Ein dicker Spoiler im log, - was nun?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

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Starglider
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Re: Ein dicker Spoiler im log, - was nun?

Beitrag von Starglider » Fr 16. Dez 2005, 23:16

familysearch hat geschrieben:Ich halte es in so einem Fall für akzeptabel, dass der cacheowner den Finder anmailt, und ihn bittet, seinen log doch bitte diskreter zu formulieren, und speziell die Pointe nicht zu verraten.

Das halte ich für angemessen.

Bei wirklich schweren Spoilern lösche ich sogar manchmal zuerst das Log und schicke gleich danach eine Mail an den Cacher mit der Begründung für die Löschung und dem Hinweis, das die Löschung natürlich kein "Logverbot" darstellt. Manche sehen das nämlich so.

Eine Log-Löschung wegen Spoilern ist aus meiner Sicht keine Sanktion gegen den Cacher sondern gehört zur Cachewartung. Die kann man durchaus zeitnah durchführen, vor allem wenn unklar ist, wann der Cacher reagieren wird. Manche rufen ihre E-Mail nur sporadisch ab.

Das Log existiert nach der Archivierung übrigens weiter und bleibt für den Verfasser auch einsehbar. Der Link zu dem archivierten Log wird ihm sogar automatisch vom System geschickt - nur manche wissen das nicht bzw. übersehen es.
Der vielleicht mühsam formulierte Text ist also nicht verloren und der Cacher muss nicht alles neu schreiben. Copy, Paste und einen Satz unformulieren, das reicht meistens schon.

Manchmal reagieren Cacher auf eine Loglöschung aber, als hätte man ihnen ihre Schmusedecke geklaut. Da muss man halt durch und alles nochmal ganz langsam und mit einfachen Worten erklären.
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Beitrag von radioscout » Fr 16. Dez 2005, 23:46

Grampa65 hat geschrieben:Das würde ich mal unter 'Berufsrisiko' abheften.

Du mußt nur den "richtigen" Provider haben und schon kannst Du alle "contacting you" Mails aus dem Spamordner holen. Viele wissen das nicht und schauen dort nie rein.

Noch ein Grund spricht gegen das Löschen: Der Cacher könnte sich provoziert fühlen und seinen Spoiler anonym, zeitversetzt und neu formuliert in einer NG veröffentlichen.
Dort hat der Owner keinen Zugriff und er wird nie erfahren, wer den Spoiler dort gepostet hat.

Unabhängig davon stört es mich nicht, wenn in den Logs zu meinen Caches Spoiler stehen. Vor den Logs steht der Hinweis, daß dort Spoiler stehen können. Und wer absichtlich Spoiler sucht und nutzt, bringt sich um den Spaß und nicht mich.
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Beitrag von familysearch » Sa 17. Dez 2005, 01:06

Gecko-1 hat geschrieben:Ich würde nicht alles löschen, aber eindeutige zu offensichtliche Sachen schon. So kleine versteckte Hinweise find ich nicht schlimm, die bleiben. Dies sollte aber meiner Meinung nach schon dem Owner überlassen werden.


Leider existiert die Funktion, nur einen Teil des Logs zu löschen, leider nicht.

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Re: Ein dicker Spoiler im log, - was nun?

Beitrag von familysearch » Sa 17. Dez 2005, 01:36

Starglider hat geschrieben:Bei wirklich schweren Spoilern lösche ich sogar manchmal zuerst das Log und schicke gleich danach eine Mail an den Cacher mit der Begründung für die Löschung und dem Hinweis, das die Löschung natürlich kein "Logverbot" darstellt. Manche sehen das nämlich so.

Eine Log-Löschung wegen Spoilern ist aus meiner Sicht keine Sanktion gegen den Cacher sondern gehört zur Cachewartung. Die kann man durchaus zeitnah durchführen, vor allem wenn unklar ist, wann der Cacher reagieren wird. Manche rufen ihre E-Mail nur sporadisch ab.

Das Log existiert nach der Archivierung übrigens weiter und bleibt für den Verfasser auch einsehbar. Der Link zu dem archivierten Log wird ihm sogar automatisch vom System geschickt - nur manche wissen das nicht bzw. übersehen es.
Der vielleicht mühsam formulierte Text ist also nicht verloren und der Cacher muss nicht alles neu schreiben. Copy, Paste und einen Satz unformulieren, das reicht meistens schon.

Manchmal reagieren Cacher auf eine Loglöschung aber, als hätte man ihnen ihre Schmusedecke geklaut. Da muss man halt durch und alles nochmal ganz langsam und mit einfachen Worten erklären.
Wie bei Kindern halt. 8)


Das Verhalten bei zeitnaher Loglöschung finde ich voll in Ordnung, insbesondere finde ich gut, dass der Gelöschte in jedem Fall eine Email bekommt.

Zum letzten Punkt, der geklauten Schmusedecke. Hier muß man sich vielleicht mal auf die andere Seite des Tisches setzen. Wie ist es eigentlich, wenn man selbst derjenige ist, dessen Log gelöscht wurde. Ich kann verstehen, dass man zunächst vielleicht "not amused" ist, insbesondere, wenn die man seinen log für völlig unproblematisch hält, und einen Spoiler nicht erkennen kann. Vielleicht ist man auch nicht richtig glücklich damit, dass einem etwas wie einem kleinen Kind erklärt wird.
Will sagen, die Loglöschung hat zwei Seiten, man kann der Löscher, aber auch der Gelöschte sein

Happy von beiden Seiten Beleuchting,
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Zuletzt geändert von familysearch am Sa 17. Dez 2005, 03:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Starglider » Sa 17. Dez 2005, 02:04

radioscout hat geschrieben:Noch ein Grund spricht gegen das Löschen: Der Cacher könnte sich provoziert fühlen und seinen Spoiler anonym, zeitversetzt und neu formuliert in einer NG veröffentlichen.

Aber an solchen Stellen müssen die Cacher den Hinweis erstmal suchen und finden. Wer macht das schon?

Wenn mit den Cachelogs die Haupt-Informationsquelle sauber bleibt bin ich persönlich damit erstmal zufrieden.

familyscout hat geschrieben:Ich kann verstehen, dass man zunächst vielleicht "not amused" ist, insbesondere, wenn die man seinen log für völlig unproblematisch hält, und einen Spoiler nicht erkennen kann. Vielleicht ist man auch nicht richtig glücklich damit, dass einem etwas wie einem kleinen Kind erklärt wird.

Wenn ich ein Spoilerlog lösche erkläre ich immer gleich, welche Stelle des Logs der Spoiler ist und warum. Bei ersten mal auch noch in ganz normalem, freundlichen Ton. Wenn es der betreffende dann nicht versteht erkläre ich es halt etwas einfacher.

Mittlerweile ist das aber so gut wie nicht mehr nötig, weil ich in die Mail an den Verfasser des Logs neben meinen Anmerkungen zu seinem Log auch einen sehr ausführlichen Standardtext einbaue.
Darin erkläre ich genau, warum ich etwas gegen Spoiler bei dem betreffenden Cache habe, das der Cacher sein Log gerne in einer neutraleren Version wiederholen kann und wo er seinen alten Logtext findet.

Seitdem gibt es da keine Probleme / Diskussionen mehr. Da befinde ich mich halt auch am Ende einer längeren Lernkurve :wink:
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Beitrag von familysearch » Sa 17. Dez 2005, 03:32

Ich meinte, dass man zur Belebung der Diskussion jetzt mal die Position einnehmen sollte, dass man selbst derjenige ist, dessen Log gelöscht wurde. Aber man in seinem Log nichts Problematisches erkennen kann. Und vielleicht auch der Log-Löscher kein Ausbund von Höflichkeit ist.
Also: Mein Log wurde gelöscht, - was nun? scheint mir die zweite Seite des Geocoins, äh der Medaille zu sein.

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Beitrag von Gecko-1 (Geckos) » Sa 17. Dez 2005, 11:03

von radioscout
Noch ein Grund spricht gegen das Löschen: Der Cacher könnte sich provoziert fühlen und seinen Spoiler anonym, zeitversetzt und neu formuliert in einer NG veröffentlichen.
Dort hat der Owner keinen Zugriff und er wird nie erfahren, wer den Spoiler dort gepostet hat.



Wenn sich einer so verhält, dann sollte er mal seine Fairness gegenüber anderen überdenken. Was soll das Ganze? Warum ist er dann der Meinung, die Weisheit mit dem Löffel gegessen zu haben? Für mich wirklich das gleiche wie diese "Besserverstecker".
Sollen die doch selber Caches verstecken und dann daran rumdoktoren. Der Owner hat sich bei Hints, etc. sicher was dabei gedacht, hat den Schwierigkeitsgrad gewählt und denkt, dass dies ausreicht. Ist meiner Meinung nach wie das kleine Hausrecht des Owners. Es spricht nichts dagegen, den Owner anzuschreiben und mit ihm die Sachlage zu besprechen, aber umbedingt seinen Kopf durchsetzen zu müssen und den ach so wichtigen Spoiler zu setzen, weil man ja der Obercacher ist, finde ich daneben.



von Starglider
Manchmal reagieren Cacher auf eine Loglöschung aber, als hätte man ihnen ihre Schmusedecke geklaut. Da muss man halt durch und alles nochmal ganz langsam und mit einfachen Worten erklären.
Wie bei Kindern halt.



Siehe oben.


von familysearch
Leider existiert die Funktion, nur einen Teil des Logs zu löschen, leider nicht.


Wusste ich gar nicht. Musste ich aber auch gottseidank noch nicht.


von familysearch
Ich meinte, dass man zur Belebung der Diskussion jetzt mal die Position einnehmen sollte, dass man selbst derjenige ist, dessen Log gelöscht wurde. Aber man in seinem Log nichts Problematisches erkennen kann. Und vielleicht auch der Log-Löscher kein Ausbund von Höflichkeit ist.
Also: Mein Log wurde gelöscht, - was nun? scheint mir die zweite Seite des Geocoins, äh der Medaille zu sein.

Ganz einfach, ich würde das eigentlich nicht machen. Wenn mein Log ohne Begründung gelöscht würde, würde ich beim Owner nachfragen warum. Würde bestimmt nicht meinen Kopf durchsetzen wollen und umbedingt den möglichen Spoiler setzen wollen.

Reagiert der Owner gleich unhöflich, was ich eigentlich eher bezweifle, geht mir das Gelinde gesagt am A.... vorbei, es gibt auch noch andere Caches. Bin bestimmt nicht auf einen bestimmten angewiesen.
Zuletzt geändert von Gecko-1 (Geckos) am Sa 17. Dez 2005, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von radioscout » Sa 17. Dez 2005, 11:23

Starglider hat geschrieben:Aber an solchen Stellen müssen die Cacher den Hinweis erstmal suchen und finden. Wer macht das schon?

Wenn mit den Cachelogs die Haupt-Informationsquelle sauber bleibt bin ich persönlich damit erstmal zufrieden.

Ich bin bisher nur über Forenbeiträge oder Hinweise durch Cacher, die sich über die Löschung beschwert haben, auf Spoiler in Logs aufmerksam geworden.

Starglider hat geschrieben:
familyscout hat geschrieben:...

Ich dachte, Familyscouting gibt es nur in .us? :wink:
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Beitrag von radioscout » Sa 17. Dez 2005, 11:24

Gecko-1 hat geschrieben:Wenn sich einer so verhält, dann sollte er mal seine Fairness gegenüber anderen überdenken. Was soll das Ganze? Warum ist er dann der Meinung, die Weisheit mit dem Löffel gegessen zu haben? Für mich wirklich das gleiche wie diese "Besserverstecker".

Es gab schon ganz andere Reaktionen auf Logs, mit denen jemand nicht einverstanden war. Sogar die komplette Archivirung aller eigenen Caches wegen eines Logs.
Es ist also alles möglich.
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Beitrag von Gecko-1 (Geckos) » Sa 17. Dez 2005, 11:27

radioscout hat geschrieben:Es gab schon ganz andere Reaktionen auf Logs, mit denen jemand nicht einverstanden war. Sogar die komplette Archivirung aller eigenen Caches wegen eines Logs.
Es ist also alles möglich.


Ja, schade das sowas vorkommt. :cry: Ich bin wirklich froh, wenn sich jemand die Mühe macht und einen Cache versteckt. Irgendwie läuft dann wohl was verkehrt.

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