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Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Brauchen wir einen "Geocaching-Verband"?

Umfrage endete am Sa 14. Jan 2012, 16:43

Ja
27
19%
Nein
115
81%
 
Abstimmungen insgesamt: 142

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robbi_kl
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von robbi_kl » Di 20. Dez 2011, 23:33

radioscout hat geschrieben:Vermutlich wird man alle Dosen usw. aus dem Wald entfernen.
Entweder wenn sie auffallen oder in dem gezielt danach gesucht wird.
Wenn ich mich richtig erinnere, ergab die Diskussion, dass in dem betreffenden Gebiet gar keine Caches lagen, allenfalls einer, der sehr knapp an (innerhalb oder außerhalb) dem Naturschutzgebiet lag.

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ColleIsarco
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von ColleIsarco » Mi 21. Dez 2011, 08:40

Moin moin,

Es geht ja immer noch um die Frage, ob `wir` einen Verband brauchen? Ich frage mich, ob es nicht reicht einen Lobbyisten zu haben. Förster und Jäger haben diese um ihre Interessen bei den Politikern durchzusetzen, Geocacher gehen daher im Zweifelsfalle schnell leer aus.

Die Frage nach dem Verband: Ich denke dass geht eher so aus:
"Seit ihr die Volksfront von Judäa?" "Nein wir sind die judäaische Volksfront."
Zum einen sind die Geocacher nicht einmal auf niederiger Ebene organisiert, es gibt (zu) viele Individualisten und es gibt diametrale Interessen der Datenbankbetreiber. Da ist die Spaltung eines Dachverband vorprogrammiert. Ein Dachverband würde hier wahrscheinlich eher Schaden als Nützen. Bild

Gruß
ColleIsarco
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UF aus LD
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von UF aus LD » Mi 21. Dez 2011, 09:04

ColleIsarco hat geschrieben:...
Es geht ja immer noch um die Frage, ob `wir` einen Verband brauchen? Ich frage mich, ob es nicht reicht einen Lobbyisten zu haben. Förster und Jäger haben diese um ihre Interessen bei den Politikern durchzusetzen, Geocacher gehen daher im Zweifelsfalle schnell leer aus.
......
Und wer sind die Lobbyisten? Die Verbände (z.B. Jagdverband)!

Und Förster brauchen keine Lobby
Um Förster in Deutschland werden zu können, muss eine Person eine Ausbildung zum Forsttechniker oder Forstwirt absolviert oder Forstwirtschaft an einer Fachhochschule (FH) oder Forstwissenschaften an einer Universität studiert und abgeschlossen haben. Nach dem Studium schließt sich eine Ausbildungszeit im Staatsdienst an, die mit der staatlichen Laufbahnprüfung als Forstinspektor (Eingangsvoraussetzung Dipl.-Ing. Forstwirtschaft (FH), dann gehobener Dienst) oder Forstassessor (Eingangsvoraussetzung Diplomforstwirt (Universität), dann höherer Dienst) endet.

Forsttechniker und Forstwirte können allerdings nur im privaten Wald auf Wunsch des Waldbesitzers als Förster eingesetzt werden. Im öffentlichen Waldbesitz ist die Befähigung zum gehobenen Forstdienst (Laufbahnprüfung) zwingend erforderlich. Im Privatwald wird sie in der Regel auch erwartet.
Wikipedia

Oder war das deine Meldung, dich als "Lobbyist" bereit zu stehen?

(PS: Ich bin übrigens gegen einen "Cacher-Verband")
Gruß aus der Pfalz
Uwe

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

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ColleIsarco
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von ColleIsarco » Mi 21. Dez 2011, 09:49

Moin,
UF aus LD hat geschrieben: Und Förster brauchen keine Lobby
Um Förster in Deutschland werden zu können...
Wikipedia
Sry, streiche Förster, setze Waldbesitzer.
Nebenbei bemerkt: Förster haben einen Eintrag in der Liste der Interessensvertretungen im Deutschen Bundestag, also einen Lobbyisten.

Und als Lobbyist melde ich mich nicht, denn ich habe einen ganz anderen Beruf.
Einen Lobbyisten zu bestellen, halte ich aber für wesentlich einfacher, als einen Dachverband zu etablieren. Wobei natürlich die Frage, wie dieser Lobbyist zu entlohnen wäre, sich nicht klärt. Und selbst wenn dieser für Gotteslohn tätig sein sollte, wie legitimiert dieser sich?

Gruß
ColleIsarco
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baer
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von baer » Mi 21. Dez 2011, 17:49

radioscout hat geschrieben:Eine "Geocaching-Kontaktstelle", die ganz neutral zwischen Ownern und "Betroffenen" vermittelt, kann ich mir durchaus vorstellen.
Die gibt es mehr oder weniger schon: Die Reviewer...

baer
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von baer » Mi 21. Dez 2011, 17:57

robbi_kl hat geschrieben:Es wurde lediglich für ein Naturschutzgebiet, in dem das Verlassen der Wege schon immer verboten war, das Cachen beispielhaft als eine dort nicht zulässige Tätigkeit aufgeführt. Die Nennung von Geocaching in der Verfügung ändert also an der Rechtslage überhaupt nichts, sondern soll nur die ohnehin schon bestehende Rechtslage noch mal verdeutlichen.
Dies lese ich aus der Verordnung anders heraus. Geocaching ist im gesamten Naturschutzgebiet verboten, nicht nur außerhalb der Wege, wo es aufgrund des Wegegebotes möglicherweise schon immer verboten war (ich kenne die vorher gültige Verordnung nicht und nicht jedes NSG hat ein Wegegebot).

Die gute Nachricht ist, dass kaum Caches davon betroffen zu sein scheinen, die schlechte, dass eine solche Verordnung Signalcharakter haben könnte.

baer
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von baer » Mi 21. Dez 2011, 18:05

ColleIsarco hat geschrieben:Ich frage mich, ob es nicht reicht einen Lobbyisten zu haben. Förster und Jäger haben diese um ihre Interessen bei den Politikern durchzusetzen, Geocacher gehen daher im Zweifelsfalle schnell leer aus.
Sehr gut erkannt, wo das eigentliche Problem liegt...
ColleIsarco hat geschrieben:Zum einen sind die Geocacher nicht einmal auf niederiger Ebene organisiert, es gibt (zu) viele Individualisten und es gibt diametrale Interessen der Datenbankbetreiber. Da ist die Spaltung eines Dachverband vorprogrammiert. Ein Dachverband würde hier wahrscheinlich eher Schaden als Nützen.
Ich bin etwas hin- und her-gerissen, das noch mal aufzuwärmen...

Es gibt im wahren Leben unendlich viele Beispiele für Vereinigungen wie Parteien, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Karnickelzüchtervereine usw. usw. wo auch jeder individuelle Interessen verfolgt, aber es trotzdem möglich ist, die gemeinsamen Ziele auch gemeinsam verfolgen.

Die gemeinsamen Interessen der Geocacher sollten sein, unser Hobby weiterhin aufrecht und interessant zu halten - auch gegen ungerechtfertige und pauschale Anfeindungen (merke: in der "großen Politik" geht auch nicht alles fair zu...). Ich bin davon überzeugt, dass man dieses Ziel erreichen könnte, wenn man wollte. Man will aber nicht. Ist ja auch OK, nicht alles, was ich nicht verstehe, muss falsch sein... :D

Was ich übrigens auch nicht verstehe, ist, wie man Lobbyarbeit machen soll, ohne sich zu vereinigen?!

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robbi_kl
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von robbi_kl » Mi 21. Dez 2011, 18:29

baer hat geschrieben:Dies lese ich aus der Verordnung anders heraus. Geocaching ist im gesamten Naturschutzgebiet verboten, nicht nur außerhalb der Wege, wo es aufgrund des Wegegebotes möglicherweise schon immer verboten war
Dazu habe ich in dem betreffenden Thread schon etwas geschrieben. Ich bin mir sicher, dass ein Earthcache oder eine Ablesestation eines Multis auch in diesem NSG zulässig ist, selbst wenn das aus der wörtlichen Betrachtung des Verordnungstextes nicht hervorgeht.

baer
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von baer » Mi 21. Dez 2011, 20:31

robbi_kl hat geschrieben:
baer hat geschrieben:Dies lese ich aus der Verordnung anders heraus. Geocaching ist im gesamten Naturschutzgebiet verboten, nicht nur außerhalb der Wege, wo es aufgrund des Wegegebotes möglicherweise schon immer verboten war
Dazu habe ich in dem betreffenden Thread schon etwas geschrieben. Ich bin mir sicher, dass ein Earthcache oder eine Ablesestation eines Multis auch in diesem NSG zulässig ist, selbst wenn das aus der wörtlichen Betrachtung des Verordnungstextes nicht hervorgeht.
Da waren aber nicht unbedingt alle Deiner Meinung... Wer recht hat, wird sich vielleicht in der Praxis zeigen. Es ist aber im Grunde auch egal, ob Geocaching dort ein bisschen, im wesentlichen oder ganz verboten ist. Das Gefährliche ist, dass erstmals ein Verbot ausgesprochen wurde.

Mir wird eigentlich immer klarer: Unser Problem ist nicht, ob es 1000 oder 10000 Caches in Deutschland gibt, die archiviert werden müssen, weil sie nicht naturverträglich sind - bei über 200000 Caches total ist das nicht wirklich tragisch oder gar Hobby-gefährdend und wenn sie tatsächlich problematisch sind, müssen sie auch weg.

Unser Problem ist auch nicht, wie kooperativ die Cacher dabei sind. Siehe den anderen Fred, wo die Behörden die schleppende Kontaktaufnahme beklagen. Auch dies scheint sich von selbst zu regeln: Sollten zu viele Cacher nicht kooperativ sein, werden die Behörden den Weg über Groundspeak und die Reviewer einschlagen. Das passiert ja offenkundig schon und scheint aus Sicht der Behörden zu "funktionieren".

Einzelfälle, die irgendwie korrigiert werden können, sei es über die Owner, sei es über die Reviewer, sind auch nicht das Problem.

Unser Hauptproblem ist, dass sich sowohl in der Öffentlichkeit wie auch in den Köpfen der Behörden (und beides geht Hand in Hand) grade ein Bild über Geocaching bildet. Das muss nicht unbedingt der Realität entsprechen. Hier dürfen wir uns nicht in die Rolle der Ignoranten drängen lassen. Schwarze Schafe gibt es überall, wenn wir zeigen können, dass der Großteil unserer Hobby-Kollegen nicht so sind, wie die Rolle, in die mancher uns drängen will, dann haben wir gewonnen. Gelingt uns das nicht, sieht es schlecht aus. Und da ist für mich das Geocaching-Verbot im NSG im Sauerland eben wenigstens ein Symptom, was in die falsche Richtung "zeigt".

Noch bin ich optimistisch. In letzter Zeit lese ich auch wieder mehr Zeitungsartikel, die sich positiv mit Geocaching auseinander setzen. Daher ist es auch ganz falsch, jetzt zu sagen, ich rede nicht mit der Presse. Wer von uns die entsprechenden Connections hat, sollte das immer mal wieder tun.

Ein Geocaching-Verein, -Verband, -Interessengemeinschaft, -Lobby, oder wie man auch immer es nennen will, könnte auch eine systematische Pressearbeit betreiben. Da wäre es einfacher. Aber gut, das ist nicht gewollt, dann wird es halt schwieriger.

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Mama Muh
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Mama Muh » Mi 21. Dez 2011, 21:57

Wenn es nur um eine bestimmte Dose geht, lässt sich ein Problem in persönlicher Kommunikation wahrscheinlich am besten klären. Sobald es um allgemeingültigere Regelungen und Gesetze geht, geht es viele an und da könnten Ansprechpartner, die sich damit beschäftigen wollen, schon hilfreich sein.

Es gibt viele Hobbys und reichlich Organisationen, aber längst nicht alle, die ein bestimmtes Interesse verfolgen sind dann dort Mitglied oder engagieren sich aktiv. Eine Organisation kann nur die Interessen seiner Mitglieder vertreten, aber viele Organisationen vertreten gleichzeitig auch viele Nichtmitglieder. Daher finde ich das Argument, dass man nicht alle Cacher unter einen Hut bekommt und deshalb keine Organisation gründen kann, nicht sehr passend.

Aus eigener Erfahrung in einem anderen Bereich, weiß ich, dass die andere Seite schon das dringende Bedürfnis hat bei übergreifenden Fragen auch jemanden zu sprechen, der ein paar Leute hinter sich hat. (So lange wir nur ein loser Haufen mit einer gemeinsamen Idee waren, war die Kommunikation sehr schwierig und seit ein paar Wochen gibt es einen Verein, es treffen sich Vertreter um konkrete Schritte zu besprechen und nun fließen auch öffentliche Gelder… .)

Die zunehmende Anzahl von Cachern, Dosen und auftretenden Problemen ist nicht zu übersehen. Daraus resultiert Regelungsbedarf, wenn nicht auf unserer Seite, so doch auf der anderen. Es geht also nicht um die Frage „brauchen wir einen Verband“, sondern die anderen brauchen unsere Organisation.

Ich wünsche mir, dass irgendwer eine Organisation gründet, für mich die Kohlen aus dem Feuer holt und mich derweil in Ruhe cachen lässt. Ist doch nicht zuviel verlangt, oder?!
GeMUHtlich cachen

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