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"Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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MadCatERZ
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von MadCatERZ » Mi 17. Okt 2012, 23:09

Doch, das ist eine sehr gute Erklärung.

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Marschkompasszahl
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von Marschkompasszahl » Mi 17. Okt 2012, 23:24

Ich würde anraten, den Fokus nicht alleine auf Favoritenpunkte und FP/Log und andere Statistiken zu legen.
Nun bin ich kein PM mehr und kann auch keine FPs mehr vergeben. Und? Wird der Cache jetzt dadurch schlechter, weil ein Non-PM loggt und die FP-Quote dadurch in den Keller rutscht?
Erhlich gesagt, von den hochwertigeren x...FP-Caches habe ich vielleicht eine Handvoll gemacht. Und sicherlich bewerte ich sie unterschiedlich und dennoch habe ich meist einen FP vergeben (die Feinabstimmung dann über GCVote).
Warum? Weil ich mit dem FP die Arbeit und Mühe honoriere, die sich der/ die Owner damit gemacht hat. Gerade weil ich selber noch nicht viel mehr als die Filmdose an der Telefonzelle gebacken bekommen habe, ziehe ich damit meinen Hut vor deren Engagement.

Um einen Cache vorab beurteilen zu können, empfehle ich folgendes:

1. Listing sehen und lesen - wie ist die Sache aufgemacht? Standard-Text oder doch graphisch toll gemacht, eingebautes Video, usw.
2. was sieht man bei den Log-Fotos? Spricht einen die Location an oder ist doch nicht mein Ding?
3. Was kann man aus den Logs heraus lesen? Was wird wie bewertet: Location, Stationen, Rätsel, Aufgaben, Story, Final, Bonus, usw.?
4. Was verrät eventuell der Owner (z.B. "wer hier High-Tech-Schickimicki erwartet, wird enttäuscht")
5. Gibt es noch andere Punktzahlen (z.B. GC-Vote)? Wie ist dort die Bewertung?
6. (und die vielleicht beste und aufrichtigste Beurteilung) wer von meinen Bekannten (oder den Cachern vom GC-Stammtisch) war schon da? Ist der Cache wirklich so empfehlenswert?

Und sich selber fragen:
1. was erwarte ich?
2. was würde ich (als Suchender) dafür investieren (Zeit, Kosten)?
3. und wäre ich als Owner ebenso bereit, diesen Cache anzubieten und zu unterhalten?
(spätestens wenn man da war, kann man ja in etwa ermessen, wieviel Zeit und Geld investiert wurde)

Hier in der Gegend (zw. Mainz und Alzey) gibt es den Nachtcache "From Hell" (http://coord.info/GC37JG3). Für die Statistiker - derzeitiges Verhältnis: 176 FPs / 249 Founds.
Der Cache ist wirklich nett gemacht, ohne großen technischen Schnickschnack. Man geht eben nachts durch den Wald, findet an den Stationen die Geschichten der Opfer von Jack The Ripper und muss sie sich vorlesen, um daraufhin die Fragen für die nächsten Coords heraus zu bekommen. Ich fand das schon gruselig-schauerlich. Aber genau das war - für mich - eigentlich der Kick an der ganzen Geschichte. Da brauch ich keine High-End-Basteleien (die mundgemeißelte Elfenbeintruhe, die mit der passenden App ferngesteuert auftaucht). Aber leider kommen einige Zeitgenossen (wenn man die Logs liest) damit nicht zurecht, dass ein recht hochgelobter Cache ja gar nicht sooo tolle Features bietet.
Sorry, wenn "geil" = FP nur noch piepsen&blinken bedeutet oder die 20 Stationen aus mit feinstem Blattgold überzogenen Dosen bestehen müssen, damit man mal mehr als "TFTC" sagen kann, dann ist das eher traurig.
Insofern würde ich den vielen oder wenige(re)n FPs nicht soooo eine große Bedeutung zukommen lassen.
Sondern sich gerade im Nachhinein mal wieder fragen: hätte ich soviel Zeit und Geld für irgendwelche Pappnasen, Grobmotoriker, Schmerzbefreite, Adrenalinjunkies, Großstadtkinder, usw. investiert? Und wie würde ich dann wohl reagieren, wenn jemand sagt "hab schon besseres gesehn", "hatte mehr erwartet"?

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JackSkysegel
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von JackSkysegel » Mi 17. Okt 2012, 23:46

Schön gesagt! Manchmal sind die einfachen Dinge einfach die Besten. Ich freue mich auch immer wieder über eine schöne Qta-Runde, wenn sie gut ausgearbeited ist und schlüssig. Natürlich weis ich auch die Arbeit zu schätzen, die ein Geocacher im heimischen Hobbykeller geleisted hat.
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von bebilix » Do 18. Okt 2012, 08:05

Marschkompasszahl hat geschrieben:Nun bin ich kein PM mehr und kann auch keine FPs mehr vergeben. Und? Wird der Cache jetzt dadurch schlechter, weil ein Non-PM loggt und die FP-Quote dadurch in den Keller rutscht?
Volle Zustimmung zu deinem Beitrag. Nur dem hier Zitierten muss ich widersprechen. Die FP-Quote rutscht nicht in den Keller, weil Nicht-PM keine Favoritenpunkte vergeben können. Die Prozente werden nur von den PM-Logs berechnet.
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von Mark » Do 18. Okt 2012, 08:11

Kann ich alles nachvollziehen.
Marschkompasszahl hat geschrieben:Wird der Cache jetzt dadurch schlechter, weil ein Non-PM loggt und die FP-Quote dadurch in den Keller rutscht?
Nein. Es ändert sich auch nichts, da die Quote nur über FP zu Premiummemberlogs berechnet wird.

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MadCatERZ
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von MadCatERZ » Do 18. Okt 2012, 08:57

Erwartungshaltung ist ein gutes Stichwort. Denn "nur", weil ein Cache hochgelobt ist, heisst das ja nicht, dass man ihn persönlich ihn gut findet, es kann genausogut sein, dass man nicht zur "Zielgruppe" gehört.
Einige Cacher mögen lange Spaziergänge/Wanderungen, andere wollen lieber klettern, Ruinen durchforsten oder straßenrändeln, wieder andere möchten lieber Paddeln usw. usf.

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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von heidekraut1999 » Do 18. Okt 2012, 15:43

Fadenkreuz hat geschrieben:
heidekraut1999 hat geschrieben:Hast Du 'ne Goldwaage vor Dir stehen...?
Ich darf doch wohl eine falsche Behauptung von dir richtigstellen. Aber ich beantworte auch gerne deine eigentliche Frage:
heidekraut1999 hat geschrieben:Kann es sein, dass die Unzufriedenheit einiger dazu führt, dass Durchschnittscaches nur durch eine Archivierung zu grandiosen Highlight-Caches hochstilisiert werden.
Nein.
Du darfst, wenn´s Dich glücklich macht.

Aber Du "darfst" auch gern Dein plattes "Nein" ein bisschen ausführlicher erläutern.

Beim Bergmechaniker ist nämlich gerade ähnliches zu erleben. Der Cache ist dicht und immer noch rattern praktisch (Achtung, Übertreibung - für die Goldwaage) minütlich Logs hinein, denen zufolge man meinen könnte, dass die Welt vor dem Untergang steht, weil es diesen Cache nicht mehr gibt.

Das ist es, was ich mit meinem Ausgangspost sagen wollte - ein Cache wird archiviert, aber es war auch nur einer unter vielen, und anstatt sich einfach den nächsten guten Cache zu suchen, haben die Leute (ups, da hab ich ja schon wieder "die Leute" geschrieben) nichts anderes zu tun, als diesem hier nachzuweinen.

Ja, ich weiß: "es gibt aber bald keine guten Caches mehr, wird ja alles archiviert, bleiben nur Filmdosen, etc.". Blödsinn.

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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von JackSkysegel » Do 18. Okt 2012, 16:49

Also sind wir doch wieder beim Bergmechaniker!? Blödsinn ist ein tolles Stichwort, besonders im Hinblick auf das von dir geschriebene. Du interpretierst hier Sachen in die Loggs und übertreibst ein ganz kleines Bischen. Warum denkst du, dass es in den Loggs beim Bergmechaniker anders sein könnte. Also ich war auch total begeistert von dem Cache und habe damals bestimmt auch geschrieben, dass er zu den besten Multies gehöhrt die ich je gemacht habe. Das gilt heute noch. Natürlich trifft auch so ein Cache nicht jedermanns Geschmack, aber nach deinen Ausführungen hier bin ich mir noch nicht einmal sicher ob wir den selben Cache meinen. Also für mich ist auch die Lokation sehr schön gewesen und 75% Favoritenpunkte sprechen auch eher dafür das deine Meinung in dem Fall nicht der Norm entspricht. Versteh das nicht Falsch, dass sei dir und mir und jedem anderen gegönnt.
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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von heidekraut1999 » Do 18. Okt 2012, 17:23

Also, ich will diesen Cache ja nicht schlecht reden, das verstehst Du scheinbar nicht. Ich sage lediglich, dass ich die positiven Bewertungen für diese Runde doch deutlich übertrieben finde und es ganz besonders übertrieben finde, wie hier nun nach der Archivierung Loblieder über diesen Cache gesungen werden. Das halte ich für ein Phänomen, das im Moment die Runde zu machen scheint. In einem Monat erinnert sich nur keiner mehr dran, denn dann sind wir schon wieder ein, zwei spektakuläre Archvierungen weiter. Ich erinnere an Stirb ewig und die lächerliche Disable-Welle im Anschluß. Hat´s irgendwem was gebracht (außer dem, der´s angestoßen hat, ein paar Tage Ego-Befriedigung, es GS mal so richtig gezeigt zu haben)? Alle sind irgendwie mitgeschwommen, weil´s andere auch gemacht haben.

Der Bergmechaniker hatte ein paar nette Stationen, ja, aber im Ganzen eben nichts, was mich jetzt vom Hocker gehauen hat. Ich fand es gut, dass hier handwerkliche Stationen eingesetzt wurden und auch das Final hob sich wohltuend von anderen ab. Aber hey, das war´s auch. Und die Location - nun denn, dann ist mir "rauf-auf-den-Hügel-und-wieder-runter-vom-Hügel" wohl zu anspruchslos. Schuldig im Sinne der Anklage...;-)

Und ich glaube einfach, dass andere das auch so sehen, aber im "Sog" der vielen FP´s den gleichen Brei in die Logs schreiben, wie die Vorlogger auch.

Und für alle Beamtensöhne hier: ich schreibe extra "ICH glaube", denn dies ist meine Meinung,meine Ansicht und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit, Allgemeingültigkeit oder ähnliches.

Ähnlich war es damals bei GC200MX Drop Zone. Jedes der Logs war uneingeschränkt positiv (ja, Fadenkreuz, jetzt darfst Du nochmal dort nachschauen, ob Du nicht doch ein kritisches Log findest. Wenn ja, druck´s Dir aus und häng es Dir über´s Bett.). Traf man aber auf Stammtischen oder Events mal Leute, die die Runde gemacht haben, dann hieß es oft "naja, war ok, aber diese oder jenes war nicht so pralle", "hab ich schon besser gesehen", "am Ende war´s ein bisschen zuviel des Guten", etc. Ich habe ihn ziemlich zu Anfang gemacht, da waren alle Stationen noch in "Bestform", später scheint das nicht mehr der Fall gewesen zu sein. Das habe ich übrigens anders gesehen: tolle Wegführung, klasse Stationen, eine Story (!), klasse Locations und ein spektakuläres Final. DER Cache war ein Knaller.

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Re: "Legendäre" Caches? Oder doch nur Mittelmaß?

Beitrag von JackSkysegel » Do 18. Okt 2012, 18:24

Da muß ich dir recht geben, Drop Zone war wirklich ein Knaller. Aber der war auch ganz anders als der kleine Bergmechaniker. Man kann diese beiden Caches kaum miteinander vergleichen. Der Bergmechaniker war ja eher ein Familienmulti in schöner Wanderumgebung. Das würde ich jetzt über Drop Zone nicht behaupten. Der gehöhrt übrigens auch zu meinen besten 2% die ich bisher machen durfte. Lostplacenachtcache und Familienmulti in einen Topf zu schmeissen ist mir jetzt eher zu kompliziert.
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