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Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

TeamAstelix
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Beitrag von TeamAstelix » Di 24. Jan 2006, 00:06

radioscout hat geschrieben:99,99999999999999999999% machen ihre Arbeit absolut korrekt, lediglich 0,00000000000000000001% fallen ab und zu mal unangenehm auf

Ich wollte zwar keine Diskussion darüber beginnen, aber darauf _muss_ ich antworten.
Du weißt anscheinend nicht, wovon du redest, wenn man deine Zahlenspielerei betrachtet: dann wird auch in 10000 Jahren noch kein einziger Grünrock einen einzigen Fehltritt getan haben *rofl*.
Ich kenne jedenfalls genügend Grüne, auch aus meiner engeren Verwandtschaft, um mir ein Urteil darüber bilden zu können.
Schön, meistens - aber nur meistens und nicht öfter - trifft es die Wahrheit, warum sie das, was sie behaupten tun zu müssen, tun. Aber der Rest dient nur der Freude am Schießen auf andere Lebewesen und dem Genuß, diese sterben zu sehen.
Damit ist natürlich nicht jeder Grüne gemeint, aber doch einige unter ihnen.

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ghazkull
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Beitrag von ghazkull » Di 24. Jan 2006, 00:16

TeamAstelix hat geschrieben:Ich kenne jedenfalls genügend Grüne, auch aus meiner engeren Verwandtschaft, um mir ein Urteil darüber bilden zu können. [...] Aber der Rest dient nur der Freude am Schießen auf andere Lebewesen und dem Genuß, diese sterben zu sehen.


Dann muß ich sagen, kennst du wirklich merkwürdige Leute.
Deckt sich nicht mit den Leuten die ich kenn.

reginald
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Beitrag von reginald » Di 24. Jan 2006, 08:23

ghazkull hat geschrieben:Deckt sich nicht mit den Leuten die ich kenn.


Wir brauchen keine Jäger!

Jägerlüge Nr. 1:
Jäger schützen Wald und Feld vor Wildschäden

FALSCH!

Jagd provoziert ganz im Gegenteil vielfach Wildschäden. Durch die Jagd werden die Tiere unnötig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Fraßschäden oft weiter erhöht. Das verbreitete Argument, Wildtiere verursachten erhebliche Schäden dient nur als Vorwand der Jäger, längere Jagdzeiten oder höhere Abschussquoten durchzusetzen. Oft sind die von Jägern verursachten Personen- und Sachschäden höher als der landwirtschaftliche Schaden durch Wildtiere (Mathieu Roger, 1987). Der Wildbiologe Dr. Harald Kilias aus Bayreuth - selber Jäger - sagte bei einer Aufzeichnung des Bayerischen Rundfunks: »Wald ist auch dann Wald, wenn darin kleinere Bäume wachsen, die geringere Preise erzielen.« Im Übrigen ist Holzwirtschaft nicht alles.

Wie das Standardwerk »Vom Widersinn der Jagd« des Zoologen Carlo Consiglio von der Universität Rom nachweist, sind Verbissschäden in den meisten Fällen minimal und betreffen meist deutlich weniger als 2% an Pflanzen bzw. des Holzertrags. Außerdem können Schonungen und Jungwaldanpflanzungen z.B. durch Schutzzäune oder Netze vor Verbiss geschützt werden. Eine Studie für die Minister für Agrarwirtschaft in Brüssel zeigt weiterhin auf: Wildschäden könnten fast vollständig vermieden werden, wenn der Mensch die Wildfütterung über das ganze Jahr ausdehnen würde (Ueckermann: Einfluss der Fütterung auf den Schälumfang des Rotwildes, 1985). Schließlich könnten die Behörden auch Schäden ersetzen, wie es z.B. im Falle von Manöverschäden durch Truppenübungen üblich ist.

»Fraß-Schäden« in Wald und Feld entstehen, weil man den Tieren heute keine Nahrung mehr lässt:

Früher fiel bei der Ernte auf den Feldern viel Getreide auf den Boden oder blieben noch Kartoffeln im Boden. Dadurch blieb immer etwas für die Tiere auf dem Feld.

Heute bleibt durch die modernen Maschinen nichts mehr übrig - man nimmt den Tieren jedes Korn weg.

Früher konnten Wildtiere auf Wiesenflächen grasen.

Heute sind auch die Wiesen weitgehend abgeerntet oder abgegrast - es bleibt selbst für die Vögel fast nichts übrig.

Früher wurden Felder und Wiesen natürlich bebaut.

Heute sind Felder und Wiesen durch Spritzmittel, Dünger sowie durch Mist und Gülle vergiftet.

Die moderne Landwirtschaft hat den Wildtieren die Nahrungsquellen genommen. Der Jäger »reguliert« das Ungleichgewicht: Wenn Wildtiere in die Felder einbrechen um sich Nahrung zu holen, werden sie abgeknallt. Der Lebensraum für die Tiere hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter verengt - Verursacher ist der Mensch. Das Wegnehmen von Lebensraum ist Diebstahl! Müssen die Tiere reguliert werden, denen der Lebensraum genommen wurde - oder muss der Schuldige reguliert werden, der Mensch?


Jägerlüge Nr. 2:
Ohne die Jagd nehmen die Wildtiere überhand.

FALSCH!

Feldstudien von Ökologen ergaben, dass die Tiere über einen inneren Mechanismus zur Regulierung des Populationswachstums verfügen: Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Jagd. Droht Überbevölkerung, wird die Geburtenrate gesenkt. Auch dort, wo in Europa die Jagd verboten wurde, wie z.B. in den ausgedehnten italienischen Nationalparks oder im Schweizer Kanton Genf, konnten bislang keine übermäßigen Wildtierbestände festgestellt werden. In fast allen anderen Ländern der Welt ist die Jagd in Naturschutzgebieten verboten, ohne dass dort bislang das natürliche Gleichgewicht aus den Fugen geraten wäre.


Jägerlüge Nr. 3:
Jäger sind Ersatz für ausgestorbene »Raub«-tiere

FALSCH!

Neuere Forschungen zeigen, dass sogenannte Beutegreifer nicht für die Regulation, d.h. die zahlenmäßige Kontrolle ihrer Beutetiere, verantwortlich sind. Beutegreifer erbeuten bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere bzw. fressen Aas und tragen so zu einem gesunden Wildbestand bei. Ein Jäger, der auf große Distanz schießt, kann nur in den seltensten Fällen beurteilen, ob ein Tier krank oder alt ist. Nachdem Jäger aber vor allem auf prächtige Tiere, nämlich Trophäenträger, aus sind, führt die von Menschen praktizierte Jagd dagegen in aller Regel zu einer naturwidrigen Fehlauslese. Stimme eines Jägers: »Jagd bedeutet auch, nicht nur Schwaches und Krankes zu erlegen, sondern »überzählige« kerngesunde Tiere (wer will schon Krüppel und Kranke essen?).« (WILD UND HUND 13/2001).

Mit dem Abschuss von bundesweit jährlich rund 700.000 Mardern, Füchsen und Wieseln dezimieren Jäger zudem noch vorhandene Beutegreifer - mit der schizophrenen Behauptung: »Fleischfresser nehmen dem Jäger die Beute weg«. Wolf, Luchs und Braunbär wurden in Europa durch die Jagd praktisch ausgerottet, der Adler ist sehr stark dezimiert. Eigens dafür gezüchtete Tiere werden »ausgewildert« und zur Jagd freigegeben. In Frankreich werden z.B. jedes Jahr Tiere aus dem Ausland importiert und durch Jäger erlegt: 6.200.000 Fasane, 800.000 Stockenten, 500.000 Rot- und Rebhühner und 200.000 Feldhasen. Und aus welchem Grund schießen Jäger in Deutschland jedes Jahr ca. 300.000-400.000 Katzen und 35.000-65.000 Hunde?


Jägerlüge Nr. 4:
Jagd ist angewandter Naturschutz

FALSCH!

Jagd bedeutet eine Störung des natürlichen Gleichgewichts der Öko-Systeme. Sie kann zur Ausdünnung oder Ausrottung von Tierarten führen. Jäger sind Naturnutzer, aber keine Naturschützer. Sie hegen allenfalls die Tierarten, die für sie als Beute von Interesse sind. Im Übrigen widerlegen Jäger inzwischen diese Behauptung selbst: »Jagd als angewandter Naturschutz« oder »Jäger als die wahren Naturschützer« und so weiter - alles schön und gut. Akzeptiert werden wir von den Funktionären der Naturschutzverbände aber trotz allem nicht. Warum stehen wir nicht endlich mehr zu Sinn und Zweck unserer Jagdausübung? (...) Jagd ist eben nicht in erster Linie Hegen, sondern im ganz ursprünglichen Sinn Beutemachen, und Beute wollen wir doch machen. Es ist nicht verwerflich, Freude zu empfinden, wenn es gelungen ist, ein Stück Wild zu erlegen. Nein, es darf durchaus Freude bereiten, wenn ein Stück Wild durch einen sauberen Schuss schmerzlos verendet...« (WILD UND HUND 13/2001).

Im Schweizer Kanton Genf entschied sich die Bevölkerung 1975 durch Referendum für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. In den nachfolgenden Jahren erhöhte sich die Zahl der an den Ufern des Genfer Sees und der Rhone überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. Vor dem Referendum hatten Jagd-Vertreter behauptet, der Feldhase wäre im Kanton Genf ohne die Jagd von der Ausrottung durch Beutegreifer bedroht. Das Gegenteil war der Fall: Inzwischen erfreut sich der Kanton Genf einer gesunden, vermehrungsfähigen Feldhasenpopulation, der größten Populationsdichte von Feldhasen in der Schweiz. Die Befürchtung der Landwirte, dass ihnen das Jagdverbot mehr Schäden an Kulturen bringt, hat sich nicht bewahrheitet: Die Schadenszahlen aus dem Kanton Genf sind vergleichbar mit denen von Schaffhausen - obwohl in Schaffhausen die Jagd erlaubt ist.

Zahlreiche in Deutschland immer noch jagdbare Arten (Feldhase, Baummarder, Waldschnepfe, Rebhuhn) stehen bundes- oder landesweit auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Jagd ist nicht immer der einzige Gefährdungsgrund, allerdings trägt der Abschuss bedrohter Arten bestimmt nicht zu deren Erhalt bei. Die Schäden durch die Jagd sind durch die Entwicklung der Waffentechnologie riesig: Seit dem 17. Jahrhundert ist die Jagd und die Zerstörung der natürlichen Lebensräume durch den Menschen für 57% der ausgerotteten Vogel- und für 62% der ausgerotteten Säugetierarten verantwortlich.


Jägerlüge Nr. 5:
Jäger töten schmerzlos

FALSCH!

Oft werden die Tiere nur angeschossen. Die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, Stunden und Tage. Bis zum tödlichen Schuss schleppen sich die angeschossenen Tiere stunden- oder tagelang mit zerfetztem Körper, heraushängenden Eingeweiden, gebrochenen Knochen auf der Flucht vor den Jägern durch den Wald. Auch vom Schrot der Jäger werden unzählige Tiere, besonders Wildvögel, zwar getroffen, sterben aber nicht gleich, weil keine lebenswichtigen Organe getroffen wurden. Oftmals verenden sie erst Stunden oder Tage später an ihren Verletzungen. Jede vierte Ente lebt mit einer Schussverletzung.

Bei angeblich »unversehrt fangenden« Kastenfallen gerät das gefangene Tier in jenem Moment, in dem der Kasten mit lautem Krach schließt, meist in Panik, bewegt sich heftig und verletzt sich infolgedessen oft schwer. So liegt das »Stück« (Jägersprache) blutig, von grausamen Schmerzen gepeinigt, nicht selten hungernd oder durstend Stunden, oft Tage in einer winzigen Kiste und wartet auf einen grausamen Tod.


Jägerlüge Nr. 6:
Die Jäger schützen die Bevölkerung vor der Tollwut

FALSCH!

In Europa wird ein regelrechter Vernichtungsfeldzug gegen den Fuchs geführt: mit Schrot, Fangeisen, Fallen, Vergasung im Bau und vergifteten Ködern - und zwar das ganze Jahr. Doch die Ausbreitung der Krankheit wurde durch keine dieser Maßnahmen gestoppt. Die Jagd auf Füchse führt durch den beschleunigten Ortswechsel der überlebenden Tiere sogar zur Ausbreitung der Tollwut.Der Schweizer Kanton Wallis ist durch Impfaktionen seit 1981 tollwutfrei. Diese Aktion kostete das Wallis 106.800 Franken im Jahr, während der angrenzende Kanton Bern - flächenmäßig nur wenig größer - 818.148 Franken für die Tötung einer großen Zahl von Füchsen und für die Impfung des Viehs ausgab, ohne die Tollwut einzudämmen.

Im übrigen ist für Menschen die Wahrscheinlichkeit in Deutschland an Tollwut zu erkranken mit 1:171.875.000 zu beziffern (H. Hagen, 1984).


Jägerlüge Nr. 7:
Jagd ist ein Kulturgut

FALSCH!

Unter Kultur versteht man »die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen ... eines Volkes« sowie »feine Lebensart, Erziehung und Bildung« (Vgl. Duden Band 5, 1982). Ob das Töten von Wildtieren dazu gehört? - Bestimmt nicht!

Dass Menschen sich das Recht anmaßen, Lebewesen, die genauso wie sie fühlen und Schmerz empfinden, um des Vergnügen willen zu töten, ist vom moralischen Standpunkt her absolut inakzeptabel.


Jägerlüge Nr. 8:
Der Mensch hat schon immer gejagt.

FALSCH!

In der Frühzeit war der Mensch zunächst Sammler. Erst später wurde er zum Jäger. Die Abnutzungsmuster auf der Zahnoberfläche der Backenzähne von vielen Hominiden und Hominoiden zeigen eindeutig, dass diese Vorläufer des Menschen Pflanzenkost (Pflanzenfasern, hartschalige Früchte, Nüsse etc.) gegessen haben. Typische Raubtiere (z.B. Wolf, Löwe) und Allesfresser (z.B. Spitzmaus, Igel) haben andere Zahn- und Zahnschmelzstrukturen auf Backen- und Mahlzähnen als der heutige Mensch.

In der Schöpfungsgeschichte spiegelt sich noch die vegetarische Frühphase der Menschheit wieder, wenn in Genesis 1.29 Gott spricht: »Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.«. Doch in dem Maß, in dem der Mensch begann, Krieg gegen seinen Bruder zu führen, begann er auch die Tiere zu schlachten. Bei »primitiven« Völkern dient die Jagd der Nahrungsbeschaffung. Bei »entwickelten« Völkern steht die Jagd in der Tradition der Feudalherren. Doch die Feudalherrschaft ist inzwischen völlig veraltet. In Europa jagt der Mensch nicht mehr um seine Ernährung sicher zu stellen. Es geht einzig und allein um eine Freizeitbeschäftigung, ums Vergnügen - die Lust am Töten.

Die deutschen Jäger sollten auch an die geschichtliche Vergangenheit ihres Landes denken: Von Schusstürmen aus wurden auch bereits Menschen erschossen - nämlich in Konzentrationslagern und an der DDR-Grenze. Der Jäger ist in unserer Zeit der einzige, der auf lebende Ziele schießen darf - vom sicheren Schussturm aus. Im Unterschied zum Soldaten, dem meist ein ebenbürtiger Gegner mit gleichen Chancen gegenübersteht, ist der Jäger besonders feige: Er schießt nur, wenn sich das Opfer nicht wehren kann.

Im Blut vieler Menschen ist das Töten: Je weniger Kriege, desto mehr Jagd? Krieg ist Brudermord - Der Krieg gegen die Tiere ist Geschwistermord.

Theodor Heuss, der als erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland aus Repräsentationsgründen häufig an Diplomatenjagden teilnehmen musste, formulierte treffend: »Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«

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Beitrag von wutzebear » Di 24. Jan 2006, 08:31

reginald hat geschrieben:Wir brauchen keine Jäger!
...

Und das sollen wir dem nächsten Jäger sagen, den wir beim Nachtcachen treffen? Oder was hatte das nochmal mit dem Thema zu tun, wann Schonzeiten sind?

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Beitrag von Windi » Di 24. Jan 2006, 08:41

Ganz schön starker Tobak.
Dennoch. Wir brauchen Jäger: Wer erlegt mir sonst meinen Rehbraten?
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reginald
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Beitrag von reginald » Di 24. Jan 2006, 08:41

wutzebear hat geschrieben:Oder was hatte das nochmal mit dem Thema zu tun, wann Schonzeiten sind?

Insofern, dass man sich nur RELATIV sicher im Wald auf Waldwegen bewegen kann, wenn Schonzeit ist, wenn es Tag ist und kein Jäger grade meint, einer Katze nachstellen zu müssen

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Beitrag von wutzebear » Di 24. Jan 2006, 08:48

reginald hat geschrieben:Insofern, dass man sich nur RELATIV sicher im Wald auf Waldwegen bewegen kann, wenn Schonzeit ist, wenn es Tag ist und kein Jäger grade meint, einer Katze nachstellen zu müssen
Dann musst Du allerdings auch zugeben, dass man nicht ungefährdet auf die Straße darf; da sind nämlich weit mehr Idioten/Besoffene/Halbblinde/wasauchimmer unterwegs.

Ach ja, Ergänzung: wir hatten hier in Südhessen neulich eine Begegnung Cacher vs. Blockwart in Loden. Es hat sich in Jagdkreisen sehr schnell herumgesprochen (nicht nur vor Ort, auch überregional), dass dieser Jäger mittelfristig nicht mehr mit Gewehr anzutreffen ist.

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Beitrag von dr_megavolt » Di 24. Jan 2006, 08:54

@ Reginal, schöne Zusammenstellung, bin eigentlich ganz Deiner Meinung. Wird wahrscheinlich aber gleich ausufern hier und ist auch leicht off-topic.

Bin kürzlich auch mal beim Fotografieren in der Dämmerung einem Keiler über den Weg gelaufen. Wurde mir etwas mulmelig. Mulmeliger wurde mir allerdings, als ich bemerkte, daß ich genau in der Schußlinie zwischen Keiler und einem Hochsitz war, dessen Inhaber mich dann durch unsympathisches Gestikulieren wegscheuchte. Der Keiler hat die Gelegenheit genutzt, sich zu verkrümeln. ;-)

Ich hoffe mal, daß die Inhaber von Jagdscheinen sinnesstark genug sind, nicht auf Lebewesen zu schießen, die mit blinkenden Lämpchen an Kopf und Rücken durch den Wald laufen. Das ist ja in der Mehrzahl doch kein Wild. Aber da man andererseits regelmäßig liest, daß man sich in diesen Sportgruppen auch gelegentlich gegenseitig erschießt, kommen mir da Zweifel auf.

Meine persönliche Meinung: der Wald gehört dem Wild und verantwortungsbewußten Cachern und anderen Erholungssuchenden, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Für Jagd sind unsere Waldflächen sowie schon zu dezimiert und zersiedelt. Für natürliche Auslese sorgt mittlerweile der Autoverkehr, hier erwischt es getreu den Darwinschen Prinzipien die Blinden, Tauben und Langsamen.

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Beitrag von georunner » Di 24. Jan 2006, 08:54

Windi hat geschrieben:Dennoch. Wir brauchen Jäger: Wer erlegt mir sonst meinen Rehbraten?

Ganz deiner meinung.
Wenn sie mehr Wild schießen würden, könnten sie auch den Katzen die Jagd auf Mäuse überlassen, und es gäbe öfter mal was leckeres zum Mittagessen.

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Beitrag von Lakritz » Di 24. Jan 2006, 08:57

dr_megavolt hat geschrieben:Für natürliche Auslese sorgt mittlerweile der Autoverkehr, hier erwischt es getreu den Darwinschen Prinzipien die Blinden, Tauben und Langsamen.

Boah, das ist fies.
Mir ist es ehrlich gesagt lieber, wenn ein Tier durch einen sauberen Schuss getötet wird und Autowerkstätten weniger Blechschäden zu reparieren haben.
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