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"Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

heidekraut1999
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"Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von heidekraut1999 » Mi 17. Okt 2012, 11:52

Hallo zusammen,

ich lese hier in letzter Zeit so allerhand zu den Caches, die in jüngerer Vergangenheit archiviert oder zumindest beanstandet worden sind.

Es trifft vermutlich auf viele Caches zu, aber als Aufhänger nehme ich jetzt mal den kleinen Bergmechaniker, da dies einer ist, den ich selber beurteilen kann.

Eins der letzten Logs nennt diesen Cache "legendär", vorangegangene Logs nutzen ähnliche "Superlative". Ich persönlich - und ich betone ausdrücklich, dass das eine rein subektive Meinung ist - fand diesen Cache eher durchschnittlich. Ja, handwerklich schön gemachte Stationen, aber die Location war nichts besonderes und auch bei weitem nicht alle Stationen waren jetzt der Bringer. Im übrigen - und auch das ist eine reine Vermutung - sieht es bei diesem Cache so aus, dass eben nicht eigengott stumpf den Cache archiviert hat, sondern es scheint eher, dass er den Owner angesprochen hat. Dieser hat dann offenbar beleidigt gleich den ganzen Cache dicht gemacht.

Auch der Cache "Stirb ewig", den ich wiederum nicht kenne, und durch dessen Archivierung diese alberne und sinnlose Archivierungsaktion gestartet wurde, hat jetzt gerade mal 35 % FP´s. Das ist nicht besonders viel, aber die Leute, die hier dazu gepostet haben, lobten diesen Cache ja in geradezu ungeahnte Höhen.

Somit würde ich jetzt mal folgende Frage in den Raum werfen:

Kann es sein, dass die Unzufriedenheit einiger dazu führt, dass Durchschnittscaches nur durch eine Archivierung zu grandiosen Highlight-Caches hochstilisiert werden.

Provokante These, kann sein, aber mir kommt´s so vor...

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cahhi
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von cahhi » Mi 17. Okt 2012, 11:57

heidekraut1999 hat geschrieben:hat jetzt gerade mal 35 % FP´s. Das ist nicht besonders viel
Nein?

Im Schnitt kann es nicht mehr als 10% FPs geben. Also hat dieser Cache schon 3,5 mal soviele FPs, wie statistisch zu erwarten wäre. Hinzu kommt noch, dass ein gewisser Anteil der Cacher entweder keine FPs vergibt oder sich bei Caches mit vielen FPs zurückhält.

Zum Rest kann ich nichts sagen, da ich beide Caches nicht kenne.
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GEOrge LuCACHE
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von GEOrge LuCACHE » Mi 17. Okt 2012, 12:13

FPs und begeisterte Logs sagen nicht viel aus.

Ich kenne Caches, die waren einfach nur schwer, umständlich, nicht stimmig, fehlerhaft, nervig und langwierig.

Aber sie hatten ein paar selbstgebaute Stationen (da stehen die Leute drauf) und ein
schönes Bildchen für die Statistik. Sehr begeisterte Logs sind manchmal auch einfach nur
Ausdruck dafür, dass man froh ist es hinter sich zu haben.

Besser als in Rüden-Markierhöhe hingeworfene Mikros sind sie natürlich trotzdem :D
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raziel28
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von raziel28 » Mi 17. Okt 2012, 12:37

GEOrge LuCACHE hat geschrieben: Aber sie hatten ein paar selbstgebaute Stationen (da stehen die Leute drauf)
Oh ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Basteleien machen die Leute *smile*, aber das ist ja auch gut so und ich würdige diese Ideen auf jeden Fall. Obs dann zu einem FavPoint langt ist damit noch nicht gesagt, dafür muss mich der Cache insgesamt ansprechen, und das machen Caches auf recht unterschiedliche Arten. Da hat von mir sogar schon der Petling an der Bank eine Fav bekommen, wenn der Ort, wenn mich die Aussicht auf die Landschaft derart weggewichst hat, daß ich mit Daumen hoch sagen kann, DAS ist Geocaching!.

Oder eben, wenn im Cache das Spiel selbst eher im Vordergrund stand, eine stimmige Geschichte darum, witzige Ideen, tolle Dosen...

Legendär aber, so meine Beoachtung, wird ein Cache auch gerne mal aufgrund eines Flashmobs, eines Selbstläufers. Man neigt manchmal dazu, einem Cache mit 500 Favs auch den 501. dazu zugeben. Hätte er keinen gehabt, hätte er vllt. auch meinen nicht bekommen. Geb ich zu, bin ich "manchmal" Mensch :D
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heidekraut1999
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von heidekraut1999 » Mi 17. Okt 2012, 13:54

cahhi hat geschrieben:
heidekraut1999 hat geschrieben:hat jetzt gerade mal 35 % FP´s. Das ist nicht besonders viel
Nein?

Im Schnitt kann es nicht mehr als 10% FPs geben. Also hat dieser Cache schon 3,5 mal soviele FPs, wie statistisch zu erwarten wäre. Hinzu kommt noch, dass ein gewisser Anteil der Cacher entweder keine FPs vergibt oder sich bei Caches mit vielen FPs zurückhält.

Zum Rest kann ich nichts sagen, da ich beide Caches nicht kenne.
Statistisch gesehen vielleicht richtig, aber wenn man sich mal das Aufhebens um diesen Cache vor Augen führt, dann wundert man sich doch, dass so ein Gewese für einen Cache gemacht wird, der gerade mal knapp 35 % FP´s hat. Wäre er so toll gewesen wie die ganzen Posts andeuteten, dann hätte ich hier mehr erwartet.

Das wollte ich damit sagen.

heidekraut1999
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von heidekraut1999 » Mi 17. Okt 2012, 14:02

raziel28 hat geschrieben:
GEOrge LuCACHE hat geschrieben:
Legendär aber, so meine Beoachtung, wird ein Cache auch gerne mal aufgrund eines Flashmobs, eines Selbstläufers. Man neigt manchmal dazu, einem Cache mit 500 Favs auch den 501. dazu zugeben. Hätte er keinen gehabt, hätte er vllt. auch meinen nicht bekommen. Geb ich zu, bin ich "manchmal" Mensch :D
Genau das meine ich. Dazu kommt dann gern, dass ein solcher Owner (nicht alle!!) schnell angefressen reagieren kann, wenn sich mal einer kritisch äußert bzw. dem ach so tollen Cache lediglich ein "Durchschnittlich" bescheinigt. Loglöschung wäre hier als simpelste Variante zu nennen, Beschimpfungen als Steigerung.

Atti
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von Atti » Mi 17. Okt 2012, 14:06

Hi,
das mit dem Mittelmaß ist eine sehr subjektive Beobachtung.

Wenn Du ausschließlich hochgelobte Caches machst und keine Tradis einsammelst und alle Drecksdosen sowieso außen vor läßt, dann liegt bei dir das Mittelmaß eindeutig woanders als bei Leuten, die zu 80% auf irgendwelchen Powertrails unterwegs sind und nur als Ausnahme mal sowas wie den Bergmechaniker machen.
Ich bin ehrlich der Meinung, daß der Bergmechaniker (um jetzt mal bei diesem Beispiel zu bleiben) jeden einzelnen FP wirklich verdient hat, denn es sind eine Menge kreativer Stationen dabei, die Halde fand ich auch eine passable Location und man hat einfach seinen Spaß mit dieser Dose.
Ich habe jedoch auch schon festgestellt, daß ich bei einigen Caches die hohe Anzahl an FPs nicht verstanden habe.

Außerdem solltest du immer auch berücksichtigen, wieviel Funde ein Cacher so hat und was für Dosen er so gesucht hat. Das erste Vogelhaus z.B. ist was ganz besonderes, aber ab dem 10 Vogelhaus sind die Vogelhäuser irgendwann eine nette Abwechslung für dich, aber nichts besonderes mehr.
Es wird mit steigender Fundzahl und mit steigender Anzahl von gefundenen "anspruchsvollen"/"schönen" Caches immer schwieriger, daß einen ein Cache wirklich vom Hocker reißt und daß du mal eine Station dabei hast, die du noch nie so oder ähnlich schon mal hattest.

Ich merke bei uns, daß unser Anspruch an gute Dosen inzwischen ziemlich hoch ist, dennoch bin ich mir sicher, daß ich auch nach über 4000 Dosen noch immer nicht alles gesehen habe und daß da noch viele schöne Orte, Bastelarbeiten und Rätsel auf mich warten.

LG
Atti

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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von adorfer » Mi 17. Okt 2012, 14:33

heidekraut1999 hat geschrieben: Kann es sein, dass die Unzufriedenheit einiger dazu führt, dass Durchschnittscaches nur durch eine Archivierung zu grandiosen Highlight-Caches hochstilisiert werden.
Nein, es sind die Powertrailer, die nur selten mal einen Cache machen, der nicht "Micro an Baumstumpf" ist. Und der wird dann natürlich bejubelt.
Zumal dann noch -wie bei NCs- der Faktor dazu kommt, dass solche Caches dann gern im Großrudel gemacht werden und dann schon allein "die gute Laune beim 'moving Stammtisch'" viel zur positiven Grundstimmung beiträgt.
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von Zweiauge » Mi 17. Okt 2012, 15:07

Bei mir ist es ja eher andersrum... seit ich mir die Caches "aussuche" also nicht mehr alles mache, nur weils am Weg ist, gehen mir die FP aus, wo jemand durchaus einen verdient hätte...

Und zum Thema: ja, es gibt schon welche, eo ich mir denke... warum überhaupt auch nur Einer?
Bei uns sind das oft auch Caches von beliebten Ownern, die dann halt mal (und das sei ihnen gegönnt) einen durchschnittlichen Cache ausgelegt haben, und trotzdem von ihren Fans FP bekommen. (was ich wirklich ok finde.. die habens ja auch verdient, jahrelange gute Owner"arbeit" ist mir auch durchaus mal einen FP wert, den ich, wärs ein anderer Owner gewesen, nicht gegeben hätte.

GEOrge LuCACHE
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Re: AW: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von GEOrge LuCACHE » Mi 17. Okt 2012, 15:39

Das verwässert natürlich den Sinn der FPs. Glücklicherweise macht das nicht jeder so.
Man sieht in der erweiterten Homezone aber schon, wer welchen FP warum bekommen hat.
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