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"Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehen.

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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radioscout
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von radioscout »

Leider habe ich mich ein paar Tage zu spät angemeldet sonst wäre ich jetzt auch ein richtiger Cacher.
Aber 2003 war auch noch eine schöne Zeit und alle User mit Anmeldedatum 2002 oder früher, die ich getroffen habe, sind richtig nette Leute.

Ab und zu findet man noch ein paar ganz alte Caches und sieht dann auch, daß die Owner zwar schon seit über 10 Jahren dabei sind aber nur ganz wenige Caches versteckt und gefunden haben. Natürlich sind sie fast nie PM.

Die Zeit vor 2003 muß großartig gewesen sein. Jeder, der sie miterlebt hat, kann froh sein.

Nur das warten auf neue Caches war nicht so schön. Aber dafür gab es schöne Dosen, vor allem in Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Belgien.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
Rhönwanderer
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Rhönwanderer »

An die Leserschaft.

Auch ich habe mich rangesetzt, und habe mal exemplarisch den Cache http://coord.info/GCEB94 analysiert. Ich hoffe, dass dieser Cache der älteste der Region ist. Wenn er Rhön 1 heißt, muss ich annehmen, das in der Rhön selbst zumindest zu Beginn es relativ mau aussah. Caches in der Region vor 2003 konnte ich fast nie entdecken. Und wenn, dann war es eigentlich immer IV. Quartal 2002. Ich habe mich nur auf das Jahr 2003 beschränkt. Dabei habe ich geschaut, wann der letzte Fund des Cachers war. Grenze war August/September 2012. Zeit für Funde wären vor entgültigem Wintereinbruch noch im September, Oktober, November, sogar noch an Weihnachten im Dezember möglich gewesen.

Im September 2012 oder später haben noch 16 Cacher, die obigen Cache im Jahr 2003 aufgesucht haben, aktiv das Hobby betrieben. Jedoch haben im Gegensatz dazu 18 Cacher schon im September nicht mehr aktiv gecacht. Dabei musste ich feststellen, dass Cacher sich teilweise noch anmelden, jedoch sonst nicht loggen.

Es wird jedenfalls still. Ich will nicht sagen, dass niemand mehr aus der Anfangszeit cacht, aber man merkt es, dass es weniger werden. Mit den Urgesteinen der Rhöner Cachingszene tritt man nicht (mehr) auf Events in Kontakt. vermutlich auch deshalb, weil sie noch nie viel für die Events, denen heute hinterher gelaufen wird, übrig hatten.
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DonCarlos
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von DonCarlos »

radioscout hat geschrieben: Die Zeit vor 2003 muß großartig gewesen sein. Jeder, der sie miterlebt hat, kann froh sein.
Aach, mir haben die Dosen auch 2006 gut gefallen. Und da ich mir Dosen nur nach Lust und Laune raussuche, gefallen mir die meisten auch heute noch ;)

Edit: Mein ältester Fund bisher war übrigens lustigerweise der meinen damaligen Homekoordinaten am nächsten gelegene Cache (<3km). Aus dem Jahr 2001 war der - auch heute noch aktiv.
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hcy
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von hcy »

Ich bin nach Deiner Liste Generation 2 und habe tatsächlich unter 1000 Funde. Ich cache nur noch selten, die meisten aktuellen Entwicklungen sind einfach nur nervig. OC.de ist noch eine nette Alternative, bei GC.com lege ich auch keine neuen Caches mehr.
"Good spelling, punctuation, and formatting are essentially the on-line equivalent of bathing." -- Elf Sternberg
"...- the old fashioned way (trads only, exceptions may appear)" -- HHL
baer
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von baer »

Deine Beobachtungen sind sehr subjektiv. Meine sind zum größten Teil konträr:
Rhönwanderer hat geschrieben:- 1stGen-Cacher haben zumeist unter 1000 Funde
Stimmt so nicht, wir sind ein Gegenbeweis und kennen noch etliche andere Beispiele.
- 1stGen-Cacher sind sogut wie auf keinem heutigen Event anzutreffen.
Auch das ist nicht ganz richtig. Wir gehen viel öfter auf Events als früher. Allerdings nicht auf jeden. Im 30-km-Umkreis gibt es wohl so im Durchschnitt alle 14 Tage ein Event und wir kennen Leute, die da überall hingehen. Das ist uns aber viel zu viel.
- 1stGen-Cacher hatten ihren letzten Fund im der Regel Mitte letzten Jahres oder gar noch früher.
Also die meisten Leute, die in etwa so lange dabei sind wie wir (oder länger) sind immer noch aktiv. Manche nicht mehr ganz so wie früher, aber immer noch aktiv. Jedenfalls machen fast alle keine monatlichen Pausen.
Events waren, wenn es denn hochkam, bis 2005 meist eine Sache von 10 Teilnehmern. Gelegentlich gab es Ausreißer nach oben, allerdings nicht häufig.
Das war bei den Events, auf denen wir waren, immer anders! So 30 bis 40 Leute waren auch damals schon normal. Man ist aber auch schon mal 60 bis 100 Kilometer für einen Event gefahren.
Wenn man vom berühmten GC77 absieht, dann sind Caches aus eben jener Zeit sogut wie gar nicht mehr da.
Auch das stimmt überhaupt nicht! Praktisch alle (!) Caches in unserer Region, die 2001 gelegt wurden, sind noch da. Einige wurden adoptiert, aber eben weitergeführt. Und es wäre ausnahmslos schade um die Locations.
Was bewegt die ersten Generationen dazu, mit dem Cachen aufzuhören? Krankheit, Alter und Tod oder wohlmöglich etwas anderes? Wir, die nachfolgenden Generationen?
Formulieren wir die Frage mal anders: Warum gefällt den ersten Generationen das Geocaching von heute nicht mehr so gut wie das von damals? Und dann ist - ich bin jetzt ganz ehrlich - Deine letzte Vermutung richtig.

Warum müssen heute so viele Caches in vermuggeltes Gebiet gelegt werden? Und warum werden sie dort auch noch "trickreich" versteckt? Warum kommt es so oft vor, dass ein Cache an ungeeignete Stelle gelegt werden, wenn 20 oder 30 Meter weiter ein viel besseres Versteck existiert? Warum gibt es kaum noch schöne längere Multis? Warum gibt es so viele unlösbare Mysteries?

Nehmen wir mal an, Geocaching hätte sich anders entwickelt und es gäbe zum größten Teil Caches von der Art, wie sie auch 2001-2003 gelegt wurden - nur vielleicht viel mehr davon. Kaum T5er, kaum Nachtcaches, kaum Lost Places (Hint: kaum ist ungleich keine). Es hätte nie Probleme mit dem Rest der Gesellschaft gegeben und würde es auch nie geben.

Und das Bescheuerte ist: Für solche Caches wäre immer noch mehr als genug Platz! Sie werden nur nicht gelegt, weil dann eh keiner dran geht. Und dafür lohnt sich der Aufwand nicht. Dann wird lieber ein Powertrail gelegt mit 40 Stationen an ungeeigneten Stellen und 2 Monate bzw. 500 Cacher später gibt es vorhersehbar Probleme.

Macht nur so weiter! Wenn Euer Hobby dann in 2 Jahren komplett verboten ist, und ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist, fangen wir, die alten Hasen, noch mal von vorne an. Und diesmal lassen wir Euch gleich von Anfang an nicht mitmachen und halten das auch durch... (OK, da geht grade die Phantasie mit mir durch... aber man darf ja mal ein wenig träumen...).
Guido-30
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Guido-30 »

Geocaching ist nun mal kein Hobby für jeden und das ist auch gut so. Manche hören deswegen nach ein paar Tagen, andere erst nach mehreren Jahren auf. In allen von Dir genannten "Generationen" gibt es deswegen Leute, die mit dem Cachen aus welchen Gründen auch immer aufgehört haben. Bei den früheren Cachern kommt halt noch dazu, dass sich das Hobby doch ordentlich geändert hat, was auch nicht jedem gefällt.

Was alte Caches betrifft: Wenn ich überlege, wie viele Caches, die in den letzten paar Jahren (teilweise sogar in der zweiten Hälfte des letzten Jahres) gelegt wurden, schon wieder von der Bildfläche verschwunden sind, dann haben bzw. hatten die früheren Caches eher eine lange Lebensdauer.

Und dass Dir nur selten Cacher über den Weg laufen, die schon länger als 10 Jahre dabei sind, liegt sicher daran, dass es halt damals nur sehr wenige Cacher gab und die deswegen natürlich heutzutage nur einen sehr sehr geringen Anteil an der gesamten Cachergemeinschaft haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein über den Weg laufender Cacher innerhalb der letzten 2 Jahre angefangen hat, ist halt wesentlich größer.

Ansonsten treffen auch bei mir Deine Behauptungen, die übrigens alle irgendwie zusammen hängen, nicht zu. Aber vielleicht liegt es ja daran, dass ich gar nicht zur ersten Generation gehöre. Zumindest nach Deinen Ermessen.
Rhönwanderer
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Rhönwanderer »

An dieser Stelle weitere Gedanken von mir.

Ich finde es wunderbar schön und klasse, dass immer noch alte Hasen am Cachen sind. Auch die alten Caches sind mehr als häufig ein Highlight. So häufig kommen sie dem am nächsten, was ich eigentlich Geocaching ist. Aber: Warum werden es weniger? Und damit meine ich nicht nur prozentual..Ausnahmen bestätigen die Regel, aber man merkt es, dass man von einigen Alt-Cachern, die noch 2011 unterwegs waren, nichts mehr zu hören ist.

Das "1stGen-Cacher waren/haben häufig" ist nur mein subjektives Empfinden. Ich frage aber in die große Runde: Warum ist es so? Warum werde ich das Gefühl nicht los? In dieser Diskussion lese ich zweierlei: Zustimmung und Kritik. Die Krtiker sind meist alte Hasen und auch heute noch aktiv. Einige alte Hasen stimmen jedoch auch zu. Ich möchte zu Bedenken geben, dass Alt-Cacher teilweise auch hier nicht mehr sind/sein können. Deren ansicht zu diesem Thema kennen wir gar nicht mal. Es könnte Zustimmung aber auch Verneinung sein. Ich deute es als Zustimmung, denn es geht ja um die Abwesenheit von dem Hobby.

Warum jedoch werden es weniger:
1. Alter, Krankheit, Tod. 2000 gab es den ersten Cache. Cacher der Generation sind nun, wenn dem so ist, 13 Jahre dabei. In 13 Jahren kann alles mögliche von Alter, Krankheit und Tod eintreffen. Ergo können sie nicht mehr das Hobby betreiben.
2. Unser Hobby entwickelt sich zu etwas, das den Erfahrenen nicht gefällt. Caches, die die Bevölkerung gegen uns aufbringen. Caches, die nicht mehr den Flair von dem verbreiten, wie es früher war. Möglicherweise einiges mehr.

Rhönwanderer
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von 8812 »

baer hat geschrieben:[...] Macht nur so weiter! Wenn Euer Hobby dann in 2 Jahren komplett verboten ist, und ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist, fangen wir, die alten Hasen, noch mal von vorne an. Und diesmal lassen wir Euch gleich von Anfang an nicht mitmachen und halten das auch durch... (OK, da geht grade die Phantasie mit mir durch... aber man darf ja mal ein wenig träumen...).
Diese Gedankengänge gefallen mir (Generation 1) ausgesprochen gut.

Frohes Jagen
Hans
sleidanus
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von sleidanus »

Jeder Jeck ist anders.

Hier mein Statement zur Diskussion: [url=http://coord.info/GC43J74]10 Jahre Sleidanus[/url] :p

Viele Grüße

Sleidanus

PS: herzlich willkommen!
Zuletzt geändert von sleidanus am So 24. Feb 2013, 10:30, insgesamt 1-mal geändert.
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The_Nightcrawler
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von The_Nightcrawler »

http://coord.info/GC38E6 ist der ältste in unserer Region und soweit ich weiss immer noch om Originalzustand.

Die Namen die 2002 und 2003 auftauchen, habe ich zum großen Teil noch nie gehört. Teilweise wurde auch nach nach einer Handvoll Caches aufgehört.

Ich selber bin seit Sommer 2010 dabei.

Das Witzige: Wenn nicht blöde Zufälle einen Streich gespielt hätten, könnte ich schon seit Frühsommer 2006 dabei sein. Auch wenns es jetzt möglicherweise etwas OT sein sollte.

Damals habe ich mit meinen beiden Windhunden, die immer auf sehr große Strecken bestanden ;) immer kilometerreiche Runden im ganzen Saarland ausgewählt, damit ich, als geschichtlich Interessierter dabei auch nicht zu kurz komme, habe ich immer Strecken ausgewählt, die an interessanten Stellen vorbeiführten, z.B. Die Anlage von Schloss Karlsberg bei Homburg, den Stumpfen Gipfel (auch dort), den "Hunnenring" von Otzenhausen, den Pfälzer Wald mit seinen Burgen etc etc.

Also die Hunde in den Kombi und los gings.
Damals hatte ich das Bedürfnis, die Routen vorab zu planen, damit man sich in relativ fremden Terrain nicht verlaufe, um irgendwann vor einem Knusperhaus zu stehen :D

Das war auch mit dem TomTom Go 900 möglich, allerdings hat mich die Akkulaufzeit nicht so sehr begeistert und ich habe mich im Internet nach den sogenannten "Outdoor-Navis" erkundigt.

Meine Wahl fiel dann auf das Garmin Geko 201, das günstigste damals. Ich wollte ja nicht gleich das Teuerste. In diesem Zusammenhang hatte ich zum ersten Mal das Wort "Geocaching" gelesen.

Wie es der Zufall wollte, habe ich das Gerät dann zu einem ersten Testlauf mit auf eine nahe Wanderung mitgenommen, in ein Gebiet, das bekannt ist für hundsmiserablen Empfang (wie ich heute weiss).

Fazit: 30 Minuten rumgerannt, ohne auch nur einmal Empfang zu bekommen.
Zu Hause angekommen habe ich das Teil enttäuscht eingepackt und wieder zurückgeschickt und habe dann weiterhin mit dem TomTom rumgerödelt. Auch ein paar Monate später auf dem 3-Tages-Trip auf dem Rheinsteig. (Einschalten dann halt nur bei Bedarf, ansonsten analoge Faltkarte).

Im Juli 2010 habe ich dann nach einem GPS-Tracker für meine Canon gesucht...und dieses seltsame Ding http://www.amazon.de/5400-GPS-Logger-So ... B003XQDQYU gekauft.

In diesem Zusammenhang hört ich wieder das Wort Geocaching und stiess dann auf GC.com, wo ich mich dann Ende Juli angemeldet habe.

Die Faszination war dann sogleich: Was ein Cache an dem Bunker, an dem wir als Kinder schon immer rumgeturnt sind....Faszinierend.....Etwa 14 Tage später ging es dann, bewaffnet mit einem GE Ausdruck und dem wunderlichen Tracker vor Ort, und diese mysteriöse Dose war auch gleich gefunden...zugegeben, mehr durch den Ausdruck und Ortskenntnis als durch Hilfe des Datenloggers mit seinen Leuchpfeilen, aber die Faszination, dass da an Orten, die ich schon seit Kindertagen kenne, diese wunderlichen Dinger liegen, war da...und es ist kein Ende in Sicht.

Das war jetzt ein wenig OT wie ich glaube, aber diese Geschichte ist mir grade wieder durch den Kopf gegangen...und möchte damit vielleicht ausdrücken, dass die Faszination, die dieses Hobby für mich ausmacht, auch wenn ich über 1000 Funde habe, weit nach 2000 dazugestossen bin und auch etliche Events besuche, nicht die des "Punktesammelns" ist, sondern immer noch dieses Mysteriöse, das Besuchen von interessanten Orten, aber auch das Lösen von Rätseln und natürlich die Wanderlust, die mich schon mein ganzes Leben begleitet (ohne die Enge eines Vereines).
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