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Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Brauchen wir einen "Geocaching-Verband"?

Umfrage endete am Sa 14. Jan 2012, 16:43

Ja
27
19%
Nein
115
81%
 
Abstimmungen insgesamt: 142

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Marschkompasszahl
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 16. Dez 2011, 11:56

Der Vorschlag eines übergeordneten Verbandes, einer Kommunikationsplattform fürs Geocaching ist grundsätzlich eine feine Idee.

Ein solcher Verband, mit vielen, vielen, Mitgliedern wäre natürlich auch ein geeignetes Sprachrohr, um Lobbyarbeit FÜR Geocaching zu betreiben und die Rechte der Cacher zu stärken - auch und gerade gegenüber Jägern, Behörden, usw. (vielleicht sogar mit der Option einer speziellen Rechtsschutzvers. für GC). Das wäre natürlich verlockend.

Auf der anderen Seite würde dies genau zu jener Vereinsmeierei führen, deren Nichtvorhandensein ich beim Cachen so schätze. Ich will nicht Mitglied im "GC-Kreisverband Rheinhessen e.V." sein müssen, um ein gut organisiertes Cacherleben führen zu können, per Brief und Hochglanzprospekt zum nächsten Event eingeladen werden und dafür auch noch EXTRA Geld zahlen. Ich zahle so schon 30 EUR im Jahr für wenig Extra-Leistung. Die Leistungen erbringen die Cacher selbst, nicht die Plattform. Aber das ist ein anderes Thema.
Um es mit Groucho Marx auszudrücken: "Ich möchte in keinem Club Mitglied sein, der solche Leute wie mich aufnimmt."

Und aus Sicht eines solchen Verbandes möchte ich auch nicht für alle Cacher sprechen müssen und jeden Cache und Owner in Schutz nehmen. Bombenattrappen vor Botschaften; Leichenteile entlang des Wanderwegs oder einfach nur Pissecken-Tradis,... Gibt leider einige Hohlbirnen, denen man das GPS-Gerät (oder iPhone) abnehmen müsste. Nur wie will man das Erreichen?

Die Einführung einer Cacher-Lizenz, samt Sachkunde (analog zum Angelschein)?

Dann wird das eigentlich doch kostenlose Hobby recht kostenintensiv. Beispiele:

50 EUR - für die Sachkunde
60 EUR - Jahres-Cache-Lizenz
30 EUR - GS-Premium-Account
20 EUR - Mitgliedschaft im Deutschen Geocacher Verband. e.v
und vielleicht führt man noch eine Gebühr pro Dose ein, z.B. 1 EUR/Dollar pro zu suchender Dose (die man im Voraus entrichten muss, um die Koordinaten zu bekommen) - unabhängig von Found oder Nicht-Found.

Das wären natürlich auch Möglichkeiten, um die Cacheflut einzudämmen. Nur wollen wir das? Vor allem vor dem Hintergrund, dass man damit anderen Leuten die Taschen voll macht? Denn ob Cacher-Verband oder Cache-Lizenz -- ohne Kosten wird das nicht gehen.

Und das wäre für mich auch der Hauptgrund, aus dem "Marken"-Caching auszusteigen.

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Zappo » Fr 16. Dez 2011, 12:16

FALLS man auf Akzeptanz und Verständnis der Grundstückseigentümer, Verwaltung und Forst setzen will, gibt es ja erst ein paar andere Schritte zu tun, BEVOR man meint, eine Organisation gründen zu müssen.
Das ist Schritt 2 vor Schritt 1 gemacht. Wie beim Euro :D

Da sollte man erstmal gute Caches legen und das Hobby - auch quantitativ - unstörend ausüben lernen.
Und sich von dem Rest - einschließlich der zugehörigen Ausübenden - verabschieden.
Dann kann man auch auf Augenhöhe argumentieren. Dann wäre aber auch eine Organisation und damit verknüpfte Lobbyarbeit überflüssig. Die braucht nämlich m.E. nur der, der im Vorfeld schon Fehler gemacht hat. Wir.

Da aber die Cachers schon Schritt 1 niemals hinkriegen, ist das alles ein bisschen müßig.


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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Fr 16. Dez 2011, 12:23

Marschkompasszahl hat geschrieben:...
Wie ich hier http://www.geoclub.de/viewtopic.php?p=951195#p951195 schon mal schrieb:
DWJ_Bund hat geschrieben:Und nen Verband brauchts im Grunde gar nicht, wenn sich beispielsweise alle Listingplattformen auf eine plattformübergreifende Lösung/Marschrichtung verständigen würden. Wie genau die aussieht, müsste am Besten möglichst zusammen mit erfahren Geocachern analysiert und nicht am "grünen Tisch" über die Köpfe der Hobbytreibenden entwickelt werden.
Heißt unterm Strich: Die Listingplattformen können in gewissen Grenzen genau die Interessenvertretung ihrer (zahlenden) Nutzer sein. Dazu brauchts keine weitere Struktur wie einen Verband. Voraussetzung ist natürlich, dass sich die Benutzer in Grundsatzfragen z.B. mit Jagd/Forst/Eigentümern von "ihrer" Listingplattform vertreten lassen möchten und die Listingplattformen dies auch tun wollen.

Im Grunde beginnt Groundspeak ja grad damit, weil (siehe: http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=109&t=60323 bzw. http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=109&t=60322)
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 16. Dez 2011, 13:42

DWJ_Bund hat geschrieben:Und nen Verband brauchts im Grunde gar nicht, wenn sich beispielsweise alle Listingplattformen auf eine plattformübergreifende Lösung/Marschrichtung verständigen würden. Wie genau die aussieht, müsste am Besten möglichst zusammen mit erfahren Geocachern analysiert und nicht am "grünen Tisch" über die Köpfe der Hobbytreibenden entwickelt werden.

Heißt unterm Strich: Die Listingplattformen können in gewissen Grenzen genau die Interessenvertretung ihrer (zahlenden) Nutzer sein. Dazu brauchts keine weitere Struktur wie einen Verband. Voraussetzung ist natürlich, dass sich die Benutzer in Grundsatzfragen z.B. mit Jagd/Forst/Eigentümern von "ihrer" Listingplattform vertreten lassen möchten und die Listingplattformen dies auch tun wollen.
Edle Vorstellung. Nur glaube ich nicht daran. Groundspeak ist mit "Geocaching.com" Marktführer, sowohl was die Zahl der Dosen, als auch der registrierten Mitglieder angeht. Und Groundspeak ist eben ein Gewinn orientiertes Unternehmen. Was sollen die sich mit Vertretern von Feierabend-Plattformen zusammen sezten? Erst Recht würden sie nicht das Zepter aus der Hand geben und statt des Managements ein paar unabhängige, erfahrene Cacher die Entscheidung überlassen, wie sich Geocaching weiter entwickeln und darstellen soll.
Die Gewinnmaximierung steht klar im Vordergrund. Anstatt mal die schlampig und ungenau formulierten Regelwerke zu überarbeiten; Klarheiten für Cacher, Owner und Reviewer zu schaffen; zentraler Ansprechpartner für Fragen zum Geocaching zu sein... überhaupt mal für den zweitwichtigsten Markt mal alle Infos, Schreiben und sonstiges auch in der jeweiligen Landessprache anzubieten; stattdessen dreht man bunte Filmchen um noch mehr Cacher anzulocken.
Auf der anderen Seite die Ohnmacht und die Willfährigkeit der Cacher. Es kommt mir so ein wenig vor wie die Hassliebe zu Microsoft: alle schimpfen, finden das doof und viel zu teuer; ein paar Individualisten tun´s wirklich und nutzen Apple. Die Freaks und Exoten nehmen dann sowas wie Linux. Aber unterm Strich ändert das nicht wirklich was an der Vormachtsstellung von MS. Nur während man im Büro und anderen Firmen kaum umhin kommt, MS zu nutzen, stünde es den Cachern absolut frei, auf welcher Plattform die Dosen und sie selbst gelistet sind.
Aber davor stehen dann wohl auch Statistikgeilheit und Gruppenzwang ("ohne GC-Account darfst du mit uns nicht spielen").

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von nicht_du » Fr 16. Dez 2011, 13:54

Marschkompasszahl hat geschrieben:Aber davor stehen dann wohl auch Statistikgeilheit und Gruppenzwang ("ohne GC-Account darfst du mit uns nicht spielen").
Solche Aussagen disqualifizieren meiner Meinung nach ganze Beiträge. Diese Allround-Begründung für alles was irgendwie schlecht läuft kann man sich doch nicht mehr anhören.

Wirklich statistikgeil sind nur die, die ständig über die Statistik meckern. Kein anderer denkt ständig daran. Aber es ist schön, dass sich Leute toll fühlen, weil sie einem am Ende noch vorzählen können, an wievielen Dosen sie vorbeigefahren sind.
nicht_du schon wieder...

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 16. Dez 2011, 14:02

Das war sicher nicht die Kernaussage in meinem Posting. Eine Konzentration auf diesen Nebenkriegsschauplatz führt die Diskussion auch ab vom Thema.

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von nicht_du » Fr 16. Dez 2011, 14:09

Marschkompasszahl hat geschrieben:Das war sicher nicht die Kernaussage in meinem Posting.
Das habe ich auch nicht behauptet. Ich empfinde solche Aussagen allerdings mindestens als überflüssig und sinnlos.
Marschkompasszahl hat geschrieben:Eine Konzentration auf diesen Nebenkriegsschauplatz führt die Diskussion auch ab vom Thema.
Ist das nicht ein Argument, um das Thema gar nicht erst in den Thread zu holen? :roll: An dieser Stelle kommt man wohl wieder bei überflüssig an.
nicht_du schon wieder...

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 16. Dez 2011, 14:17

Wenn Du inhaltlich (zum eigentlichen Thema) nichts beisteuern kannst - warum hältst Du dann nicht einfach die Finger still?

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Fr 16. Dez 2011, 14:25

Marschkompasszahl hat geschrieben:
DWJ_Bund hat geschrieben:...
Edle Vorstellung. Nur glaube ich nicht daran. Groundspeak ist mit "Geocaching.com" Marktführer, sowohl was die Zahl der Dosen, als auch der registrierten Mitglieder angeht. Und Groundspeak ist eben ein Gewinn orientiertes Unternehmen. Was sollen die sich mit Vertretern von Feierabend-Plattformen zusammen sezten? Erst Recht würden sie nicht das Zepter aus der Hand geben und statt des Managements ein paar unabhängige, erfahrene Cacher die Entscheidung überlassen, wie sich Geocaching weiter entwickeln und darstellen soll.
...
Ja, so ein paar idealistische Vorstellungen stecken schon dahinter, ich weiß :^^:
Letztlich liegt es am Endkunden (hier der Geocacher), etwas zu bewegen.

Wenn eine bekannte Marke (z.B. die mit der Wolfstatze) einknickt, wenn ihnen beispielsweise ein Shitstorm entgegenweht oder Lebensmittelproduzenten fragwürdige Inhaltsstoffe nach Kundenprotesten weglassen, dann kann das auch bei anderen Firmen funktionieren. Wenn eine größere Kundenanzahl - ohne Shitstorm wenns geht - einfach deutlich macht, was sie gern hätte - z.B. Partizipation - kann sie was bewegen.

Wie gesagt, idealistisch gedacht, aber nicht unrealistisch. Kommt auch auf den Handlungsdruck von außen an, der so (hoffentlich) nicht kommen sollte.

Marschkompasszahl hat geschrieben:...
Die Gewinnmaximierung steht klar im Vordergrund. Anstatt mal die schlampig und ungenau formulierten Regelwerke zu überarbeiten; Klarheiten für Cacher, Owner und Reviewer zu schaffen; zentraler Ansprechpartner für Fragen zum Geocaching zu sein... überhaupt mal für den zweitwichtigsten Markt mal alle Infos, Schreiben und sonstiges auch in der jeweiligen Landessprache anzubieten; stattdessen dreht man bunte Filmchen um noch mehr Cacher anzulocken.
...
Die Präzisierung der Regeln, bzw. der Auslegung und Anwendung der Regeln wäre ja schon mal ein Ziel. Und im Grunde in weiten Teilen ein gemeinsames Ziel der Listingplattformen.
Denn wenn wir ehrlich sind, unterscheiden sich die Nutzungsbedingungen lediglich in Nuancen. Alles "Bedosen" in Deutschland - egal bei wem tatsächlich gelistet oder auch gar nicht online gelistet - basiert auf deutscher Rechtssprechung und deren Anwendnung und Auslegung. Gerade bei der Anwendung und Auslegung gibt es erhebliche Gestaltungsspielräume, die man sich fürs Geocaching mal erarbeiten könnte/sollte.

Wir werden sehen, ob Groundspeak als Marktführer seine (gesellschaftliche) Verantwortung wahrnimmt oder nicht. Ein Anfang ist aber gemacht, siehe Besuch von GS auf der Messe Jagd & Hund. Wenn es nicht nur eine PR-Beruhigungspille ist, was ich nicht glaube, dann geht das schon in die richtige Richtung.
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 16. Dez 2011, 14:35

DWJ_Bund hat geschrieben:Wir werden sehen, ob Groundspeak als Marktführer seine (gesellschaftliche) Verantwortung wahrnimmt oder nicht. Ein Anfang ist aber gemacht, siehe Besuch von GS auf der Messe Jagd & Hund. Wenn es nicht nur eine PR-Beruhigungspille ist, was ich nicht glaube, dann geht das schon in die richtige Richtung.
Das hoffe ich auch.

Und ich sehe auch durchaus Chancen, dass sich die GEOCACHER (ob kommerziell oder privat) auf eine gemeinsame Charta einigen können. Auch wenn ich es hier ein wenig überspitzt und negativ formuliert habe.
Denn letzten Endes kann keiner wollen, dass hierzulande bestimmte Caches verboten, gesetzlich reglementiert werden, dass wir Sachkundeprüfungen ablegen müssen oder einen Jahres-Cache-Schein zu lösen haben.

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