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Jäger erschießt Waldbesucher

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Zappo
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von Zappo »

friederix hat geschrieben:.....Öhm wir sind Geocacher und keine Jagdgegner.....
In erster Linie sind wir hier gerade Weltmeister im Kristallkugellesen, Mutmaßen, Unterstellen, Hochrechnen und Kaffeesatzlesen. :D

Im übrigen kann ich sehr wohl Jagdgegner sein. Das kann ich aber dann im Jagdforum haben, im richtigen Leben und in Aktionsgruppen - hier bringts das doch eher weniger. Im Zweifelsfall sollte man auf den Leben+Lebenlassen-Standbyzurückschalten können. Meine Meinung.

Gruß Zappo
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"
Klausi
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von Klausi »

MadCatERZ hat geschrieben:Und wenn jetzt rein zufällig einer in der Schussbahn stand: Wie oft ballern denn so pro Jahr Gewehre einfach los?
Wenn ich allein an die durchlöcherte Decke auf der Schießbahn denke - ziemlich oft :D
-jha- hat geschrieben:Wenn die menschliche Motorik wirklich so fehlerträchtig sein sollte, warum risikiert man es dann, in Friedenszeiten mit Schusswaffen nur aus Gründen des Zeitvertreibs herumzulaufen.
Auch wenn es nicht in dein Weltbild passt, die Jagd ist weit mehr als der Zeitvertreib für ein paar Großkopferte. Es gibt in Deutschland keine unberührte Natur mehr, der Mensch hat schon vor Generationen Eingriffe vorgenommen, die nicht mehr umkehrbar sind. Somit gibt es auch keinen unberührten Lebensraum mehr für die Tiere. Der Mensch betreibt Land- und Forstwirtschaft und daher muss auch in den Tierbestand eingegriffen werden. Die Natur würde das sicher auch regeln, aber eben nicht im Sinne des Meschen. Ob die Art und Weise, wie das in Deutschland passiert in Ordnung ist, kann man ja gerne diskutieren, mir fallen nur auch keine Alternativen ein. Dir passt die Jagd vielleicht nicht in dein verschobenes Weltbild, für Forst- und Landwirte geht es dagegen um ihr Einkommen, u. U. sogar um die wirtschaftliche Existenz.

Um aufs Thema zurück zu kommen: Jäger sind bei Wildschäden normalerweise schadensersatzpflichtig und wenn Wildschweine durchs Revier toben, gibt es Druck von den Landwirten. Jäger sind also zum Jagderfolg verdammt, wobei ich glaube, dass der Kampf gegen die Wildschweine schon verloren ist. Das soll keine Entschuldigung für einen nervösen Zeigefinger sein, aber vielleicht ist es eine Erklärung.
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JackSkysegel
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von JackSkysegel »

Nein, ist es nicht! Denn wenn wir eine plausible Erklärung finden, warum der Jäger einen Menschen erschossen hat, sind wir ganz nah an der Schwelle auch eine Rechtfertigung dafür zu finden.
Der Jäger war doch nicht auf verlorenem Posten im Kampf gegen die Übermacht der Wildschweine.

Ich hoffe immernoch das es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hat und der Jäger jetzt nur versucht seine Haut zu retten. Egal wie unlogisch diese Versuche auch sind.
Unechter Cacher (Tm)
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friederix
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von friederix »

Klausi hat geschrieben: Um aufs Thema zurück zu kommen: Jäger sind bei Wildschäden normalerweise schadensersatzpflichtig und wenn Wildschweine durchs Revier toben, gibt es Druck von den Landwirten. Jäger sind also zum Jagderfolg verdammt,
Öhm, der Argumentation kann ich nun nicht ganz folgen.

Ein Handwerker, der seine Familie ernähren muss, ist darauf angewiesen, dass seine Tätigkeit erfolgreich ist.
Die 95% Freizeitjäger sind in keiner Weise zu irgend einem Erfolg verdammt.
Das ist schlicht ihr Hobby.

Das haben sie sich selbst ausgesucht,und ich nehme mal an, dass sie in ihrer Jagdschein-Ausbildung darauf hingewiesen wurden, welchen finanziellen Risiken sie sich aussetzen, wenn sie das Jagdhobby semiprofessionell ausüben.

Niemand dieser Hobbyisten bestreitet seinen Lebensunterhalt mit dieser Tätigkeit.
Also ist der "Druck" von Landwirten & Co selbstgewählt.

Kein Jäger muss sich drauf einlassen.

Also die ganzen Erklärungsversuche haben ein ähnliches Gewicht wie die Cito-Events bei den Geocachern.
Sie taugen einfach nicht.

Gruß friederix
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!
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KreuterFee
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von KreuterFee »

Naja, natürlich darf man auch nicht vernachlässigen, das Jäger in der Regel die Jagd hobbymäßig ausüben, also neben Ihrem Beruf, daher ist es natürlich klar, das Kenntnisse und Fertigkeiten auch im Umgang mit der Waffe nicht immer so sind wie Sie sein sollten, Die Konzentration entsprechen nachlässt oder auch der Berufsalltag seine Spuren hinterlässt.

Es ist ja nun kein Einzelfall, das ein Jäger "ausversehen" jemanden erschiesst oder schwer verletzt, wieso oder warum ist zweitrangig.
Der Führer einer Waffe trägt Verantwortung für den technisch einwandfreien Zustand und für die sichere Handhabung.
Beim Einsatz einer Waffe in der freien Natur ist das Ziel eindeutig zu identifizieren, im Zweifel kann das also nur heissen, Finger vom Abzug.

Bisher konnte ich keinem Bericht entnehmen, das das Opfer bewaffnet war, daher scheint Notwehr nicht zuzutreffen.

Vermutlich könnte ein Berufsjäger hier gelassender und überlegter reagieren, als ein Hobbyjäger, der noch schnell seine Quote erfüllen möchte.

Aber jetzt hat der Waidmeister ja genug Zeit darüber nachzudenken ;) .
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD
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Fadenkreuz
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von Fadenkreuz »

MadCatERZ hat geschrieben:Das macht nach meiner Auffassung von deutschem Rechts Sinn: Irgendwie muss der Jäger ja entlastet werden, der Erschossene muss einfach mitschuldig daran sein, dass er erschossen wurde.
So ein Geschwätz. Und das noch erklärtermaßen als deine "Auffassung von deutschem Recht". Die Polizei ermittelt routinemäßig in verschiedene Richtungen, da ist die Ermittlung, warum am frühen Morgen jemand in einem Maisfeld unterwegs ist, ein ganz normaler polizeilicher Vorgang.
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Chris Race
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von Chris Race »

Wildschweine scheinen Meister der Tarnung zu sein: Mal sehen sie aus wie Menschen, dann wieder wie Hunde, in dem Beispiel hier wie ein Pferd - mit letalem Ausgang :???:
.
Bild Bild Bild
Martin89
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von Martin89 »

Ganz egal ob es ein Cacher war oder nicht, auch egal ob es am oder im Feld war, die Schuld sehe ich zu eindeutig beim Jäger.
Sicher ist es auch schlimm für ihn, keine Zweifel. Aber ich bin der Meinung, wenn er nicht zu 100% sicher ist, dass das, worauf er schießt wirklich ein Wildschwein, Hirsch, Hase oder Ähnliches ist, dann sollte er es lassen. Ich bin kein Jäger, aber dennoch überzeugt, dass die das in ihrer Ausbildung auch so lernen.
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cmowse
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von cmowse »

Auf das Thema Ausbildung würde ich im Allgemeinen bei Jägern nichts mehr setzten.
Was beim Autofahrer die Ferienfahrschule, ist beim Jäger der "Kompaktkurs"
3 Wochen und man hat den begehrten Jagdschein...
http://www.jagdschule24.de/kursvariante ... index.html
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adorfer
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Re: Jäger erschießt Waldbesucher

Beitrag von adorfer »

cmowse hat geschrieben:Auf das Thema Ausbildung würde ich im Allgemeinen bei Jägern nichts mehr setzten.
Was beim Autofahrer die Ferienfahrschule, ist beim Jäger der "Kompaktkurs"
3 Wochen und man hat den begehrten Jagdschein...
http://www.jagdschule24.de/kursvariante ... index.html
Naja, so neu ist das nicht.
Und ob die Autofahrer oder Segler aus dem "Blockunterricht" nun schlechter ausgebildet sind das möchte ich so pauschal nicht beantworten.
Zumal die faktische "Kasernierung" der Lehrgangsteilnehmer dazu führt, das Wissen zumindest bei den Aufnahmebereiten in einer großen Tiefe weiterzugeben, weil jegliche Ablenkung durch anderen Alltag entfällt.
Adorfer
--
"Die Statistikcacher machen das Cachen kaputt, weil die Muggle die Nase voll haben!" (König Dickbauch)
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