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Jetzige Generation Geocacher langsam verweichlicht?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Merkur
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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von Merkur » Fr 27. Jul 2012, 12:33

Wer mit sich selbst zufrieden ist und keinen Anspruch an sich hat, Pseudofunde als Fund zu loggen, belügt sich selbst, was mir natürlich sehr egal ist. Aber bitte denkt nicht, dass man das als owner akzeptieren muss. Es zeigt halt doch die Punktegeilheit solcher Typen, dass sie eben nicht DNF oder per note loggen.
Es zeigt die Punktgeilheit von Leuten, die sich drüber auslassen. Für einen Punktgeilen ist es scheinbar einfach nicht vorstellbar, dass jemand nur deshalb etwas als Fund loggt, weil er es bei seinen Funden stehen haben will (weil er selbst es als Fund definiert). Nochmal: Diese Zahl da hinter dem Namen sind keine Punkte, es sind Fundlogs. 1000 Fundlogs ist nicht besser als 900 Fundlogs und nicht schlechter als 1100 Fundlogs.

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Merkur
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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von Merkur » Fr 27. Jul 2012, 12:35

Erst kürzlich gab es bei uns einen Cacher mit schon hunderte Funden, der meinte großflächig Multis und Mysteries (online) zu loggen, ohne das er je eine der Dose gefunden hatte. Aber er hatte auch reale Funde. Sowas hat sich natürlich sehr schnell verbreitet (da hilft ein Forum) und sehr schnell war der Typ um dutzende Funde ärmer. Ich denke nur owner von 0815-Sinnlos-Caches ist sowas egal.
Auweia, da hat die Welt aber Glück gehabt. Wie Schrecklich wäre es gewesen, wenn es da einen Account gäbe, der eine Zahl hinter dem Namen hat, die zu hoch ist. Was hätten wir dadurch nicht alles für negative Konsequenzen durchleben müssen. Schreckliche Vorstellung ;-)

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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von Zappo » Fr 27. Jul 2012, 12:38

Merkur hat geschrieben:......Einhaltung der Regeln wichtig, da....es sie gibt? damit einige Leute einen Wettkampf daraus machen wollen?
Ne sorry, dabei mach ich nicht mit. Das macht mal schön alleine. Ich nenne mein Hobby einfach Geocaching 2 und hab Spaß. Guter Beitrag, Bursche, genauso sehe ich es.
Tja, schwierig.

Das einfachste wäre, den schwarzen Peter Groundspeak hinzuschieben. Die sollen doch einfach den blöden Zähler abschalten, der mit dem Found-Eintrag zwangsweise verknüpft ist. Dann wäre jeder unterstellte "Wettkampf" hinfällig. Und statt dessen die Möglichkeiten bieten, Cachesymbolen sucherseitige Eigenschaften verpassen zu können. Dann könnte ich Flachcaches rot (mach ich nicht) einfärben, Klettercaches blau (mach ich irgendwann, wenn ich klettern kann), Andere gelb(schöner zu mehreren) usw usw und hätte so eine perfekte Orientierung auf der Karte.

Für "alternatives" Cacheverhalten hab ich größtes Verständnis. Ich kenne einige, die garnicht die Dose suchen, sondern das Listing als Wander- und Geheimtipquelle benutzen (das ging früher noch) , bei den Letterboxern wird zu einem nicht geringen Anteil überhaupt nicht elektronisch geloggt, und ich bin oft mit Muggels unterwegs, wo es mir einfach gerade nicht in den Kram paßt, die 50 Meter von der Burg zum Tradi zu laufen. Dann merk ich mir das eben, daß ich schon mal da war - und gut. Die Location ist für mich eh wichtiger als die Dose.

Aber wenn ich schon meine eigene Art habe, zu cachen, dann stehe ich auch dazu und versuche, den eigenen Weg finden bzw. damit zurechtzukommen, daß man sich dann eben anders auf der Karte organisieren muß als über ein "Found-it". Und wenn das eigene Listen sind/ Kartenausdrucke mit Streichungen/ Ignore setzen, wenn dagewesen/ whatever.

Mal abgesehen davon, daß diese "Wettbewerbsgedanke" über den Zähler wohl eh nicht zutrifft - da werden ein paar intern unter sich ein kleinen Vergleich aus Spaß machen, aber in realo hat es wohl keinerlei Auswirkungen, ob ich dreistellig oder vierstellig auf dem Event rumstehe. Da ist die Funktion des Selbsterfolges ("heute waren es doch tatsächlich 35 Caches") wohl zutreffender - finde ich zwar auch panne, aber was solls.

Ausschlaggebender ist für mich eher, daß mit dem Found-it mehr gesagt ist als "ich war da". Das heißt auch: Die Dose ist da, die geht auf, man kommt mit den in der T-Wertung erwähnten Voraussetzungen hin, das Logbuch ist noch brauchbar, die Trackables usw......aber auch: Ich bin so frei, mich den Regeln eines selbstgewählten Spieles unterzuordnen - und mir fällt dadurch kein Zacken aus der Krone.

Daß es Caches gibt, bei denen die Location wenig, die Tarnung bzw. deren Erkennen aber die Hauptaufgabe ist und somit "war hier" eigentlich garnix bedeutet, sei nur am Rande erwähnt.

Es drängt sich natürlich die Frage auf, ob dann das Deponieren von Dosen, Schreiben von Listings, Koordinatennehmen und eigenhändiges Suchen o.ä auch einer gewissen persönlicher Interpretation unterliegt - und ob das dann wirklich alles auch sein muß.

Wenn ich bedenke, daß mal die Illusion bestand, im Interesse der Qualität ungeschriebene Gesetze bzw. Übereinkünfte (Morsix) zur Akzeptanz bringen zu können, ist DIE Diskussion hier über ein ganz klares HowTo eher deprimierend.

Gruß Zappo
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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von MadCatERZ » Fr 27. Jul 2012, 12:44

Merkur hat geschrieben: Es zeigt die Punktgeilheit von Leuten, die sich drüber auslassen. Für einen Punktgeilen ist es scheinbar einfach nicht vorstellbar, dass jemand nur deshalb etwas als Fund loggt, weil er es bei seinen Funden stehen haben will.
Moment: Wer sich einen Fund nicht gutschreibt, weil er eben nichts gefunden hat, ist punktegeil :???:
Wenn ich Dein Fundlog lösche, hast Du ja kein Problem damit, trotzedem geht Dir auch Deine Markierung für einen gefundenen Ort flöten, die Du Dir extra mit dem Fundlog gesetzt hast, um die Übersicht zu behalten, denn darum geht es Dir ja im Wesentlichen.
Moment: Dann bin ich ja der Böse, der Deinen kreativen Weg der Freizeitgestaltung torpediert...

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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von SharkAttack » Fr 27. Jul 2012, 12:54

Merkur hat geschrieben: Einhaltung der Regeln wichtig, da....es sie gibt? damit einige Leute einen Wettkampf daraus machen wollen?
Ne sorry, dabei mach ich nicht mit. Das macht mal schön alleine. Ich nenne mein Hobby einfach Geocaching 2 und hab Spaß.
Wer Geocaching SO sieht, sollte von Seattle sofort und unmittelbar aus der Community gekickt werden, da er offensichtlich geltende Regeln nicht respektiert oder akzeptiert.
Wo kommen wir denn da hin, wenn sich jeder seine Regeln selbst macht?
Der nächste findet, dass es zu einer modernen Schatzsuche dazugehört, die Dosen am Ende mit nach Hause zu nehmen, weil es ihm gefällt.
Sicher es gibt je nach persönlichem Empfinden mal subjektiv sinnvollere oder nicht sinnvollere Regeln. Darüber kann diskutiert werden und vielleicht wird GS auch bei einer entsprechenden Meinungsbildung innerhalb der Community reagieren und die Regeln ändern. Aber solange das nicht geschieht, hat man sich an bestehende Regeln zu halten. Punkt.

@Topic:
Hatte selbst letzte Woche in Österreich so einen Fall. Für einen T2,5 Ablesemulti kraxel ich mehrere Stunde mit der Family eine Berg hoch, um am Ende festzustellen, dass ich das Final nicht ohne Sicherungsmassnahmen heben konnte.
Logge ich nun found, weil ich den weiten Weg und die vielen Hm erfolgreich und bis 10m an die Dose geschafft habe, oder gibt es einen schönen DNF. Habe mich für letzteres entschieden, und habe nun für mich wenigstens ein gutes Gewissen.
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team torosaurus
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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von team torosaurus » Fr 27. Jul 2012, 12:56

Merkur hat geschrieben:Wie ich schon sagte, Regeln sind wichtig. Aber dürfen kein Selbstzweck sein. Eine Regel, die nur den Sinn hat eine Regel zu sein, ist eine unsinnige Regel. Der einzige Grund der mir für die Regel einfällt, dass man offline geloggt haben muss, wenn man online loggen will ist, dass man ansonsten irreführende Logs schreibt wie z.B. "schneller Fund" wenn die Dose in Wahrheit überhauptnicht schnell zu finden ist. Deshalb schreibe ich immer sehr ausführliche Logs, insbesondere dann, wenn ich nicht offline logge, weil die Dose gemuggelt ist. Bisher konnte mir auch hier keiner einen Grund für diese Regel nennen außer "sie ist halt da also muss man sie befolgen".

@team totsaurus
Klar darfst du mich bitten, deinen Cache nicht zu loggen. In diesem Fall kannst du ja meinen Log einfach löschen. Damit meine Karte und meine Statistiken dann trotzdem meine Fundzahlen widerspiegeln würde ich dann deinen Cache auf die Igno setzen, weil er mir sonst immer im Weg rumgeht und dafür halt irgendwas ähnliches Archiviertes loggen, damit die Zahl wieder stimmt. Kein Problem für keinen von uns. Auch wenn ich nicht weiß welchen Zweck du mit deiner Bitte verfolgst bzw. warum dich ein netter Fundlog stört in dem drin steht, dass deine Dose nicht mehr da ist.
Totsaurus?? :fluch: Nee, nee, wir leben noch :up:
Ein netter Log stört ganz gewiß nicht, sollte mal ne Dose nicht mehr da sein- da verstehst du was falsch. Dafür sind die Möglichkeiten einer NM oder write note vorgesehen, kann man sehr nett formulieren.
Aber wenn das dann als Found geloggt wird,da würden doch Fragezeichen bei mir aufleuchten, andererseits, wie oft passiert so etwas pro Owner? In deinen Augen `lohnt` sich das scheinbar irgendwie, aber wie gesagt, für solche Zwecke gibt`s die dafür vorgesehenen Mittel.
Wenn`s dir so sehr auf den Punkt ankommt, will ich es dir ja nicht nehmen. Kann man mit leben.
Wenn hingegen erkennbar nicht vor Ort gewesen ist, es öfters passiert, dass ein Found ohne Logbucheintrag erfolgt, dann allerdings würde ich drum bitten, nicht online zu loggen.
Gruß
Markus

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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von MadCatERZ » Fr 27. Jul 2012, 13:02

Team Shark Attack hat geschrieben: @Topic:
Hatte selbst letzte Woche in Österreich so einen Fall. Für einen T2,5 Ablesemulti kraxel ich mehrere Stunde mit der Family eine Berg hoch, um am Ende festzustellen, dass ich das Final nicht ohne Sicherungsmassnahmen heben konnte.
Logge ich nun found, weil ich den weiten Weg und die vielen Hm erfolgreich und bis 10m an die Dose geschafft habe, oder gibt es einen schönen DNF. Habe mich für letzteres entschieden, und habe nun für mich wenigstens ein gutes Gewissen.
So soll es sein, ein ehrlicher Log, bei dem man nachvollziehen kann was geschah. Wie jemand so eine Tour mit einem Satz, abgeschlossen durch TFTC abhandeln kann, erschließt sich mir nicht.

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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von cahhi » Fr 27. Jul 2012, 13:03

Merkur hat geschrieben:
Marathon
Wettkampf. Einhaltung der Regeln wichtig um einen fairen Wettkampf zu ermöglichen.
Wie schon geschrieben: Jenseits der Top-500 ist ein Marathonlauf kein Wettkampf untereinander sonder nur mit sich selbst. Den meisten dieser Läufern ist es egal, ob sie auf Platz 6742 oder 7321 ankommen, wichtig ist ihnen die offiziell gestoppte Zeit von 4:21h im Vergleich zu 4:27 im Vorjahr. Und manchen nicht mal das, wenn Du mal siehtst, in was für Kostümen manche unterwegs sind.

Geh nach dem Rennen zu den Maratohnläufern und verklickere ihnen, wie doof sie doch seien, Du hättest hochoffizielle 3:30h, weil Du Teile mit dem ÖPNV gefahren bist. Dagegen ist das Echo, das Du hier erhälst noch harmlos - und das obwohl den anderen Läufern Deine Zeit eigentlich schnuppe ist...
Damit meine Karte und meine Statistiken dann trotzdem meine Fundzahlen widerspiegeln würde ich dann deinen Cache auf die Igno setzen, weil er mir sonst immer im Weg rumgeht und dafür halt irgendwas ähnliches Archiviertes loggen, damit die Zahl wieder stimmt.
Was Du so für eine passende Zahl hälst... :kopfwand:
Dosiert cachen

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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von MadCatERZ » Fr 27. Jul 2012, 13:06

Vor allem ohne vor Ort gewesen zu sein einen Cache in der Nähe zu loggen - das passt irgendwie nicht zu dem Anspruch, dass nur der Ort zählt - und archivierte Caches tauchen auf der Karte auch nicht auf - alles sehr mysteriös

Merkur
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Re: Ich kriege langsam die Krise...!

Beitrag von Merkur » Fr 27. Jul 2012, 13:11

Was Du so für eine passende Zahl hälst...
Richtig bemerkt. ICH muss es für die passende Zahl halten, nicht du. DU kannst Cachen wie du willst, ich werde dich nicht dabei stören.

Dein Marathonbeispiel ist gut. Ich würde auch niemals zu einem Cacherstammtisch gehen und da mit meinen 1000en von Funden prahlen, da das nichts ist auf das man stolz sein kann. Ich habe mal eine Familie gesehen, die mit 3 Kindern (6m, 1 Jahr, 2 Jahre) cachen gegangen sind. Ein Fund von denen ist für die mit Sicherheit schwieriger als jeden Fund den ich oder du selbst alleine machen könnte. Darum sage ich ja - Funde sind nur für einen selbst. Sobald man anfängt und sich mit anderen vergleicht hat man verloren.
Ich kann also gerne den Marathon mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Wenn mich dann aber einer nach der Zeit fragt, muss ich aber auch sagen: „Ich habe 3:30 gebraucht, aber ich fahre immer die letzten 10km mit dem Bus.“ Dann gibt es auch keine Diskussion.

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