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"Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehen.

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Cachebär
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Cachebär » So 24. Feb 2013, 16:26

Was müsste passieren, damit es wieder zu einem Back-to-the-roots kommt?
Diese Frage, die man in dieser und ähnlicher Form immer wieder von diversen Schreibern lesen muss, ist nun wirklich albern ! Vor 20 Jahren war Deutschland führend im Welt-Tennis und überall wuchsen die Tennisplätze aus dem Boden wie Unkraut. Heute ist es hierzulande wieder nur eine Nieschensportart.
Solche Trends, egal ob Hobby oder Sport, sind mit normalen Mitteln nicht steuerbar, schon garnicht von gewöhnlichen Usern (Spielern).
G$ hätte als Pseudomonopolist die Macht, aber weder die Kraft, noch den Verstand dazu. Im Gegenteil, ein Aufbegehren gegen die G$-Machenschaften (hirnloses Archivieren, Massenaufrufe...) werden auch gerne mal mit einem Rausschmiss belohnt.

Einzig eine Neudefinition mit liberalen Regeln (wenn überhaupt) auf einer anderen Plattform (zB. Extremcaching.de) kann etwas ändern, aber eben nur für Dich selber als wechselnden Cacher, nicht für die gesamte Gemeinschaft und schon garnicht für die G$-Gemeinde.
LG, Thorsten

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König Moderig
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Re: AW: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen

Beitrag von König Moderig » So 24. Feb 2013, 17:08

friederix hat geschrieben:
Rhönwanderer hat geschrieben: Was müsste passieren, damit es wieder zu einem Back-to-the-roots kommt?
Nichts!
Weil das gar nicht mehr geht.

Geocachen ist inzwischen mittels Apps und sonstigem Schnickschack dermaßen perfektioniert und automatisiert, dass von den "Roots" nix mehr übrig ist.
Das ist doch Unfug. Es ist genau so viel von den Wurzeln übrig, wie du zulässt. Geocaching macht sich jeder selber kaputt.

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DerPate
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von DerPate » So 24. Feb 2013, 17:29

baer hat geschrieben: Formulieren wir die Frage mal anders: Warum gefällt den ersten Generationen das Geocaching von heute nicht mehr so gut wie das von damals? Und dann ist - ich bin jetzt ganz ehrlich - Deine letzte Vermutung richtig.

Warum müssen heute so viele Caches in vermuggeltes Gebiet gelegt werden? Und warum werden sie dort auch noch "trickreich" versteckt? Warum kommt es so oft vor, dass ein Cache an ungeeignete Stelle gelegt werden, wenn 20 oder 30 Meter weiter ein viel besseres Versteck existiert? Warum gibt es kaum noch schöne längere Multis? Warum gibt es so viele unlösbare Mysteries?

Nehmen wir mal an, Geocaching hätte sich anders entwickelt und es gäbe zum größten Teil Caches von der Art, wie sie auch 2001-2003 gelegt wurden - nur vielleicht viel mehr davon. Kaum T5er, kaum Nachtcaches, kaum Lost Places (Hint: kaum ist ungleich keine). Es hätte nie Probleme mit dem Rest der Gesellschaft gegeben und würde es auch nie geben.

Und das Bescheuerte ist: Für solche Caches wäre immer noch mehr als genug Platz! Sie werden nur nicht gelegt, weil dann eh keiner dran geht. Und dafür lohnt sich der Aufwand nicht. Dann wird lieber ein Powertrail gelegt mit 40 Stationen an ungeeigneten Stellen und 2 Monate bzw. 500 Cacher später gibt es vorhersehbar Probleme.

Macht nur so weiter! Wenn Euer Hobby dann in 2 Jahren komplett verboten ist, und ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist, fangen wir, die alten Hasen, noch mal von vorne an. Und diesmal lassen wir Euch gleich von Anfang an nicht mitmachen und halten das auch durch... (OK, da geht grade die Phantasie mit mir durch... aber man darf ja mal ein wenig träumen...).
Einigen der Argumente von baer kann ich mich teilweise bis ganz als "Cacher der 2. Generation" (laut Rhönwanderer) mit weniger als 1.000 Funden (knapp 100 muß ich auch immer noch irgendwann online nachloggen, aber den Ownern werden dafür regelmäßig direkte Danksagungen/Komplimente ausgesprochen :ops: ) anschließen, nur einige der Schlußfolgerungen kann ich nicht vollumfänglich teilen bzw. habe vielleicht einfach persönlich andere Konsequenzen gezogen:

Es gibt auch heute noch - sogar nagelneue - schöne, längere Multis, lösbare, faire Mysterys und Finals an tollen Orten, ... einfach Caches, die auf die eine, die andere Art oder am besten gleich durch mehrere Aspekte überzeugen, es ist nur ein wenig schwieriger geworden, sie zu identifizieren und die Masse als auch die quantitative Aufmerksamkeit (allerdings weniger die qualitative !) der Massen liegen zugegebenermaßen augenscheinlich Schwerpunktmäßig woanders.

Aber auch als Owner lohnt es sich heute noch, solche Caches zu legen, wenn man lieber weniger aber dafür reflektierte und reflektierende Logs lesen mag. Viele meiner Caches mit durchschnittlich 1-10 Funden pro Jahr machen mir erheblich mehr Freude, als diejenigen mit Dutzenden - Hunderten an Funden pro Jahr.

DerPate.

P.S.: Neue Dosen dann einfach nicht mehr unbedingt auf deutschem Boden zu platzieren, hat mir zumindest in den letzten Jahren tendentiell auch wieder deutlich mehr Freude als Cache-Owner bereitet ;)
Never mess with a geocacher, they all know the best places to hide a body.

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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von baer » So 24. Feb 2013, 17:40

Cachebär hat geschrieben:Einzig eine Neudefinition mit liberalen Regeln (wenn überhaupt) auf einer anderen Plattform (zB. Extremcaching.de) kann etwas ändern
Noch liberaler??? :???:

Ich sehe das - wie vorher schon dargelegt - genau umgekehrt.

Gäbe es strengere Regeln, gäbe es nicht so viele schlechte Caches und auch nicht so viel Ärger mit anderen Personengruppen.

Der Eindruck, dass es vor ca. 10 Jahren "liberale" Regeln gab, ist ein Irrtum. Das geschriebene Regelwerk war damals kleiner, aber weil es so wenige Cacher gab, gab es sowas wie "gegenseitige soziale Kontrolle", die "Auswüchse" verhinderte. Man hätte sich einfach nicht getraut, solche Caches zu legen, wie sie heute die Landkarten "verstopfen"...

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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Trracer » So 24. Feb 2013, 17:57

Rhönwanderer dich täuscht deine Wahrnehmung. Es unterscheidet sich nichts zwischen der ersten Generation und heutigen Geocachern. Es gab genauso viele Deppen, wie es Leute gibt die menschlich voll in Ordnung sind. Nur das alles in verminderter Anzahl. Daher gibt es vermutlich annähernd gleiche Prozentzahlen von Leuten die damals aufgehört und heute aufhören.

Was mir bei der Generation aufgefallen ist, dass sie es nicht geschafft haben unser Hobby nachhaltig zu prägen und in die für Sie richtigen Bahnen zu lenken. Was wäre wohl passiert, wenn man mit guten Beispiel vorangegangen wäre und nachfolgende Generationen bei der Hand genommen hätte, anstatt unter dem Radar abzutauchen und sich dann in Foren zu aufzuregen, dass früher alles besser war? Früher gab es undichte Dosen mit schimmligen Logbüchern, interessante Orten wurden einem auch nicht immer gezeigt und wenn mal jemand 10 Dosen in einem Stück gelegt hat, dann wurde er auch beschimpft, es gaben Fehden und Bündnisse. Also alles wie heute nur wesentlich überschaubarer und lenkbarer.

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Crazy Cat Guy
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Crazy Cat Guy » So 24. Feb 2013, 18:33

Cachebär hat geschrieben: Einzig eine Neudefinition mit liberalen Regeln (wenn überhaupt) auf einer anderen Plattform (zB. Extremcaching.de) kann etwas ändern, aber eben nur für Dich selber als wechselnden Cacher, nicht für die gesamte Gemeinschaft und schon garnicht für die G$-Gemeinde.
Sofern ich als subordinierter Cacher der 3. bzw 4. Generation überhaupt das Recht habe gegenüber den Silberrücken etwas zu sagen weil ich wahrscheinlich auf Grund mangelnder Erfahrung sowieso keinerlei Ahnung habe, aber das letzte was wir brauchen sind "marktkonforme Regeln". Was das bringt sehen wir ja gerade in der Politik (Ja, manchmal passiert auch etwas ausserhalb des Cachens). Die heutige Situation ensteht aus der Tatsache, dass einige Leute beim Suchen oder Legen eines Caches das Gehirn vergessen. Jeder hat für sich die Weisheit mit Löffeln gefressen und alles was davon abweicht ist sch...e, seien es Mysteries, T5 oder was auch immer. Es werden je nach Belieben komplette Wälder sinnlos mit Dosen zugepflastert und sich dann gewundert wenn andere sich durch Dutzende Cacher pro Tag gestört fühlen, die mehr Schaden anrichten als eine Rotte Wildschweine. Es muss die dreiundzwanzigste vertikale Leitplanke auf engstem Raum gelegt werden um das Ego von einigen wenigen zu pflegen. In unserer neoliberalen "marktkonformen" Gesellschaft kämpft Jeder gegen Jeden und dies sieht man auch eindeutig bei Cachern.

Was dagegen hilft? Selberdenken, den Mist einfach liegen lassen und beim Auslegen von Dosen einfach mal auch an Andere denken. Weil Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.

Allergiewarnung: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus oder Ironie enthalten!
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Re: AW: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen

Beitrag von friederix » So 24. Feb 2013, 18:57

König Moderig hat geschrieben: Das ist doch Unfug. Es ist genau so viel von den Wurzeln übrig, wie du zulässt. Geocaching macht sich jeder selber kaputt.
Das würde ich auch liebend gerne glauben...
Du kennst das Spiel der Großväter?
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!

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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Zappo » So 24. Feb 2013, 19:31

Trracer hat geschrieben:....Was mir bei der Generation aufgefallen ist, dass sie es nicht geschafft haben unser Hobby nachhaltig zu prägen und in die für Sie richtigen Bahnen zu lenken. Was wäre wohl passiert, wenn man mit guten Beispiel vorangegangen wäre und nachfolgende Generationen bei der Hand genommen hätte.........
Irgendwie sehe ich da ein wenig eine Diskrepanz zwischen der Forderung, mit "gutem Beispiel" (was immer das auch sein möge) voranzugehen und den Aussagen, daß man Qualität nicht definieren, beschreiben kann und überhaupt jeder machen soll, was er will. Wenn man mit guten Beispielen vorangehen soll, sagt das ja explizit aus, daß es guten Beispiele geben muß - also ist Qualität doch definierbar und es soll nicht jeder machen, was er will. Ja was jetzt?
:D :D :D :D

Also ICH kann als Quereinsteiger sagen, daß bei "uns" in weiten Teilen in der Pfalz sinnvolle Boxen gelegt wurden - von Anfang an - und daß sich das in die "nächsten Generationen" fortgesetzt hat - zum Teil bis heute noch - toitoitoi - den "Alten" und der Landschaft sei es gedankt.

Der Versuch zu "prägen", die nächsten Leute an die Hand zu nehmen und/oder irgendwie zu definieren, wie man es denn gerne zum Wohle des Hobbies hätte, wurde allerdings in den Foren übelst abgebügelt. Man kann der Meinung sein, das war damals der falsche Weg, eine zu strenge Definition, ein wenig zusehr am Markt vorbei. Heute wissen wir, das war vorausschauend und alles, was damals als Fehlentwicklung vermieden hatte werden sollen, ist trotz allen Beschwichtigens der Leute eingetreten - doppelt und dreifach.

Von den entsprechenden "Erstsemester" sind dann eben einige abgebröckelt, auf andere Plattformen abgewandert oder haben aufgehört. Und es sind DIE geblieben, die es fertiggebracht haben, das Ganze als "User" zu sehen, ihr eigenes Ding zu machen, die Ihnen entsprechenden Dosen zu suchen und es ansonsten durch übermenschliche Willenanstrengung -grins- hingekriegt haben, den Denkapparat abzustellen, die Illusion der gemeinsamen Interessen zu begraben und das Wissen um die Übernahme des Hobbys durch Briefmarkensammler zähneknirschend zu verdrängen.

Was für Leute, die sich in ihrem Hobby engagieren, und eine gewisse Vorstellung haben, warum wir das machen und was für fantastische Möglichkeiten bei einigermaßen regelgerechter Ausübung das Hobby bietet, ein enormer Rückschritt darstellt.

Geht mir auch so. Ich mach halt mit. Engagement für die Sache hat man mir abgewöhnt. Unter anderem hier.

Gruß Zappo
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roterzille
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von roterzille » So 24. Feb 2013, 19:51

Die Diskussion dieser Wahrnehmung kann ich nur schwer nachvollziehen......es geht letztendlich wieder um die Qualität/Quantität der Caches und endet wie bei sovielen Threads derzeit mit dem Verhalten der Reviewer.
Das dumme an der ganzen Geschichte ist nur wie will man das wieder in geordnete Bahnen kriegen.....
Mein Vorschlag wäre einen bestimmten Prozentsatz je Cacheart in einem 100km Quadrat(ähnlich UTM-Gitter)zulassen. Aber das wird nur ein frommer Wunsch sein......stattdessen gibt es immer mehr Leitplanken und Haltestellencaches. Solange daß so bleibt werden auch immer mehr Altcacher, egal welcher Generation, ihren eigenen Weg gehen egal wie der für jeden einzelnen aussieht.

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Taximuckel
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Re: "Ich sag leise Servus" - Cacher erster Generationen gehe

Beitrag von Taximuckel » So 24. Feb 2013, 20:43

Moin,
feinsinnige hat geschrieben:Von den Geocachern aus der ersten Generation spielen (von den Süchtigen abgesehen) die meisten nur noch auf niedrigem Niveau mit (bzw. auf einem Niveau, welches damals vermutlich normal war). Ich behaupte, dass die sich häufiger auf GC.com einloggen (und schnell wieder ausloggen) als Caches suchen. Vermutlich war damals (fast) jeder Cache eine Entdeckung (im Sinne der Location). Powertrails und PETlinge an beliebigen Orten (Leitplanken, Notrufsäulen, öffentliche Fernsprecher) gab es wohl noch nicht. Ach, das Spiel ist so gesehen kaputt!

f
könnte ich sein...
Bei mir in der Gegend kenne ich schon die meisten schönen Plätze und suche hier nur noch sehr sporadisch (und werde dann meistens auch noch enttäuscht...).
Wenn ich auf Dienstreise bin, gehe ich noch manchmal ein paar Tradis an. Aber selbst das macht schon keinen richtigen Spaß mehr!
Ich schaue jetzt schon speziell nach "alten" Caches mit 4-stelliger Code-Nummer bzw. nach welchen mit einer "1" vorne. Da erhoffe ich mir noch eher Qualität statt Massenware.
Wenn die Entwicklung so weitergeht, werde ich meinen "found"-Zähler wohl nicht mehr auf 1000 kriegen...

Gruß, Dirk ("nur" aus der 2.Generation...)

PS: Kaputt ist das Spiel wohl noch nicht. Aber auf dem besten Weg dahin! Den Zenit hat es so etwa 2009/10 überschritten, wo es in allen Medien wöchentlich irgendwo anders auftauchte und Handies GPS-fähig wurden...)
Intelligenz ist wie ein Floh: Springt von einem zum anderen, aber beißt nicht jeden...

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