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Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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robbi_kl
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von robbi_kl » So 25. Dez 2011, 11:48

cmowse hat geschrieben:Ansonsten gibt es Analog zu unserem
"§ 14 des Bundeswaldgesetzes" ...
In den USA gibt es grundsätzlich keine Regelung, die unserem allgemeinen Waldbetretungsrecht entspricht. Eher ist das Gegenteil der Fall: Das Betreten eines Grundstücks, einer Wiese oder eines Waldes ohne die Genehmigung des landowners stellt den Tatbestand des "illegal trespass" dar, während es in Deutschland keinen vergleichbaren Tatbestand gibt. Der landowner kann zwar das Betreten erlauben, dann aber mit weitreichenden Haftungsausschlüssen, dem Verbot bestimmter Tätigkeiten oder anderen Einschränkungen.

Diese Vorschriften gelten in ähnlicher Form praktisch im gesamten angelsächsischen Rechtskreis, also nicht nur in den USA, sondern auch in Kanada, Australien, Indien oder Neuseeland. Eine Ausnahme bildet Schottland, wo die Betretungsrechte eher wie in Deutschland geregelt sind.

Diese Unterschiede erklären möglicherweise, warum es in anderen Ländern mehr "genehmigte" Caches gibt als bei uns.

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argus1972
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von argus1972 » So 25. Dez 2011, 12:15

robbi_kl hat geschrieben:Diese Unterschiede erklären möglicherweise, warum es in anderen Ländern mehr "genehmigte" Caches gibt als bei uns.
Sind das denn dann tatsächlich "genehmigte" oder auch lediglich "geduldete" Caches?
Unter "genehmigt" verstehe ich, der Landbesitzer weiß von der Dose und sie liegt da mit seiner ausdrücklichen Zustimmung.
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

Bekennender Genusscacher, DNF-, NM- und SBA-Logger
Outdoorspäße

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robbi_kl
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von robbi_kl » So 25. Dez 2011, 12:52

Das weiß ich nicht, meine eigene Cache-Erfahrung in den USA ist sehr begrenzt. Aufgrund mancher Listings und aufgrund einer gewissen Verwunderung von US-Cachern über die deutsche Cache-Praxis vermute ich schon, dass der Anteil genehmigter Caches (also mit Wissen des landowners) in den USA größer ist als hierzulande. Wie viele es nun wirklich sind, kann ich nicht abschätzen.

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radioscout
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von radioscout » So 25. Dez 2011, 21:35

Ist es unrealistisch davon auszugehen, daß es in den USA auch eine Art von "Allgemeingenehmigung" gibt, z.B. Verwaltungen oder Landowner "einfache Caches am Rand von legal betretbaren Wegen" (unter Vorbehalt) genehmigen um nicht für jede Dose ein komplettes Genehmigungsverfahren durchführen zu müssen?

In den Niederlanden scheint es in einigen Städten ähnliches zu geben. Ein Cacher aus .nl erzählte mir, daß er für Caches und Locations, die bestimmten Vorgaben entsprechen, keine einzelne Genehmigung benötigt.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

Urban Scout
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Urban Scout » Mo 26. Dez 2011, 12:17

Ich denke mal, wenn ein Cache in den USA legal ist, dann:

• hängen an dem Cache Warnhinweise, das der Cache schwerer ist, als er Aussieht
• das alles auf eigenen Gefahr passiert
• man dem Cache nicht zu Nahe kommen darf, um sich nicht an heißem Kaffee zu verbrühen
• klebt darauf ein Aufkleber, das man Bären nicht essen darf und man einen Arzt nach Zeckenbiss konsultieren sollte.

Jetzt mal im Ernst, die Ami´s und ihre Verklagungswut...da versteckt jemand freiwillig einen "legalen" Cache? Der Arme wird im Unfallfall doch verklagt bis zum geht nicht mehr.

Team Hellspawn
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von Team Hellspawn » Di 27. Dez 2011, 22:14

Wie das da denn nun wirklich aussieht weiss so richtig keiner?
Also was man da unter Genehmigung versteht?

LG
Das ist mal schön auf den Punkt gebracht :) :
Merkur hat geschrieben:Ich hingegen fahr lieber mit dem Geländewagen zum Cache und werfe dabei mit Altbatterien nach Eulenbabys....nur um die Diskussion am laufen zu halten.

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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von ravenhawk80 » Mi 28. Dez 2011, 10:24

Zappo hat geschrieben:... zumindest wenn ich mir solche Sachen wie den Alien-powertrail anschaue, wo Straßenverwaltungen o.ä. mitspielen müssten...
zappo
Zumindest der Alien Highway existiert (wieder) nur weil es die Verkehrsbehörde des Staates Nevada unbedingt wollte und die Owner des alten Trails bat, einen neuen zu legen.

siehe auch:
http://www.geocaching-dessau.de/wp/?p=1662

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splinterpace
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Re: Frage zur Legalität/Genehmigungspraxis in USA

Beitrag von splinterpace » So 1. Jan 2012, 14:28

Ich bin mehrmals im Jahr in den USA unterwegs, oft in NYC und oft auch auf dem Land in Pennsylvania, Nebraska und den Carolinas.

Was die Genehmigungspraxis, unabhängig von Groundspeak, Inc., angeht, so gibt es kaum einheitliche Regelungen.
Ich gehe davon aus, dass die meisten Caches im urbanen Manhattan (Straße) nicht genehmigt sind.
Anders mag es mit den Caches im Central Park und in den unzähligen anderen Parks in NYC und auf Long Island aussehen.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass Geocaching als Freizeitbeschäftigung in den USA eine andere/höhere Anerkennung und Akzeptanz findet, als in Deutschland.
Viele der lokalen Cachergruppen arbeiten mit den jeweiligen Parkverwaltungen zusammen, auch gibt es Kontakte zur MTA und der Port Authority.
Hier ein Beispiel für NY: http://www.geocachingny.org/nyparks.html oder auch hier für NC: http://www.ncgeocachers.org/articles/NC ... Policy.htm

Was bei uns der Leitplanken-Cache, ist in den USA der 'Lamp-Skirt-Cache', siehe hier: http://blog.discoveryeducation.com/gonz ... ost-cache/
Ich glaube kaum, dass diese vom jeweiligen WalMart, Home Depot, Lowe's usw. genehmigt sind, bei Kenntnis aber wohl geduldet. Manche Parkplätze sind so groß, dass gleich mehrere dieser Caches dort Platz finden.

Im ländlichen Raum findet man oft sehr schöne und liebevoll gemachte Friedhof- und Memorial-Caches. Dazu muss man wissen, dass sich amerikanische Friedhöfe von deutschen meist deutlich unterscheiden.
Das eigentliche Grab besteht meist nur aus dem Grabstein, eine eingefasste Grabstelle mit Bepflanzung oder mit Granit-/Marmordeckel findet man dort kaum. Dadurch geht man bis zum Grabstein, steht also mitten auf dem Grab.
Viele Friedhöfe sind mit dem Auto befahrbar, nicht nur die großen, die wir aus amerikanischen Filmen kennen, sondern oft auch die kleineren Stadt- und Dorffriedhöfe, es gibt oft Stellen mit Bänken und Tischen, die zum Verweilen einladen.
Ich selbst habe schon ein freundliches Gespräch mit dem Verwalter eines mittelgroßen Cemetary in Pennsylvania geführt. Dieser war dem Geocachen gegenüber sehr aufgeschlossen, er freute sich über den zusätzlichen Besuch der Cacher auf 'seinem' Friedhof.

Fährt man in ländlichen Gebieten in den USA entlang von Privatgrund und Privatwald, so wird man unweigerlich auf gelbe und orangene Papp- und Papierschilder mit der großen Aufschrift 'POSTED' treffen, siehe hier: http://www.mysecuritysign.com/TPS/Poste ... Signs.aspx
Hiermit sichern sich Eigentümer gegenüber evtl. auftretenden Schadensersatzforderungen ab (über Baumstamm gestolpert, Fuß gebrochen; Jagdunfall... ;) )
Ich kenne keinen Amerikaner, der auf solchem Grund ohne Genehmigung des Eigentümers einen Cache platzieren würde.

Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung sprechen: meiner Meinung nach wird in den USA disziplinierter/freundlicher mit dem Hobby Geocaching umgegangen, dies spiegelt sich auch in meiner bisherigen Kommunikation mit amerikanischen Cachern (im Vergleich mit Kontakt zu deutschen Cachern) wider.
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