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Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Brauchen wir einen "Geocaching-Verband"?

Umfrage endete am Sa 14. Jan 2012, 16:43

Ja
27
19%
Nein
115
81%
 
Abstimmungen insgesamt: 142

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º
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von º » Mi 21. Dez 2011, 23:25

baer hat geschrieben:Ein Geocaching-Verein, -Verband, -Interessengemeinschaft, -Lobby, oder wie man auch immer es nennen will, könnte auch eine systematische Pressearbeit betreiben. Da wäre es einfacher. Aber gut, das ist nicht gewollt, dann wird es halt schwieriger.
Nur weil diese spezielle Abstimmung in diesem speziellen Forum zu dem Ergebnis kommt, heisst das noch lange nicht dass das auch wirklich so ist.

Nichts hält eine Gruppe von Cachern davon ab Kraft souveräner Willkür einen e.V. zu gründen und an die Arbeit zu gehen. Die Cacher (Dagegensager, Miesepeter, Runterzieher, ...), die das blöd finden, können herzlich wenig dagegen ausrichten.
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Zappo
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Zappo » Do 22. Dez 2011, 10:50

º hat geschrieben:Nur weil diese spezielle Abstimmung in diesem speziellen Forum zu dem Ergebnis kommt, heisst das noch lange nicht dass das auch wirklich so ist.........
Wenn ich mal die Art und Weise, wie Caches bei uns gelegt, gesucht und geloggt werden, als so eine Art "Abstimmung mit den Füßen" einordne, bin ich nicht sicher, ob ich für sowas ne Lobby will.
Ich fürchte, die einen bräuchten keine Lobby - und die anderen sollten (zurecht) keine haben.

Zappo
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von baer » Do 22. Dez 2011, 10:52

º hat geschrieben:Nur weil diese spezielle Abstimmung in diesem speziellen Forum zu dem Ergebnis kommt, heisst das noch lange nicht dass das auch wirklich so ist.

Nichts hält eine Gruppe von Cachern davon ab Kraft souveräner Willkür einen e.V. zu gründen und an die Arbeit zu gehen. Die Cacher (Dagegensager, Miesepeter, Runterzieher, ...), die das blöd finden, können herzlich wenig dagegen ausrichten.
Das ist zwar richtig, aber diese spezielle (und nicht repräsentative) Abstimmung in diesem speziellen Forum offenbart dennoch (so sehe ich es zumindest), dass die überwiegende Mehrheit der Cacher eine solche Interessenvertretung teilweise sogar vehement ablehnt.

Dagegensager, Miesepeter und Runterzieher gibt es überall. Einen Erfolg kann eine Interessenvertretung aber nur erzielen, wenn eine Mehrheit der "zu Vertretenden" dieser positiv oder wenigstens neutral gegenüber steht (vergleichbar dem Denken vieler: "ich mag die Gewerkschaft eigentlich nicht, aber wenn sie einen ordentlichen Tarifvertrag aushandelt, ist das OK"). Dies scheint aber nicht der Fall zu sein und das entsprechende Bewusstsein scheint auch nicht durch die Diskussion zu entstehen (eher das Gegenteil - auch wieder mein persönlicher Eindruck).

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Do 22. Dez 2011, 11:19

º hat geschrieben:...
Nichts hält eine Gruppe von Cachern davon ab Kraft souveräner Willkür einen e.V. zu gründen und an die Arbeit zu gehen. Die Cacher (Dagegensager, Miesepeter, Runterzieher, ...), die das blöd finden, können herzlich wenig dagegen ausrichten.
Es wäre aus meiner Sicht total kontraproduktiv, wenn eine "sich berufen fühlende Geocachertruppe" mal eben einen "Geocaching-Lobby-Verein" gründet. Gerade weil - nach meinen bisherigen Erfahrungen - der Drang dahin bei den meisten Geocachern nicht vorhanden ist. Aber abhalten kann man da keinen, da hast Du Recht.


baer hat geschrieben:...
Dagegensager, Miesepeter und Runterzieher gibt es überall. Einen Erfolg kann eine Interessenvertretung aber nur erzielen, wenn eine Mehrheit der "zu Vertretenden" dieser positiv oder wenigstens neutral gegenüber steht (vergleichbar dem Denken vieler: "ich mag die Gewerkschaft eigentlich nicht, aber wenn sie einen ordentlichen Tarifvertrag aushandelt, ist das OK"). Dies scheint aber nicht der Fall zu sein und das entsprechende Bewusstsein scheint auch nicht durch die Diskussion zu entstehen (eher das Gegenteil - auch wieder mein persönlicher Eindruck).
Weil das Stichwort Gewerkschaft fiel (hier von mir gemeint im Sinne von "Vereinigung von gleichgesinnten Personen mit gleichen/ähnlichen Zielen)":

Auch hier nochmal der Hinweis: Ist das "vereinende Element der allermeisten Geocacher" nicht die Listingplattform, die sie nutzen? Und kann die Listingplattform als Vertretung ihrer (zahlenden) Kundschaft nicht auch die Aufgaben eines "Geocaching-Lobby-Vereins" übernehmen? Wozu braucht es ne weitere, davon losgelöste Parallelstruktur? Gebündelter als über die Listingplattformen geht es m.E. doch eigentlich gar nicht.

(Setzt natürlich voraus, dass die Listingplattformen dies machen und sich die Nutzer in ihren (wahren) Interessen tatsächlich vertreten lassen möchten, das gilt es, dann vorher abzufragen.)

Was meint ihr dazu?
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Mama Muh » Do 22. Dez 2011, 11:32

baer hat geschrieben:... die überwiegende Mehrheit der Cacher eine solche Interessenvertretung teilweise sogar vehement ablehnt....
119 Abstimmungen, das ist einfach zu wenig um eine Aussage für Deutschland zu treffen.

@DWJ_Bund: Ich fürchte, daß sich groundspeak schwer tun wird sich in allen cachenden Ländern der Erde politisch zu positionieren. Dafür muß man sich schon strukturell und sprachlich auskennen und sich regelmäßig im Land befinden, um die aktuelle Entwicklung mitzubekommen. Politischen Einfluß und angemessene Reaktionen in den Medien funktionieren sonst nicht. Stellt man sich vor, daß sie dann eben Vertreter im jeweiligen Land hätten und denkt die Struktur weiter, dann wird das ein riesiger Apparat. Sowas wird schwer zu kontrollieren sein und kostenmäßig explodieren.
Damit wären wir wieder bei einer selbstverantworteten deutschen Organisation - bei den oft geäußerten Vorbehalten gegenüber Groundspeak, liegt das doch auch sicher vielen näher.
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Do 22. Dez 2011, 12:15

Mama Muh hat geschrieben:...
@DWJ_Bund: Ich fürchte, daß sich groundspeak schwer tun wird sich in allen cachenden Ländern der Erde politisch zu positionieren. Dafür muß man sich schon strukturell und sprachlich auskennen und sich regelmäßig im Land befinden, um die aktuelle Entwicklung mitzubekommen. Politischen Einfluß und angemessene Reaktionen in den Medien funktionieren sonst nicht. Stellt man sich vor, daß sie dann eben Vertreter im jeweiligen Land hätten und denkt die Struktur weiter, dann wird das ein riesiger Apparat. Sowas wird schwer zu kontrollieren sein und kostenmäßig explodieren.
Damit wären wir wieder bei einer selbstverantworteten deutschen Organisation - bei den oft geäußerten Vorbehalten gegenüber Groundspeak, liegt das doch auch sicher vielen näher.
Hm, in USA scheint GS sich mit Nationalparken & Co. intensiver auseinanderzusetzen und nimmt ein Stück weit die Rolle einer Lobby-Organisation für Geocacher dort wahr. Ich steck aber nicht tief genug drin, um das für die USA wirklich bewerten zu können.

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Markt für Groundspeak. Und soweit ich das mitbekommen habe, plant GS ein Büro in Deutschland zu eröffnen. Sicherlich geht es daber aber eher um Geschäftsanbahnungen denn um Lobbyvertretung, dazu ist GS eben ein kommerziell orientiertes Wirtschaftsunternehmen (ganz wertfrei, alle müssen Brötchen verdienen).
Dennoch kann man ja die Überlegung anstellen, an so ein Büro auch Lobby-Vertretungsaufgaben für den deutschen Markt zu koppeln. Ggf. mit Hilfe engagierter Freiwilliger (z.B. aus den Reihen der Reviewer) o.ä. Es gibt bestimmt Personen, die sich so eine Aufgabe vorstellen können und auch stolz wären, für GS in so einer "Mission" tätig zu sein. Warum denn nicht?
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von moenk » Do 22. Dez 2011, 12:16

Mama Muh hat geschrieben:119 Abstimmungen, das ist einfach zu wenig um eine Aussage für Deutschland zu treffen.
Eine Stichprobe von 120 bei angenommen 20.000 aktiven Geocachern finde ich gar nicht schlecht.
Siehe hier: http://www.raosoft.com/samplesize.html
Und das Ergebnis ist sogar ziemlich eindeutig.
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Mama Muh » Do 22. Dez 2011, 12:18

Ja, wenn sie eh ein Büro planen könnte das vielleicht funktionieren.
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von Mama Muh » Do 22. Dez 2011, 12:32

Alles steht und fällt aber mit der Dynamik wie sich alles weiterentwickelt. Je nach Schwere der Vorfälle und Strenge der Regelungen wird es Unmut unter den Cachern geben oder auch nicht. Entsprechend finden sich Gleichgesinnte, die sich für irgendwas einsetzen wollen und zwar unabhängig von dieser Diskussion hier und unabhängig davon ob Groundspeak sich darum bemüht oder nicht. So ist es doch in allen Bereichen.
Man kann sich jetzt nur überlegen, ob man ausreichend Gründe hat, bereits jetzt etwas zu starten, um sich gut aufzustellen oder lieber nicht.

Gibt es eigentlich Informationen dazu, ob es einen gewissen Sättigungsgrad geben kann? Also sowas wie: soundsoviele Leute starten die Cacherei und hören nach einer gewissen Zeit oder durchschnittlich 47 Funden doch wieder auf. Damit hätte man dann vielleicht eine sich in der Zusammensetzung wandelnde Menge von 20 000 + x Cachern in Deutschland aber nennenswert mehr werden es dann nicht mehr so schnell?
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Re: Kann ein "Geocaching-Verband" helfen?

Beitrag von baer » Do 22. Dez 2011, 12:46

DWJ_Bund hat geschrieben:Auch hier nochmal der Hinweis: Ist das "vereinende Element der allermeisten Geocacher" nicht die Listingplattform, die sie nutzen? Und kann die Listingplattform als Vertretung ihrer (zahlenden) Kundschaft nicht auch die Aufgaben eines "Geocaching-Lobby-Vereins" übernehmen? Wozu braucht es ne weitere, davon losgelöste Parallelstruktur? Gebündelter als über die Listingplattformen geht es m.E. doch eigentlich gar nicht.
Letztendlich läuft es doch sowieso darauf hinaus, dass die Listingplattformen uns "vertreten", da ja auch die Behörden erkennen, dass sie z.B. bei einer Beschwerde über einen Natur-unverträglichen Cache bei der Listingplattform schneller, effizienter, besser voran kommen als bei den Cachern selbst.

Und immerhin hat auch die Listingplattform ein sehr starkes Interesse daran, das Hobby am Leben und interessant zu halten, vertritt also tatsächlich wenigstens einen Teil unserer Interessen.

Macht Groundspeak eigentlich in den USA Pressearbeit?

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