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Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Zappo
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Zappo »

radioscout hat geschrieben:.....Hat ein User, der selber bestimmte Regeln der Guidelines nicht beachtet ein Recht darauf, die Einhaltung anderer Regeln durch andere User zu verlangen?
Er hat ein Recht darauf, auf einen Misstand hinzuweisen.

Das ist eine grundlegende Errungenschaft zivilisierter Diskussion:

Bei einem Argument ist es egal, wer es ausspricht - es ist entweder richtig oder falsch. Falls mich mein Nachbar auf irgendeine Verfehlung meinerseits aufmerksam macht, hat er recht - oder unrecht. Ungeachtet der Tatsache, daß er ein Depp ist (was er nicht ist - nur ein Beispiel).

Daß die Bereitschaft, einander zuzuhören, etwas vom Verhalten abhängt, zugegeben. Aber "Was Du sagst, ist blöd, weil Du auch selbst XXXXX tust" ist Kindergarten.

Gruß Zappo
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radioscout
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von radioscout »

Aber ist es moralisch vertretbar, Regeln (bestimmte Teile der Guidelines) zu ignorieren, sich aber zu beschweren, wenn andere das auch machen?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
Schrottie

Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Schrottie »

friederix hat geschrieben:Ich sage es nochmal:
Die Regel, die das Vergraben untersagt, ist eine, die von der Realtät komplett rechts überholt wurde und in den Jahren meiner Mitgliedschaft keinen Menschen interessiert hat.
Aber wer legt denn nun fest welche der Regeln "überholt" ist und somit nicht mehr gelten soll bzw. einfach so gebrochen werden kann? Du?

Da kann ich etwas nochmal sagen: Völlig unbenommen für wie richtig, brauchbar, falsch, unbrauchbar oder sonstwas man die Regeln hält, solange sie existieren hat man sich an sie zu halten. Sicher, man darf sie hinterfragen und ggf. auch versuchen sie zu ändern (oder ändern zu lassen), aber sich selbst zur moralischen Instanz aufschwingen und manche Regel für überholt erklären, im gleichen Atemzug jedoch die Einhaltung anderer Regeln einfordern ist voll daneben.
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foxxyfoxtrott
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von foxxyfoxtrott »

Das ist auch wohl eher eine Beobachtung aus der erlebten Praxis als eine "Erklärung" :roll:
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friederix
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von friederix »

Starglider hat geschrieben: Der Grund dafür ist das diese Guideline vor kurzem verschärft wurde.
Das Original, nicht die hoffnungslos veraltete Übersetzung auf der Webseite der deutschen Reviewer.
Mag ja sein - auch wenn sich mir der Grund dafür nicht erschließt.

Trotzdem täte ich einen Teufel, eine Munbox, die nach einem schönen 8km Multi so vergraben ist, dass die Deckplatte ebenerdig liegt, einem Reviewer zu melden und NA zu loggen.
Sorry, aber wer so etwas macht ...
Dazu enthalte ich mich lieber jeden Komentares.
Und das gilt auch für Reviewer.

Ich dachte immer Reviewen und Spielen sind zweierlei Dinge.

Die Polizisten, die ich kennen, haben jedenfalls in ihrer Freizeit keinen Notitzblock dabei, um am Sonntag beim Spazierengehen Falschparker aufzuschreiben

Ach, was rege ich mich auf ...

Gruß friederix
Zuletzt geändert von friederix am Do 2. Aug 2012, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!
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Zappo
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Zappo »

Schrottie hat geschrieben:Aber wer legt denn nun fest welche der Regeln "überholt" ist und somit nicht mehr gelten soll bzw. einfach so gebrochen werden kann? Du?
Nöh, eigengott.

Sorry, musste sein-bei DER Vorlage. :D :D :D .
Schrottie hat geschrieben: Da kann ich etwas nochmal sagen: Völlig unbenommen für wie richtig, brauchbar, falsch, unbrauchbar oder sonstwas man die Regeln hält, solange sie existieren hat man sich an sie zu halten. Sicher, man darf sie hinterfragen und ggf. auch versuchen sie zu ändern (oder ändern zu lassen), aber sich selbst zur moralischen Instanz aufschwingen und manche Regel für überholt erklären, im gleichen Atemzug jedoch die Einhaltung anderer Regeln einfordern ist voll daneben.
Na, ich weiß nicht. Das Thema war ja eintragen oder nichteintragen - das ist aber (im übrigen plattformübergreifend) sicher eine existentiellere Verhaltensregel der Schachtelsucher als die "Grabesregel" bzw. die wildgewordene Überinterpretation derselben.

Gruß Zappo
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Bursche »

Zappo hat geschrieben:....
Na, ich weiß nicht. Das Thema war ja eintragen oder nichteintragen - das ist aber (im übrigen plattformübergreifend) sicher eine existentiellere Verhaltensregel der Schachtelsucher als die "Grabesregel" bzw. die wildgewordene Überinterpretation derselben.

Gruß Zappo
Nach 23 Seiten in diesem thread ist klar, dass das viele so sehen. Nicht klar ist bislang, weshalb das als so existentiell angesehen wird. Wobei wir wieder bei der Frage sind, wem schadet es? Drohen weitere Geocachingverbote wenn diese Regel nicht konsequent eingehalten wird? Sicher nicht! Droht Langeweile? Vermutlich auch nicht.

Ich sehe das so: Auf dem Weg zum Log kann es div. Hürden geben. Die "wer im Logbuch steht, darf auch online loggen-Regel" wurde in den letzten Jahren hauptsächlich so interpretiert, dass keine Logs gelöscht werden dürfen, wenn diese Hürden umgangen wurden, auch dann nicht, wenn der Cache deaktiviert ist, wenn das Logbuch 300km entfernt auf einem event signiert wurde, wenn das vorgeschaltete Rätsel nicht gelöst wurde, wenn körperliche Herausforderungen nicht persönlich gemeistert wurden.... Das wird weitgehend akzeptiert, also sollte es auch akzeptiert werden, wenn die letzte Hürde (das Eintragen ins Logbuch) nicht gemeistert wurde. Zumal dies ohnehin schon akzeptiert werden muss, nämlich dann wenn sich große Rudel aufteilen und einzelne Cacher für das ganze Rudel loggen, während zur selben Zeit andere Cacher einen anderen Geocache ebenfalls für das gesamt Rudel suchen und loggen.

Oder andersherum gefragt, was ist der große Unterschied zwischen einem "ich war dabei-found" und einem "ich war dort-found"?

Oder geht es einfach nur darum Logs zu löschen, weil man es kann und darf?
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SharkAttack
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von SharkAttack »

Stell dir doch mal eine Geocaching Welt vor, wo es freigestellt wird, ob du im Logbuch stehst oder nicht. Online geloggt werden darf was gefällt.
Ich behaupte mal, du wirst einen Großteil Online Fake Logs erhalten von Leuten, die niemals von ihrem Heim PC aufgestanden sind, um nach draussen zu gehen und ein paar Aufgaben erfüllen.
Unser Hobby wäre binnen kurzer Zeit ad absurdum geführt, weil ganz einfach jede Form der Überprüfbarkeit fehlen würde. Jeder behauptet irgendwas und möglicherweise geht mit dem ein oder anderen die Phantasie noch mehr durch, als es zur Zeit schon ohnehin gegeben ist (siehe z.B. First Germany)
Na klar, so ein Logeintrag "sternchen07" kann von jedem ins Logbuch geschrieben worden sein, es ist kein Beweis, dass sternchen07 wirklich an der Dose war, aber es ist wenigstens ein rein formalistischer und nicht virtueller Hinweis, insbesondere auch mit dem dort eingetragenen Fund-Datum. Ganz wichtig dabei finde ich, es gibt einem das Gefühl einer gewissen Nachprüfbarkeit und Glaubwürdigkeit, ohne die ich dieses Hobby als Owner und auch Mitsucher recht sinnfrei empfinden würde.
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Schrottie

Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Schrottie »

Zappo hat geschrieben:Na, ich weiß nicht. Das Thema war ja eintragen oder nichteintragen - das ist aber (im übrigen plattformübergreifend) sicher eine existentiellere Verhaltensregel der Schachtelsucher als die "Grabesregel" bzw. die wildgewordene Überinterpretation derselben.
Das man die Thematik "nur online loggen wenn man auch im echten Logbuch steht" auch als Verhaltensregel über die Guidelines hinaus betrachten kann, steht außer Frage. Wobei das dennoch nicht plattformübergreifend gilt. Bei GC darf man lt. Guidelines nur online loggen, wenn man auch im physischen Logbuch steht, bei OC hingegen darf lediglich ein berechtigtes Log nicht gelöscht werden, man darf ein "unberechtigtes" jedoch ohne weiteres stehenlassen.
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imprinzip
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von imprinzip »

Schrottie hat geschrieben: ...man darf ein "unberechtigtes" jedoch ohne weiteres stehenlassen
Und das "darf" ich als Cacheowner bei GC.com nicht?
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)
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