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Geocaching ist tot

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Mama Muh
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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von Mama Muh » Do 18. Apr 2013, 14:32

MadCatERZ hat geschrieben:
Mama Muh hat geschrieben:
Bursche hat geschrieben:dass es nie wieder wird wie 2006.
Irgendwie tut es mir auch leid, dass wir/ich dazugestoßen sind/bin und euer schönes Spiel kaputt gemacht habe(n).
(Hier fehlt kein Ironie-Männchen.)
Das hat doch nichts mit dem Dienstalter zu tun, eher mit der Einstellung. Auch 2006 gab es Filmdosen,
ob es damals(TM) schon mehr Mikros als Regulars gab, wäre mal eine interessante Fragestellung
Ich meine nicht das Dienstalter. Offenbar gibt es Menschen, die etwas mehr auf der Suche sind. Sie finden frühzeitig neue Ideen und genießen es, etwas Ausgefallenes zu tun. Damit ist es vorbei, wenn die Idee bekannter wird. Stellt sich die Frage, ob die Pioniere eher aufhören, weil sie nichts besonderes mehr tun oder weil die Idee ihren Neuigkeitswert für sie selbst verloren hat.

In diesem Fall bin ich jedenfalls zu spät gekommen.
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MadCatERZ
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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von MadCatERZ » Do 18. Apr 2013, 14:40

Versteh' ich jetzt nicht, wieso sollten die Nachzügler irgendwas kaputt machen?
Das Spiel selbst hat sich nicht verändert, es geht immer noch darum, an die Dose zu gelangen und zu loggen.
Was sich verändert hat, sind die Spielgewohnheiten und -Geräte.

bebilix
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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von bebilix » Do 18. Apr 2013, 14:43

Für mich ist Geocaching nicht tot, solange ich Spaß daran habe. Allerdings werden hier in unserer Gegend doch noch viele sehenswerte Dosen in Small aufwärts gelegt (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Außerdem geht es mir wie Mama Muh, wir haben noch nicht soo viele "Dienstjahre" auf dem Buckel.

Aber passend zum Thema hier noch ein anderer Nachruf:

Karl Ranseier (* 3. Mai 2000 in Portland, Oregon; † 17. April 2013 in Berlin) ist tot. Der wohl erfolgloseste Geocacher aller Zeiten starb heute im Alter von 12 Jahren bei einer Cachingtour. Sein junges Leben wurde jäh beendet, als er sich bei einem längerem Multi verlief, dabei versehentlich in die Nähe eines Powertrails kam und von dosensuchenden Horden überrannt wurde. Seine sterblichen Überreste werden morgen im Rahmen eines Events in einer Lock-und Lock-Dose versteckt und beim nächsten Cito wieder eingesammelt.
Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt.

Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man vergisst, was man gelernt hat.

Holger 64
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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von Holger 64 » Do 18. Apr 2013, 14:48

Zappo hat geschrieben: Mir tuts auch leid - und zwar ewig und regelmäßig den ewigen abwegigen Vorwurf begegnen zu müssen, sich abgrenzen zu wollen und was gegen Newcomer zu haben. Wie kommst Du auf diese schmale Brett?
Gruß Zappo
Wenn man hier und anderswo mit liest, kann man immer wieder lesen, das diejenigen die von Anfang an dabei sind, den goldenen Zeiten des Anfanges nachtrauern. Das es bis 2000 sonstwas noch schick war und nicht so viel Idioten und Vollhorste unterwegs waren. Das der elitäre Beginnerkreis diejenigen sind, welche das Hobby einzig und alleine so betreiben, wie es geplant war. Und das es, seit es immer bekannter wird, auch immer mehr den Bach runter geht.
Das die unwissenden Neulinge sowieso nur noch Filmdosen werfen, durch unvorsichtiges Handeln immer mehr Dosen verschwinden, das früher nie so viele TB`s verschwunden sind usw..
Wer da etwas zwischen den Zeilen liest, bekommt schnell mit, das daran nur die Neuen schuld sein können.
Vielleicht hab ich da aber auch was falsch verstanden.
Vielleicht wärs aber auch einfach besser, solche "Neulinge" die ja bekannt sind und auch auf Events rennen, dort einfach im "richtigen" Geocaching zu schulen. Ist vielleicht besser als immer wieder auf deren Fehlern rum zu hacken.
Wenn ich sehe, wie in den Foren über manche Caches hergezogen wird und mir dann die Besucherzahlen ansehe die die "Mistdosen" einfahren - schöne scheinheilige Welt.
Wenn über Powertrails von Neulingen mit Filmdosen im Wald hergezogen wird und dann aber alle - auch die alten Hasen mit 4000 und mehr Punkten da hin rennen um noch mehr Punkte zu erhaschen - statt diese einfach zu ignorieren und dann auch noch "schöne Runde - gern gemacht" loggen, dann ist dieses schmale Brett noch sehr breit.

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MadCatERZ
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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von MadCatERZ » Do 18. Apr 2013, 14:53

bebilix hat geschrieben:Für mich ist Geocaching nicht tot, solange ich Spaß daran habe. Allerdings werden hier in unserer Gegend doch noch viele sehenswerte Dosen in Small aufwärts gelegt (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Außerdem geht es mir wie Mama Muh, wir haben noch nicht soo viele "Dienstjahre" auf dem Buckel.
Diese Dosen gibt es in Nordelbien auch, man muss sie bloss aufspüren und das mikro-skopische Grundrauschen (es gibt natürlich auch tolle Mikros!) ignorieren.
bebilix hat geschrieben: Aber passend zum Thema hier noch ein anderer Nachruf:

Karl Ranseier (* 3. Mai 2000 in Portland, Oregon; † 17. April 2013 in Berlin) ist tot. Der wohl erfolgloseste Geocacher aller Zeiten starb heute im Alter von 12 Jahren bei einer Cachingtour. Sein junges Leben wurde jäh beendet, als er sich bei einem längerem Multi verlief, dabei versehentlich in die Nähe eines Powertrails kam und von dosensuchenden Horden überrannt wurde. Seine sterblichen Überreste werden morgen im Rahmen eines Events in einer Lock-und Lock-Dose versteckt und beim nächsten Cito wieder eingesammelt.
So ein Unsinn!
Zunächst einmal hast Du die drei Karl-Ranseier-Gedenk-Mega-Events, inklusive exklusiver Karl-Ranseier-Gedenk-Mega-Event-Coins für nur 29,99€ das Stück vergessen, zum anderen ist Karl Ranseier verhungert, weil er drei Wochen lang an den Parkplatzkoordinaten nach dem Cache gesucht hat.

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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von Teleskopix » Do 18. Apr 2013, 15:24

:D :D Totgesagte leben länger :D :D
Wenn man ein Hobby zu intensiv betreibt, wird es irgendwann langweilig, da man schon alle Varianten kennt.
Ich cache seit 2005, nur für mehr als 660 Funde hat die Zeit nicht gereicht, da ich auch andere Interessen habe. Das einzige was ich vermisse sind Multis mit aufwendigen Stationen (dauern lange zu bauen, kosten einiges an Geld, usw.), daß liegt imho mit bekannter werden des Hobbys an der steigenden Zahl der Grobmotoriker - oder ungeduldigen Menschen, die solche Stationen kaputt machen.
Mit Ingress ist z.B. bei mir 15 km nördlich von Nürnberg nichts los, in Nürnberg Stadt und Erlangen ja. --> Geocachen in Kombination mit Wandern wird bleiben, Outdoorspiele in der Stadt unterliegen einem stärkerem Wandel.

Die Zahl der Cacher die für einen schönen Multi mit 25km Anfahrt für den man 3-4 Stunden braucht ist erheblich kleiner, als die Freunde des schnellen DriveIn.

Die Zahl der Cacher die solche (zeit)aufwendigen Multis gerne machen wird bleiben, die Zahl derer die etwas tun weil es Hyp ist, kann man doch nicht zu denen zählen die das Hobby ernsthaft betreiben.

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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von Mama Muh » Do 18. Apr 2013, 15:57

MadCatERZ hat geschrieben:Versteh' ich jetzt nicht, wieso sollten die Nachzügler irgendwas kaputt machen?
Meine Geocachingphase ist auch noch nicht vorbei. Ich spiele das Spiel, so wie es sich eben jetzt darstellt und daher ist es aus meiner Sicht auch noch recht lebendig.
Für die Pioniere scheint aber ein Teil des Spielgefühls verloren gegangen zu sein, dass damit zu tun hatte, dass eben nur eine kleine Gruppe Bescheid wußte. Die Nachzügler haben naturgemäß diese Gruppe vergrößert - und all die anderen Veränderungen mit sich gebracht. Sie haben es eben automatisch zerstört. Das ist schade und für den Beginnerkreis nicht schön, aber ich kann es eigentlich nicht betrauern, weil ich es nicht erlebt habe. Ich kenne nur den neueren Spielrahmen und fand ihn immerhin so amüsant, dass ich noch dabei bin.
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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von FledermausSheriff » Do 18. Apr 2013, 16:02

Mama Muh hat geschrieben:...Veränderungen mit sich gebracht. Sie haben es eben automatisch zerstört.
Das hätten sie aber m.E. auch sein lassen können :(
no risc no fun! - Bei mir läuft...

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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von BlueGerbil » Do 18. Apr 2013, 16:05

hcy hat geschrieben:Recht hat er, der moenk.
Falls es um seinen privaten Standpunkt geht: Ah jo, kann er halten, wie er will.
Als vermeintlich allgemeingültiges Statement: Nö, Unfug.

Ich freu mich schon wie Bolle drauf, Ende Mai wieder in Richtung Frankreich aufzubrechen, Tradis an interessanten und/oder schönen Orten zu finden, dabei ein bisschen die Kamera durch die Gegend zu schwenken, den Jeep zu bewegen und Urlaub zu genießen. Solange ich dieses Spiel spielen kann, ist es nicht tot. Hier in Deutschland, wo jeder Knallkopp meint, möglichst viele Dosen "ownen" zu müssen und Caches zu legen, "weil da noch keiner liegt", kommt´s dann zu Frust - das wundert mich nicht weiter. Aber "Perlen" gibts auch hier, daher kann ich die Sichtweise "ist tot" in keiner Weise teilen. Geocaching verändert sich, ich gebe zu, das mir die Richtung deutlich mißfällt, aber so isses nun mal.

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Re: Geocaching ist tot

Beitrag von moenk » Do 18. Apr 2013, 16:09

Teleskopix hat geschrieben::D :D Totgesagte leben länger :D :D
Damit fängt mein nächster Artikel an: "Wie Geocaching überleben könnte"
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

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