bursche
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Bursche » Do 10. Nov 2011, 14:52

Pico hat geschrieben:Schade. Ich denke diese Form von Kritik, sollte sie häufiger kommen, könnte dazu führen, dass sich die Problematik von Mülleimer-Caches reduziert weil sie keiner mehr besucht.

Nichts sagen kann ja nun auch nicht die Lösung sein.
Auf deine Kritik kommen aber dutzende, wenn nicht hunderte "Danke für den Cache" Die Standardreaktion auf kritische Logs von Basic-membern ist derzeit, den Cache auf PMO zu setzen. Und viele Geocacher suchen einfach alles, denn sie "brauchen" jeden Tag einen Fund für irgendeine Statistik, leiden unter dem Wahn, jeden cache im Umkreis von x-Kilometern gefunden haben zu müssen...

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Pico
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Pico » Do 10. Nov 2011, 15:01

Das mit den Statistikcachern ist mir auch schon aufgefallen. Wobei ich mich momentan auch noch über (fast) jeden Punkt freue ;-)

In vielen Beiträgen wird davon gesprochen dass es oft die nicht informierten Anfänger sind, die ohne Ahnung zu haben Dosen verteilen (Wobei ich hier auch alteingesessene - und allem Anschein nach geschätzte - Cacher "kenne" deren Dosen eher wie Müllentsorgung wirken). Und genau diese Anfänger könnte man über eine konstruktive Kritik vielleicht "weiterbilden". Vielleicht könnten organisierte Stammtische diese dann auch an die Hand nehmen. Keine Ahnung in wie Weit die so organisiert sind.
Gruß
Pico

Bursche
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Bursche » Do 10. Nov 2011, 15:10

Pico hat geschrieben:Das mit den Statistikcachern ist mir auch schon aufgefallen. Wobei ich mich momentan auch noch über (fast) jeden Punkt freue ;-)

In vielen Beiträgen wird davon gesprochen dass es oft die nicht informierten Anfänger sind, die ohne Ahnung zu haben Dosen verteilen (Wobei ich hier auch alteingesessene - und allem Anschein nach geschätzte - Cacher "kenne" deren Dosen eher wie Müllentsorgung wirken). Und genau diese Anfänger könnte man über eine konstruktive Kritik vielleicht "weiterbilden". Vielleicht könnten organisierte Stammtische diese dann auch an die Hand nehmen. Keine Ahnung in wie Weit die so organisiert sind.
Diese "Anfänger legen doofe Dosen"-Thema ist so eine Forums-Legende.

Diese ersten doofen Dosen wurden nicht von Anfängern gelegt! Die ersten doofen Dosen die hier vor Jahren auftauchten wurden gelegt um dem Cacher-Kollegen die Mittagspause zu „verschönern“, um den einen Mysteriehasser zu „ärgern“ um den einen FTF-Jäger zu ärgern… das waren erst keine doofen Dosen, denn die lokale Cachergemeinde hatte Spaß daran, man kannte sich, man wusste für wen die Dose gedacht war… Leider sind diese Dosen nicht nach 8 Wochen archiviert worden sondern liegen teilweise jahrelang und so finden viel Neucacher diese Dosen und denken, das wäre Geocaching. Haben sie dann erstmal 50 solcher doofen Dosen gefunden, legen sie nach diesen Vorbildern selbst so ne Dose.... diese Dose wird dann in den ersten Stunden nach dem publish 10 mal geloggt. Wenn dann einer ankommt und schreibt, "das ist aber ne doofe Dose" dann erreicht er meist gar nichts!

Paus-online
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Paus-online » Do 10. Nov 2011, 16:00

Steht es eigentlich irgendwo, daß Logs grundsätzlich wohlwollend abzufassen sind, wie z.B. bei Arbeitszeugnissen? Man könnte so den Eindruck haben...

Ich habe mal testweise einen Pissecken-Mikro gelegt und habe auf die berechtigte Kritik gewartet. Viel kam allerdings nicht dabei raus: Einmal wurde die Location als Sch..haus und einmal als Kloake bezeichnet, dazu eine Menge wohl ironisch zu verstehender Bemerkungen. Mit 36 Funden in knapp drei Monaten ist die Dose jetzt mein am häufigsten gefundener Cache und hat sogar drei GCVote-Sterne. Da versteh noch einer die Welt...

Ich haue dann in meinen Logs doch schon das ein oder andere Mal gerne drauf und habe die Erfahrung gemacht, daß auch einer der folgenden Cacher sich gerne mal kritisch äußert, wenn es schonmal einer vorgemacht hat.

Auf der anderen Seite darf ich mich halt nicht wundern, wenn ich meinem Unmut mit einer geharnischten Kritik Luft mache. Zuletzt mußte ich mich als unfair und statistikgeil beschimpfen lassen, weil ich es gewagt habe, einen an einer Kläranlage ausgelegten Cache zu kritisieren.

Trotzdem wäre es mir viel lieber, wenn öfters mal ehrlich geloggt würde und nicht nur dieses DFDC-Gesäusel abgesondert würde.

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robbi_kl
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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von robbi_kl » Do 10. Nov 2011, 16:48

Paus-online hat geschrieben:Ich habe mal testweise einen Pissecken-Mikro gelegt ...
Und warum macht man so was "testweise"? Leg doch mal "testweise" eine tolle Dose an einer herausragenden Location.

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Paus-online » Do 10. Nov 2011, 16:51

Von denen habe ich genug...

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von Bursche » Do 10. Nov 2011, 17:16

Paus-online hat geschrieben:... Mit 36 Funden in knapp drei Monaten ist die Dose jetzt mein am häufigsten gefundener Cache und hat sogar drei GCVote-Sterne. Da versteh noch einer die Welt...
....
Na dann will ich dir mal die Welt der Geocacher erklären:

Stell dir vor von 10 Geocachern sind nur 2 im Statistikwahn, sie suchen speziell nach der schnellen Dose und loggen generell wohlwollend. Sie suchen am Wochenende 40 Dosen. Das macht 80 Logs. Nun sind nicht alle schnellen Dosen Statistikmüll aber mindestens die Hälfte. Macht also 40 wohlwollende Logs für Schrottcaches.

Die anderen 8 suchen sich ihre Caches gezielt aus und loggen auch mal kritisch wenn sie versehentlich ne Niete gezogen haben. Sie suchen aber am Wochenende nur je 4 Caches! Macht als nur 32 Logs. Da sie die Caches vorher sorgfältig ausgesucht haben, hatten nur 4 von den 8 ne Niete dabei. Macht also 4 kritische Logs für Schrottcaches!

Das deckt sich ungefähr mit deinem Testergebnis.

Was denken sich nun die Owner der Schrottcaches? 44 Logs und 40 hat´s gefallen, nur den 4 Querulanten nicht, sollen die halt was anderes suchen!

Was denken sich die Owner der schönen Caches? 28 Logs während die Schrottcaches 44 (bzw. die Statistikcaches 80) bekommen haben, vielleicht sollte wir auch eher Statistikdosen legen!

Du siehst, wer auf Zahlen und Statistiken schaut, tritt ganz schnell in die Scheiße! Nur ist leider kaum ein Geocacher in der Lage, die ganzen Zahlen die ihm überall unter die Nase gerieben werden zu ignorieren. Und so nutzt er nur die Plattform mit den meisten Caches, loggt die Caches mit den meisten Fundzahlen, legt Caches so, dass sie möglichst oft gefunden werden.... und wenn er mal eben 10min Zeit hat dann tut er noch was für seine Statistik und loggt nen Pisseckenmicro!

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von radioscout » Do 10. Nov 2011, 18:12

Bursche hat geschrieben: Diese ersten doofen Dosen wurden nicht von Anfängern gelegt! Die ersten doofen Dosen die hier vor Jahren auftauchten wurden gelegt um dem Cacher-Kollegen die Mittagspause zu „verschönern“, um den einen Mysteriehasser zu „ärgern“ um den einen FTF-Jäger zu ärgern…
Wenn ein "Caches" nur den Zweck hat, jemanden zu ärgern, kann es normalerweise kein guter Cache sein.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von MadCatERZ » So 13. Nov 2011, 18:48

Hier mal ein Fallbeispiel:

Ein Freund von mir(nicht mit mir identisch) hat neulich mitsamt Familie einen Stadt-Nachtcache gemacht, er hat sich an jeder Station geärgert, er hat sich über das Listing geärgert.
Jetzt überlegt er seit geraumer Zeit, was er online schreiben soll, da er Racheaktionen fürchtet, wenn er seine wahre Meinung äußert.

Ich selbst logge zugebenermaßen eher positiv, auch wenn ich den betroffenen Cache eher schlecht finde, im schlimmsten Fall ein neutrales 08/15-Log, ich kann mich selten dazu durchringen, mal wirklich Kritik zu äußern, eben weil ich 'Gegenschläge' befürchte.

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Re: Darf man heutzutage eigentlich keine Kritik mehr äußern?

Beitrag von QuaerensThesaurum » Mo 14. Nov 2011, 08:58

Ich schreibe normalerweise genau das, was ich mir beim Loggen eines Caches gedacht habe.
Das ist in der Vielzahl der Fälle positiv, aber gewiss nicht bei jeder Dose.

Manche nehmen sich der Kritik an und ändern bzw. verbessern etwas.
Viele ignorieren die Logs einfach.

Von Ownern habe ich noch nie ein böses Wort zurück bekommen, nur von ein paar anderen Cachern, die nicht meiner Meinung waren. Das passiert im "echten" Leben aber genauso.
Ich glaube, dass ist eine Typfrage. Wer eher zurückhaltend oder schüchtern ist, der loggt auch vorsichtiger, um keinem auf dei Füße zu treten. Und die, die sich ihrer Sache sicher sind, loggen auch eher forsch.

Ich bin dafür, Meinungen offen auszusprechen, auch in Logs!

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