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Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik um?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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MadCatERZ
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von MadCatERZ » Mo 19. Dez 2011, 17:32

Crazy Cat Guy hat geschrieben:Und ich denke, die meisten Unfälle passieren eben nicht im T5-Bereich sondern darunter
Volle Zustimmung, bei einem ausgewiesenen Kletterache weiss man, worauf man sich einlässt, bei einem T2er kann man völlig unversehens in ein Erdloch treten, an dem alle anderen vorbeigelaufen sind, für solche Aktionen habe ich ja eine untrügliche Veranlagung. Gerade neulich wollte ich den Weg zum Auto abkürzen, es ging wirklich nur um ein paar Meter, nur war unter einer dünnen Blätterschicht mehr als knöcheltiefer Morast :kopfwand:

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Trracer
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Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik um?

Beitrag von Trracer » Mo 19. Dez 2011, 18:55

Ich sehe es nicht ganz so, natürlich passieren Unfälle. Die Frage ist allerdings muss alles bedost werden und muss man jeden Cache machen? Zu ersten Frage am Beispiel des Unfallcaches. So wie ich das verstehe ein Wartungszugang unter einer Brücke. Muss nicht sein, muss vorallem dann nicht sein wenn scheinbar die Möglichkeit besteht mit einem falschen Schritt in den Abgrund zu stürzen. Mit Attributen oder mit einer höher Einstufung hätte man hier vorbauen können. Wären natürlich wieder massig Logs gekommen ala "so schlimm ist es nicht, easy geschafft völlig falsche T-Wertung". Aber man hätte als Cacher wohl eine Sicherung dabei. Kommen wir mal zum anderen Aspekt, auch wenn man bei einer Cachestation ein mulmiges Gefühl bekommt, wer kehrt schon um? Vorallem nicht dann wenn es scheinbar alle geschafft haben. Schlechtes Wetter, Leiter hoch, ja Sie ist glitschig aber die Dose ist so nah.... .

Letztendlich ist jeder selber für sich verantwortlich, es laufen Leute über zugefrorene Seen, Klettern ohne Sicherung an Gebäuden herum usw. Nüchtern betrachtet muss ich ehrlich gestehen, dass ich mich manchmal, aber leider erst nachher, gefragt habe was ich hier gerade mache.

Es wird sich nichts ändern man kann sich nur selber ändern und genau für sowas ist dieser Unfall gut. Alle anderen können sich fragen ob der Trend höher, weiter, schwieriger bei gleichzeitiger zu gering eingestufter D/T-Wertung auch auf Ihre Caches zu trifft und ggf. Abhilfe schaffen.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Bisamratten » Mo 19. Dez 2011, 19:12

wie geht ihr mit der Thematik um?
ebenso: gar nicht - beziehungsweise genau so, wie mit einem Unfall in den Bergen oder auf der Straße.
Es soll nicht pietätlos klingen, aber ähnlich einem der Vorredner ist meine Betroffenheit beim Unfall eines Geocachers nicht höher oder niedriger als bei einem anderen Unfall auch. Wenn so etwas passiert, ist das immer tragisch und man denkt kurz ("o mein Gott, so schnell kann´s gehen und das hätte mir auch passieren können") über seine eigenes Dasein nach, aber die Betroffenheit ist nicht höher wie bei einem verunfallten Bergsteiger oder Autofahrer auch. Insofern finde ich die entsprechenden notes auch unpassend (zumindest von denen, die den Verunglückten nicht persönlich kannten). Was wäre, wenn der Unfall nicht beim Cachen, sondern auf der Autobahn passiert wäre?
Ein Aldi-Parkplatz wird durch eine Filmdose nicht interessanter!!

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MadCatERZ
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von MadCatERZ » Mo 19. Dez 2011, 21:19

Trracer hat geschrieben:Ich sehe es nicht ganz so, natürlich passieren Unfälle. Die Frage ist allerdings muss alles bedost werden und muss man jeden Cache machen?
Gegenfrage: Wenn einer es bei einem Leitplankencache schafft, die Böschung runterzufallen und sich dabei das Genick zu brechen, kann man dann dem Owner einen Vorwurf machen, wenn 100 Cacher vorher unproblematisch geloggt haben?
Beim besagten Cache hatte bis auf ein Team niemand Probleme mit diesem Loch im Steg, auch der Owner, der sich selbst bestimmt schon genug Vorwürfe macht, hat sich vielleicht nichts dabei gedacht.
Ob der Cache nun Sinn machte, vielleicht sogar unzulässig war, die Frage stellt sich nicht, viele Caches machen keinen Sinn, und viele sind unzulässig, und auch bei einem "100% legal" kann was Schlimmes passieren

Und zu dem anderen Aspekt: Ja es stimmt, gerade kurz vorm Ziel oder meinetwegen auch nachdem man schon ein paar knifflige Stationen gemeistert hat, überwiegt oft der Jagdinstinkt oder wie immer man das nennen will, und dann muss man halt einmal tief durchatmen und sich überlegen, was man für eine Tupperdose bereit ist zu riskieren.
Das klappt aber nicht immer, ein paar Caches habe ich sausen lassen, andere hingegen nicht.
Ein weiterer Aspekt ist natürlich Gruppendynamik:
Lasse ich meinen Mitcacher jetzt im Stich, weil ich mich nicht traue, den Fluss auf diesem glitschigen Baum zu überqueren oder riskiere ich (sorry) meine Eier und gehe rüber?

Letztenendes ist, wie man nicht oft genug betonen kann, jeder für sich selbst verantwortlich, man verliert keinen Krieg, wenn man die Dose nicht findet, und es gibt immer jemanden mit mehr Punkten.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von t31 » Mo 19. Dez 2011, 21:51

Eines Vorweg: Unfälle passieren. So sagten es hier einige und ja, da ist wohl etwas dran. Dennoch ist es nur eine bequeme Ausrede, denn es ist ein Unterschied ob leichtsinnig, leichtsinnig durch Fremdverschulden oder gar grob fahrlässig durch Fremdverschulden. Von daher halte ich von solchen Aussagen nichts. Ich kann es selbst ind er Hand haben oder auch nicht, ich kann aber auch in eine Falle tappen, egal wie vorsichtigt ich bin. Im betreffenden Fall war die Falle ein fehlendes Gitter in unmittelbare Nähe des Caches und die Empfehlung den Cache nachts antzugehen, die niedrige T-Wertung ließ vermutet das lediglich sicher geklettert werden muß, nichts gefährliches wo es besser wäre mindestens eine Zweite Person vor Ort zu haben, die schnell das richtige tut, wenn es schief laufen sollte. Andere Faktoren wie Winter (kalt) und Wasser (kalt) kamen noch hinzu.

Bisher positiv überrascht bin ich von -jha-, Zappo, KoenigDickBauch, Die Baumanns, Nerre (der jetzt auch über manche Dinge anders Denkt) und was Trracer sagte kann ich nur unterstreichen.

Ich hoffe das noch weitere den Mut haben in die richtige Richtung zu gehen und der Tod nicht ganz umsonst war. Was das Aussprechen von Mitgefühl angeht, nun, wer Ihn kannte oder dessen Umfeld, da gibt es keine Disskussion. Aber alle anderen können, müssen aber nicht, vielmehr braucht die Familie jetzt Unterstützung und wenn schon Mitgefühl per Note im Cache oder hier im Forum ausgesprochen wird, dann sollte auch Stellung zum Geschehenden genommen werden und dies tun nur sehr wenige, denn einiges lief hier eben falsch, so wurde in den Logeinträgen zwei Tage zuvor auf die Gefahr hingewiesen - eine Reaktion drauf, leider Fehlanzeige. Wir brauchen jedenfalls keine Caches an unmöglichen Stellen, dann sinkt auch dratisch das Unfallrisiko. Von der Seite muß man es sehen.

Als Beispiel seien besagte Gitterroste genannt, welcher Owner kann garantieren das sie halten, sie mögen am ersten Tag halten, sie mögen auch nach einem Jahr noch halten, sie halten sogar nach zwei Jahren Wind und Regen stand, dann laufen zwei Geocacher drüber, einer 50kg, einer 75kg, der dritte wiegt nur 70kg kracht aber in die Tiefe, das Rost gab nach. Es gibt Caches, meist T4, da darf man über solche Gitter eine Förderbrücke hoch laufen, weil es cool ist, das eine Station oder Final da oben ist, oben ist dabei 20m bis 40m. Denkt man drüber nach, so ist es einfach nur verrückt und dämlich. Und ja, auch ich war so dämlich und bin bei solchen Caches rauf, wenn auch vorsichtig mit den Füssen immer über den dicken T-Trägern und durfte mir dann die Schimpfe von meiner Frau anhören - zurecht. Es ist nichts besonderes einer Förderbrücke hochzulaufen, aber das Unfallrisiko steigt rapide, eigentlich betreiben wir nur Geocaching, manchmal denke ich wir ziehen in den Krieg und haben nicht mehr zu verlieren.

Hier waren es vielleicht 4/5m, was passiert ist wissen wir.
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Crazy Cat Guy
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Crazy Cat Guy » Mo 19. Dez 2011, 22:09

t31 hat geschrieben:Eines Vorweg: Unfälle passieren. So sagten es hier einige und ja, da ist wohl etwas dran. Dennoch ist es nur eine bequeme Ausrede, denn es ist ein Unterschied ob leichtsinnig, leichtsinnig durch Fremdverschulden oder gar grob fahrlässig durch Fremdverschulden. Von daher halte ich von solchen Aussagen nichts. Ich kann es selbst ind er Hand haben oder auch nicht, ich kann aber auch in eine Falle tappen, egal wie vorsichtigt ich bin.
Ich gehe nicht davon aus, dass irgendeiner der Poster hier mit der Aussage "Unfälle passieren" eine Ausrede für grobe Fahrlässigkeit sucht. Von Fremdverschulden brauchen wir gar nicht zu reden, da habe ich keinen Einfluss drauf. Jeder kann sich nur so gut wie möglich absichern, erst durch nachdenken und dann, falls nötig durch geeignete Hilfsmittel. Aber selbst das bringt manchmal nichts, die Mutter meiner Freundin ist mal fast von einem Steinschlag erschlagen worden, auf einem ganz normalen Wanderweg, der Stein wurde von einer Ziege losgetreten. Den Helm hatte sie natürlich nach dem Klettersteig schon abgelegt, wer trägt den schon auf einem normalen Wanderweg einen Helm. Ich habe mir danach nur gedacht, was hätte ich dem Hüttenwirt in der nächsten Hütte (ca. 500m) erzählt, ohne dass der mich für völlig bekloppt erklärt.

Die besten Mittel gegen Unfälle beim Cachen sind imho erst Denken, eine gesunde Selbsteinschätzung und den Mut im Zweifelsfall abzubrechen, alles andere ist Khismet.
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von t31 » Mo 19. Dez 2011, 22:25

Crazy Cat Guy hat geschrieben:Ich gehe nicht davon aus, dass irgendeiner der Poster hier mit der Aussage "Unfälle passieren" eine Ausrede für grobe Fahrlässigkeit sucht. Von Fremdverschulden brauchen wir gar nicht zu reden, da habe ich keinen Einfluss drauf.
Nun, ich hätte mein Vorweg nicht geschrieben, wenn nicht das Beispiel mit dem rassenden Autofahrer der einen Unschuldigen vorsichtigen Fahrer in den Tod reist gekommen wäre.
Egal welcher Unfall passiert, ob eine Ziege nun den Stein lose tritt oder nicht, muß ich mich oder andere deshalb zusätzlich eine weiteren Gefahr aussetzen, mich oder andere weiteren Risiken - die das Leben ohnehin schon bereits hält - stellen/aussetzen?

Du mußt dir schon die richtige Frage stellen. Es immer schade, wenn irgend ein Teilaspekt zitiert wird, aber die Kernaussage des Ganzen ignoriert wird. :(

Die Gefahr war ersichtlich, auf die Gefahr wurde hingewiesen, die Gefahr war also spätestens dann bekannt, wie kann man soetwas mit Unfälle passieren relativieren, der Unfall war ganz klar vermeidbar.

Genauso wie der Unfall mit dem Mädel das vom Baum fiel. Man sollte schon wissen, das der Körper nicht jeden Fall unbeschadet übersteht, ungesichert in Bäumen bei 8 bis 15m geht natürlich besondern bei dichten Astwerk, solange man eben alles hält, nichts rutschig ist und man nicht fällt, wenn aber jemand fällt dann zu sagen, naja Unfälle passieren, andere fallen daheim vom Stuhl, stürzen die Treppe - also ich weis nicht, das ist mir etwas sehr weit her geholt.

PS: wer ist Khismet?
Zuletzt geändert von t31 am Mo 19. Dez 2011, 22:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von HansHafen » Mo 19. Dez 2011, 22:37

Moin,

ich habe seit meinem Startbeitrag erst jetzt das erstmal mal hier reingeschaut und alles gelesen. Ich bedanke mich für die viele Antworten und die vernünftige Diskussion bis jetzt.

Mir zeigt sich, dass die Mehrzahl hier schon ein recht bodenständige und gesunde Einstellung hat. Damit will ich jetzt abweichende Meinungen nicht unter den Teppich kehre - fand es ganz interessant das hier alles zu lesen.

Zum 2. Beitrag, Stichwort "pietätlos" - das dachte ich auch erst, wollte erst meine Gedanken in den Thread packen in dem es um einen aktuellen Fall geht, das erschien mir dann nicht geschickt, daher hier. Und darum habe ich auch mit der Pietät keine Probleme - denn was ich schrieb war einfach meine Auffassung, wie ich mein Ableben in so einer Situation sehen würde. Und dabei bleibe ich - lieber schmiere ich bei Cachen schnell und schmerzlos ab, als dass ich an irgendeiner Krankheit zugrunde gehe. Gut - ist jetzt wieder etwas schwarz/weiß: Sicher kann man sich beim Cachen auch so verletzen, dass man leidet, den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzt etc...

Aber wie oben erwähnt, das kann sogar drinnen passieren, wenn man auf der Treppe ausrutscht. Oder im Fernsehen über Autos springt... etc.

Sicher kann jeder Owner Unfälle vermeiden: Indem er KEINEN Cache legt.
Nein, einem Owner ein schlechtes Gewissen zu machen, halte ich für nicht angebracht - es sei den, er hat mit böser Absicht falsche Infos rausgegeben bzw. seinen Cache absichtlich so gelegt, dass Unfälle passieren müssen. Aber das macht hoffentlich keiner...

Ansonsten stimmt es sicher: Werden keine Caches gelegt, gehen die Unfälle zurück (denn wo zieht man den Strich???). Aber dann muss man auch fast alle Sportarten (außer Schach) abschaffen, den auch hier sind Verletzungen und Todesfälle drin. Auch hier betreibt man meist ein Hobby... was man ja nicht müsste. Aber macht uns das nicht aus? Was wir machen... nur zu Hause sitzen und zusehen wie Menschen im TV lächerlich gemacht und gedemütigt werden sehe ich nicht so als sinnvolle Beschäftigung an.

Nun, hier sind von einige gute Tipps gekommen, wie man Unfälle vermeiden kann, wie man die Folgen mindern kann - aber letztlich müssen wir uns eben damit abfinden, dass wir beim Geocachen wie auch im normalen Leben nie ganz davor geschützt sind plötzlich Opfer eines Unfalls zu werden. Ob nun selbst verursacht oder nur durch blöden Zufall hineingeraten. That's life.

Zum Thema Geocachen nochmal: Bei einem Autobahn Travelbug-Hotel habe ich mich schon einmal heftig verletzt. Sollte man auch nicht meinen, denn - TB-Hotel sollen ja eigentlich den problemlosen Tausch von Coins & TBs ermöglichen. Daher hier meist auch ziemlich niedrige T-(und auch D-)Wertungen. So bin ich an den Cache auch herangegangen - dann trat ich auf eine Schachabdeckung aus Beton (gut 8cm dick!). Diese war - was man nicht sehen konnte - 2fach gebrochen (ein großes Teil, 2 kleine). So gaben die Platten in der Mitte nach, kippten nach innen, ich rutschte mit dem Bein hinein. Bei Handlungsalternativen waren schmerzhaft: Mit den Platten in den Schacht stürzen? Besser nicht - also nach hinten lehnen aber damit durch mein Gewicht die Platten wieder hochdrücken und das Bein weiter einklemmen. Handy im Auto, ich alleine unterwegs. Toll! Letztlich weiß ich gar nicht mehr wie ich mich da rausgemogelt habe - nur, dass ich das stark blutende Bein mit Cola Light abgewaschen haben (war massig Dreck in den Wunden) da ich keine andere Flüssigkeit im Auto hatte. Das war ein Fest! Dann mit Sterilium (habe ich für die Händ immer dabei) desinfiziert. Anschließend habe fast den ganzen Inhalt des Verbandkasten gebraucht um die Blutungen zu stillen und das Bein für die Weiterfahrt zu verpacken. Habe ich jetzt noch Narben davon..

Aber was solls - der Cacheowner wusste das wohl nicht (woher auch) und hat nach meiner Info den Cache sofort deaktiviert (dann archiviert) um weitere Unfälle zu vermeiden: Mehr kann man da auch nicht verlangen. Will ihm deswegen auch keine Vorwürfe machen... Und was mich angeht - sicher guckt man danach erstmal wieder etwas genauer hin. Aber letztlich kann immer wieder etwas ähnliches passieren. Sicher, ohne Geocachen wäre das nicht passiert (oder vielleicht doch, beim Pinkeln gehen...?) - aber deswegen damit aufhören? Für mich keine Alternative.

Denn - neulich hat mir jemand an einer Stopp-Kreuzung die Vorfahrt genommen (Mega-Trecker mit 3-Achser-Güllefass) und hätte mich fast von der Bildfläche geputzt. Nur durch Glück bin ich da heile rausgekommen (u.a. weil Abbiegerspur und Gegenfahrbahn gerade in den Moment frei waren und ich mit dem richtigen Auto unterwegs war. Das Fahrwerk vom Transporter hätte das Manöver nicht hingenommen...

Zeigt mir: Verzicht auf Geocaches ist auch keine Garantie für ein langes Leben.

Und bitte nicht falsch verstehen - ich will damit niemandem in die Parade fahren, das sind nur meine Gedanken zu der Thematik. Aber ich bin doch ganz froh, dass ich sie in einen getrennten Thread gepackt habe...

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von HansHafen » Mo 19. Dez 2011, 22:45

t31 hat geschrieben:PS: wer ist Khismet?
wohl eher Kismet. Also "Schicksal"
Aber ja - so kann man das auch sehen!

Für Gläubige gibt es einen netten Psalm der das vielleicht ähnlich ausdrückt:
„Meine Zeit steht in Deinen Händen“ (Psalm 31, Vers 16)

Ob man nun gläubig ist oder nicht: Irgendwann ist die Zeit gekommen, jemand schrieb hier scherzhaft "das MHD ist abgelaufen" - bei manchen früher, bei manchen später. Oft liegt das nicht in unserer Macht diesen Zeitpunkt zu beeinflussen bzw. hinauszuzögern. Vielleicht ja auch ganz gut so?!

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von MadCatERZ » Mo 19. Dez 2011, 22:58

Absolute Sicherheit gibt es nicht, ich kann vor einem Cache zurückschrecken und gerade deshalb einen Unfall haben, weil ich mich dann zur falschen Zeit am falschen Ort befinde.
Es ist alles eine Frage der Entscheidung, jede Entscheidung kann unabsehbare Konsequenzen nach sich ziehen.
Risiken können minimiert, aber nicht ausgeschlossen werden.

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