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Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik um?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

buddeldaddy
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von buddeldaddy » Mi 21. Dez 2011, 13:51

moenk hat geschrieben:
buddeldaddy hat geschrieben:Ich glaube da haben die Amis vorgesorgt, bei den Schadenersatzklagensummen in den Staaten. Es kann sich KEINER rausreden.
Wäre ja mal angebracht dass GC da in seinem Lat47-Blog mal ein paar passende Zeilen vertextet.
Bryan ist informiert. "I saw something on twitter this morning. It is a very sad day for geocaching and a true tragedy to lose a member of the community in such a hard way." Er hat Links zu dem Bericht und Bilder.

Aber in den USA ist letztes Jahr auch schon jemand tödlich abgestürzt. Es gab auch schon viele Schwerverletzte (Leipzig, Östereich, Bayern) Aber wohl erst 2 Tote in direktem Zusammenhang mit einem Cache. (USA, BRD)
Bild
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TweetyHH
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von TweetyHH » Mi 21. Dez 2011, 13:52

Auch von mir erstmal ein aufrichtiges Beileid an die Hinterbliebenen. Seinen Sohn, Freund oder Bekannten so früh zu verlieren wünsche ich niemandem. Aber auch dem Owner wünsche ich alles Gute, ich glaube nämlich für diesen ist die Situation (unabhängig von der juristischen Schuld) mindestens genauso schwierig.

Ich selbst halte nach allem was ich bisher weiß (Beschreibung und Fotos) T 3,5 für diesen Cache angemessen. Selbst mit fehlender Beplankung (die ja wohl gar nicht überklettert werden musste) brauchte es zwar etwas körperliche Fitness (Leiter aufsteigen, beim Überklettern halt die Koordination von Händen und Füßen) aber wirklich keine außergewöhnlichen Fertigkeiten. Ob man je herausfinden wird können wie der Unfall genau ablief weiß ich nicht und ist auch eigentlich gar nicht so wichtig.

Für mich selber ändert sich durch diesen Unfall selber jetzt nicht so viel - ich hab es bisher so gehalten, dass ich ab T3/T3,5 eigentlich nicht alleine Cachen gehen bzw. nur hingehe um es mir anzugucken und mit einem Umkehren meinerseits rechne und es i.d.R. auch tue. Nach dem was ich bisher sehe wäre ich den Cache aber wahrscheinlich auch Solo angegangen.

Natürlich kann es passieren, dass ich dann alleine einen T4er mache, z.B. Kletterei auf einem Baum über Wasser mit flachen Ufer in der Stadt .. im Sommer völlig ok, im Winter ein Nogo für mich allein.

Bei Gelände, das ich als potentiell Gefährlich und abgelegen einschätze, geh ich sogar am liebsten sogar zu Dritt damit einer ggf. einen Verletzten betreuen kann und ein anderer Rettungskräfte einweisen kann.

Von daher hoffe ich für die Zukunft, dass sofern bekannt auf Gefahren hingewiesen wird und vor allem Cacher eben keine Solonummern starten sondern sich bei höheren Terrain Wertungen die Beschreibung genau durchlesen aber trotzdem immer mit zusätzlichen Gefahrenmomentan rechnen und nach Möglichkeit immer ein Cacher auf einer sicheren Position bleibt um Hilfe zu holen bzw. Hilfe zu leisten..

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Zappo
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von Zappo » Mi 21. Dez 2011, 14:06

ludiwawa hat geschrieben:Nur mal so als Zwischenruf weil wir grad den Topic verlieren. Warum muss hier eigendlich jemand Schuld sein? .......
...weil wir sonst nachdenken müssten? Man sucht gerne für alles eigentlich Unfassbare- einen Schuldigen, denn die Funktion von jemanden, der Schuld ist, ist ja mehr, daß die Anderen dann unschuldig sind - bequemer ist das. So simmer halt.

Trotzdem ist hier auch niemand "schuld". Genausowenig wie jemand schuld ist, wenn ich mit 120 km/h die Rheinkurve mit dem Motorrad nicht packe, beim Obstpflücken von der Leiter falle oder mir beim Fußballspielen den Fuß verstauche. Das sind Unfälle, welche durch Selbstüberschätzung, unangepaßtes Verhalten oder einfach "Verkettung unglücklicher Umstände" passieren.
Als Einzelner hilft da nur, sich und seine Grenzen zu kennen und vernunftbegabt an manche Sachen heranzugehen. Aber auch das hilft nicht immer vor Allem. Ab und an passiert auch bei mir auf der Baustelle was - bis jetzt glücklicherweise nichts Schlimmes, aber trotzdem - wenn man sich dann den Unfallhergang anschaut, ist das manchmal so abstrus und exotisch, daß man zur Überzeugung kommt, da wäre man selbst auch dabeigewesen.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von udsa » Mi 21. Dez 2011, 14:29

Da ich bereits in Schweden einen Tradi gelegt habe, will ich hier mal kurz berichten:
Den Cache habe ich auf einer Schäreninsel versteckt, welche nicht unter "Naturschutz" steht. Bevor der Reviewer den Cache freigeschaltet hat, mußte ich die Erlaubnis des Landbesitzers, der Provinzverwaltung und der Vogelschutzbehörde VORLEGEN. Weiterhin mußte ich nachweisen, dass man sicher an die Stelle gelangen kann (felsiges Gelände). Die Freischaltung war also um einiges aufwendiger als hier in Deutschland.

Eigenverantwortung natürlich, aber auch Verantwortung für andere übernehmen.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von buddeldaddy » Mi 21. Dez 2011, 14:34

udsa hat geschrieben:Da ich bereits in Schweden einen Tradi gelegt habe, will ich hier mal kurz berichten:
Den Cache habe ich auf einer Schäreninsel versteckt, welche nicht unter "Naturschutz" steht. Bevor der Reviewer den Cache freigeschaltet hat, mußte ich die Erlaubnis des Landbesitzers, der Provinzverwaltung und der Vogelschutzbehörde VORLEGEN. Weiterhin mußte ich nachweisen, dass man sicher an die Stelle gelangen kann (felsiges Gelände). Die Freischaltung war also um einiges aufwendiger als hier in Deutschland.

Eigenverantwortung natürlich, aber auch Verantwortung für andere übernehmen.
Andere rechtliche Vorraussetzungen. In NL ist es wohl auch so. In BRD eben nicht (noch nicht) ....
Wenn in Schweden die selben Vorausetzungen wären wie hier, wäre das wohl auch so.
Bild
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von udsa » Mi 21. Dez 2011, 14:38

Wenn in Schweden die selben Vorausetzungen wären wie hier, wäre das wohl auch so.
Mit Sicherheit nicht, aber das liegt am Wesen der Schweden.

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von buddeldaddy » Mi 21. Dez 2011, 14:45

udsa hat geschrieben:
Wenn in Schweden die selben Vorausetzungen wären wie hier, wäre das wohl auch so.
Mit Sicherheit nicht, aber das liegt am Wesen der Schweden.
das spricht für sie und das Land
Bild
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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von udsa » Mi 21. Dez 2011, 14:46

buddeldaddy hat geschrieben:
udsa hat geschrieben:
Wenn in Schweden die selben Vorausetzungen wären wie hier, wäre das wohl auch so.
Mit Sicherheit nicht, aber das liegt am Wesen der Schweden.
das spricht für sie und das Land
Genau, ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub dort:)...

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von robbi_kl » Mi 21. Dez 2011, 14:54

udsa hat geschrieben:... mußte ich die Erlaubnis des Landbesitzers, der Provinzverwaltung und der Vogelschutzbehörde VORLEGEN. Weiterhin mußte ich nachweisen, dass man sicher an die Stelle gelangen kann (felsiges Gelände). Die Freischaltung war also um einiges aufwendiger als hier in Deutschland.
Irgendwie entsteht der Eindruck, dass du der Meinung bist, mit dem umständlichen Prozedere der Genehmigung sei ein Freibrief entstanden, der dich von jeder Verantwortung befreit. Was ist denn, wenn jetzt jemand alleine auf die Insel geht und in dem felsigen Gelände verunglückt? Wo liegt dann der grundlegende Unterschied, ob der Cache mit oder Genehmigung der Vogelschutzbehörde gelegt wurde?

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Re: Unfälle beim Geocachen - wie geht ihr mit der Thematik u

Beitrag von udsa » Mi 21. Dez 2011, 15:04

Irgendwie entsteht der Eindruck, dass du der Meinung bist, mit dem umständlichen Prozedere der Genehmigung sei ein Freibrief entstanden, der dich von jeder Verantwortung befreit. Was ist denn, wenn jetzt jemand alleine auf die Insel geht und in dem felsigen Gelände verunglückt? Wo liegt dann der grundlegende Unterschied, ob der Cache mit oder Genehmigung der Vogelschutzbehörde gelegt wurde?
Nein, der Eindruck ist falsch. Natürlich habe ich auch dann noch eine Verantwortung! DAFÜR PLÄDIERE ICH JA DIE GANZE ZEIT während viele hier im Forum nur auf Eigenverantwortung setzen und den Ownern einen Freibrief geben, sogar zum Verstoß gegen Gesetze (z.B. Hausfriedensbruch).
Es enstehen mit dem Auslegen eines Caches viele Verantwortungsbereiche, nicht nur gegenüber Geocachern. Gegenüber der Vogelschutzbehörde muß ich z.B. nachweisen, dass keine Brutgebiete gefährdet werden.

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