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Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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HansHafen
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von HansHafen » Di 26. Feb 2013, 11:30

badnerland hat geschrieben:
ixoxo hat geschrieben:Und wieder ein Sieg der Ökofaschisten!
Das Negativpublikum, welches Powertrails anlocken, ist jetzt offenbar auch schon bei Threads über Powertrails zu finden. :irre:

Das Problem hier ist meiner Meinung nach nicht, daß die amtlichen Naturschützer auf die Caches aufmerksam wurden - oder vielleicht auch aufmerksam gemacht wurden - und sie verhindert haben. Das Problem dabei ist, daß eine solche Reaktion mit einem fetten PT und einem erwarteten bis erhofften Massenansturm ganz direkt herausgefordert wird.

Und das noch viel größere Problem ist, daß diese Reaktion verbrannte Erde hinterläßt - nicht nur vor Ort (es dürfte klar sein, daß dort jetzt jeder harmlose neue Tradi kritisch von den Naturschützern beäugt wird?), sondern auch als Imageschaden fürs Geocaching insgesamt.

Und das ist es eben, was mich bei solchen Geschichten richtig ärgert: Der Egoismus dahinter. Hauptsache schneller Spaß, nach mir die Sintflut. Ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit, und auch ohne Rücksicht auf die Cacherkollegen jenseits der PT-Fanfraktion.
Volle Zustimmung!

Sicher kommen Leute mit Sprüchen wie:
  • Mit hat keiner zu sagen wie ich zu cachen habe
  • ich sag Euch ja auch nicht wie Ihr zu cachen habt
  • leben und leben lassen
  • Geocaching ist so vielseitig... blablabla... kann doch jeder seine Sache machen
Und so weiter. Sicher ein Stück weit korrekt. Nur etwas zu kurz gedacht.

"Die eigene Freiheit endet da wo die Freiheit des Anderen beginnt"

Das beschreibt es recht gut. Jeder sollte tun und lassen können was und wie er will. Nur eben sollte man diese Freiheit seinem Gegenüber auch zugestehen. Und wenn durch die eigenen Handlungen die Freiheit seiner Mitmenschen beschneidet - dann sollte man soviel Anstand und Verantwortungsgefühl haben sich etwas einzuschränken.

Lässt sich ja an diesem PT-Beispiel gut erkennen: Man muss den Owner nicht mal böse Absicht unterstellen. Vielleicht ist Statistik eben deren Haupthobby und sie wollen Gleichgesinnte bedienen. Nur bewegen Sie sich denn noch im Rahmen Geocaching, und jegliche Aktion in diesem Rahmen wird dann nicht auf die Statistikfraktion zurückverfolgt, nein Geocaching insgesamt wird zu Verantwortung gezogen.

Auch Max Mustermann, der ab und zu gerne draußen in der Natur unterwegs ist, hier und da einen netten Cache machen möchte - das muss der genauso dürfen. Wenn aber allerorts die Verantwortlichen wegen der ganzen PTs schon auf Krawall gebürstet sind, wird das immer schwerer.

Anderes Beispiel: LostPlaces - einige sehen sich da vorsichtig mal um, ganz unauffällig und möchten das in Zukunft auch gerne weiter tun (ob Geocaching dazu der richtige Rahmen ist, das ist genauso von vielen umstritten) aber einige nehmen es sich eben heraus auf LPs wild rum zu randalieren, rennen da halb besoffen rum, lassen sich von der Polizei rausziehen - und schon ist der Imageschaden für Geocaching wieder da. Nicht nur die LostPlace-Liebhaber sind betroffen, Geocaching insgesamt steht dann am Pranger, weil die Presse und viel Verantwortlichen nicht differenzieren können bzw. schlich nicht ausreichend informiert sind und auch teilweise kein Bestreben haben zu recherchieren.

Aber es ist nur zu verständlich - diese "Nach mit die Sintflut"-Leute gibt es überall, wieso nicht auch hier, wenn Geocaching in der "Mitte der Gesellschaft" angekommen ist. Denn der Typ, den ich neulich traf, der seinen Müll auf den Parkplatz warf - als ich ihn ansprach sagte "Wieso, machen doch eh alle, da macht das doch auch nix" - wenn der Geocachen geht oder ginge, dann ist nicht zu erwarte, dass er ein komplett anderer Mensch wird. Leider.

BG
HansHafen
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von frankm » Di 26. Feb 2013, 11:32

derabrocker hat geschrieben:Moin

Schon seltsam,dass eine "Behörde" oder ein Zweckverband sich einen Account bei GC.com anlegt und sofort weiß,wie man mit einem "normalen" Account bei einem PMO Cache eine Note postet....
P.S:Eine Sockenpuppe kann sich Jeder erstellen :D
P.P.S:Der Sattel zum weiter auf dem Thema "herumreiten" kann bei Bedarf bei mir abgeholt werden :roll:
in Behörden arbeiten doch auch nur Menschen, warum sollte da gerade KEIN Geocachen drunter sein?



ach ja, "Selbstreinigung" ... habt ihr letztes Jahr bei ZdM auch so ne Welle draus gemacht?

... ich hätte mich auf diese Runde gefreut, in guter Gesellschaft ist Erbsensuppe nicht schlechter als "Hochzeitsessen" ...
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von GEOrge LuCACHE » Di 26. Feb 2013, 11:37

Börkumer hat geschrieben:
GEOrge LuCACHE hat geschrieben: Und diese moralinsauren Bedenkenträger und Wichtigtuer und Bessercacher wurden jetzt noch durch die Archivierung in ihrem Tun bestätigt.
Wenn die Owner gewissenhaft gehandelt hätten und diese Runde bedenkenlos gemacht werden könnte, hätten sie sich mit dem Zweckverband abgesprochen und nicht einfach einen Monat Arbeit sofort archiviert.
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HansHafen
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von HansHafen » Di 26. Feb 2013, 11:55

GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Da haben doch jetzt haufenweise Leute Notes und NAs geloggt, die weder den PT noch die Gegebenheiten vor Ort kannten und die einfach nur was gegen diese 300+ hatten. Weil: Das muss ja ein umweltzerstörender Monstercache sein. Vielleicht lagen die Petlinge ja auch alle 0,5-1m neben dem Weg, wie das bei solchen Runden so üblich ist.*

Und diese moralinsauren Bedenkenträger und Wichtigtuer und Bessercacher wurden jetzt noch durch die Archivierung in ihrem Tun bestätigt.
Moin,

auch wenn es dich schmerzt, "diese moralinsauren Bedenkenträger und Wichtigtuer und Bessercacher" haben das gleiche Recht an dem Hobby Geocaching wie du auch. Wieso sprichst du Ihnen das Recht ab, sich aufzuregen (genau wie du) wenn sie jahrelang dieses Hobby ausüben und nun ein paar Hansel ankommen und sie wie der Elefant im Porzellanladen aufführen und somit das Hobby wie sie es kannten beschädigen, verändern und in Verruf bringen.

Da haben sie IMHO genauso das Recht mal "Hey, Moment mal..." zu sagen, wenn wieder so demonstrativ Tatsachen geschaffen werden.

Aber nach deiner Meinung ja nicht? Du diskreditierst hier solche Leute nur, machst sie lächerlich, zu Gespött, versuchst es zumindest mit deinen immer gleichen Formulierungen.

Und da sind wir schon wieder bei dem was ich oben sagte: Wenn es um die eigenen Freiheiten geht, dann ist man schnell am schrei(b)en, beschimpfen und insgesamt am Austeilen. Wenn es um die Freiheiten der anderen geht (die man gerade beschneidet um eigene Interessen durchzusetzen) dann sind das auf einmal die Komischen, die Blöden, die Spießer, die einem keine Freude lassen wollen, die die eigene Freiheit bedrohen.

Was wollen die überhaupt? Hier komm ich, Platz da, kusch kusch.

BG
HansHafen

PS: Und wer sagt, dass das was "bei solchen Runden so üblich ist" nun richtig und toll ist? Vielleicht wollen die Zuständigen vor Ort einfach generell nicht einen solchen Durchsatz in ihrem Gebiet haben? Vielleicht haben die keinen Bock "Petlinge ja auch alle 0,5-1m neben dem Weg" zu haben. Aber vorsichtshalber hat man die erstmal nicht gefragt...
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von KreuterFee » Di 26. Feb 2013, 12:00

Wer ist den die "Öffentlichkeit"?

Anstatt zu überzeugen und sich inhaltlich mit den Owner auseinanderzusetzen, werden hier ,wie übrigends auch durch Eigengott, einfach Fakten geschaffen, wo ist den die Grenze, jetzt ist es ein Powertrail, morgen der T5 in meiner Homezone und übermorgen der D5 Mystery.

Hm, vielleicht kann man beim nächstenmal ja noch etwas nachhelfen, falls man nichts zum beanstanden findet, könnte man ja vorsorglich noch ne Station mit einem Nagel im Baum zwischenmogeln, der Zweck heiligt ja die Mittel.
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD

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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von Zappo » Di 26. Feb 2013, 12:43

KreuterFee hat geschrieben:...Anstatt zu überzeugen und sich inhaltlich mit den Owner auseinanderzusetzen, werden hier ,wie übrigends auch durch Eigengott, einfach Fakten geschaffen, wo ist den die Grenze, jetzt ist es ein Powertrail, morgen der T5 in meiner Homezone und übermorgen der D5 Mystery........
...und überübermorgen meine Letterboxen und Wandercaches. Die Tatsache ist richtig - es genügt ein Anstupsen auf Reviewerebene o.ä. , damit ein Cache weg ist. Das war aber immer so - damit muß man wohl leben.

Aber daß DIE Abteilung Leute, denen man jahrelang zugerufen hat "Das ist nicht gut, was Ihr macht" und die trotzdem weitermachten und es immer weiter übertrieben und ausreizten, obwohl man sehenden Auges in die Problematik reinrannte - und die zwischenzeitlich nix besseres zu tun hatten, als die Mahner als alles mögliche zu beschimpfen - jetzt ausgerechnet jetzt einen auf Corpsgeist und Zusammenhalt machen, halte ich den doch ein wenig dreist. (Ich meine jetzt nicht Dich). Da schimpft jetzt der, der sich freiwillig und ohne Not sich aus dem Nest begeben hat, den, der drauf aufmerksam macht, Nestbeschmutzer.

Und überzeugen? Von was? Was braucht man noch?
Locationlose, nur auf Punkte und Rekorde abzielende Powertrails sind kein Geocaching. Das steht anders in den Regeln - da wird sogar darum gebeten, genau das NICHT zu machen. Warum kann man das nicht berücksichtigen? Und wenn man unbedingt sowas machen will - warum dann unter dem Namen Geocaching? Weil die Cacher zu zerstritten und/oder zu blöd sind, sich zu wehren?

Daß das zwischen den einzelnen "Fraktionen" nicht ewig gutgeht, war ja zu merken - dazu sind die Unterschiede einfach zu groß. Der Graben existiert - ob man den zugeschüttet bekommt - ich weiß es nicht. Der Grund ist m. E. die Nichtvorgaben oder die (für deutsche Haarspalter-Cacher) zu wenig definierten Regeln von GC.

Uneinsichtig sind beide Seiten - die eine Seite zurecht :D - zumindest meiner Meinung nach. Da hab ich nie einen Hehl draus gemacht. Und das werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht.
NUR - Es gibt wenig Sinn, hier jetzt nach Gutdünken und persönlichem Gusto die Archivierung von jenem und diesem zu fordern, von T5 weil ich nicht schwindelfrei bin, von Padeelcaches, weil mein Boot abgesoffen ist und von Zappos Letterboxen, weil der ein Depp ist.

Nein - Die Aufgabe wäre, mal intern zu klären, was ok ist und was nicht - und sich dran zu halten. Das wird aber nicht passieren - das ist in der Vergangenheit unendliche Male versucht worden. Solange wird man aber solche Dispute aushalten müssen.

Gruß Zappo
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von steingesicht » Di 26. Feb 2013, 12:45

HansHafen hat geschrieben: Aber es ist nur zu verständlich - diese "Nach mit die Sintflut"-Leute gibt es überall, wieso nicht auch hier,
Und wie andereswo, wird dann auch hier gerne mit einem unterstellten (oder von mir aus auch tatsächlichem) "Gutmenschentum" der Kritiker versucht die eigene Rücksichtslosigkeit zu relativieren.
Bild Bild Bild
T5 war gestern - Ächte Männer loggen DNF! Bist auch Du hart genug?

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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von GEOrge LuCACHE » Di 26. Feb 2013, 12:48

HansHafen hat geschrieben:
GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Da haben doch jetzt haufenweise Leute Notes und NAs geloggt, die weder den PT noch die Gegebenheiten vor Ort kannten und die einfach nur was gegen diese 300+ hatten. Weil: Das muss ja ein umweltzerstörender Monstercache sein. Vielleicht lagen die Petlinge ja auch alle 0,5-1m neben dem Weg, wie das bei solchen Runden so üblich ist.*

Und diese moralinsauren Bedenkenträger und Wichtigtuer und Bessercacher wurden jetzt noch durch die Archivierung in ihrem Tun bestätigt.
auch wenn es dich schmerzt, "diese moralinsauren Bedenkenträger und Wichtigtuer und Bessercacher" haben das gleiche Recht an dem Hobby Geocaching wie du auch. Wieso sprichst du Ihnen das Recht ab, sich aufzuregen (genau wie du) wenn sie jahrelang dieses Hobby ausüben und nun ein paar Hansel ankommen und sie wie der Elefant im Porzellanladen aufführen und somit das Hobby wie sie es kannten beschädigen, verändern und in Verruf bringen.

Da haben sie IMHO genauso das Recht mal "Hey, Moment mal..." zu sagen, wenn wieder so demonstrativ Tatsachen geschaffen werden.
Und genau so haben sie das Recht, darauf ein Echo zu bekommen.
Und da sind wir schon wieder bei dem was ich oben sagte: Wenn es um die eigenen Freiheiten geht, dann ist man schnell am schrei(b)en, beschimpfen und insgesamt am Austeilen. Wenn es um die Freiheiten der anderen geht (die man gerade beschneidet um eigene Interessen durchzusetzen)
Wessen Freiheiten wurden noch mal durch diesen temporären PT beschnitten?
Hier sind alle immer ganz groß im "Teufel an die Wand malen", aber wirkliche Beschneidungen nimmt die "Community" (LOL) am liebsten selbst vor.
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von ixoxo » Di 26. Feb 2013, 13:02

Zappo hat geschrieben: Nein - Die Aufgabe wäre, mal intern zu klären, was ok ist und was nicht - und sich dran zu halten. Das wird aber nicht passieren - das ist in der Vergangenheit unendliche Male versucht worden.
So ist es! Wie titelt Hans-Hermann Hoppe so schön? "Demokratie. Ein Gott der keiner ist."
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Re: Wo ist Eigengott, wenn man ihn braucht?

Beitrag von maierkurt » Di 26. Feb 2013, 13:06

GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Wessen Freiheiten wurden noch mal durch diesen temporären PT beschnitten?
Du willst es nicht verstehen, oder? Durch diesen PT wurden im Moment wohl noch keine Freiheiten beschnitten. So war es im Süden bei den Ehrentafeln genau so. Bis dann der Hammer "von oben" kam. Muss es denn immer erst so weit kommen?
Dein Avatarbild hast du dir wirklich passend ausgesucht.
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