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Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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moenk
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von moenk » Sa 28. Jul 2012, 15:48

ColleIsarco hat geschrieben:Erkläre mir mal bitte was das Einhalten eines grundlegenden gesellschaftlichen Konsens mit Intoleranz zu tun hat? Warum bin ich intolerant, wenn ich von meinem Gegenüber erwarte, dass es ehrlich ist und sich gegenüber anderen fair verhält?
So lange keinen geschadet wird kann man tolerant sein, auch wenn der andere nicht ehrlich oder unfair ist, und hier hat keiner einen Schaden wenn foul gespielt wird.
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

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OnBike²
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von OnBike² » Sa 28. Jul 2012, 16:14

Merkur hat geschrieben: Leider habe ich auf den Ganzen 11 Seiten kein einziges Mal den Satz

"Einen Fund (inklusive Beschreibung des Nichteintragens) zu loggen wenn man nicht an der Dose war, ist für andere schädlich weil,.................."

vollendet gesehen. Wenn einer der Fairplayvertreter diesen Satz noch vollenden könnte wäre ich sehr froh. Bislang bin ich nämlich etwas überrascht über diese unreflektierte Regeltreue und würde mich freuen, wenn man mir zeigt, dass ich hier einen wichtigen Aspekt nicht bedacht habe.
Dann solltest du dir dringend mal eine Brille kaufen! Denn in meinem ausführlichen post steht genau das drin!

Scheinbar gehst du aber nach dem Motto "wer nicht meiner Meinung ist ist ein Idiot" und "wer meine Meinung mit anständigen Argumenten ad absurdum führen kann wird schlichtweg ignoriert" vor. armselig. Tja, war mir beim schreiben meiner Antwort aber sowieso schon vorher klar, dass du und Vertreter deiner "alle können mich mal" Mentalität das gleich überliest und weiter auf seiner Meinung beharrt.

Komme mir bei dir vor wie bei dem typischen 12jährigen, der frisch in der Pubertät angekommen ist. Frei nach dem Motto:
- Regeln sind da, nur um sie zu brechen (und Gott behüte jemand hat Argumente für diese Regeln)
- alle Erwachsen / Leute mit anderer Meinung als ich sind scheisse
- ich mach eh was ich will - nach mir die Sintflut
- bin grundsätzlich gegen alles

Nunja, ich werde weiterhin jeden Kasper, der meint er müsse unsere Dose loggen, obwohl er nicht im logbuch steht, löschen. Damit steht GS mit dem Regelwerk auf meiner Seite. Und sollte meine Dose dann (wiedermal) dem Vandalismus solcher angepissten Typen (Geocacher sind das imho nicht) zum Opfer fallen, weiss ich ja wem ich die Rechnung schicke :^^:

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ColleIsarco
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von ColleIsarco » Sa 28. Jul 2012, 16:28

Moin moin,
moenk hat geschrieben:So lange keinen geschadet wird kann man tolerant sein, auch wenn der andere nicht ehrlich oder unfair ist, und hier hat keiner einen Schaden wenn foul gespielt wird.
Also ist Deiner Ansicht nach OK, wenn ich Dich anlüge solange Dir kein Schaden entsteht? Aber warum bin ich denn unehrlich, wenn ich mir keinen Vorteil verschaffen will? Ich handele doch so,um mir einen Vorteil zu verschaffen (und damit implizit anderen einen Nachteil). Und ist das nicht bereits ein Schaden, der anderen zugefügt wird. (Ich denke jetzt nicht an einen materiellen Schaden, sondern an eine inmaterielle Ebene!)

Wahrscheinlich bin nur zu dumm um zu verstehen, warum Unehrlichkeit gut sein soll oder zumindest tolerierbar.

Und um Missverständnise zu vermeiden, es geht mir um die Bewertung unehrlichen Handelns, nicht um dessen Bestrafung. Also: Wenn einer gelogen hat, dann bewerte ich dieses Lügen als moralisch verwerflich, ich fordere nicht, dass der Lügner bestraft wird, wenn anderen kein Schaden zugefügt wurde.
(BTW: Es gehört auch zur eingeforderten Toleranz, genau dieses Urteil Anderer über das Lügen zu tolerieren und letztlich zu akzeptieren. Diese Toleranz gegenüber der moralischen Einstellung Anderer scheint dem Auslöser dieser Diskussion zu fehlen.)

Gruß
ColleIsarco
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AW: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Geosammler » Sa 28. Jul 2012, 16:50

Also, ich hab Cachen immer so aufgefasst:
Du hast die Koordinaten, suchst und findest die Dose, und darfst dich als Belohnung ins Logbuch eintragen, stolz auf den Fund...
Wenn jetzt loggen erlaubt ist, bloß weil ich in der Nähe bin, gut, das mach es einfacher... ;)

Nee, Spass beiseite....

...schädlich, weil der ganze Witz und Spass am Cachen (vom Sinn ganz zu schweigen) verlorengeht....

:gs: sein Beitrag

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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Bursche » Sa 28. Jul 2012, 16:57

ColleIsarco hat geschrieben:Erkläre mir mal bitte was das Einhalten eines grundlegenden gesellschaftlichen Konsens mit Intoleranz zu tun hat? Warum bin ich intolerant, wenn ich von meinem Gegenüber erwarte, dass es ehrlich ist und sich gegenüber anderen fair verhält?

Gruß
ColleIsarco
Das ist kein grundlegender gesellschaftlicher Konsens. Diese Diskussion gab es vor Jahren schonmal. Damals wollten einige Owner sicherstellen, dass die "Finder" durch jeden Reifen gesprungen sind, den die Owner Ihnen auf dem Weg zum Punkt hingehängt hatten. In den Listings stand dann immer öfter "loggen darf nur wer... Foto, ....mysterie-Lösungmail, .....multi nicht abkürzt,.... nur bei Tag sucht,.... selbst auf den Baum geklettert ist... andere Logs werden gelöscht." Nachdem die Logs gelöscht wurden und das ganze Affentheater beim zu Sheriff in Seatle auf dem Tisch lag, hat der entschieden, "wer im Logbuch steht darf loggen! Basta!". Seither gilt, wenn Hans den Wurst miteinträgt obwohl der gar nicht dabei war, dann darf auch der Wurst loggen, wenn der Hans die deaktivierte Dose während der Fledermausschutzzeit signiert, darf sein Onlinelog nicht gelöscht werden, wenn Hans dem Wurst die Finalkoordinaten verrät, darf der Wurst loggen....

Das Ganze hat also schon lange nichts mehr mit Fairness oder Respekt zu tun, sondern ist allein darin begründet, dass der Sheriff keinen Bock auf diese Punktestreitereien hat.

Diejenigen, denen die Statistiken der anderen Geocacher wichtig sind, müssen es seither zähneknirschend hinnehmen, dass Hans viele T5er in seiner Statistik hat, obwohl er noch nie geklettert ist. Wenn Hans nun aber keinen Wurst hat, der ihn ins Logbuch einträgt und die Dose nur von unten erblickt, dann stöhnen sie wieder auf, denn nun steht der Hans ja nicht im Logbuch. Der Hans ist dabei nicht unehrlich, er schreibt ja in seinem Log "ich hab mich nicht eingetragen weil..." Dennoch wird dem Hans nun Punktegeilheit vorgeworfen und sein Verhalten als "unfair" angeprangert.

Man kann das durch Loglöschungen nun wieder solange eskalieren, bis der Sheriff wieder genervt ist und seinen Hilfssheriffs eine neue Regel durchfunkt. Das könnte dann durchaus auch eine Regel sein, die "unnötige Hürden" auf dem Weg zu Dose (wie zB. mit Schlössern gesicherte Dosen) verbietet. Oder man kann endlich begreifen, dass sich Geocachen als Wettkampfsport nicht eignet. Man könnte sich auch überlegen, seine Dose so zu gestalten, dass die Finder die "Herausforderung" die mit der Dose verbunden ist, als Spaß empfinden und nicht als Schikane. Dann kann man auch Logs ignorieren, bei denen klar ist, dass der Spaß abgekürzt wurde und sich sagen "selbst schuld!"

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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von ColleIsarco » Sa 28. Jul 2012, 17:46

Moin moin,
Bursche hat geschrieben: Das ist kein grundlegender gesellschaftlicher Konsens.
So so, es ist also nicht allgemein anerkannt, dass man ehrlich und respektvoll (als Konsequenz aus der Ehrlichkeit) miteinander umgehen soll? Siehe an Posting an Moenk.
Ansonten hättest Du den anderen Kram gar nicht schreiben müssen, denn Dir sollte längst klar sein, dass es in meinen Aussagen nicht mehr um Unehrlichkeit beim Loggen eines Caches geht (das war der Auslöser), sondern vielmehr im moralische Vorstellungen im Allgemeinen.

Wenn man sich einen feuchten Kehrricht um gesellschaftliche Normen kümmern, darf man sich auch nicht wundern, wenn man sanktioniert wird. Egal ob das im Großen oder im Kleinen (wie im hier vorliegenden Fall) stattfindet. Und wenn ich mir die Reaktionen hier so anschaue, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass meine Einstellung zum Thema Ehrlichkeit von der überwiegenden Mehrheit geteilt wird. Also scheint es diesbezüglich doch ein gewisser Konsens zu existieren. Was sind denn Deiner Meinung nach die moralischen Grundwerte der Gesellschaft, in der Du lebst?

Und damit wieder die Kurve auf Thema gekriegt wird: Die jetzige Generation der Geocacher ist nicht verweichlicht. Ich behaupte auch mal, dass eine verschwindend geringe Minderheit niedrige moralische Ansprüche an ihr Umfeld und sich selbst hat.

Gruß und schönes WE
ColleIsarco
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von ColleIsarco » Sa 28. Jul 2012, 18:00

Moin moin,
Bursche hat geschrieben:Nachdem die Logs gelöscht wurden und das ganze Affentheater beim zu Sheriff in Seatle auf dem Tisch lag, hat der entschieden, "wer im Logbuch steht darf loggen! Basta!".
Ganz nebenbei: Wer sich ins Logbuch eingetragen hat, darf online loggen. "Wer im Logbuch steht, darf online loggen" steht nicht in den Regeln. (Siehe auch hier., wobei ich jetzt nicht auf die Diskussion hinaus will, was das jetzt exakt bedeutet. Ich denke jeder, der einigermassen klar denken kann, erkennt den Sinn dieser Regel.)
Außerdem: Vergleiche dieser Art hinken, denn man kann unrechtes Handeln nicht durch unrechtes Handeln Anderer begründen. Wenn ich etwas Böses mache, wird es nicht besser, nur weil andere es auch machen.

Jetzt aber wirklich,
Schönes WE und bis MO
ColleIsarco
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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Merkur » Sa 28. Jul 2012, 20:38

Ich handele doch so,um mir einen Vorteil zu verschaffen (und damit implizit anderen einen Nachteil).
Hä? Wenn ich einen Duftbaum in mein Auto hänge um den Vorteil guten Geruchs zu haben, hast du implizit einen Nachteil?
Nur wenn gute Luft im Auto ein Wettkampf darstellen würde. Ist es nicht - Genausowenig wie GC. Darum kann ich dich gar nicht übervorteilen.

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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von SuediHSV » Sa 28. Jul 2012, 20:42

Eigentlich ist die ganze Diskussion hier doch überflüssig.

Du hast eine Dose zu finden, und trägst dich in ein Logbuch ein - Geocaching.
Du besuchst einen Ort und musst dafür ggf. ein bisschen Laufen - Wandern.

Fertig.

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Re: Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Beitrag von Merkur » Sa 28. Jul 2012, 20:45

@Moorhuhn
Wisch dir mal den virtuellen Schaum vom Mund, kann ja sein, dass ich auf so vielen Seiten was überlesen habe. Ich such nochmal, mich interessiert ja selbst welchen Nachteil euch die Nichteinhaltung dieser Regel bringt.

Ich will nämlich nicht glauben, dass hier 90% die Einhaltung einer Regel fordern für die 0% einen Grund sieht....außer eben das schäfchenhafte "weil sie halt da ist".

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