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Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Zappo
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Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Zappo » Sa 24. Dez 2011, 01:23

Immer wieder - auch in der aktuellen Unfalldiskussion - stoße ich auf die Tatsache (?), daß in USA anscheinend die dort liegenden Caches alle die Zustimmung des Landeigentümers haben - zumindest wird gerade Unverständnis dafür geäußert, daß es in Deutschland illegale Caches gibt. Daß die in USA alle lizenziert sein sollen, das kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen - zumindest wenn ich mir solche Sachen wie den Alien-powertrail anschaue, wo Straßenverwaltungen o.ä. mitspielen müssten - oder im öffentlichen Raum die entsprechenden Verwaltungen.

Sollte dem aber so sein, dann muß ich konstatieren, daß die amerikanischen Verwaltungen anders drauf sind als unsere, denn wenn ich das alles durchdenke, glaube ich kaum, daß hier bei uns noch großartige Möglichkeiten fürs Verstecken gäbe, wenn man von ganz oben eine Regelung anstreben würde. Ich glaube nicht, daß bei uns irgendeine Verwaltung die Eier hätte, auf eigene Verantwortung Cachen zuzulassen.

Weiß jemand was Fundiertes?

zappo
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von radioscout » Sa 24. Dez 2011, 02:47

Ist es Dir fundiert genug wenn ich Dir sage, daß es für die Amerikaner, die ich kenne, absolut undenkbar wäre, Reviewer so wie in .de zu beschummeln und Regeln bzw. Gesetze so zu "dehnen", wie es hier "üblich" ist?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von argus1972 » Sa 24. Dez 2011, 08:52

Dass ALLE Caches dort mit Erlaubnis liegen, wäre mir neu.
Ich nahm immer an, das bezöge sich nur auf die Nationalparks, wo es wohl mit einem Erlaubnisprinzip und in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Verwaltung machbar ist, eine Dose zu platzieren.
Das gibt es hier ja auch, siehe die wunderbare NPE-Serie im Nationalpark-Eifel.

Wo bist Du denn auf diese Tatsache (?) gestoßen?
Ich würde mich gerne selbst mal informieren.

Meines Wissens funktioniert das Prinzip der Cacheveröffentlichung in den USA genau so wie hier, also auf "Duldungsbasis, abgesehen von den Nationalparks, wozu sich die Guidelines ja auch ausführlich äußern.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dort jeder Cache eine Erlaubnis hat, aber ich kann mich irren.

Von den Niederlanden ist es aber bekannt, dass es sich so verhält.

(Kann es sein, dass in den USA schlichtweg insgesamt umsichtiger bedost wird und man dort aus Sorge vor Repressalien einfach als sensibel einzustufende Orte generell meidet, die hier bei uns schmerzfrei und gerne bedost werden?)
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

Bekennender Genusscacher, DNF-, NM- und SBA-Logger
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Zappo » Sa 24. Dez 2011, 10:52

radioscout hat geschrieben:Ist es Dir fundiert genug wenn ich Dir sage, daß es für die Amerikaner, die ich kenne, absolut undenkbar wäre, Reviewer so wie in .de zu beschummeln und Regeln bzw. Gesetze so zu "dehnen", wie es hier "üblich" ist?
Ob das hier "üblich" ist, weiß ich ja nicht - die Caches, die ich so mache, machen nicht den Eindruck, als wäre hier viel "gedehnt" worden - bis auf die Tatsache, daß es sicher keine dezidierte Genehmigung für Caches gibt, die da im öffentlich betretbaren Wald rumliegen. Aber das dürfte die obligatorische Grauzone sein, wo ja sich auch noch Gelehrtere als wir drüber streiten, was übers Betretungsrecht des Bürgers wirklich abgeleitet werden kann.

Gruß Zappo
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von robbi_kl » Sa 24. Dez 2011, 10:53

In den USA haben sicherlich nicht alle Caches eine landowner's permission. In Großbritannien auch nicht, obwohl es dort Bemühungen gibt, bestimmte Areale in zulässig oder unzulässig einzuteilen. Hier beispielsweise eine Auflistung Agreement bzw. Permission refused: http://www.gagb.co.uk/gagb/glad/index.php

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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Zappo » Sa 24. Dez 2011, 11:11

argus1972 hat geschrieben:Dass ALLE Caches dort mit Erlaubnis liegen, wäre mir neu.
Ich nahm immer an, das bezöge sich nur auf die Nationalparks, wo es wohl mit einem Erlaubnisprinzip und in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Verwaltung machbar ist, eine Dose zu platzieren.
Das gibt es hier ja auch, siehe die wunderbare NPE-Serie im Nationalpark-Eifel.

Wo bist Du denn auf diese Tatsache (?) gestoßen?
Ich würde mich gerne selbst mal informieren.

Meines Wissens funktioniert das Prinzip der Cacheveröffentlichung in den USA genau so wie hier, also auf "Duldungsbasis, abgesehen von den Nationalparks, wozu sich die Guidelines ja auch ausführlich äußern.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dort jeder Cache eine Erlaubnis hat, aber ich kann mich irren.

Von den Niederlanden ist es aber bekannt, dass es sich so verhält.

(Kann es sein, dass in den USA schlichtweg insgesamt umsichtiger bedost wird und man dort aus Sorge vor Repressalien einfach als sensibel einzustufende Orte generell meidet, die hier bei uns schmerzfrei und gerne bedost werden?)
Ich wurde durch diesen Beitrag im "Unglücksthread" von Veit aufmerksam - und dem darin enthaltenen Link zum Ami-Forum.
veit hat geschrieben:....Hab also letzte Woche schon nen Thread im Groundspeak-Forum aufgemacht (http://forums.groundspeak.com/GC/index. ... pic=287203), in dem ich versucht hab, Leute zum Nachdenken anzuregen, was man veraendern koennte, damit so etwas nicht nochmal passiert. .......
Im thread war das Hauptthema dann sehr schnell die "Illegalitaet" des caches. Ich hatte da vorher gar nicht so ne Meinung zu, hab selbst noch nicht soviele Lost Places etc. gemacht. Aber viele der vor allem Amerikaner konnten sich gar nicht vorstellen, wieso es hier ueberhaupt so viele "illegale" caches gibt, und wie man ueberhaupt was aendern wolle, wenn man nicht erstmal die alle archiviere. Ich glaub im Moment, darauf wird es auch hinauslaufen......
Bisher hatte ich auch den Eindruck, bis auf Nationalparks gäbe es dort auch keine Regelung - wenn ich mir die Caches so ansehe, insbesondere im urbanen Raum, kann ich mir das auch schwer anders denken.

Ich frage mich halt.....wer kann sich vorstellen, in Deutschland von ganz oben irgendeine Genehmigung für eine Dose zu kriegen? Außer von privaten Grundstücksbesitzern? Da werden doch alle wegen Angst vor Beschädigungen, Regressansprüchen o.ä. kneifen.
Der Ruf nach 100% legalen Caches mag ja sinnvoll sein - aber es sollte dann ja auch eine Möglichkeit geben, sowas zu realisieren - da sehe ich eher schwarz - insbesondere mit meinen Erfahrungen mit UNSEREN Verwaltungen.

Zappo
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von cmowse » Sa 24. Dez 2011, 20:15

Wenn es für alle Caches eine offizielle Genehmigung gäbe,
dann dürfte sowas ja nicht passieren, wie auf der Seite der Nevada Geocaching Association zu lesen ist:
http://www.nevadageocaching.com/index.p ... e#comments

Aber für praktisch alle "State Parks" gibt es auf den Seiten der jeweiligen regionalen "Association" Ansprechpartner bei der Parkverwaltung und fertige Formulare für Genehmigung einen Cache legen zu dürfen.

Tlw. wird sogar die Dosenart vorgeschrieben:
Ammo cans and other non-traditonal containers are not permitted. Clear tupperware-type containers only.


Und ob man in den USA auf einen fremden Privatgründstück einen Cache legen würde...
Dort ist doch das Waffenrecht in bezug auf Verteidigung seines Grundstücks etwas "abweichend" von dem was wir so aus Europa kennen...

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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von cmowse » Sa 24. Dez 2011, 21:28

Ansonsten gibt es Analog zu unserem
"§ 14 des Bundeswaldgesetzes" -> (1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet

in den USA das "States' Recreational Use Statutes"
->these laws promote the public policy of encouraging landowners to open their lands so the public may access a wider range of recreational activities

Fundstelle

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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Team Hellspawn » So 25. Dez 2011, 00:29

Muss man in den VSA überhaupt so umsichtig sein was Genehmigungen angeht?

Gerüchteweise nimmt man da ja zwar gerne Überwachung, lässt sich aber im Offensichtlichen nicht so gerne vom Staat gängeln...

LG
Das ist mal schön auf den Punkt gebracht :) :
Merkur hat geschrieben:Ich hingegen fahr lieber mit dem Geländewagen zum Cache und werfe dabei mit Altbatterien nach Eulenbabys....nur um die Diskussion am laufen zu halten.

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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Trracer » So 25. Dez 2011, 10:20

Zappo hat geschrieben:Immer wieder - auch in der aktuellen Unfalldiskussion - stoße ich auf die Tatsache (?), daß in USA anscheinend die dort liegenden Caches alle die Zustimmung des Landeigentümers haben - zumindest wird gerade Unverständnis dafür geäußert, daß es in Deutschland illegale Caches gibt.
Dann schau Dir mal die letzten Diskussionen zum Lostplace im deutschen Forenteil an. Da triffst Du auch auf solche Leute.

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