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Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik um?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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stefan_da
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von stefan_da » Do 22. Dez 2011, 09:42

Eine Sache sollten wir aus dem Vorfall lernen

Nein zu sagen

Es gehört manchmal mehr A**** in der Hose bei einer Aktion nein zu sagen als zähneknirschend mitzumachen. So jemanden als Sissi zu verumglimpfen finde ich völlig daneben!

Die Owner sollten sich beim legen mehr Gedanken machen, und bei manchen Verstecken nein sagen. Nicht in jedem Fall kann ein Owner alle Eventualitäten abschätzen.

Die Suchenden sollten den Mut haben Nein zu sagen. Es fällt schwer kurz vor dem Cache umzudrehen, aber der Gesundheit ist es einträglich. Ich denke mal fast jeder kennt es, dass man nach einen Cache denkt: Uppsa, das war gewagt, ist aber gut gegangen.
Genauso sollte man auch den Mut haben, ungünstige Verstecke in einen Log zu kritisieren oder auch NA Logs zu schreiben. Dass dies schwer fällt ist klar, weil gerade die kritischen Caches oftmals von der Community als besonders sehenswert bewertet werden. Man will nicht als Zerstörer des Caches dastehen und als Sissi oder schlimmer bezeichnet werden.

Weitere Regeln aufzustellen finde ich nicht zielführend. Vorhandene Regeln sollten angewandt werde und mehr auf den gesunden Menschenverstand gehört werden.

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cahhi
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von cahhi » Do 22. Dez 2011, 09:47

@stefan_da: Ganz genau.

Verschärfte Regeln könnten sogar kontraproduktiv wirken, so dass man sich denkt: "Wenn da auch unter den scharfen Regeln ein Cache liegt, muss man da ja gefahrlos hinkommen können, auch wenn es im Moment anders aussieht".
Dosiert cachen

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Zappo » Do 22. Dez 2011, 10:35

SDBH-R hat geschrieben:,,,,,Bleibt die Frage, ob er mit der Empfehlung, im Dunkeln zu kommen, das Loch erkennen konnte, oder ob er es erst bemerkt hat, als es viel zu spät war. Auf dem Foto bei Tageslicht ist es ja kein Problem.
Also ich meine ja, der Hinweis, im Dunkeln zu kommen, wurde einfach nicht mit der Örtlichkeit in Deckung gebracht, sondern hat sich etwas scheuklappenartig auf die Muggelentdeckungsproblematik bezogen - sicher etwas ungeschickt.

Allerdings muß man klar sagen, daß die Situation die gleiche gewesen wäre, wenn das Gitter nur temporär gefehlt hätte wegen kaputt, kommenden Austausch durch den Wartungstrupp, whatever. Man kann bei einer solchen Einrichtung nicht davon ausgehen, daß da sich nicht mal was ändert. Und ruckzuck liegt ein Bauteil in der Werkstatt, weil noch was geschweißt werden muß - und es gibt keine Absperrung oder Sicherung - weil da oben sowieso niemand hinkommt.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Zappo » Do 22. Dez 2011, 10:38

stefan_da hat geschrieben:Eine Sache sollten wir aus dem Vorfall lernen

Nein zu sagen

Es gehört manchmal mehr A**** in der Hose bei einer Aktion nein zu sagen als zähneknirschend mitzumachen. So jemanden als Sissi zu verumglimpfen finde ich völlig daneben!

Die Owner sollten sich beim legen mehr Gedanken machen, und bei manchen Verstecken nein sagen. Nicht in jedem Fall kann ein Owner alle Eventualitäten abschätzen.

Die Suchenden sollten den Mut haben Nein zu sagen. Es fällt schwer kurz vor dem Cache umzudrehen, aber der Gesundheit ist es einträglich. Ich denke mal fast jeder kennt es, dass man nach einen Cache denkt: Uppsa, das war gewagt, ist aber gut gegangen.
Genauso sollte man auch den Mut haben, ungünstige Verstecke in einen Log zu kritisieren oder auch NA Logs zu schreiben. Dass dies schwer fällt ist klar, weil gerade die kritischen Caches oftmals von der Community als besonders sehenswert bewertet werden. Man will nicht als Zerstörer des Caches dastehen und als Sissi oder schlimmer bezeichnet werden.

Weitere Regeln aufzustellen finde ich nicht zielführend. Vorhandene Regeln sollten angewandt werde und mehr auf den gesunden Menschenverstand gehört werden.
Da gibts eigentlich nicht mehr viel dazu zu sagen - das triffts m.M. nach genau.

Gruß Zappo
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von MadCatERZ » Do 22. Dez 2011, 10:54

stefan_da hat geschrieben:Eine Sache sollten wir aus dem Vorfall lernen

Nein zu sagen

Es gehört manchmal mehr A**** in der Hose bei einer Aktion nein zu sagen als zähneknirschend mitzumachen. So jemanden als Sissi zu verumglimpfen finde ich völlig daneben!

Die Owner sollten sich beim legen mehr Gedanken machen, und bei manchen Verstecken nein sagen. Nicht in jedem Fall kann ein Owner alle Eventualitäten abschätzen.

Die Suchenden sollten den Mut haben Nein zu sagen. Es fällt schwer kurz vor dem Cache umzudrehen, aber der Gesundheit ist es einträglich. Ich denke mal fast jeder kennt es, dass man nach einen Cache denkt: Uppsa, das war gewagt, ist aber gut gegangen.
Genauso sollte man auch den Mut haben, ungünstige Verstecke in einen Log zu kritisieren oder auch NA Logs zu schreiben. Dass dies schwer fällt ist klar, weil gerade die kritischen Caches oftmals von der Community als besonders sehenswert bewertet werden. Man will nicht als Zerstörer des Caches dastehen und als Sissi oder schlimmer bezeichnet werden.

Weitere Regeln aufzustellen finde ich nicht zielführend. Vorhandene Regeln sollten angewandt werde und mehr auf den gesunden Menschenverstand gehört werden.
Stimmt wohl, es fällt verdammt schwer nach mehreren Stunden Durchkämpferei einfach nein zu sagen, wenn die Dose dann nur unter erkennbaren(!) Risiken erreichbar ist. Allerdings läuft sie ja auch nicht weg und in der Regel ist der direkte Weg zum Final nicht annähernd so mühselig und zeitintensiv wie über den zugehörigen Multi.
Ich hatte zum Glück noch nie diesen Konflikt zu bewältigen, habe aber schon einige Tradis verworfen, dieses aber nicht immer im Log begründet,
vielleicht sollte ich das in Zukunft immer machen - ob es aber jemanden abhält, wage ich zu bezweifeln, obwohl ich mit Bezeichnungen wie Sissicacher und Querulant, zudem geäußert von Leuten, die ich in der Regel eh nie kennenlernen werde, kein Problem habe. im echten Leben bin ich ja auch mal Sissi, mal Querulant.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Bisamratten » Do 22. Dez 2011, 11:13

Von der hin-und herwogenden Diskussion bzgl. Owner- vs. Eigenverantwortung mal ganz abgesehen:
Es werden in Zukunft noch mehr Unfälle dieser Art passieren - das ist eine ganz einfache statistische Tatsache. Irgendwo weiter vorne stand "2 Unfälle in 10 Jahren".

Wenn man davon ausgeht, daß sich die Anzahl der Suchenden so signifikant hyperbolisch erhöht wie in den letzten Jahren, dann wird auch der Anteil der Unglücksfälle parallel dazu ansteigen. Die einzige Möglichkeit, das zu ändern, wäre den Sicherheitsfaktor entsprechend anzupassen - und das wird nicht geschehen, da die Unfallwahrscheinlichkeit ingesamt zu gering ist, um vom Einzelnen erkannt und eingeschätzt zu werden.

(Zur Verdeutlichung: Wir haben beim Cachen (beispielsweise) eine Unfallwahrscheinlichkeit von 1:1.000.000. D.h. mir wird aller Voraussicht nach nix passieren, weil ich max. 10.000 Caches im Leben finde. Wenn pro Jahr insgesamt von allen Cachern allerdings 1.000.000 Dosen gefunden werden, haben wir garantiert 1 Unfall. Und wenn das Hobby weiter expandiert, haben wir entsprechend mehr... - das ändert für die persönliche Risikoeinschätzung nix, weil die Wahrscheinlichkeit für den Einzelnen sich ja nicht ändert. Aber trotzdem trifft es irgendwen - und zwar immer häufiger. Und damit sind wir wieder beim Risiko des Einzelnen. Und wenn es "der Szene" nicht gelingt, das Risiko durch wie auch immer geartete Sicherheiten beispielsweise von 1:1.000.000 auf 1:100.000.000 zu senken, dann haben wir im nächsten Jahr - bei gleichbleibender Expansion, garantiert gleich wieder so einen Unfall...und im übernächsten 2... klingt tragisch - ist aber so).
Ein Aldi-Parkplatz wird durch eine Filmdose nicht interessanter!!

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von stefan_da » Do 22. Dez 2011, 11:22

Bei der Betrachtung der Unfallwahrscheinlichkeit darf man allerdings nicht ausser acht lassen, dass es nicht nur tödliche Unfälle gibt. Andere Unfallereignisse passieren auch (Schnittwunden, Prellungen, Brüche, Wirbelverletzungen), nicht alle Verletzunge verheilen ohne Spätfolgen. Ich denke mal, es gibt genügend Cacher die nach einer Cachetour schon die Notaufnahme von innen gesehen haben.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Zappo » Do 22. Dez 2011, 11:31

MadCatERZ hat geschrieben:....Stimmt wohl, es fällt verdammt schwer nach mehreren Stunden Durchkämpferei einfach nein zu sagen.......
...Ich stimme da gerne zu - allerdings weiß ich jetzt auch nicht, ob die Sache da nicht ein bisschen zuhoch gehängt wird mit stundenlangen Anstrengungen - DIESE Caches dürften dann doch die Ausnahme sein. Der "Normalfall" ist doch eher, daß man wohintrabt und dann die Dose auf dem zu hohen Baum, hinter dem zu bröckeligen Steg oder am zu sehr absturzgefährdeten Hang liegen sieht. Immer an den eigenen Fähigkeiten gemessen.

Ich seh da nichtmal die "Leistung der Verweigerung". Im Zweifelsfall schau ich mir halt die Location an, freu mich am Spaziergang und gut ist. Smilies auf der Karte und hohe Zähler sind mir schnuppe. Geocaching hat weder was mit Wettkampf noch mit Leistung zu tun - das ist so leistungsbefreit wie sich am S*ck kratzen. Und daß dabei da der eine oder andere "erfolgreicher" ist, solls geben. Druck verspüre ich da zugegebenerweise weniger.

Ich fahr schon 40 Jahre (schlecht) Moped. Und die Tatsache, daß (fast) alle noch leben, hat auch damit was zu tun, daß selbst in der Sturm- und Drangzeit niemals Angeberei wg "schneller" Mode war.

Zappo
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von buddeldaddy » Do 22. Dez 2011, 11:35

Anbei mal ein Link zur Bergunfallstatistik 2010 mit der entsprechenden Bewertung. Nur mal so als Beispiel. (40 Tote)

Und anbei ein interessanter Artikel/Interview zu dem Thema "Recht am Risiko / Wagnis muss sich lohnen"

Ist zwar Alpinlastig, jedoch durchaus vergleichbar zu verschiedenen anderen Hobbies.

Und da steht Geocaching noch seeehr gut da....
Bild
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von cahhi » Do 22. Dez 2011, 11:45

Reale Unfallzahlen und daraus resultierende Verletzungen, die dauerhaft bleiben, sind teilweise eh sehr überraschend. Ich war bei der Bundeswehr auf der Krankenstation einer Kaserne, in der etwa 3000 Rekruten ihre damals 3-monatige Grundausbildung ableisteten, eingesetzt, alles an Verletzungen kam zuerst zu uns.

Bei den teilweise echt heftigen Geländeübungen, Hindernisbahn usw. passierte vergleichsweise wenig, hier und da knickte mal jemand um, das war es dann aber auch so ziemlich. Die schweren Verletzungen, mit denen die Leute viele, viele Monate zu tun hatten, kamen fast ausschließlich vom Fußballspielen - egal ob dienstlich oder in der Freizeit.
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