Info: Hirnhautentzündungen durch Zecken enorm angestiegen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

gps-guru
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Info: Hirnhautentzündungen durch Zecken enorm angestiegen

Beitrag von gps-guru » Mi 11. Jan 2006, 15:38

Quelle: http://www.gmx.net

Zitat:
Hirnhautentzündungen durch Zecken enorm angestiegen

Berlin/Greifswald (dpa) - Die Zahl der Hirnhautinfektionen durch Zeckenbisse ist in Deutschland im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Das teilt das Robert Koch-Institut in Berlin mit.

Demnach wurden bis zur 50. Kalenderwoche 422 Fälle der von Zecken übertragenen Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) registriert. Das waren so viele wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Im gesamten Jahr 2004 erkrankten nur 274 Menschen an FSME. "Für diesen rasanten Anstieg gibt es keine einfache Erklärung", sagte Prof. Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit.

Bereits seitdem es die ersten verlässlichen Zahlen über FSME-Fälle seit Anfang der 1970er Jahre gebe, sei eine stetige Zunahme der Infektionen zu beobachten, sagte Süss. Insgesamt sei ein Anstieg von 400 Prozent zu verzeichnen. Verantwortlich dafür sei unter anderem die globale Erwärmung, die zu kürzeren Generationszyklen der Zecken führe. Sie fänden mehr Mäuse, die ihnen als Wirte dienten und vermehrten sich dadurch schneller.

Außerdem haben sich dem Zeckenexperten zufolge die Lebensbereiche der Spinnentiere weiter nach Norden ausgedehnt. Aber auch genauere Meldeverfahren, bessere Diagnostik und politische Veränderungen hätten zu der Entwicklung beigetragen. "In den baltischen Ländern zum Beispiel sind viele Menschen nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wieder gezwungen in den Wäldern Beeren und Brennholz zu sammeln, zum Teil auch in vormals gesperrten Flächen, die möglicherweise Zeckengebiet sind."

In Deutschland seien vor allem Bayern, Teile Baden-Württembergs sowie einzelne Landkreise Thüringens und Hessens betroffen. Seit 1998 ist nach Angaben von Süss die Zahl der deutschen Risiko-Landkreise von 60 auf 90 gestiegen. "Hier sollten sich die Menschen unbedingt impfen lassen und vor allem den gesamten Impfzyklus inklusive Auffrischung durchhalten." Das Robert Koch-Institut empfiehlt die FSME-Impfung für alle Menschen in den Risikogebieten, die Kontakt zu Zecken haben können. Bislang liegt die Durchimpfungsrate dort laut Süss jedoch nur bei 20 Prozent.

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Mi 11. Jan 2006, 18:16

Glücklicherweise kann man sich gegen FSME impfen lassen. Und obwowhl man immer wieder Horrorstories über die Gefahren liest, habe ich noch keinen kennengelernt, der Probleme hatte.

Aber es gibt auch Eltern, die ihre Kinder lieber zu einer Masern-Party schicken als zum Impfen.
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Sandman633
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Beitrag von Sandman633 » Mi 11. Jan 2006, 18:43

daher hat die komplette Family bereits Termin beim Doc für die Geoaching-Zeckensaison-Impfung.

Greetz Sandman633
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Beitrag von Team-Crossgolf » Mi 11. Jan 2006, 18:43

@radioscout:

Hauptsache mal was geschrieben - Dein Beitrag war jetzt genauso Informativ wie meiner hier - nur wer meiner durch Deinen provoziert. Ich mußte das jetzt mal sagen. Scoute hier nicht jeden Fred mit irgeneinem Müll zu. Danke!

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So, was wir hier festgestellt haben, das man sich Zecken das ganze Jahr über einfangen kann - die letzte hat unser Team Mitte Dezember erreicht und die erste hing neulich schon wieder an nem Hundi dran. Und hier hat es aktuell grade mal Null grad.

Also das absuchen bringt zwar was, muss aber über mehrere Tage gemacht werden, da ich schon zweimal eine aus dem Auto wieder auf mich draufgeladen habe.

Abends nach dem Caches abgesucht (suchen lassen) - geduscht, morgens zur Arbeit (da hats keine Zecken) - abends nochmal geduscht und da war Sie...

Grüße und Zeckenfreie Zone,

Dietmar
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Beitrag von georunner » Mi 11. Jan 2006, 19:14

Impfen kann nicht schaden... aber man muss bedenken, dass die FSME-Impfung keinen 100%igen Schutz bietet. Sagt jedenfalls mein Arzt.

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Beitrag von shia » Mi 11. Jan 2006, 19:24

Habe übrigens neulich in einem 3sat-Beitrag gesehen, dass Zecken durchaus auch winteraktiv sein können. Im konkreten Fall hatte ein junges Mädel sich eine Borreliose eingefangen, die vom Arzt nicht richtig diagnostiziert wurde, nach dem Motto: "Zecken? Kann ja gar nicht - ist ja Winter!" Denkste. Die Katze hatte die Zecke in die Wohnung geschleppt, die dort wieder munter wurde :!:

Ein schwedischer Hobby-Forscher aus Augsburg [sic!] hat die Viecherle in seinem ***-Fach eine Stunde eingefroren (also bei -18°), wieder aufgetaut und sie waren schnell wieder so putzmunter wie zuvor.

Danach der Waschtest: Ab welcher Temperatur krabbeln die "lieben Kleinen" nicht mehr munter aus der Waschmaschine? Erst ab 48°C!

Ich könnte mir aber vorstellen, dass längeres Einweichen in Salzlake ihnen den Garaus macht :twisted:
Gruß,
shia

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Beitrag von radioscout » Mi 11. Jan 2006, 19:34

shia hat geschrieben:"Zecken? Kann ja gar nicht - ist ja Winter!" Denkste.

Das kann ich bestätigen. Ich habe selber gesehen, wie sich Leute im Herbst und im Winter Zecken "eingefangen" haben, weil sie sehr sorglos durch den Wald gelaufen sind.
Zecken sind fast überall und nahezu immer gefährlich.
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Beitrag von Team-Crossgolf » Mi 11. Jan 2006, 19:37

Es hat echt den Anschein - wie wenn wir mit diesen Viechern und der Gerfahr leben müssen - das einzigste was garantiert hilft sind die üblichen Schutzmaßnahmen - geschlossene, helle Kleidung.

Hosen in die Socken - danach alles ab in dei Waschmaschine - wir wissen nur bei 60° - und sich absuchen und ab unter die Dusche oder in die Wanne. Das gleiche Ritual am nächsten Tag nochmals - bis auf das Klamotten waschen :P :P

Was kann man noch tun, damit die Viecher einem fernbleiben???
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Beitrag von HerrK » Mi 11. Jan 2006, 19:42

shia hat geschrieben:!:
Ein schwedischer Hobby-Forscher aus Augsburg [sic!] hat die Viecherle in seinem ***-Fach eine Stunde eingefroren (also bei -18°), wieder aufgetaut und sie waren schnell wieder so putzmunter wie zuvor.


Drecksviecher! :evil:

Leider gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen die Biester
und Borreliose kann man sich ja sowieso immer einfangen...wie ich leider dieses Jahr am eigenen Leib feststellen mußte.

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Beitrag von radioscout » Mi 11. Jan 2006, 19:54

TEAM-CROSSGOLF hat geschrieben:Was kann man noch tun, damit die Viecher einem fernbleiben???

Repellents benutzen. Auch wenn diese keine 100%igen Schutz bieten, ist es neben Impfung, Vorsicht und geeigneter Kleidung ein weiterer Beitrag zum Schutz.
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