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Trails - Cacheserien

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Dunkelziffer
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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von Dunkelziffer » So 11. Mär 2012, 00:36

radioscout hat geschrieben:
Dunkelziffer hat geschrieben: Wir sind aber auch der Meinung, dass man aus einer schönen Strecke im Zweifelsfall lieber einen Multi mit QtA-Stages, als eine sinnlose Aneinanderreihung von Micros machen sollte.
Darf das dann auch eine sinnlose Aneinanderreihung von Zählen und Ablesen sein oder erwartest Du von einer Multi-Stage, daß sie interessant oder kreativ sein muß?
Lass es mich mal so ausdrücken:
Uns ist es zehn mal lieber über eine Runde durch eine schöne Gegend geführt zu werden, als alle 200 Meter eine uninspirierte Dose einzusammeln. Wenn die Landschaft schön ist, und man sich auch später gerne an diesen Spaziergang erinnert, dann dürfen es auch Ablesestationen sein. Tolle Multi-Stages sind natürlich super, aber man darf eben nicht nur Highlights erwarten.

Eine landschaftlich schöne Runde, die über diverse tolle Tradis geführt wird, klingt in diesem Kontext natürlich toll, ist aber durch die schlichte Masse an Cachern mittlerweile eher graue Theorie. Denn in der Praxis werden solche Trails förmlich überrollt, und uns reicht eine "Powertrail-Wald am sonnigen Wochenende Erfahrung" voll und ganz.
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imprinzip
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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von imprinzip » So 11. Mär 2012, 00:57

Da Geocaching in der breiten Masse der Gesellschaft schon längst beheimatet ist, findet sich eben auch dort alles Mögliche an Vorlieben und Abneigungen wieder.
Powertrails und Multis können beide interessant und abwechslungsreich gestaltet sein.
Oder eben totlangweilig.
Ich kann mich an keinen Trail erinnern, der mir wirklich richtig Spaß gemacht hätte und mit dem Erlebnis von einigen wirklich guten Multis hätte mithalten können.
Was aber nicht heißen soll, dass es diese nicht gibt.
Es waren auch bei Multis etliche Gähnnummern dabei, die durch dumpfes hirnloses Abzählen irgendwelcher Parkuhren oder Sonstigem geprägt waren.

Also hier kann man weder das eine, noch das andere per se verdammen.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Gefahr der Einfallslosigkeit bei Tradi-Runden höher ist...das ist aber nur eine reine Vermutung.

Was meiner Meinung nach aber tatsächlich ein Problem ist, ist das Überrennen von Locations und das Plattmachen von Waldgebieten, eben weil der Ansturm ungleich größer ist, als bei einem Multi.
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)

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MadCatERZ
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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von MadCatERZ » So 11. Mär 2012, 01:45

friederix hat geschrieben: Ich habe meine auch schon mantramäßig vorgetragen:
Mir ist ein Wandertrail mit 10 Tradies lieber, als ein Multi mit 10 Stationen, bei dem ständig von Telefonjokern zu lesen ist.
Ein Wandertrail mit 10 Dosen ist was anderes als ein Trail mit zehn Dosen auf zwei Kilometer.
friederix hat geschrieben: Denn zumindest hier ist der Trend der, dass Multitationen teilweise schlimmer sind als der berüchtigte Nano im Wald.
Bei einem nicht gefundene Tradi schreibe ich mein DNF (zuhause) und geh' weiter suchen.
Bei einem Multi ist der Cachetag hier zuende. (Punkt)
Das ist dann wohl echt regional unterschiedlich, hier sehen Multistationen idR so aus, dass sie überwuchert sind(leicht übertrieben formuliert), denn hier leiden viele Cacher offenbar unter Schäden am Bewegungsapparat - oder unter mangelndem 'Ehrgeiz': In der Tat schrecken die lange Wegstrecke und/oder das 'Risiko' des 'Scheiterns' viele ab.
Man vergeudet keine Zeit mit einem Multi-DNF, weil der Lohn der Mühe bei einem Multi mit fünf Stationen wesentlich höher ist als bei fünf Tradis: Man hat das Gefühl, sich das Log verdient zu haben.
friederix hat geschrieben: Also entseht enormer Erfolgsdruck, was man den entsprechenden Stationen schon nach Durchzug von 3 Teams mehr ansieht, als einem Tradi einer Powerrunde nach 300 Finds
Das muss dann auch ein regional unterschiedliches Phänomen sein, ich kenne keinen Multi, bei dem es auch nur annähernd so aussieht wie auf einem Powertrail.
In Wahrheit(also meiner Meinung nach :D ) entsteht beim Powertrail der Erfolgsdruck, weil man irgendwelche Fangquoten erfüllen will und länger als eine halbe Minute Suchen
den Zeitplan durcheinanderbringt.
friederix hat geschrieben: Man kann jetzt behaupten was man will, aber nicht, dass ein Tradi kein Cache ist.
Hat das jemand behauptet :???:
friederix hat geschrieben: Bin ich jetzt ganz böse, weil ich die Meinung habe? :ops:
Ja, Du bist ein ganz pöhser Pursche :lachtot:

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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von radioscout » So 11. Mär 2012, 01:53

imprinzip hat geschrieben: Was meiner Meinung nach aber tatsächlich ein Problem ist, ist das Überrennen von Locations und das Plattmachen von Waldgebieten, eben weil der Ansturm ungleich größer ist, als bei einem Multi.
Das hängt aber nicht mit dem Cachetyp sondern mit der Attraktivität des Caches zusammen. Schau Dir mal die Multis und Ratehaken mit vielen Favoritenpunkten an: da gibt es oft einen so großen Andrang, daß er zum Problem wird.

"Viele leicht erreichbare Dosen" ist zwar ein häufiger Grund für die Attraktivität von Caches aber nicht der einzige.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von hustelinchen » So 11. Mär 2012, 02:41

quercus hat geschrieben: Sind die wirklich so attraktiv? Für mich als Owner würde ich den Wartungsaufwand scheuen und ich würde mich sehr schwer tun, 20-30 oder mehr gute Caches am Stück zu legen?
Für mich sind sie attraktiv, da ich durch sie eine geführte Wanderung geboten bekomme. Ob Multi oder Tradiserie ist mir dabei egal, auch wenn ich inzwischen Tradiserien bevorzuge, weil bei Multis oft Stationen dabei sind, die ich alleine nicht schaffe, oder für die man Internet benötigt. Bei Tradiserein ist das nicht so.

Der Wartungsaufwand ist ja bei jedem Cache da. 20-30 Dosen am Stück habe ich noch nicht gelegt, aber habe selber eine 5er und eine 10er Serie und aktuell zwei 3er "Serien" gelegt. Klar muss ich die auch warten, aber ich lege halt Caches, die ich selber gerne suche, ob andere die auch gut finden ist dann natürlich die Frage, aber man kann nicht jedem gerecht werden und muss dann eben auch mal Kritik einstecken können.
Herzliche Grüße
Michaela

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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von chrysophylax » So 11. Mär 2012, 09:40

Oh, da hat mal wieder jemand eine Kuh aufs Eis geschubst, um zu sehen, wie gut ihre Ballettkünste sind ;).

Ersteinmal muss ich sagen, dass ich immer mal ganz froh bin, wenn ich die Meinung des Herrn Zappo im einen oder anderen Forum so lese :blush: heuchel :blush:, da wir wohl sehr ähnliche Ansichten, Meinungen und Beuteschemata haben was die Dosensuche anbelangt. Klassisches "Kunden, die dieses Produkt kauften, interessierten sich auch für Dingens". Macht das suchen und sieben von für mich interessanten Beiträgen einfacher. Und so lange er nicht versucht, die Welt zu bekehren ("weiche, schnöder Petling am Wegesrande - du Ausgeburt der Verdammnis!") sondern nur feststellt, dass das Eine oder Andere nicht sein Beuteschema ist und vieles von dem, was gelegt wird nicht wirklich naturverträglich ist halte ich das alles noch für durchaus "im Rahmen". Jede Dose ist ein Angebot, dass man annehmen oder ablehnen kann, genauso wie die Meinung jedes Dosensuchers darüber eine Aussage ist, die man teilen oder ablehnen kann.

Ansonsten hat sich für mich noch nie der Reiz von Serien, Trails, Runden - wie auch immer man die nennen mag erschlossen. Ich bin ja schon immer genervt, wenn ich bei einem Wandermulti alle 2-3km absatteln, GPS rausholen, Koordinaten ertüfteln, Koordinaten eintippen, GPS wieder einpacken etc. muss. Meine Lieblingsdosen sind Wandermultis, die entweder einen markierten Weg entlang gehen oder sich theoretisch auch ohne GPS "laufe dieses Wanderzeichen bis zu folgendem markanten Punkt, dann laufe folgendes Wanderzeichen bis zu jenem markanten Punkt, ..." abwandern lassen. Notfalls auch einfach ein liebevoll handgemalter Track als .GPX (bitte nichts automatisch kleingerechnetes, das geht häufig in die Hose), dem ich nachlaufen kann. Wenn am Ende eine Dose liegt, in deren Logbuch ich mich beim Owner fürs Zeigen der schönen Strecke bedanken kann, ohne groß mit Stöckchen im Wald rumscharren zu müssen ist das ein Sahnehäubchen, aber nicht unbedingt notwendig.

Das hier schon beschriebene "alle 300m anhalten und scharren" ist für mich die Horrorvorstellung schlechthin. Ganz am Anfang des Themas war die Rede von Runden in Hessen - direkt vor meiner Haustür liegt ein Smilie aus paarundzwanzig (?) Tradis im Wald. Bisher gab es nichts, was mich großartig reizt, dieses Ding anzugehen, und das, obwohl er von Owner gelegt wurde deren Dosen üblicherweise herausragend sind und einen untadeligen Ruf haben. Das wär mir einfach zu viel Mühe, Gescharre und technikgefuddel. Wenn der Wald hübsch ist, kann ich auch so mal durchlaufen.

Und da schließe ich mich dem Herrn Zappo einfach mal an: Jede Dose ist eine Belastung für die Natur (die kann größer oder auch bei Einsatz von Hirn kleiner ausfallen) - und ich finde es einfach auch dem Zusammenleben mit anderen Naturnutzern zuträglicher, wenn man diese so klein wie möglich hält und dementsprechend ein möglichst großes Gebiet nur mit einer Naturbelastung und nicht mit 20 Naturbelastungen versieht.

Aus dem erstarkten Interesse für Serien, Trails, Reihen könnte man übrigens auch ableiten, wofür sich Dosensucher gar nicht interessieren und auch das nützlich einsetzen:

Ich bin schon verwundert, dass Jagdpächter die Dosensucher, die sie in bestimmten Arealen nicht haben wollen nicht mit deren eigenen "Waffen" schlagen und als BM ein Gebiet mit einem selbstgelegten Multi mit 237 Stages (alle ein Stück Beschriftungsband mit den nächsten Koordinaten liebevoll an einen Baum geklebt, damit es bloß kein QtA ist) im liebevoll mathematisch ausgerechneten Raster von 161m-Kreisen schützen. Das Final ist dann ein Petling an einer schönen siffigen harzigen T5-Douglasie, an der sich niemand freiwillig seine Klamotten undoder Ausrüstung einsaut. Keine Dosensucher, kaum Wartungsaufwand, geschützt ist ein Gebiet. Wäre glatt eine Anfrage beim Konzern in Seattle wert, wie viele Stationen ein Multi maximal haben darf....

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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von chrysophylax » So 11. Mär 2012, 10:06

Mir ist heute irgendwie nach Blödeln - wobei ich von dem Ergebnis geradezu entzückt bin. Ich habe gerade mal nur so aus Neugierde das CAD-System angeworfen und um mal nur um ein Gefühl für die entsprechenden Zahlen zu entwickeln das "MaximalFeld" (tm) definiert.

Nach diesem Schema können entweder Dosensucher für andere Dosensucher Reihen, Serien, Trails legen die das Maximum an Punkte aus dem Minimum an nötiger Strecke rausholen - oder, alternativ, wenn man eher ein chrysophylax-kompatibles Beuteschema hat als Jagdpächter eine Fläche vor Dosensuchern schützen.

24+15=39 (Dosen/Klebestreifen) (passen in ein/schützen) 2,5km² großes Gebiet.

Ich muss sofort zum Patentamt. Wer selbst nachbasteln will: Die einzelnen hellen Punkte sitzen im Raster von 322m, die Kreise haben einen Radius von 161m.

chrysophylax.

P.S.: Beim Nachdenken gerade noch darüber gefallen: Wenn man ein Gebiet nicht schützen, sondern "zeigen" will, dann kann man die Dosen auch noch enger packen - aber das mal ich jetzt nicht auch noch. Genügend mathematische Spielereien am Sonntag Morgen.
Dateianhänge
MaximalFeld_800x600.PNG
Das MaximalFeld - der (Alp-)Traum aller Dosensucher....
MaximalFeld_800x600.PNG (105.63 KiB) 373 mal betrachtet

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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von adorfer » So 11. Mär 2012, 10:17

zombie hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben:... ja, Serien sind im Kommen. ...
Fast nur noch uninteressantes "Geocachingfastfood".
Tja, bei den einschlägigen Burgerbratereien ist es jeden Tag rappelvoll.

Das entspricht dem Durchschnittsgeschmack. Und wer sollte es dem Wirt verdenken, wenn er sich nach dem Geschmack seiner Kunden richtet?
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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von Starglider » So 11. Mär 2012, 10:27

radioscout hat geschrieben: - das Spiel funktioniert langfristig nur, wenn ständig neue Caches versteckt werden denn wenn jemand alle für ihn erreichbaren Dosen gefunden hat und keine neuen dazukommen, geht er als Kunde verloren.
Je öfter Trails gelegt werden um so schneller ist aber Schicht im Schacht.
Würde Groundspeak auf nachhaltiges Wachstum über die nächsten 10 Jahre hinweg setzen müssten sie da langsam mal auf die Bremse treten.
Aber mach das mal jemand einem Amerikaner klar...
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Re: Trails - Cacheserien

Beitrag von chrysophylax » So 11. Mär 2012, 10:36

Starglider hat geschrieben: Würde Groundspeak auf nachhaltiges Wachstum über die nächsten 10 Jahre hinweg setzen müssten sie da langsam mal auf die Bremse treten.
Das darf jemand Anderes rechnen: Die Gesamtfläche Deutschlands durch die Fläche eines Kreises mit 80,5m Radius geteilt, und dieses Ergebnis wiederum durch die Zuwachsrate Dosen/Jahr um herauszufinden, wann allerspätestens Sättigung erreicht ist.

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