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Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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argus1972
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von argus1972 » Mi 25. Jan 2012, 15:34

UF aus LD hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass es - auch bei einem aufgenommene Verbot - keine Probleme geben wird, wenn alle materiellen Stationen außerhalb liegen - weder für Sucher noch für Verstecker.
Vollkommen richtig, das sehe ich auch so und so wird das Verbot auch gemeint sein!
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DWJ_Bund hat geschrieben:(Das funktioniert allerdings nur dann, wenn kein Zweifel beim Ranger vorhanden ist, weil er Dich vielleicht vorher mit GPS-Gerät und Listing hat hantieren sehen. Dann hakt er nach!)
Ich trage mein GPS immer offen am Rucksackgurt, wie es die allermeisten Wanderer machen, die eines verwenden (und das sind SEHR viele). Das Gerät ruft nach meiner Erfahrung keine automatische Assoziation "Geocacher" hervor, wenn das auch viele Cacher gerne glauben. Und so lange man das Papier nicht in die Drüste wirft, interessiert auch das die Aufsichtspersonen normalerweise nicht die Bohne.

Meine persönliche Erfahrung vom Trekking in NSG und Nationalparks sagt ganz klar, dass man machen kann, was man mag, so lange man den Weg nicht verlässt, die Botanik nicht schädigt, kein Feuer legt und nichts als footprints hinterlässt wie "wir Cacher" das ja in NSG auch machen. :^^:

Aus dem Grund finde ich es vollkommen nachvollziehbar, wenn keine gesetzlichen Regelungen zum Geocaching angedacht sind. Die sind nämlich unnötig!
Schön, dass auch der Gesetzgeber das offenbar verstanden hat.
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Mi 25. Jan 2012, 16:38

argus1972 hat geschrieben:...
DWJ_Bund hat geschrieben:(Das funktioniert allerdings nur dann, wenn kein Zweifel beim Ranger vorhanden ist, weil er Dich vielleicht vorher mit GPS-Gerät und Listing hat hantieren sehen. Dann hakt er nach!)
...
Hm, hätte zur Präzisierung besser schreiben sollen "...weil er Dich vielleicht vorher mit GPS-Gerät und Listing in der Nähe eines ihm bekannten Geocacheversteckes hat hantieren sehen. Dann hakt er nach!"

Gemeint ist: Er hegt den Verdacht, Du bist Geocacher! Vielleicht aufgrund eines ihm schon bekannten Logos etc. oder eines bestimmten Verhaltens.
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

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quercus
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von quercus » Mi 25. Jan 2012, 17:24

geh mit einem smartphone cachen :D

diese iPhone-Zombies fallen doch niemandem mehr auf ;)
:langenase2: . :stumm: . :langenase:

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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von Zappo » Mi 25. Jan 2012, 17:40

argus1972 hat geschrieben:....Aus dem Grund finde ich es vollkommen nachvollziehbar, wenn keine gesetzlichen Regelungen zum Geocaching angedacht sind. .......
Wäre auch etwas schwer denkbar - der gemeine Bürger darf durchlaufen und das Schild lesen, der "geocachende" Bürger darf sich keine Zahlen merken? Wie soll das gehen?

Ich stell mir das gerade vor: Ich nehme die GC-Kappe ab, verwandle mich somit in einen Zivilisten, heuchle PRIVATES Interesse an der Infotafel, welches ich bei Ansprache auch durch mitgeführtes Naturschutzwerbematerial nachweisen kann, merke mir die entsprechenden Angaben, trabe weiter und verwandle mich pünktlich beim Überqueren des Naturschutzgebietes (lt NSG-Atlas) wieder in einen hochkonspirativen Cacher (Kappe aufziehen nicht vergessen!), welcher beim geistigen Durchforsten seines Gedächtnisses -zufälligerweise- auf die entsprechenden Variablen stößt, die ihm ermöglichen, die Multidose zu finden.

Da lacht das alte Rollenspielerherz :D :D :D

Z.
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Mi 25. Jan 2012, 18:57

Also brauchen wir ganz klar eine Geocacher-Ausweis-Pflicht, Zappo! :D
Und natürlich offen sichtbar, nicht verdeckt zu tragen!!!

Das ist im Sinne des Schutzes des Natur- und Eigentumschutzes ja wohl unabdingbar, ODER ETWA NICHT!!!???

Wo kämen wir dahin, wenn Du einfach in die Anonymität eines zivilen Wanderers abtauchst und diskreditierst damit die Spezie des "gemeinen Wanderers"

(kann Spuren von Ironie enthalten)
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von radioscout » Mi 25. Jan 2012, 19:19

Zappo hat geschrieben: Ich stell mir das gerade vor: Ich nehme die GC-Kappe ab, verwandle mich somit in einen Zivilisten,
Du machst das. Aber nicht jeder.
Und was lässt Dich annehmen, daß kein Owner auf die Idee kommt, auch QtA mit höheren D- und T-Werten zu verwenden? Oder die Reviewer zu beschummeln und SoaM als QtA zu deklarieren?

Erinnerst Du Dich noch an die Diskussion über den Baumkletter"cache" im NSG, und die Behauptung, daß es zulässig ist, im NSG auf Bäume zu klettern, wenn man direkt vom Weg aus auf den Baum klettert? IIRC gab es das gleiche auch mit einer Brücke im NSG.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von Zappo » Mi 25. Jan 2012, 23:27

radioscout hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben: Ich stell mir das gerade vor: Ich nehme die GC-Kappe ab, verwandle mich somit in einen Zivilisten,
Du machst das. Aber nicht jeder.........
Ähhhh, irgendwie war mein Beitrag als leicht übertriebene Darstellung der Unmöglichkeit gedacht, einen sich normal verhaltenden, auf dem Weg bleibenden Cacher von einem Nichtcacher zu unterscheiden. Zugegeben fehlte der Ironie-Tag. Werde mich in der Hinsicht eventuell bessern müssen*.

Den Spagat zum alle und alles betrügenden und beschummelnden Standartcacher krieg ich gerade nicht hin - auch in thematischer Hinsicht nicht.

Mir fehlt die Vorstellungskraft, was ein (wohlgemerkt: mit einem Bein auf dem Weg bleibender) Cacher beim reinen Ablesen einer Station für negative Auswirkungen auf ein (für Normalsterbliche betretbares) NSG haben kann. Natürlich könnte er auch seinen Müll dort abladen, Altöl entsorgen, Dudelsack spielen und den Hund des Parkwächters ähhhh - belästigen. Dafür bzw. dagegen gibt's aber entsprechende Gesetze - und mit normalem Cacherverhalten hat das ja auch nix zu tun.

Denkst Du auch, wenn Du jemand über die Straße hilfst, daß der da drüben ne Bank überfallen könnte?

Irgendwie hab ich den Eindruck, meine Welt ist ein bisschen positiver als Deine.

Gruß Zappo

* hat nicht geklappt
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von argus1972 » Do 26. Jan 2012, 06:53

Zappo hat geschrieben:als leicht übertriebene Darstellung der Unmöglichkeit gedacht, einen sich normal verhaltenden, auf dem Weg bleibenden Cacher von einem Nichtcacher zu unterscheiden.
Unglücklicherweise wurde aber in diversen Diskussionen zu diesem angesprochenen verbotenen Gebiet genau die Möglichkeit des "prinzipiellen immer, immer und immer Erkanntwerdens" von einigen Geocachern in den Bereich der bestehenden Tatsachen gerückt, weil Cachen ist da ja verboten und die überwachenden Aufseher stehen bestimmt im Mindestabstand :p .

Nur noch mal zur Klarstellung das betreffende Verbot:
Im Amtsblatt für den Regierungsbezirk-Arnsberg (PDF) zu dem betreffenden Gebiet sgt es unter §3 "VERBOTE" Absatz 15
15. Sport- und Kulturveranstaltungen aller Art
durchzuführen sowie Einrichtungen für den
Wasser-, Eis-, Motor-, Ball-, Luft und Schießsport
sowie für entsprechenden Modellsport
bereitzustellen, anzulegen oder zu ändern und
diese sowie vergleichbare Sportarten (Geocaching)
zu betreiben bzw. auszuüben. Hierzu
gehört auch das Überfliegen des Schutzgebietes
mit Flugmodellen.
Die Aussage des Hobbyausübungsverbots für Personen mit staatlich anerkannter und durch Diplomabschluss an öffentlich geförderten Bildungseinrichtungen qualifizierter Zertifikanz zum Verstecken und Suchen handelsüblicher Plastikbehälter mit Logmöglichkeit zum Zwecke der Natur-, Kultur-, Bewegungs- und Bildungsförderung :D wird in eine Reihe mit anderen "Sportarten" gestellt. Kombiniert man diese Aussage aber gedanklich beherzt mit
Einrichtungen [...] bereitzustellen, anzulegen oder zu ändern
, relativiert sich das (logisch nachvollziehbare) Bild, zumindest was mögliche QTA und die von Zappo und mir angesprochenen Winkelzüge zum konspirativen Verhalten uniformierter Geocacher angeht.

These:
Für die Ausübung dieser genannten Tätigkeiten benötigt man gewisse Gerätschaften, wie Bälle, Tore, Flugzeuge, Boote, Plastikdosen, Knarren und Schlittschuhe.

Benutzt man keine dieser Gerätschaften, übt man die angesprochenen Tätigkeiten nach allgemeinem Verständnis und gesundem Menschenverstand nicht aus, wobei ich mal gehört habe, dass virtueller Fußball ohne Ball schwer im Kommen sein soll ... :p

ergo - sucht der Cacher keine Dose, bzw. eine zum Zweck der Hobbyausübung speziell angebrachte oder hinterlassene Vorrichtung und nutzt lediglich die vorhandenen Wege, bzw. Infrastruktur in Form von sichtbaren und zum Ablesen/Abzählen tauglicher Einrichtungen, übt er in dem Moment sein Hobby nicht aus, wenn er es nicht in alle Winde schreit.

Durchwandern ganz ohne eine Stage oder so, dürfte überhaupt kein Problem darstellen.



Aber dieser Absatz birgt durch unglücklich schwammige Formulierung potenziell auch einen echten Knüller, den ich selbst eben erst kapiert habe:

Sinngemäß wird Geocaching hier ja auch als "Kulturveranstaltung" bezeichnet und ist damit irgenwie nach kreativer Auslegung, praktizierter lokaler Kulturpolitik, meiner Kenntnis und dieser Aussage durch die Bez.-Reg., offenbar prinzipiell ein Kandidat für öffentliche Fördermittel im Rahmen der Kulturförderung durch das Land NRW und die Kulturregion-Südwestfalen!!! :shocked: :^^: ;) :p :D

Ich gehe gerade mit der Idee schwanger, zu gegebener Zeit, wenn es für unser Hobby hier wirklich mal "eng" werden sollte, da mal (vielleicht satirisch angehaucht) einen Förderantrag für eine "Kulturveranstaltung" in Form eines Geocaches zu stellen. :D

Dann kommt ein Aufkleber mit "gefördert von ... " und dem NRW-Zossen auf die Dose und ins Logbuch und natürlich muss Prospektmaterial der Kulturregion in den Cache.
Ein Link zur Website samt Förderlogo muss dann aber auch zwingend ins Listing. Ob man da wohl mit Grundsprech klar kommt?
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Do 26. Jan 2012, 09:16

Zappo hat geschrieben:...
Denkst Du auch, wenn Du jemand über die Straße hilfst, daß der da drüben ne Bank überfallen könnte?

Irgendwie hab ich den Eindruck, meine Welt ist ein bisschen positiver als Deine.
...
YMMD :lachtot:


@argus1972: Ich sehe da auch keinerlei Probleme, wenn sich (vorhandene!, nicht selbst platzierte) Ablesestationen in dem "gesperrten" Gebiet befinden, die unmittelbar vom Weg aus abgelesen werden können. Davon erleidet niemand einen Schaden und das dürfte selbst "Hardcore"-Natur-, Tier- und Umweltschützer nicht herbeikonstruieren können. (OK, vielleicht beim Nachtcaching, ablesen Nachts um drei und Du störst ggf. Wild).

Zum Thema Kulturarbeit / Bildungsarbeit und Förderungen: Schon länger gibt es Projekte rund um Geocaching, die von verschiedenen Stellen (z.B. http://www.dbu.de/123artikel30905_335.html) finanziell gefördert werden.

Kombiniere z.B. einfach Ars Natura (http://de.wikipedia.org/wiki/Ars_Natura, http://www.ars-natura-stiftung.de/) mit einer GPS-/Schatzsuche-Komponente und schon hast Du da was für die Kulturförderung :-)

Das könnte ich mir für die Deutsche Wanderjugend ganz gut vorstellen. :^^:
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Re: Kleine Anfrage zum Thema Geocaching und Umwelt in NRW

Beitrag von adorfer » Do 26. Jan 2012, 12:51

DWJ_Bund hat geschrieben: Zum Thema Kulturarbeit / Bildungsarbeit und Förderungen: Schon länger gibt es Projekte rund um Geocaching, die von verschiedenen Stellen [..]finanziell gefördert werden.
[..]
Das könnte ich mir für die Deutsche Wanderjugend ganz gut vorstellen.
Das finden der richtigen Fördermitteltöpfe ist schließlich erste Pflicht in jedem Verein, der mehr als nur ein Hobbyprojekt bleiben möchte. Das kommt noch vor der Mitgliederwerbung.
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"Die Statistikcacher machen das Cachen kaputt, weil die Muggle die Nase voll haben!" (König Dickbauch)

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