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"Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehen.

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Zappo
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Zappo » So 27. Apr 2014, 09:41

Timo TA93 hat geschrieben:....Es sollte nicht um die Zahl der gefundenen Caches (Jahr oder gesamt) gehen, auch nicht wie lang man schon dabei ist. Entscheidend ist eher, wie viel Spaß einem das Hobby macht. ........
Spaß am Cachen: ungebrochen - 100 von ehemals 100
Spaß am Vorbereiten, Aussuchen: Wegen des vielen Mülls deutlich reduziert: 20 von ehemals 100
Spaß, zu den Geocacher zu gehören: Wegen der Unzahl derer, die das Hobby nur mit Lieblosigkeit ausüben: 2 von ehemals 100....

Gruß Zappo
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Rhönwanderer
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Rhönwanderer » So 27. Apr 2014, 15:50

Nachdem ich mal die Zeitalter neu sortiert habe, gibt es etwas, das mich bei meiner Ausführung noch nicht ganz befriedigt: Wie unterscheiden sich Cacher der ersten Stunden von denen, die später das Hobby entdeckt haben. Gibt es da Unterschiede oder haben diese ebenfalls alle möglichen Trends mitgemacht? Oder aber gibt es Cacher, die sich wie Cacher der ersten Stunde verhalten, aber später angefangen haben? Zeitalter und Cachermentalität/-verhalten hängen ja irgendwo miteinander zusammen.

Ich behaupte, dass Cacher der ersten Stunde das Hobby wesentlich erfürchtiger angehen, nicht einfach alle Trends mitmachen, da zu nennen wären: Matrix, FTF-Jagd, Punkte-Statistik,... Die, die nachfolgen, haben eine Dosenflut gelernt und machen zumindest in der Anfangszeit alles, was zu machen geht. Früher hat man sich überlegt, ob man für die Dosen viele Kilometer fährt oder nicht.

Silberkorn
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Silberkorn » So 27. Apr 2014, 16:04

Also ich bin im Sommer '03 eingestiegen und da war die FTF Jagd schon in vollem Gange.

Gruss aus dem Schwäbischen von Alex

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Zappo
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Zappo » So 27. Apr 2014, 16:22

Rhönwanderer hat geschrieben:...Ich behaupte, dass Cacher der ersten Stunde ......
Ich behaupte, daß es DIE Cacher der ersten Stunde genausowenig gibt wie DEN Cacher an sich.

Ich denke, es gibt Menschen, die das besitzen, was ich mal etwas fabulös "Cacherreflex" nennen will. Das heißt, mit dem ersten Kontakt mit dem Hobby und dem Begreifen dessen Möglichkeiten wird als langersehnte Chance wahrgenommen, daß es über dieses "Vehikel Cachen"möglich ist:

- mal die Lieblingswanderung/Lieblingslocations zu teilen
- Wissen und schöne/bemerkenswerte Stellen des HeimatortesRegion/woauchimmer anderen mitzuteilen
- anderen ein Erlebnis im Sinne von origineller Unterhaltung o.ä. zu bereiten

und und und....

- und das natürlich verknüpft mit einer hobbytypischen Freude am Bessermachen, möglichst-viel-für-die-anderen-"rausholen"
und Liebe und Mühe reinstecken - sowohl beim Legen als auch beim Pflegen.
- und mit dem Nebeneffekt, bei lobenden Logs der richtigen Leute ein ganz klein wenig stolz zu sein :blush3:

Reflex deswegen, weil das eigentlich selbstverständlich ist.

Und das kann auf einen Menschen zutreffen, der seit 2001 Dosen legt genauso wie auch auf jemanden, der gerade zuhause sitzt und sein erstes Listing schreibt.

Das ist ein Cacher.

Gruß Zappo
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BenOw
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"Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehen.

Beitrag von BenOw » So 27. Apr 2014, 16:37

Zappo hat geschrieben:Ich behaupte, daß es DIE Cacher der ersten Stunde genausowenig gibt wie DEN Cacher an sich.
Dem stimme ich zu.
Zappo hat geschrieben:[Definitionen/Beispiele]
Das ist ein Cacher.
Dann bin ich keiner. :)

Ne, ich denke auch, dass die grundsätzliche Einstellung unabhängig vom Einstiegszeitpunkt ist - und sich sogar im Laufe der Zeit ändern kann (ja, ich habe Zappos "und und und" gelesen). Aber: wäre wieder mal Zeit für eine soziologische Bachelor-/Diplom-/Master-/Dr.-Arbeit, die das auf vernünftiger Grundlage behandelt und nicht nach Gefühl... :D


EDIT: quote-Tags repariert.

Rhönwanderer
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Rhönwanderer » So 27. Apr 2014, 17:19

Der "Cachereflex" scheint aber bei so manchem verloren gegangen zu sein.

Jeder Cache hat an und für sich irgendwo einen Sinn - und sei es, den Tretminenacker oder die Pinkelecke von Hintertupfingen zu zeigen. Da aber wird es für mich schon wieder kritisch. Muss es unbedingt diesen Cache geben? Entweder hat Hintertupfings Tradi-"Sightseeingtour" die Jahre nicht überlebt oder früher wurden Dosen nur dort gelegt, wo sie es wert waren: Burgen, Höhlen, Aussichten, 1000jährige Linde, Lourdesgrotte,... Die Morsixregeln http://wiki.opencaching.de/index.php/Morsix-Regeln besagen eigentlich ziemlich eindeutig, wie ein Cache sein soll.

Vielleicht ist es die Tradi-Serie, die Statistik-Runde, die diesen Gedanken mit jeder neuen Veröffentlichung vernichtet, aber wenn man mit schlechtem Beispiel voran geht, ist es kein Wunder, dass die Neulinge es nicht besser wissen können, und der in ihnen vorhandene Cachereflex wird gelöscht.

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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von eifriger Leser » So 27. Apr 2014, 17:23

Wer fängt heute noch mit kartemlosen GPS und Bleistift an? Wer sucht alle paar Tage 1-2 Dosen mit Hilfe eines Papierausdrucks? Der Einstieg ins Hobby verlief früher viel langsamer und die Grundinteressen der Leute lagen enger bei einander. Das Thema 366 bzw. 81 Matrix war nicht präsent zumal es aufgrund der geringen Dosendichte gar nicht realistisch war sich mit ihr überhaupt zu beschäftigen. Gründe sich eine UV-Lampe, Watthose, Kletterausrüstung, etc zu kaufen gab es lange Zeit eigentlich keine. Bei Dosenverstecken wurde mehr improvisiert und nicht so sehr auf fertige Lösungen zurückgegriffen.
Wer die alte Zeit nicht mitbekommen hat und sie ein wenig nachempfinden will, dem empfehle ich als Experiment mal für 1 Monat ganz oldschool zu suchen und sich an der Dosendichte von z.B. 2006 zu orientieren, d.h. neuere Dosen einfach mal zu ignorieren.
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von friederix » So 27. Apr 2014, 18:02

eifriger Leser hat geschrieben:Wer fängt heute noch mit kartemlosen GPS und Bleistift an?
Kannste machen. Kannst auch Amerika neu entdecken.
Darfst Dich nur nicht wundern, wenn es da schon ein paar Amerikaner gibt. ;)

Nee, im Ernst.
Der Zenith des Geocaching scheint mir überschritten.
Jeder, der bis heute nix davon gehört hat, wirde es auch nicht mehr mitbekommen.
Der Coolnessfaktor ist sowieso weg, also kann man auch keinen Stammtisch mehr damit beeindrucken.

Meine Hoffnung:
In 5 Jahren sind wir wieder auf dem Stand von 2008; Tendenz abnehmend.
Laßt die Leute Munzee, Ingress oder sonstwas spielen, dann haben wir unsere Ruhe.

Gruß friederix
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!

Schrottie

Re: AW: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen

Beitrag von Schrottie » So 27. Apr 2014, 18:39

eifriger Leser hat geschrieben:Wer sucht alle paar Tage 1-2 Dosen mit Hilfe eines Papierausdrucks?
Radioscout. Wenn der Papierausdruck von einem PMOC ist und im Mülleimer lag.

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Re: AW: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen

Beitrag von argus1972 » So 27. Apr 2014, 19:04

friederix hat geschrieben: Meine Hoffnung:
In 5 Jahren sind wir wieder auf dem Stand von 2008; Tendenz abnehmend.
Laßt die Leute Munzee, Ingress oder sonstwas spielen, dann haben wir unsere Ruhe.

Gruß friederix
Dein Wort in Gottes Ohr.
Der Hoffnung kann ich mich uneingeschränkt anschließen!
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

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