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Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik um?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

udsa
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von udsa » Mi 21. Dez 2011, 11:36

HansHafen hat geschrieben:Letztlich bleibt es beim Cacher zu gucken wo er langgeht und wann er abbricht. Finde es eklig dem Owner das in die Schuhe zu schieben.
OK, dann habe ich eine andere Vorstellung von Verantwortungsbewußtsein. Aber die Verantwortung NUR bei dem verunglückten Cacher zu sehen finde ich in dem Fall mehr als grenzwertig. Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat. Wenn das der Fall ist, haften die Stadtwerke für eventuelle Unfälle. Hatte der Owner keine Erlaubnis bzw. sogar noch von der Lücke gewußt, dann sehe ich ihn schon teilweise in der Verantwortung.

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buddeldaddy
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von buddeldaddy » Mi 21. Dez 2011, 11:38

Das Thema "Schuldfrage" wird in diesem Fall die Staatsanwaltschaft klären. Dies steht uns nicht zu.
Ich glaube der Owner macht sich eh selbst schon die größten Vorwürfe. Und dabei sollten wir es erst einmal belassen.
Wir müssen das Ergebnis abwarten in wie weit sich aus den Ermittlungen eine Allgemeingültigkeit der Schuldfrage feststellen lässt.

Ansonsten sollte sich jeder an die eigene Nase fassen und für sich seine Cacheverstecke und sein Cacheverhalten überprüfen. Jeder ist da anders gepolt und sieht die Sache dementsprechend.

Je nach Ausgang der Ermittlungen wird dann jeder seine Schlüsse für sich selbst ziehen müssen.
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cahhi
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von cahhi » Mi 21. Dez 2011, 11:48

udsa hat geschrieben:Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat.
An derartigen Stellen wird kein Betreiber einen Cache genehmigen, da er gar nicht der Verkehrssicherungspflicht nachkommen kann.
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Angrentil » Mi 21. Dez 2011, 11:52

udsa hat geschrieben:Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat.
Also so naiv bin ich sicherlich nicht, dass ich davon ausgehe, dass überall die Erlaubnis des Besitzers/Betreibers eingeholt wurde. Also wo ich schon überall rumgesprungen bin... nein ich gehe ich ganz bestimmt nicht davon aus, dass es da eine Erlaubnis gibt. :roll:

Aber es ist immer noch meine Entscheidung, ob ich das Gelände betrete oder nicht.
Und da dürfen keine Deppen rein, da gibts 'nen Deppendetektor im Eingangsbereich und 'nen Deppenreflektorschild und Deppentreppen führen die Verirrten zurück in die Welt... [Die Dosenfischer]

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von argus1972 » Mi 21. Dez 2011, 11:57

udsa hat geschrieben:Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat.
Sorry, aber das ist ja wohl ein völlig abwegiger Gedanke! Wer bitteschön hat denn eine Erlaubnis für seinen Cache? Ja, stimmt, man klickt das an, wenn man ihn scharf schaltet, weil man als Owner Hoffnung hat, dass der Besitzer nie davon merkt, so sieht doch die Realität aus.

Hier könnte man vermutlich sogar eher von einem durch den Besitzer ungenügend gesicherten Objekt mit eklatanten Sicherheitsmängeln reden, da man es ja offenbar recht einfach betreten kann, aber wir schweifen ab.
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von robbi_kl » Mi 21. Dez 2011, 11:58

udsa hat geschrieben:Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat.
Davon gehe ich nicht aus. Und ich vermute, die allergrößte Mehrheit der Cacher geht auch nicht davon aus.
udsa hat geschrieben:In dem betreffenden Listing http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... wp=GC37G4T steht als Hinweis:
"Befestigung rechtes Rohr, vor der Lücke".
http://www.sz-online.de/bilder/2011_12/gr_2942204_2.jpg
Ja, das nützt doch aber nichts. Wer von uns hätte sich unter "vor der Lücke" etwas vorstellen können, ohne das Bild gesehen zu haben? Es gibt Hinweise, deren Sinn wird erst klar, nachdem man die Sache vor Ort gesehen hat.

Ich will nicht dem Owner die Schuld geben, aber ich selbst habe schon auf das Auslegen eines Caches verzichtet, weil mir die Unfallgefahr für die Cacher zu groß war. Und dieses fehlende Gitter in Verbindung mit der Empfehlung, man solle den Cache nachts machen, wäre genau so eine Sache gewesen, die mir persönlich als Cache-Owner zu heiß gewesen wäre.

Unabhängig von diesem Fall: Die größte Verletzungsgefahr besteht - zumindest nach meiner eigenen Erfahrung - bei "harmlosen" Caches, z.B. bei Multis durch den Wald. Der große Unterschied besteht aber in den Folgen, wenn sich die Gefahr tatsächlich mal verwirklicht. Dann habe ich im Wald evtl. einen gebrochenen Fuß, aber die Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen besteht dort natürlich nicht.

Ich selbst habe mich beim Cachen schon mehrfach verletzt. Und in in mindestens zwei Fällen hatte ich großes Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Einmal bin ich durch ein Dach eines LP eingebrochen - dabei war ich auch noch völlig falsch da oben, denn für den Cache hätte man überhaupt nichts aufs Dach gemusst.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von buddeldaddy » Mi 21. Dez 2011, 12:03

cahhi hat geschrieben:
udsa hat geschrieben:Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat.
An derartigen Stellen wird kein Betreiber einen Cache genehmigen, da er gar nicht der Verkehrssicherungspflicht nachkommen kann.
In welcher Welt lebt Ihr? WER hat bitte schön eine Genehmigung für seinen Cache. Ich habe gerade mal EINE für einen meiner. Ich behaupte mal dreist: 99% der Dosen haben KEINE Genehmigung vom "Landlord". Guideline hin, Guideline her. So ist das nun mal.

Deswegen kann ein gepublishtes Listing KEINE Garantie für eine "legale" und "sichere" Position sein.
Wenn die Finder das alles so gefährlich hielten, warum haben sie kein SBA geloggt.

Also wer sich darauf verlässt, ist verlassen. GSP sichert sich ab, durch die Häkchen setzten... Das man die Guidelines gelesen hat und man die Genehmigung hat. gibts da Probleme wird der ins Archiv geschickt.
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von udsa » Mi 21. Dez 2011, 12:08

Es geht mir hier nicht um die strafrechtlichen Folgen für den Owner. Ich glaube und HOFFE auch nicht, dass er eine Strafe bekommt!!! Ich hoffe aber, dass dieser Vorfall zum Nachdenken führt. Solche Orte sollten für Geocaching absolut tabu sein, auch weil schon das unbefugte Betreten den Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt. Im Übrigen gibt es dort auch keine schönen landschaftlichen Besonderheiten zu bestaunen (ursprüngliches Prinzip von Geocaching). Schneller, höher, weiter! ICH habe 5000 Caches gefunden! ICH habe einen ganz besonderen Cache erstellt! Muss das gnadenlose Leistungsprinzip auch noch aufs Hobby angewendet werden? Oder wollen wir nur Entspannung und einen schönen abwechslungsreichen Nachmittag in der Natur?

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von cahhi » Mi 21. Dez 2011, 12:10

@buddeldaddy

Sag ich doch. Gerade bei einem kritischen Cache ist es lächerlich, sich hinterher darauf zu berufen, dass der "Landlord" ja mit im Boot sitzt. Der weiß davon im Normalfall überhaupt nichts...
Solche Orte sollten für Geocaching absolut tabu sein
Es wird immer Leute geben, die Caches an ungeeignete Orte legen, daher darf man bei der Suche nie das Gehirn ausschalten und sich darauf verlassen, dass der "Landlord" sein OK gegeben haben muss und alles ok ist.
Zuletzt geändert von cahhi am Mi 21. Dez 2011, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von adorfer » Mi 21. Dez 2011, 12:12

udsa hat geschrieben:Wenn man die Brücke im Rahmen eines Caches betritt geht man davon aus, dass der Owner sich die Erlaubnis vom Betreiber geholt hat.
Betreffenden betreffenden Cachern aus Wolkenkuckucksheim empfehle ich DRINGEND maximal T2,0-Caches anzugehen und SÄMTLICHE Caches zusätzlich auszulassen, wo das "Stealth-Required"-Attribut gesetzt ist.
robbi_kl hat geschrieben:Dann habe ich im Wald evtl. einen gebrochenen Fuß, aber die Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen besteht dort natürlich nicht.
Wenn ich im Wald mit gebrochenen Beinen und ohne Handynetz nach Stolpern in einem Hang liegenbleibe, dann bin ich am darauf folgenden Vormittag auch tot.
(So sterben jedes Jahr im Winter Menschen. Oft Senioren oder unter Alkoholeinfluss.)

Vielleicht gibt's ja noch eine Zusammenfassung des Obduktionsergebnisses. Wenn die Darstellung in der Presse korrekt sein sollte ("noch zum Ufer geschleppt"), dann unterstelle ich, dass zumindest Tod bei rechtzeitiger Alarmierung der Rettung (oder schlicht: Hilfe, beim Verlassen des Wassers, trockene Kleidung plus Iso-Decke) vermeidbar gewesen wäre.
Zuletzt geändert von adorfer am Mi 21. Dez 2011, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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